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Eltern ignorieren Magersucht?

13. Juli 2019 um 11:31 Letzte Antwort: 18. Juli 2019 um 16:25

Hey zusammen,

ich weiß nicht so ganz, wie ich anfangen soll. Ich bin 19 Jahre alt und habe nicht das beste Verhältnis zu meinen Eltern. Sie sind sehr in ihrer perfekten Welt gefangen und ich habe schon mehrere Klinikaufenthalte hinter mir. Allerdings sagen die, dass ich nur einen zu hohen Blutdruck hätte und deswegen in den Kliniken war (ich mache mir selbst zu viel Stress), was zur Folge hatte, dass ich mich sehr distanziert habe und mit 18 direkt ausgezogen bin (in ihren Augen haben wir ein sehr gutes Verhältnis) In der Klinik wurde eine Borderline-Störung diagnostiziert und Anorexie. Meine Eltern kennen meine Narben nicht und denen möchte auch nichts auffallen,was das angeht.
Ich bin im ziemlichen Untergewicht und meine Eltern denken, dass das daran liegt, dass ich ja schon immer einen guten Stoffwechsel hatte. Das verletzt mich sehr, weil es tatsächlich sehr offensichlich ist, dass ich ein Problem mit dem Essen habe. Sie finden solche Sprüche wie 'steck dir besser den Finger in den Hals, dann wirste auch nicht dicker!' oder 'moppelig geworden' lustig, weil die das ja nur ironisch meinen aber mich machen diese Sätze verrückt (deswegen sehe ich sie kaum noch). Ende des Monats ziehe ich weit weg in eine Wohngruppe, auch davon wissen sie nichts. Heute standen ganz viele Fresubin-Getränke vor der Tür (eingepackt mit ner pinken Schleife), da ich ja wohl aussehe wie ein Stock und mein Stoffwechsel ja einfach zu schnell sei. Außerdem arbeite ich zu viel körperlich im Stall. 
Auf der einen Seite sehe ich, dass meine Eltern sich Gedanken machen. Aber auf eine Art, die mich sehr verletzt und ich finde es so traurig, dass meine Eltern so blind sind. (ihre Tochter würde ja niemals eine Essstörung bekommen usw) 
Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Meine Eltern wären sehr verletzt wenn ich ihnen mal die Fakten schwarz weiß auf den Tisch haue, weil ich ja nicht mit denen rede (das enttäuscht die, aber wenn ich ihnen erzähle warum, verstehen sie es auch nicht)

Jetzt meine Frage; hat jemand einen Rat im Bezug auf meine Eltern? Wie gehe ich am besten mit der Situation um?
Danke, sorry für den langen Text und lg

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17. Juli 2019 um 23:40
In Antwort auf lu1251

Hey zusammen,

ich weiß nicht so ganz, wie ich anfangen soll. Ich bin 19 Jahre alt und habe nicht das beste Verhältnis zu meinen Eltern. Sie sind sehr in ihrer perfekten Welt gefangen und ich habe schon mehrere Klinikaufenthalte hinter mir. Allerdings sagen die, dass ich nur einen zu hohen Blutdruck hätte und deswegen in den Kliniken war (ich mache mir selbst zu viel Stress), was zur Folge hatte, dass ich mich sehr distanziert habe und mit 18 direkt ausgezogen bin (in ihren Augen haben wir ein sehr gutes Verhältnis) In der Klinik wurde eine Borderline-Störung diagnostiziert und Anorexie. Meine Eltern kennen meine Narben nicht und denen möchte auch nichts auffallen,was das angeht.
Ich bin im ziemlichen Untergewicht und meine Eltern denken, dass das daran liegt, dass ich ja schon immer einen guten Stoffwechsel hatte. Das verletzt mich sehr, weil es tatsächlich sehr offensichlich ist, dass ich ein Problem mit dem Essen habe. Sie finden solche Sprüche wie 'steck dir besser den Finger in den Hals, dann wirste auch nicht dicker!' oder 'moppelig geworden' lustig, weil die das ja nur ironisch meinen aber mich machen diese Sätze verrückt (deswegen sehe ich sie kaum noch). Ende des Monats ziehe ich weit weg in eine Wohngruppe, auch davon wissen sie nichts. Heute standen ganz viele Fresubin-Getränke vor der Tür (eingepackt mit ner pinken Schleife), da ich ja wohl aussehe wie ein Stock und mein Stoffwechsel ja einfach zu schnell sei. Außerdem arbeite ich zu viel körperlich im Stall. 
Auf der einen Seite sehe ich, dass meine Eltern sich Gedanken machen. Aber auf eine Art, die mich sehr verletzt und ich finde es so traurig, dass meine Eltern so blind sind. (ihre Tochter würde ja niemals eine Essstörung bekommen usw) 
Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Meine Eltern wären sehr verletzt wenn ich ihnen mal die Fakten schwarz weiß auf den Tisch haue, weil ich ja nicht mit denen rede (das enttäuscht die, aber wenn ich ihnen erzähle warum, verstehen sie es auch nicht)

Jetzt meine Frage; hat jemand einen Rat im Bezug auf meine Eltern? Wie gehe ich am besten mit der Situation um?
Danke, sorry für den langen Text und lg

Gruppentherapie. 

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18. Juli 2019 um 16:22

klar. Weil man ja wegen "Modediagnosen" auch im Krankhenhaus landet. Is Klar

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18. Juli 2019 um 16:25
In Antwort auf lu1251

Hey zusammen,

ich weiß nicht so ganz, wie ich anfangen soll. Ich bin 19 Jahre alt und habe nicht das beste Verhältnis zu meinen Eltern. Sie sind sehr in ihrer perfekten Welt gefangen und ich habe schon mehrere Klinikaufenthalte hinter mir. Allerdings sagen die, dass ich nur einen zu hohen Blutdruck hätte und deswegen in den Kliniken war (ich mache mir selbst zu viel Stress), was zur Folge hatte, dass ich mich sehr distanziert habe und mit 18 direkt ausgezogen bin (in ihren Augen haben wir ein sehr gutes Verhältnis) In der Klinik wurde eine Borderline-Störung diagnostiziert und Anorexie. Meine Eltern kennen meine Narben nicht und denen möchte auch nichts auffallen,was das angeht.
Ich bin im ziemlichen Untergewicht und meine Eltern denken, dass das daran liegt, dass ich ja schon immer einen guten Stoffwechsel hatte. Das verletzt mich sehr, weil es tatsächlich sehr offensichlich ist, dass ich ein Problem mit dem Essen habe. Sie finden solche Sprüche wie 'steck dir besser den Finger in den Hals, dann wirste auch nicht dicker!' oder 'moppelig geworden' lustig, weil die das ja nur ironisch meinen aber mich machen diese Sätze verrückt (deswegen sehe ich sie kaum noch). Ende des Monats ziehe ich weit weg in eine Wohngruppe, auch davon wissen sie nichts. Heute standen ganz viele Fresubin-Getränke vor der Tür (eingepackt mit ner pinken Schleife), da ich ja wohl aussehe wie ein Stock und mein Stoffwechsel ja einfach zu schnell sei. Außerdem arbeite ich zu viel körperlich im Stall. 
Auf der einen Seite sehe ich, dass meine Eltern sich Gedanken machen. Aber auf eine Art, die mich sehr verletzt und ich finde es so traurig, dass meine Eltern so blind sind. (ihre Tochter würde ja niemals eine Essstörung bekommen usw) 
Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Meine Eltern wären sehr verletzt wenn ich ihnen mal die Fakten schwarz weiß auf den Tisch haue, weil ich ja nicht mit denen rede (das enttäuscht die, aber wenn ich ihnen erzähle warum, verstehen sie es auch nicht)

Jetzt meine Frage; hat jemand einen Rat im Bezug auf meine Eltern? Wie gehe ich am besten mit der Situation um?
Danke, sorry für den langen Text und lg

unterhalte Dich mal mit anderen...

Egal mit welcher psych. Diagnose, dass Eltern (Verwandte allgemein) das ignorieren / herunterspielen / abstreiten / ... ist leider sehr, sehr häufig.

Eine Lösung kenne ich da auch nicht - außer einer: sich abnabeln. Auf Distanz gehen und bleiben. Räumlich wie emotional.

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