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Emetophobie (Angst vor Erbrechen) Bitte um Rat!

26. Oktober 2012 um 21:18 Letzte Antwort: 11. Oktober 2016 um 16:35

Hallo liebe Leute,

in erster Linie möchte ich mich entschuldigen, denn ich bin erst seit Kurzem hier registriert. Also wenn ich irgendeinen Blödsinn mache oder ihr mir Tipps habt zur Nutzung dieser Seite, bitte nur sagen

Warum ich nun hier an euch schreibe, ist... weil ich große Ängste habe, so weit ich es einschätzen kann, geht es sogar schon in Richtung Phobie.

Seit ca. 12 Jahren (werde bald 21) plagt mich die Angst vor dem Erbrechen. Ich bin momentan am Boden zerstört und habe höllische Panikattacken. In den Momenten würde ich am liebsten beim Fenster rausspringen oder sonst etwas Dummes tun. Normalerweise bin ich eine Person, die bei sonstigen Problemen die Ruhe bewahren kann. Aber was diese eine Sache angeht, verliere ich die Kontrolle über mich und die Angst.

Zur Zeit ist eine Magen-Darm Grippe herum und ich habe (wie schon bei der letzten vor 8 Monaten) mich verhalten, als wäre es eine tödliche Krankheit, vor der man sich schützen muss. Ich habe flaschenweise Desinfizierungsmittel eingekauft, desinfiziere nach jedem Kontakt zu Menschen und fremden Gegenständen die Hände, meide Kontakt zu Menschen in der Zeit und führe ein Leben in Askese, sprich ich hungere... :/
Ich mache mir auch für die Zukunft Sorgen. Ich liebe Kinder, möchte selber mal welche haben und sie in jeder Lebenslage (sofern es in meiner Möglichkeit liegt) unterstützen, vor allem auch nicht nur auf finanzieller Ebene, sondern was eine Erziehung sonst alles ausmacht. Nur beim Erbrechen, fürchte ich, wüsste ich nicht, wie ich damit umgehen könnte. Ich möchte sie in so einer schlimmen Situation nicht alleine lassen, fürchte aber, dass ich mich nicht im Griff hätte. Ich sah es an meinem Freund, als er vor 8 Monaten eine Magen-Darm Grippe hatte. Als ich ihn sah, musste ich fast selber erbrechen.

Könnt ihr mir weiterhelfen? Bitte! ich weiß echt nicht mehr, was ich tun soll. Das ist doch so kein Leben mehr, aber ich kann nicht von mir aus die Angst überwinden. Ich weiß, dass erbrechen eine ganz normale Reaktion vom Körper ist und dass ich eigentlich keine Angst davor haben müsste. Das haben mir schon so viele gesagt, aber sagt mal einem Menschen, der Flugangst hat, "Ach, was! Scheiß drauf, das Flugzeug ist harmlos, es geht alles gut. Steig einfach ein!" Wer ähnliche oder gleiche Ängste hat, wird es vielleicht verstehen und kann mir dementsprechend Tipps geben.

Wisst ihr, ob es bald Impfstoffe gegen Magen-Darm Grippen geben wird? (Ich weiß bereits, dass es gegen den Rota-Virus eine Schluckimpfung gibt, von der aber bei uns streng abgeraten wird) Was meint ihr? Gibt es psychologische Fachpersonen, die auf diese Art und ähnliche Phobien spezialisiert sind? Hilft das?

Ich danke für jede Nachricht, insbesondere für die, die mir mit Verständnis entgegenkommen, anstatt mich zu bombardieren.

PS: Die Angst kommt wahrscheinlich aus einer Situation meiner Kindheit heraus, denn ich war nicht immer so, im Gegenteil... Aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob es nur das ist...

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26. Oktober 2012 um 21:19

PS
Entschuldigung für die Lange Nachricht, aber das musste mal endlich sein...

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27. Oktober 2012 um 9:46

Hallo Rotkehlchen
Ich kann dich leider sehr gut verstehen .

Bei mir ist es auch ganz schlimm...ich bekomme schon Panik sobald mein Magen grummelt oder jemand in der Bahn so aussieht als müsste er sich übergeben. Am schlimmsten ist noch das ich überall wo ich bin einen "Fluchtweg" suche, falls ich mich übergeben muss, sei es der Mülleimer oder nur die Tür fürs Klo usw. Ich habe auch immer eine Tüte in der Handtasche für "alle Fälle". Hände waschen wie eine "blöde" tue ich auch andauernd. Oft desinfiziere ich auch Gegenstände Zuhause (besonders Türgriffe) und das auch auf der Arbeit :S.

Also Hilfe solltest du dir suchen...zb. kannst du eine Verhaltenstherapie machen, wenn das nicht klappt empfehle ich dir es mit Hypnose, das mache ich auch zur zeit.

Ich habe aber auch noch andere Ängste und Panikattacken deshalb werde ich wohl in eine Klinik gehen weil, bei mir nichts mehr hilft .

Liebe Grüße

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28. Oktober 2012 um 22:54
In Antwort auf februarbaby1

Hallo Rotkehlchen
Ich kann dich leider sehr gut verstehen .

Bei mir ist es auch ganz schlimm...ich bekomme schon Panik sobald mein Magen grummelt oder jemand in der Bahn so aussieht als müsste er sich übergeben. Am schlimmsten ist noch das ich überall wo ich bin einen "Fluchtweg" suche, falls ich mich übergeben muss, sei es der Mülleimer oder nur die Tür fürs Klo usw. Ich habe auch immer eine Tüte in der Handtasche für "alle Fälle". Hände waschen wie eine "blöde" tue ich auch andauernd. Oft desinfiziere ich auch Gegenstände Zuhause (besonders Türgriffe) und das auch auf der Arbeit :S.

Also Hilfe solltest du dir suchen...zb. kannst du eine Verhaltenstherapie machen, wenn das nicht klappt empfehle ich dir es mit Hypnose, das mache ich auch zur zeit.

Ich habe aber auch noch andere Ängste und Panikattacken deshalb werde ich wohl in eine Klinik gehen weil, bei mir nichts mehr hilft .

Liebe Grüße

Hallo zusammen
Ich kann euch nur zu gut verstehen. Bin 16 Jahre alt und leide seit ich denken kann unter Emetophobie. Doch in den letzten zwei Jahren hat es sich dermasen verschlimmert, dass ich einfach nicht mehr damit leben konnte. Mir war fast jeden Tag übel und sogar im Sommer lief ich mit nem Desinfektionsmittel rum und hatte ständige Panik. Meine Mutter war schon total genervt von meinem Verhalten, als ich dann zur Kinesiologie ging. Bis heute war ich drei Mal dort und es hat mir schon sehr geholfen. Hatte seit der letzten Sitzung keine Panikattacken mehr und ich konnte sogar auf ne Kreuzfahrt, auf der ich letztes Jahr jeden Tag Panikattacken hatte und nur noch gewint habe. Doch das ist jetzt alles weg. Habe natürlich wieder Tabletten genommen, damit auch wirklich nichts passieren konnte, aber dann lief alles super. Ich hab das Gefühl, dass ich seit der Therapie einfach wieder klarer denken kann in solchen Situationen. Jetzt im Winter weiss ich auch noch nicht, wie das ablaufen wird, weil ich hab keine Ahnung, wie ich reagieren werde, wenn dann wieder die MDG herumgeht... Naja ich werds schon sehen. Aber ich kann die Kinesiologie wirklich empfehlen, vorallem für den Anfang. Weiss auch noch nicht, ob ich damit meine Angst komplett loswerde oder nicht, aber es ist viiiiiiieeeeeelllllll besser. )))
Lg

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29. Oktober 2012 um 12:58
In Antwort auf cora_12128948

Hallo zusammen
Ich kann euch nur zu gut verstehen. Bin 16 Jahre alt und leide seit ich denken kann unter Emetophobie. Doch in den letzten zwei Jahren hat es sich dermasen verschlimmert, dass ich einfach nicht mehr damit leben konnte. Mir war fast jeden Tag übel und sogar im Sommer lief ich mit nem Desinfektionsmittel rum und hatte ständige Panik. Meine Mutter war schon total genervt von meinem Verhalten, als ich dann zur Kinesiologie ging. Bis heute war ich drei Mal dort und es hat mir schon sehr geholfen. Hatte seit der letzten Sitzung keine Panikattacken mehr und ich konnte sogar auf ne Kreuzfahrt, auf der ich letztes Jahr jeden Tag Panikattacken hatte und nur noch gewint habe. Doch das ist jetzt alles weg. Habe natürlich wieder Tabletten genommen, damit auch wirklich nichts passieren konnte, aber dann lief alles super. Ich hab das Gefühl, dass ich seit der Therapie einfach wieder klarer denken kann in solchen Situationen. Jetzt im Winter weiss ich auch noch nicht, wie das ablaufen wird, weil ich hab keine Ahnung, wie ich reagieren werde, wenn dann wieder die MDG herumgeht... Naja ich werds schon sehen. Aber ich kann die Kinesiologie wirklich empfehlen, vorallem für den Anfang. Weiss auch noch nicht, ob ich damit meine Angst komplett loswerde oder nicht, aber es ist viiiiiiieeeeeelllllll besser. )))
Lg

Hallo
Ich danke dir für deine Nachricht.

Das freut mich für dich, dass es dir besser geht. Ich wünschte mir, ich könnte endlich mal mein Desinfektionsmittel zu Hause liegen lassen und mal ohne Sorgen machen, wozu ich Lust habe. Das Desinfektionsmittel ist auf lange Zeit auch nämlich auch nicht das Beste, was man für seine Gesundheit tun kann...

Wie sieht das bei der Kinesiologie genau aus? Also du musst mir nicht deine Sitzung im Detail erzählen, das ist auch deine private Sache, die du für dich behalten darfst, aber nur so grob, allgemein, damit man sich vorstellen kann, wie so eine Therapie abläuft. ist es ähnlich wie bei einer normalen Psychiaterin? Ist vielleicht eine dumme Frage, denn ich war nie bei der Kinesiologie, darum kenne ich es auch gar nicht.

Liebe Grüße
rotkehlchen

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20. November 2012 um 21:55

Ich verstehe das total ):
Hallo,

Ich kenne das von dir Beschriebene nur zu gut!!
Ich bin zwar erst 16 aber ich habe sehr oft damit zu kämpfen, weil ich in jeder situation dran denken muss, um im schlimmsten fall darauf vorbereitet zu sein! Ich gehe noch zu schule und jeden tag hoffe ich dass sich niemand übergeben muss. Letzte woche ist es dann doch wieder passiert, und zwar hat jemand vor den raum gebrochen in dem wir hatten, und nur weil jemand das gesagt hat, hat meib herz angefangen zu rasen, mir ist heiss geworden und ich habe überall gezittert, und eins wollte ich auf keinen fall: Aus diesem raum raus gehen. Ich weiss wirklich nicht was der auslöser ist, und alle sagen auch immer das es für meine angst und meine reaktion keinen grund gibt, aber ich will endlich mit jemandem im kontakt sein, der mich versteht! Ein mal war es so schlimm dass ich angefangen habe zu weinen als jemand gebrochen hat. Niemand versteht es, aber ich leide sehr darunter weil ich plätze meide wie rummel mit fahrgeschäften, weil ich solche angst habe dass erwas passiert. Ich verstehe dass was du fühlst nur zu gut! Jedes mal wenn wir etwas trinken gehen kommt in mir panik hoch dass jemand zu viel trinken könnte ): ich passe auch beim essen so auf dass ich mir zeit lasse und nicht schlinge, und auch nur so viel esse dass mir auch auf keinen fall schlecht wird. Frühstück esse ich deswegen nie, weil mir morgens oft grundlos schlecht ist, und aus angst dass ich mich übergeben muss, lasse ich die mahlzeit aus. Ich hoffe dass mein text euch nicht langweilt oder sonst was, ich musste es nur einfach los werden.

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20. November 2012 um 22:23
In Antwort auf grid_12846087

Ich verstehe das total ):
Hallo,

Ich kenne das von dir Beschriebene nur zu gut!!
Ich bin zwar erst 16 aber ich habe sehr oft damit zu kämpfen, weil ich in jeder situation dran denken muss, um im schlimmsten fall darauf vorbereitet zu sein! Ich gehe noch zu schule und jeden tag hoffe ich dass sich niemand übergeben muss. Letzte woche ist es dann doch wieder passiert, und zwar hat jemand vor den raum gebrochen in dem wir hatten, und nur weil jemand das gesagt hat, hat meib herz angefangen zu rasen, mir ist heiss geworden und ich habe überall gezittert, und eins wollte ich auf keinen fall: Aus diesem raum raus gehen. Ich weiss wirklich nicht was der auslöser ist, und alle sagen auch immer das es für meine angst und meine reaktion keinen grund gibt, aber ich will endlich mit jemandem im kontakt sein, der mich versteht! Ein mal war es so schlimm dass ich angefangen habe zu weinen als jemand gebrochen hat. Niemand versteht es, aber ich leide sehr darunter weil ich plätze meide wie rummel mit fahrgeschäften, weil ich solche angst habe dass erwas passiert. Ich verstehe dass was du fühlst nur zu gut! Jedes mal wenn wir etwas trinken gehen kommt in mir panik hoch dass jemand zu viel trinken könnte ): ich passe auch beim essen so auf dass ich mir zeit lasse und nicht schlinge, und auch nur so viel esse dass mir auch auf keinen fall schlecht wird. Frühstück esse ich deswegen nie, weil mir morgens oft grundlos schlecht ist, und aus angst dass ich mich übergeben muss, lasse ich die mahlzeit aus. Ich hoffe dass mein text euch nicht langweilt oder sonst was, ich musste es nur einfach los werden.

Keine Sorge
Nein, nein, du langweilst nicht mit deinen Worten. Ich habe ja mit dem Thema doch angefangen. Verstehe dich gut.

Sicher sagen dir alle, es sei harmlos und eh ganz normal. Was sagen denn Leute den Menschen, die Angst vor Spinnen haben? "Was fürchtest dich? Ist doch eh nur ein harmloses Tier!" und in dem Moment könnte die Person aus dem Fenster springen...

Das sind entweder Leute, die es nur gut meinen und dich trösten wollen, weil es ihrer Meinung nach nicht schlimm ist und weil sie noch nie von einer Emetophobie gehört haben oder es sind taktlose Leute. Ich will dir nicht erzählen, was ich in einer Diskussion alles gelesen habe und wie sie auf die losgegangen sind, nur weil sie einen hohen IQ-wert hat und darunter leidet.

Freut mich für dich, dass du es los werden konntest. Ich glaube, für viele ist das schon mal der erste große Schritt. Mit dem Essen habe ich auch oft so wie du aufgepasst. Wenn aber keine Magen-Darm-Grippe herum ist oder ich zumindest nicht davon weiß, esse ich normal. Nicht zu viel, nicht zu wenig. Ab und zu wage ich sogar ganz viel zu essen trotz Angst Ich liebe nämlich essen. Das ist ja das Schlimme am ganzen. Ich liebe vieles, gutes Essen und ich möchte sogar zunehmen, aber wegen dieser Angst passe ich halt immer auf. Nicht übertrieben, also ich kaue jetzt an einem Stück nicht 1 Stunde herum, aber ich lasse mir Zeit, sodass ich es auch genießen kann. Wenn es dich beruhigt, sogar mir mit meiner Angst passiert es mir, dass ich zu schnell esse, weil ich so Appetit habe. Ich esse dann gewöhnlich schneller als normalerweise und stelle fest, dass das der Magen durchaus aushält.

Auf jeden Fall alles Liebe.

rotkehlchen

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22. Dezember 2012 um 20:45

Kinesiologie
Heiii
Sry, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Hatte total viel für die Schule zu tun. Hab übrigens meinen Namen gewechselt.
Also bei der Kinesologin besprichst du einfach mal das Problem und dann wird nach Ursachen dafür gesucht. Dabei fragt sie deinen Körper, ob die schlechte Erfahrung zwischen 1-2 Jahren, 3-4 Jahren usw. passiert ist und der Körper gibt mit Ja oder Nein Antwort. (Ist ne spezielle Technik, die ist jetzt schwer zu erklären, aber man findet sehr viel heraus, was man gar nicht gewusst hat) Wenn man die Ursache gefunden hat, wird diese mit verschiedenen Methoden behandelt: entweder du kriegst ne Farbe und einen Spruch, der du dir immer aufsagen musst oder eine Übung, die dir helfen soll. Das klingt vlt nach Hokuspokus, aber es hat mir wirklich schon sehr viel geholfen
Es ist natürlich nicht von heute auf morgen weg, aber ich hatte schon sooo lange keine Panikattacken mehr. Natürlich denke ich vorallem im Winter wieder oft daran und ab und zu ist mir auch übel, aber das kann mir ja dann eigentlich auch egal sein.
Mein grösstes Problem ist einfach, dass ich mich in den Schulferien wieder viel häufiger damit beschäftige, da ich keinen Stress mehr habe und keine Prüfungen zu lernen sind. Deshalb ging es mir letztens auch nicht so gut. Aber dann rede ich mir gut zu und sage mir, was ich schon alles erreicht habe und dass ich das andere auch noch schaffen werde.
Mich würde interessieren, wie dein Umfeld auf deine Angst reagiert? Bei mir ist es nämlich so, dass ich eine Freundin habe, die sehr verständnisvoll ist und sich sogar die Hände wegen mir desinfiziert, wenn wir aus der gleichen Tüte essen oder so. <3 Ich kenne leider aber auch das Gegenteil, die das überhaupt nicht verstehen und mir schon gesagt haben, dass sie mir mal Abführmittel geben müssen und dass ich übertreibe. -.- Ich weiss ja, dass es nicht leicht zu verstehen ist (ich verstehe es ja selber nicht ), aber sowas finde ich total taktlos...

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5. April 2013 um 21:50

Das kenn ich auch...
Hallo,

also ich bin 33 Jahre alt und in meiner Kindheit haben sich anscheinend alle fröhlich um mich herum so oft übergeben, dass sich seit meiner Kindheit eben ein extremer Ekel bzw. mittlerweile eine Panik/Phobie entwickelt hat.
In meiner Jugend war ich viel mit Freunden unterwegs, die alle kräftig viel getrunken haben und da weiß man ja, wie solche Partynächte enden... Eine zeitlang habe ich auch ab und zu Alkohol getrunken, aber nie so viel, dass ich mich davon übergeben musste.
Wenn sich jemand übergibt, trete ich die Flucht an... deshalb habe ich Angst vor langen Flügen, da habe ich keine echte Fluchtmöglichkeit...
Die unangenehmste Situation habe ich vor etwa 13 Jahren erlebt: ich war mit einem Typen zusammen, der regelmäßig zuviel getrunken hat. Er kam eines Nachts relativ spät zu mir in meine Wohnung (war damals eine kleine 1-Zimmer-Wohnung) und hatte offensichtlich einiges getrunken. Ich saß an meinem Schreibtisch, er lag in meinem Bett und schien zu schlafen, bis er so hustende Geräusche von sich gab... dann bin ich nur noch gerannt - ich bin aus meiner eigenen Wohnung geflüchtet und der hat mir mein Bett eingesaut!!! Ich habe den Rest der Nacht zitternd und panisch heulend auf dem Parkplatz vorm Haus verbracht. Der hatte neben seinem Alkoholproblem noch weitere komische Filme am laufen, daher war der Typ bei mir eh wieder schnell abgesagt

Ich bin bis heute nicht in der Lage, mit meinem langjährigen Freund zusammenzuziehen, weil ich immer Angst davor habe, was passiert wenn es ihm oder mir mal schlecht wird...

Ansonsten habe ich nicht so viele Ängste, aber diese Emetophobie schränkt einen schon extrem ein. Und jeder, der mir wegen meiner Angst blöd kommt, kann mir sowieso gestohlen bleiben Dafür kann ich Spinnen angstfrei töten, in dunkle Keller gehen und relativ angstfrei in ein Flugzeug steigen (solange keiner in meiner Nähe im Flugzeug "loslegt")!

Liebe Grüße,
Izzy

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13. April 2013 um 13:41
In Antwort auf lally_12269599

Das kenn ich auch...
Hallo,

also ich bin 33 Jahre alt und in meiner Kindheit haben sich anscheinend alle fröhlich um mich herum so oft übergeben, dass sich seit meiner Kindheit eben ein extremer Ekel bzw. mittlerweile eine Panik/Phobie entwickelt hat.
In meiner Jugend war ich viel mit Freunden unterwegs, die alle kräftig viel getrunken haben und da weiß man ja, wie solche Partynächte enden... Eine zeitlang habe ich auch ab und zu Alkohol getrunken, aber nie so viel, dass ich mich davon übergeben musste.
Wenn sich jemand übergibt, trete ich die Flucht an... deshalb habe ich Angst vor langen Flügen, da habe ich keine echte Fluchtmöglichkeit...
Die unangenehmste Situation habe ich vor etwa 13 Jahren erlebt: ich war mit einem Typen zusammen, der regelmäßig zuviel getrunken hat. Er kam eines Nachts relativ spät zu mir in meine Wohnung (war damals eine kleine 1-Zimmer-Wohnung) und hatte offensichtlich einiges getrunken. Ich saß an meinem Schreibtisch, er lag in meinem Bett und schien zu schlafen, bis er so hustende Geräusche von sich gab... dann bin ich nur noch gerannt - ich bin aus meiner eigenen Wohnung geflüchtet und der hat mir mein Bett eingesaut!!! Ich habe den Rest der Nacht zitternd und panisch heulend auf dem Parkplatz vorm Haus verbracht. Der hatte neben seinem Alkoholproblem noch weitere komische Filme am laufen, daher war der Typ bei mir eh wieder schnell abgesagt

Ich bin bis heute nicht in der Lage, mit meinem langjährigen Freund zusammenzuziehen, weil ich immer Angst davor habe, was passiert wenn es ihm oder mir mal schlecht wird...

Ansonsten habe ich nicht so viele Ängste, aber diese Emetophobie schränkt einen schon extrem ein. Und jeder, der mir wegen meiner Angst blöd kommt, kann mir sowieso gestohlen bleiben Dafür kann ich Spinnen angstfrei töten, in dunkle Keller gehen und relativ angstfrei in ein Flugzeug steigen (solange keiner in meiner Nähe im Flugzeug "loslegt")!

Liebe Grüße,
Izzy

Emetophobie
Hallo Izzy,

Natürlich finde ich es einfach nur daneben, wenn einem jemand wegen der Angst blöd kommt. Das habe ich zum Glück auch erst einmal erlebt. Aber was soll ich tun, nicht einmal meine Mutter kann mich verstehen, obwohl sie mich ja seit klein auf in jeder Situation erlebt hat. Sie hat immer gemeint, dass mein Zittern zur MDG gehört und ganz normal sei. Deshalb habe ich auch lange lange Zeit geglaubt diese Angst sei ganz normal und jeder habe solche Panik vor dem Erbrechen.
Ich höre einfach nicht mehr hin, wenn jemand wieder denkt er könne mir die Angst nehmen indem ich einfach das Desinfektionsmittel weglassen soll usw.
Schlimm ist an der Emetophobie halt auch, dass man nicht wegrennen kann. Wenn man Höhenangst hat oder Angst vor Spinnen, kann man diese Dinge einfach meiden. Doch bei einer Emo geht das einfach nicht. Wenn dir übel ist, ist dir übel und du kannst nicht vor deinem Körper/vor dir selbst wegrennen. Ich denke das macht das Ganze auch noch viel schwerer.
Aber ich denke jeder wird einmal einen Weg finden mit dieser Angst umzugehen.

Lg

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11. Oktober 2016 um 16:35

Ich habe ähnliche Probleme.....
Hallo,
also mir kommt das alles sehr bekannt vor. Ich wusste jahrelang nichts von dieser "Angst". Ich dachte immer: jeder ekelt sich davor. Vor 4 Jahren etwa hatte sie dann ihren Höhepunkt. Von starkem Gewichtsverlust über schlafentzug bis zur medikamentenabhängigkeit war alles mit dabei. Zu diesem Zeitpunkt bin ich Mutter geworden und hab mich so unfähig gefühlt. Wie sollte ich so eine gute Mutter werden ?!
Leider ist es in der heutigen Zeit schwierig einen guten Arzt, geschweige denn einen Phsychologen zu finden. Also musste ich mir selber aus dieser Zeit helfen. Ich ekel mich immer noch, aber es wird besser. Auch wenn es meinem Sohn passiert muss ich kurz kräftig schlucken, aber wenn ich ihn dann so sehe bin ich stärker als diese scheiss Angst. Wenn es dir möglich ist, lass dir helfen. Rede drüber. Und irgendwann wird es besser. Fühl dich gedrückt und verstanden

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