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Emetophobie

15. September 2018 um 23:16 Letzte Antwort: 16. September 2018 um 2:08

Hey ihr Lieben,

ich war stehts ein fröhliches und offenes Mädchen, ich weiß dennoch das gerade in meiner Familie sehr viel schief gelaufen ist (mit 11 durfte ich mit meiner Mum die Seitensprünge meines Dads aufdecken, als ich 15 war haben sie sich dann endlich geschieden, jedoch hatte mein Vater in den Jahren davor trotzdem eine andere Beziehung die aber später in die Brüche ging, mit 16 ist er dann endlich ausgezogen und letztendlich ein Jahr später nach Polen zu seiner neuen Freundin die dieses Jahr auch ein Kind bekommen haben.) Mit 18 wollte ich selbst dennoch so schnell wie möglich von zu Hause weg (meine Mum wollte sich immer gerne eine Kugel geben, war selbst depressiv und hat es an uns 3 Kindern ausgelassen, dementsprechend war ich mit meinem 16-18 Jahren viel zu fett, war zu nichts zu gebrauchen, weil ich ja sowieso alles falsch mache, und sollte sie doch bitte nicht stressen...aber meine Mum hatte ich selbst gebraucht.) Also ungefähr als sich meine Eltern geschieden hatten, machte auch mein damaliger Ex Schluss mit dem ich wirklich bis ans Ende gegangen wäre, die Folge darauf waren zunächst Depressionen (dieses typische ich fühle nichts, ob tot oder lebendig mir doch egal), darauf folgten ein halbes Jahr später leichte Panikattacken. Mit 18 bin ich wie gesagt ausgezogen und dann ging das richtige Drama erst richtig los. Ich hatte eine Ausbildung auf die ich wirklich sehr stolz war, musste sie dennoch ein halbes Jahr später abbrechen, weil ich durch die Panikattacken gar nicht mehr hingekommen bin. Nur zwei Monate später folgte eine Essstörung, ich schätze durch den Druck meiner Eltern wie dick ich doch mit 64kg war, diese ließ mich von allein immer wieder erbrechen, bis ich schlussendlich bei 48kg war und wenn es hoch kam eine Scheibe trockenes Toast am Tag essen ließ. Jetzt bin ich 19, nach dem Fall mit der Essstörung blieb mir nichts mehr anderes als in eine Tagesklinik zu gehen, was mir auf kurze Sicht auch half, aber heute ungefähr 3-4 Monate später sitze ich zu Hause und ich habe auch die letzten drei Wochen zu Hause gegessen, ich habe wirklich nicht einen Schritt vor die Tür gesetzt, weil ich so Angst davor habe mich draußen zu übergeben. Die Fälle von denen ich lese haben aber nur Angst vor dem Erbrechen, ich erbreche mich daraufhin wirklich und ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll. Ich könnte Tag für Tag heulen, mein Freund versucht das Beste daraus zu machen und geht auch alleine die täglichen Einkäufe erledigen, aber mal ganz im Ernst, dass ist weder was ICH will, noch das was ich mir für ihn wünsche. Ich bin eigentlich der Typ der soziale Kontakte liebt, ich mag gute Gespräche, ich finde es wundervoll auf Reisen zu gehen oder einfach draußen Sachen zu unternehmen wie Kino, ans Wasser fahren oder meinetwegen auch Essen gehen. Fakt bleibt aber, dass ich keins dieser Dinge tun kann und ich mich ehrlich gesagt immer noch in 10 Wochen hier verkommen sehe. Ich bin zu schwach, ich esse immer noch nicht regelmäßig gut und fühle mich einfach nur in die Knie gezwängt. Gibt es unter euch vielleicht auch welche die tatsächlich erbrechen müssen, bzw. gibt es auch Leute die das hier komplett wieder los geworden sind? Ich sehe kein Licht am Ende des Tunnels und ich habe es satt mich ständig selbstzubemitleiden. Ansonsten wünsche ich einen wundervollen Abend/eine gute Nacht.

Mit lieben Grüßen, Juli

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16. September 2018 um 2:08
In Antwort auf julijulez

Hey ihr Lieben,

ich war stehts ein fröhliches und offenes Mädchen, ich weiß dennoch das gerade in meiner Familie sehr viel schief gelaufen ist (mit 11 durfte ich mit meiner Mum die Seitensprünge meines Dads aufdecken, als ich 15 war haben sie sich dann endlich geschieden, jedoch hatte mein Vater in den Jahren davor trotzdem eine andere Beziehung die aber später in die Brüche ging, mit 16 ist er dann endlich ausgezogen und letztendlich ein Jahr später nach Polen zu seiner neuen Freundin die dieses Jahr auch ein Kind bekommen haben.) Mit 18 wollte ich selbst dennoch so schnell wie möglich von zu Hause weg (meine Mum wollte sich immer gerne eine Kugel geben, war selbst depressiv und hat es an uns 3 Kindern ausgelassen, dementsprechend war ich mit meinem 16-18 Jahren viel zu fett, war zu nichts zu gebrauchen, weil ich ja sowieso alles falsch mache, und sollte sie doch bitte nicht stressen...aber meine Mum hatte ich selbst gebraucht.) Also ungefähr als sich meine Eltern geschieden hatten, machte auch mein damaliger Ex Schluss mit dem ich wirklich bis ans Ende gegangen wäre, die Folge darauf waren zunächst Depressionen (dieses typische ich fühle nichts, ob tot oder lebendig mir doch egal), darauf folgten ein halbes Jahr später leichte Panikattacken. Mit 18 bin ich wie gesagt ausgezogen und dann ging das richtige Drama erst richtig los. Ich hatte eine Ausbildung auf die ich wirklich sehr stolz war, musste sie dennoch ein halbes Jahr später abbrechen, weil ich durch die Panikattacken gar nicht mehr hingekommen bin. Nur zwei Monate später folgte eine Essstörung, ich schätze durch den Druck meiner Eltern wie dick ich doch mit 64kg war, diese ließ mich von allein immer wieder erbrechen, bis ich schlussendlich bei 48kg war und wenn es hoch kam eine Scheibe trockenes Toast am Tag essen ließ. Jetzt bin ich 19, nach dem Fall mit der Essstörung blieb mir nichts mehr anderes als in eine Tagesklinik zu gehen, was mir auf kurze Sicht auch half, aber heute ungefähr 3-4 Monate später sitze ich zu Hause und ich habe auch die letzten drei Wochen zu Hause gegessen, ich habe wirklich nicht einen Schritt vor die Tür gesetzt, weil ich so Angst davor habe mich draußen zu übergeben. Die Fälle von denen ich lese haben aber nur Angst vor dem Erbrechen, ich erbreche mich daraufhin wirklich und ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll. Ich könnte Tag für Tag heulen, mein Freund versucht das Beste daraus zu machen und geht auch alleine die täglichen Einkäufe erledigen, aber mal ganz im Ernst, dass ist weder was ICH will, noch das was ich mir für ihn wünsche. Ich bin eigentlich der Typ der soziale Kontakte liebt, ich mag gute Gespräche, ich finde es wundervoll auf Reisen zu gehen oder einfach draußen Sachen zu unternehmen wie Kino, ans Wasser fahren oder meinetwegen auch Essen gehen. Fakt bleibt aber, dass ich keins dieser Dinge tun kann und ich mich ehrlich gesagt immer noch in 10 Wochen hier verkommen sehe. Ich bin zu schwach, ich esse immer noch nicht regelmäßig gut und fühle mich einfach nur in die Knie gezwängt. Gibt es unter euch vielleicht auch welche die tatsächlich erbrechen müssen, bzw. gibt es auch Leute die das hier komplett wieder los geworden sind? Ich sehe kein Licht am Ende des Tunnels und ich habe es satt mich ständig selbstzubemitleiden. Ansonsten wünsche ich einen wundervollen Abend/eine gute Nacht.

Mit lieben Grüßen, Juli

Bitte kontaktiere die Tagesklinik in der du warst. Schildere ihnen alle deine Probleme die du im Moment hast und frage ob man dich kurzfristig wieder ins Programm nehmen kann. 

Wenn das. Icht geht, dann wende dich an den Arzt der die Tagesklinik fuer dich empfohlen hat, oder die Einweisung geschrieben. Erklaere dem Arzt, dass du entweder so etwas wie die Tagesklinik laengerfristig brauchst, oder einen stationaeren Aufenthalt in einer passenden Klinik. 

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