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Einweisung in psychiatrische Klinik?

24. Dezember 2008 um 21:30

hallo,

mir geht es psychisch sehr schlecht. ich leide seit meiner jugend immer wieder an depressionen. seit mein sohn auf der welt ist (er ist jetzt 4) habe ich durch eine traumatische entbindung eine schwere postnatale depression entwickelt und nehme seit 2 jahren antidepressiva.
vor einem halben jahr habe ich mich von meinem mann getrennt, ich hatte das gefühl ich müßte mich sonst umbringen so unglücklich war ich und so starke schmerzen habe ich entwickelt, daß ich nur noch lag oder kotzte.
jetzt bin ich alleinerziehend, mußte meinen job aufgeben, weil ich keinen unterhalt kriege und habe zwar keine schmerzen mehr, dafür aber eine depression wie vermutlich noch nie...
bahngleise haben eine magische anziehungskraft auf mich...
aber ich hab doch einen wunderbaren sohn...ok, extrem bockig (aber es liegt an mir wie ich weiß) und meine eltern stehen hinter mir und ich hab jetzt ne tolle wohnung und weiß was ich.... ich will nicht so sein wie ich bin!
ständig am heulen, meinen sohn ankeifen....negative gedanken

ich weiß nicht weiter, ich will meinen sohn nicht verlieren und trotzdem ist meine phantasie ihn einfach bei meinem ex abzusetzen und mich vor nen zug zu werfen, einfach aufzuhören...

wie kann ich das lösen? mich selbst einweisen in eine klinik hab ich überlegt, aber dann verlier ich vielleicht das sorgerecht, oder? immerhin streiten wir anwaltlich noch um unterhalt (den ich zwar nicht kriege, aber vielleicht irgendwann), werden erst mitte nächsten jahres geschieden.

irgendwelche ideen? wäre dankbar dafür!
gruß
ella

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30. Dezember 2008 um 22:54

Danke
danke für die lieben worte...
man, weihnachten ging`s mir echt mies! jetzt geht es grad wieder bergauf...ich hoffe das hält auch mal ein wenig an!

kennst du das auch, daß sich die depression in so entsetzlichen wellen zeigt? besser zeigte? ich freue mich, daß es bei dir vorbei zu sein scheint und danke für die anteilnahme...
prinzipiell weiß ich das ja alles mit positiv denken und so, aber manchmal sind die negativen gedanken stärker,
klingt komisch, aber es hatte mir schon geholfen sie hier einfach nieder zuschreiben!
das nächste jahr kann nur besser werden!
gunten rutsch und lieben gruß
ella

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14. Januar 2009 um 20:26

Ohne den Aufenthalt in einer Klinik hätte ich es nicht mehr geschafft!
Hallo ella,

ich kenne dieses Problem mit einer Depression sehr gut, denn ich litt seit meiner dritten Schwangerschaft 2006 darunter. Vielleicht auch schon eher, ich weiß es nicht. Depri-Phasen hatte ich zwar öfters, aber die gingen wieder vorbei, aber diese Phase irgendwie nicht.Ich hatte selbst negative Gedanken gegen mein ungeborenes Kind. Auch wo meine Tochter auf der Welt war, dachte ich oft, ob es gut war, noch ein Kind zu bekommen, ich fühlte mich schlecht. Ich wollte doch eine gute Mutter sein und hatte aber den Eindruck, dass es mir nicht gelang. Naja, jedenfalls spitzte sich alles 2008 zu. Mein Mann war viel unterwegs und kam oft schlecht gelaunt nach Hause (er hatte zu dem Zeitpunkt einen beschissenen Arbeitgeber), ich hatte mit den Kindern viele Termine und fühlte mich ständig erschöpft und irgendwie auch von meinem Mann im Stich gelassen, denn ich konnte mich nicht durch 3 Kinder teilen und seine Probleme auch noch aufladen . Dann kamen Symptome von innerer Nervosität (Zittern) dazu. Bei diesen Symptomen ging nichts mehr. Ich musste mich einfach hin legen. Am Anfang gingen dann die Symptome wieder weg, aber nicht mehr Anfang August. Ich bin körperlich zusammen gebrochen. Die Kinderärztin von meinen dreien registrierte meinen Zustand und versuchte zuerst mir ambulant zu helfen. Als sie merkte, dass das nicht ausreicht,veranlasste sie über meinen Hausarzt eine stationäre Einweisung in eine Psychiatrie. Zu dem Zeitpunkt dachte ich, einfach mal ausruhen und nach einer Woche bin ich wieder zu Hause. Von wegen. Ich bemerkte in der Klinik erst, wie fertig ich eigentlich bin. Und aus der einen Woche, wie ich anfangs dachte, wurde ein viertel Jahr. Die Zeit in der Klinik war sehr wichtig für mich, ich hätte es ohne diesen Aufenthalt nicht mehr geschafft. Ich konnte dort endlich auftanken und Freude am Leben wieder finden. Sicherlich war es für mich und meine Familie eine schwere Zeit, aber ich konnte in der Zeit viel lernen. Das eine ist, was ich mir auch jetzt immer wieder sagen muss, nur wenn es mir gut geht, kann ich Liebe weiter geben. Diese Liebe kann ich jetzt wieder geben und ich bin sehr froh, dass ich meine drei Kinder habe. Die täglichen Probleme sind zwar nicht weg, ich kann aber anders damit umgehen, als früher. Ich wünsche dir, dass es dir auch bald besser geht, und das du aus diesem Tief raus kommst. Und keine Angst vor einer Psychiatrie!

Tschüß lolelina

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16. Januar 2009 um 13:49
In Antwort auf judy_12756192

Ohne den Aufenthalt in einer Klinik hätte ich es nicht mehr geschafft!
Hallo ella,

ich kenne dieses Problem mit einer Depression sehr gut, denn ich litt seit meiner dritten Schwangerschaft 2006 darunter. Vielleicht auch schon eher, ich weiß es nicht. Depri-Phasen hatte ich zwar öfters, aber die gingen wieder vorbei, aber diese Phase irgendwie nicht.Ich hatte selbst negative Gedanken gegen mein ungeborenes Kind. Auch wo meine Tochter auf der Welt war, dachte ich oft, ob es gut war, noch ein Kind zu bekommen, ich fühlte mich schlecht. Ich wollte doch eine gute Mutter sein und hatte aber den Eindruck, dass es mir nicht gelang. Naja, jedenfalls spitzte sich alles 2008 zu. Mein Mann war viel unterwegs und kam oft schlecht gelaunt nach Hause (er hatte zu dem Zeitpunkt einen beschissenen Arbeitgeber), ich hatte mit den Kindern viele Termine und fühlte mich ständig erschöpft und irgendwie auch von meinem Mann im Stich gelassen, denn ich konnte mich nicht durch 3 Kinder teilen und seine Probleme auch noch aufladen . Dann kamen Symptome von innerer Nervosität (Zittern) dazu. Bei diesen Symptomen ging nichts mehr. Ich musste mich einfach hin legen. Am Anfang gingen dann die Symptome wieder weg, aber nicht mehr Anfang August. Ich bin körperlich zusammen gebrochen. Die Kinderärztin von meinen dreien registrierte meinen Zustand und versuchte zuerst mir ambulant zu helfen. Als sie merkte, dass das nicht ausreicht,veranlasste sie über meinen Hausarzt eine stationäre Einweisung in eine Psychiatrie. Zu dem Zeitpunkt dachte ich, einfach mal ausruhen und nach einer Woche bin ich wieder zu Hause. Von wegen. Ich bemerkte in der Klinik erst, wie fertig ich eigentlich bin. Und aus der einen Woche, wie ich anfangs dachte, wurde ein viertel Jahr. Die Zeit in der Klinik war sehr wichtig für mich, ich hätte es ohne diesen Aufenthalt nicht mehr geschafft. Ich konnte dort endlich auftanken und Freude am Leben wieder finden. Sicherlich war es für mich und meine Familie eine schwere Zeit, aber ich konnte in der Zeit viel lernen. Das eine ist, was ich mir auch jetzt immer wieder sagen muss, nur wenn es mir gut geht, kann ich Liebe weiter geben. Diese Liebe kann ich jetzt wieder geben und ich bin sehr froh, dass ich meine drei Kinder habe. Die täglichen Probleme sind zwar nicht weg, ich kann aber anders damit umgehen, als früher. Ich wünsche dir, dass es dir auch bald besser geht, und das du aus diesem Tief raus kommst. Und keine Angst vor einer Psychiatrie!

Tschüß lolelina

Danke für den mut...
ich glaub ich habe auch kkeine angst vor der psychiatrie selbst, daß die helfen kann weiß ich.
allerdings bin ich mir halt nicht sicher wie das funktioniert wenn man alleinerziehend ist. ich möchte halt mein sorgerecht nicht verlieren. und wer würde auf meinen vierjährigen spatz aufpassen,wohl nur der papa oder? ich bin da rein rechtlich verunsichert und versuche mit gerade selbst aus der patsche zu helfen.
bei dir hört sich das echt gut an wie du wieder lebensfreude tanken konntest...wow, wünsche mir so einen motivationschub auch. vielleicht finde ich ja den mut den schritt zu gehen, wenn ich mich rechtlch abgesichert habe...denn so geht es für alle beteiligten nicht weiter.

danke auf jeden fall
lieben gruß
ella

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18. Januar 2009 um 15:21
In Antwort auf xandra_12104525

Danke für den mut...
ich glaub ich habe auch kkeine angst vor der psychiatrie selbst, daß die helfen kann weiß ich.
allerdings bin ich mir halt nicht sicher wie das funktioniert wenn man alleinerziehend ist. ich möchte halt mein sorgerecht nicht verlieren. und wer würde auf meinen vierjährigen spatz aufpassen,wohl nur der papa oder? ich bin da rein rechtlich verunsichert und versuche mit gerade selbst aus der patsche zu helfen.
bei dir hört sich das echt gut an wie du wieder lebensfreude tanken konntest...wow, wünsche mir so einen motivationschub auch. vielleicht finde ich ja den mut den schritt zu gehen, wenn ich mich rechtlch abgesichert habe...denn so geht es für alle beteiligten nicht weiter.

danke auf jeden fall
lieben gruß
ella

Es gibt auch noch andere Möglichkeiten,...
Hallo ella,

dein Kind ist 4 Jahre alt und geht bestimmt in einen Kindergarten, oder? Es gibt nämlich auch noch die Möglichkeit von einer Tagesklinik in der Psychiatrie. Das bedeudet, du bist von früh bis Nachmittag in der Klinik und gehst dann nach Hause. Du hast dort alle notwendigen Therapien und Psychologengespräche. Eine Sozialarbeiterin gibt es dort auch, die dir bei allen rechtlichen Fragen Auskunft geben kann und die dir hilft. Du brauchst keine Angst zu haben wegen dem Sorgerecht für dein Kind, denn es kann dir rechtlich niemand wegnehmen, denn es ist eine Erkrankung, wo man Hilfe braucht. Einfacher ist es sicherlich wegen einem Beinbruch ins Krankenhaus zu gehen. Da hat man kein schlechtes Gewissen. Alles, wo man nichts

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18. Januar 2009 um 15:46
In Antwort auf judy_12756192

Es gibt auch noch andere Möglichkeiten,...
Hallo ella,

dein Kind ist 4 Jahre alt und geht bestimmt in einen Kindergarten, oder? Es gibt nämlich auch noch die Möglichkeit von einer Tagesklinik in der Psychiatrie. Das bedeudet, du bist von früh bis Nachmittag in der Klinik und gehst dann nach Hause. Du hast dort alle notwendigen Therapien und Psychologengespräche. Eine Sozialarbeiterin gibt es dort auch, die dir bei allen rechtlichen Fragen Auskunft geben kann und die dir hilft. Du brauchst keine Angst zu haben wegen dem Sorgerecht für dein Kind, denn es kann dir rechtlich niemand wegnehmen, denn es ist eine Erkrankung, wo man Hilfe braucht. Einfacher ist es sicherlich wegen einem Beinbruch ins Krankenhaus zu gehen. Da hat man kein schlechtes Gewissen. Alles, wo man nichts

Hier kommt der Rest vom Text
Hallo Ella,

irgendwie ist nicht alles von meinem geschriebenen Text gesendet worden, komisch. Also versuche ich noch mal die restlichen Gedanken nieder zu schreiben.
Alles, wo man nichts "sieht", kommt innerlich schnell ein schlechtes Gewissen. Das brauchst du aber nicht zu haben. Nur, wenn es dir als Mutter gut geht, geht es deinem Kind gut. Das hat mir die Psychologin in der Klinik oft gesagt. Dein Kind leidet bestimmt auch, denn eine Trennung ist für alle schmerzlich, besonders für ein Kind. Du kannst deinem Spatz erst dann eine Stütze sein, wenn du erst mal an dich selbst denkst und dir helfen lässt. Vielleicht gibt es auch Kliniken, wo man sein Kind mit unterbringen kann, aber das weiß ich nicht.
Wenn du als Mutter stationär in Behandlung bist, kann man bei der Krankenkasse Haushaltshilfe beantragen. Das ist eigentlich sehr unkompliziert. Da bekommt diejenige, die sich um dein Kind kümmert, den Lohnausfall bezahlt. Und das muss nicht unbedingt der Vater sein. Es kann die Oma, Tante, Freundin oder Bekannte sein bzw. kann die Krankenkasse jemanden beauftragen (z.B. Pflegedienst). Wer nicht arbeitet, könnte sich dabei ein paar Euro dazu verdienen, was ja die Krankenkasse zahlt.
Eine andere Möglichkeit für dich wäre vielleicht auch erst mal ein Gespräch bei einem Psychiater. Keine Angst, auch diese Ärzte beißen nicht, auch wenn es komisch ist, dorthin zu gehen. Er kann die Situation durch eine Beschreibung von dir gut einschätzen, ob eine medikamentöse Behandlung und Psychotherapie ausreicht oder ein stationärer Aufenthalt besser wäre.

Tschüß lolelina

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20. Januar 2009 um 8:32

Wie geht es Dir?
Ich bin auch gerade in so einer Situation. Mein Mann hat mich Silvester verlassen, weil er dachte, ich wäre stinkend faul. Und jetzt habe ich erkannt, dass ich Hilfe brauche. Ich habe die letzten 2 Wochen hart an mir gearbeitet. Ich war beim Hausarzt und habe eine Überweisung zum Psychotherapeuten. Ich war bei einer Beratungsstelle und die machen eine Gesprächstherapie mit mir. Außerdem habe ich versucht, mich mit Freunden zu verabreden, damit ich abgelenkt bin und mich anziehen muss (was ich vorher nicht mehr getan habe). Seit vorgestern geht es mir richtig mies. Mein Mann hat gesagt, dass er nie wieder zurückkommt, weil er keine Gefühle mehr für mich hat (durch die Streitlust, sexuelle Verweigerung, Freudlosigkeit, Antriebslosigkeit,..). Jetzt habe ich einen Notfalltermin beim Psychotherapeuten, weil ich gar nichts mehr gebacken kriege - doch das muss ich, weil ich einen 2 1/2jährigen Sohn habe!
Ich habe lange nicht geglaubt, dass es wieder bergauf geht. Aber wenn man Hilfe annehmen kann, ist man schon einen Schritt weiter.
Wir werden beide sicherlich wieder oben auf dem Berg ankommen! Bestimmt!
Liebe Grüße!

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4. Februar 2009 um 18:44
In Antwort auf leni_12242029

Wie geht es Dir?
Ich bin auch gerade in so einer Situation. Mein Mann hat mich Silvester verlassen, weil er dachte, ich wäre stinkend faul. Und jetzt habe ich erkannt, dass ich Hilfe brauche. Ich habe die letzten 2 Wochen hart an mir gearbeitet. Ich war beim Hausarzt und habe eine Überweisung zum Psychotherapeuten. Ich war bei einer Beratungsstelle und die machen eine Gesprächstherapie mit mir. Außerdem habe ich versucht, mich mit Freunden zu verabreden, damit ich abgelenkt bin und mich anziehen muss (was ich vorher nicht mehr getan habe). Seit vorgestern geht es mir richtig mies. Mein Mann hat gesagt, dass er nie wieder zurückkommt, weil er keine Gefühle mehr für mich hat (durch die Streitlust, sexuelle Verweigerung, Freudlosigkeit, Antriebslosigkeit,..). Jetzt habe ich einen Notfalltermin beim Psychotherapeuten, weil ich gar nichts mehr gebacken kriege - doch das muss ich, weil ich einen 2 1/2jährigen Sohn habe!
Ich habe lange nicht geglaubt, dass es wieder bergauf geht. Aber wenn man Hilfe annehmen kann, ist man schon einen Schritt weiter.
Wir werden beide sicherlich wieder oben auf dem Berg ankommen! Bestimmt!
Liebe Grüße!

Hallo muedmaus
Hallo,
es tut mir leid, daß es Dir auch nicht so gut geht. Ich hoffe, da Du die Hilfe scheinbar annehmen kannst, daß Du Deinen Weg finden wirst!
Bei mir hat sich noch viel mehr Schreckliches getan in den letzten Wochen und ich steh kurz vorm durchdrehen!
Dennoch arbeite ich strikt ein Problem nach dem anderen weg, unterstütze grad auch wieder Freunde... auch wenn ich mich auf mich konzentrieren sollte...

Irgendwie scheint das mein Weg zu sein (auch wenn es eine Flucht ist)... ich mache einfach stur weiter und unterstütze an jeder Ecke wo meine Hilfe angenommen wird. Ich komme dabei zu kurz aber ich komme so auch nicht dazu nachzudenken..denn das ist tödlich, verfalle sofort wieder in schwermütige Gedanken.

Bin grad intensiv mit Vorstellungsgesprächen beschäftigt und hoffe inständig auf einen neuen Job in dem ich mich in Überstunden stürzen kann um kaputt nach Hause zu kommen, meinen Süßen ins Bett zu bringen und selbst fertig ins Bett zu fallen!
Nur vor den Wochenenden habe ich Angst! Jedes zweite habe ich "frei" da ist mein Kleiner beim Papa, das ist die Hölle! Aber auch wenn ich mit dem Süßen alleine bin...einfach ist es nicht 48 Stunden sinnvoll zu erschlagen!

Achja, ein wichtiger Spruch, der mir seit einer Weile immer mal wieder Mut gibt ist von Goethe (auch wenn ich den sonst nicht mag, aber diesen hier mag ich!)

"Auch aus den Steinen die uns in den Weg gelegt werden, können wir etwas wunderbares bauen!"

In dem Sinne alles Liebe an Dich, muedmaus und meld Dich mal wie es weiter geht, vielleicht können wir von einander profitieren?! Zumindest das Wissen man steht nicht allein ist schon sehr hilfreich (für mich zumindest).

Also, Alles Liebe
Ella

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20. September 2011 um 18:23

Depressionen + floskeln
du kennst echte, schwere depressionen aus eigener erfahrung?
ich kann es mir nur schwer vorstellen.

mit deinen 'think positive' floskeln à la 'schau nur hin, wie wertvoll dein leben ist' (wenn es sich nun mal einfach nur sch... anfühlt) und dem vorwurfsvollen 'anderen geht es doch viel schlechter als dir' (was immer richtig ist, aber mit der lebenswirklichkeit des depressiven rein gar nichts zu tun hat) würdest du bei jemandem mit schweren depressionen jedenfalls nur dafür sorgen, dass es schlimmer wird.

denn sie zeugen von unverständnis und nichtakzeptanz - der depressive wird es aber nicht abprallen lassen können, sondern so verstehen: ich kann meiner wahrnehmung nicht trauen - ich stelle mich nur blöd an - ich habe kein recht, mich so schlecht zu fühlen...
denn der depressive ist noch viel weniger als andere in der lage, hinter deine aussage zu blicken und sich zu denken, dass du es vielleicht gar nicht so gemeint hast.
im gegenteil wird er die negativen aspekte besonders wahrnehmen, da es in seine oft verzerrte perspektive besser hineinpasst, dass die reaktionen auf seine negativen gefühle auch negativ sind.

die aussage, 'zur vernunft kommen' zu sollen, ist besonders schräg. depression ist eine ernstzunehmende erkrankung, die behandlungsbedürftig ist und nicht mit floskeln oder simplen verhaltensvorträgen gelöst werden kann. ich persönlich bin übrigens eine besonders vernunftorientierte und hochintelligente person (ein fakt, hat mit arroganz nichts zu tun), und das hat mir im umgang mit depression ÜBERHAUPT nicht geholfen. vielleicht war sogar das gegenteil der fall.

es ist schön, dass du offenbar deine persönlichen ressourcen gefunden und so deine krise überwunden hast.
auch mir hat es geholfen, nach einer phase des verständnisses, der fürsorge und der (auch professionellen!) unterstützung von außen, meine 'schönen/lebenswerten dinge' zu finden und sie mir teils mechanisch vor augen zu halten oder mich zu einer tätigkeit wie sport oder spazierengehen zu zwingen. das war aber nur ein teil von allem.

einer person mit echten depressionen mal eben aufzudrängen, auf was sie sich doch vielleicht als ressource stützen könnte, ist unsinn. das muss jeder für sich selbst finden, nur dann kann es helfen.

psychologie ist kein hobby.

lies mal:

http://www.couchkritik.de/2011/04/15/floskeln-die-man-besser-fur-sich-behalten-sollte/

http://www.depressionen-portal.de/unterstuetzung-durch-angehoerige.html

p.s.
für alle mit akuten problemen: psychosomatische oder psychiatrische kliniken haben mit gehirnwäsche nichts zu tun (das war vielleicht vor 50 jahren so!).
und zur medikamenteneinnahme wird auch niemand gezwungen.

ich kann z.b. diese klinik empfehlen, in der ich eine anstrengende, aber ganz wunderbare zeit hatte:
http://www.habichtswaldklinik.de/therapiegruppen.html

man kann das auch einfach als kur sehen, als selbstfürsorge und und beginn der arbeit an einem neuen, starken selbst.
und mehrere frauen hatten dort übrigens ihr kind dabei!

die 'light'-variante mit nicht so tiefgehendem psychotherapeutischen angebot wäre eine mutter-kind-kur. die wird relativ einfach genehmigt und hat sicher keine nachteiligen auswirkungen auf einen sorgerechts- oder unterhaltsstreit.
http://www.mutterkind-kur.de/kit/
http://www.kur.org/

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20. September 2011 um 18:25
In Antwort auf lexi_12826208

Depressionen + floskeln
du kennst echte, schwere depressionen aus eigener erfahrung?
ich kann es mir nur schwer vorstellen.

mit deinen 'think positive' floskeln à la 'schau nur hin, wie wertvoll dein leben ist' (wenn es sich nun mal einfach nur sch... anfühlt) und dem vorwurfsvollen 'anderen geht es doch viel schlechter als dir' (was immer richtig ist, aber mit der lebenswirklichkeit des depressiven rein gar nichts zu tun hat) würdest du bei jemandem mit schweren depressionen jedenfalls nur dafür sorgen, dass es schlimmer wird.

denn sie zeugen von unverständnis und nichtakzeptanz - der depressive wird es aber nicht abprallen lassen können, sondern so verstehen: ich kann meiner wahrnehmung nicht trauen - ich stelle mich nur blöd an - ich habe kein recht, mich so schlecht zu fühlen...
denn der depressive ist noch viel weniger als andere in der lage, hinter deine aussage zu blicken und sich zu denken, dass du es vielleicht gar nicht so gemeint hast.
im gegenteil wird er die negativen aspekte besonders wahrnehmen, da es in seine oft verzerrte perspektive besser hineinpasst, dass die reaktionen auf seine negativen gefühle auch negativ sind.

die aussage, 'zur vernunft kommen' zu sollen, ist besonders schräg. depression ist eine ernstzunehmende erkrankung, die behandlungsbedürftig ist und nicht mit floskeln oder simplen verhaltensvorträgen gelöst werden kann. ich persönlich bin übrigens eine besonders vernunftorientierte und hochintelligente person (ein fakt, hat mit arroganz nichts zu tun), und das hat mir im umgang mit depression ÜBERHAUPT nicht geholfen. vielleicht war sogar das gegenteil der fall.

es ist schön, dass du offenbar deine persönlichen ressourcen gefunden und so deine krise überwunden hast.
auch mir hat es geholfen, nach einer phase des verständnisses, der fürsorge und der (auch professionellen!) unterstützung von außen, meine 'schönen/lebenswerten dinge' zu finden und sie mir teils mechanisch vor augen zu halten oder mich zu einer tätigkeit wie sport oder spazierengehen zu zwingen. das war aber nur ein teil von allem.

einer person mit echten depressionen mal eben aufzudrängen, auf was sie sich doch vielleicht als ressource stützen könnte, ist unsinn. das muss jeder für sich selbst finden, nur dann kann es helfen.

psychologie ist kein hobby.

lies mal:

http://www.couchkritik.de/2011/04/15/floskeln-die-man-besser-fur-sich-behalten-sollte/

http://www.depressionen-portal.de/unterstuetzung-durch-angehoerige.html

p.s.
für alle mit akuten problemen: psychosomatische oder psychiatrische kliniken haben mit gehirnwäsche nichts zu tun (das war vielleicht vor 50 jahren so!).
und zur medikamenteneinnahme wird auch niemand gezwungen.

ich kann z.b. diese klinik empfehlen, in der ich eine anstrengende, aber ganz wunderbare zeit hatte:
http://www.habichtswaldklinik.de/therapiegruppen.html

man kann das auch einfach als kur sehen, als selbstfürsorge und und beginn der arbeit an einem neuen, starken selbst.
und mehrere frauen hatten dort übrigens ihr kind dabei!

die 'light'-variante mit nicht so tiefgehendem psychotherapeutischen angebot wäre eine mutter-kind-kur. die wird relativ einfach genehmigt und hat sicher keine nachteiligen auswirkungen auf einen sorgerechts- oder unterhaltsstreit.
http://www.mutterkind-kur.de/kit/
http://www.kur.org/

@ alliexd
hatte ich vergessen an den anfang zu stellen

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20. September 2011 um 21:45

Ansichten eines betroffenen Kindes
Wie der Titel vielleicht schon erkennen lässt, war ich als Kind mal in einer Situation, die der deines Sohnes vielleicht schon recht nahe kommt und kann dir nur raten : mach eine Therapie! An deiner Stelle, würde ich es zunächst auch mal mit einer Tagesklinik versuchen, aber auf jeden Fall musst du was unternehmen so lange es noch nicht "zu spät" ist.
Um das vielleicht ein bisschen genauer zu erklären :
meine Mutter llitt auch schon so gut wie immer an Depressionen, und obwohll das eigentliche Problem, wie bei jedem Depressiven, in ihr selbst lag, gab sie, soweit ich das beurteilen kann, in vielerlei Hinsicht ihrer Umwelt die Schuld. (kennst du vielleicht selbst, hattest das Gefühl deine Beziehung macht dich so krank, doch jetzt wo du sie beendet hast gehts dir nicht besser, weil das wohl nicht das eigentliche Problem war) Es folgten gefühlte 100 Trennungen von meinem Vater, schon bevor ich geboren wurde und insgesamt 6 Kinder die größtenteils aus der Angst enstanden allein zu sein. Sie ließ sich nicht behandeln und wie ich von meiner älteren Schwester weiß (zwischen uns liegen 10 Jahre), war es früher auch nicht soo schlimm. Man hat ihr angemerkt das sie unglücklich war und sagen wir mal einen kleines Knack hatte. War halt sehr launisch. Doch so eine Depression sollte man ernst nehmen. Wenn man sie nicht alleine in den Griff bekommt, wirds mit der Zeit immer schlimme. Meine Mutter wurde schließlich Alkohol und Drogenabhängig. Als mein Vater sie letztlich ganz verließ, wurde es am schlimmsten. Sie gab zunächste seiner neuen Freundin die Schuld. Wir durften unseren Papa eine ganze Zeit nicht sehen und als er es dann einklagte und wir endlich wieder zu ihm durften, wurde und Kindern danach erzählt wir würden nach dieser "Schl@mpe" stinken und in der Badewanne praktisch wundgeschruppt. Irgendwann, änderte sich ihre "Zielperson" wieder. Meinem Vater konnte sie ja nicht mehr tagtägliche die Schuld an allem geben und ich war das älteste Kind zuhause und war tatsächlich so "dreist" ihr ins Gesicht zu sagen das ich die Freundin meines Papas mag. Daraufhin wurde ich morgens in Unterwäsche aus der Wohnung geprügelt, mit gerade mal 9 Jahren. Ich solle doch zu dieser Frau gehen die Familien zerstörrt, ich sei ja genauso. Mit 11 war ich ein psychisches Wrack. Ich litt unter Migräne und habe 300Std im Halbjahr in der Schule gefehlt auf Grund von Psychosomatischen Erkrankungen (was ich damals natürlich nicht wusste und mir selbst nicht erklären konnte) Meine Mutter warf mir vor ich wolle sie damit bloß erpressen. Und ich glaube, ein bisschen ging es auch in die Richtung. Ich wollte mir Zuneigung "erpressen". Am Anfang war sie sehr liebevoll wenn ich krank war, hat sich Sorgen gemacht und sich um mich gekümmert und ich musste mich nicht mehr darum kümmern das sie aus dem Bett kommt und konnte mich vor ihren Launen im Bett verkriechen. Einmal sagte ich ihr ich würde mich immer allein fühlen und bekam zu Antwort das das Leben nun mal so sei und man immer alleine wäre weil die Menschen alle solche A.löcher wie mein Vater, oder solche verlogenen Ratten wie ich und meine ältere Schwester wären. Ein Anderes Mal sagte sie mir, sie hasse und Kinder weil wir ihr eigentlich das Leben zerstörrt hätten. Wenn wir nicht wären, hätte sie hingehen können wo sie wolle und wäre jetzt viel glücklicher. Ich könnte noch viel mehr erzählen, aber ich denke was ich meine wird auch klar. Keineswegs will ich behaupten das es bei dir genauso sein wird! Aber ich bin der Meinung, dass ein Mensch der mit sich selbst nicht im Reinen ist, der mit sich selbst solche Probleme hat, nicht in der Lage ist ein Kind so zu erziehen wie es sein sollte.
Ich leide selbst unter Depressionen und kann daher sagen, dass man nicht leugnen und es auch nicht kontrollieren kann das meine seine Probleme an seinen Mitmenschen auslässt. Mein Freund muss nur zu oft darunter leiden.
Ich werde bald 20 und sage heute, dass ich mir momentan nicht vorstellen kann jemals Kinder zu bekommen.
Ich liebe Kinder über alles und wollte immer welche.
Aber ich habe Angst davor, so zu werden wie meine Mutter.
Ich möchte hiermit niemanden Angreifen, bestimmt schaffen es auch Frauen mit depressionen gute Mütter zu sein. Aber das du schon sagst, dass du ihn manchmal am liebsten abgeben möchtest, hat mich halt an meine Mutter erinnert.
Ich kann dir nur raten nicht zu zögern und eine Therapie zu machen. Lass es garnicht erst soweit kommen.

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20. September 2011 um 21:47
In Antwort auf kiiwigirl

Ansichten eines betroffenen Kindes
Wie der Titel vielleicht schon erkennen lässt, war ich als Kind mal in einer Situation, die der deines Sohnes vielleicht schon recht nahe kommt und kann dir nur raten : mach eine Therapie! An deiner Stelle, würde ich es zunächst auch mal mit einer Tagesklinik versuchen, aber auf jeden Fall musst du was unternehmen so lange es noch nicht "zu spät" ist.
Um das vielleicht ein bisschen genauer zu erklären :
meine Mutter llitt auch schon so gut wie immer an Depressionen, und obwohll das eigentliche Problem, wie bei jedem Depressiven, in ihr selbst lag, gab sie, soweit ich das beurteilen kann, in vielerlei Hinsicht ihrer Umwelt die Schuld. (kennst du vielleicht selbst, hattest das Gefühl deine Beziehung macht dich so krank, doch jetzt wo du sie beendet hast gehts dir nicht besser, weil das wohl nicht das eigentliche Problem war) Es folgten gefühlte 100 Trennungen von meinem Vater, schon bevor ich geboren wurde und insgesamt 6 Kinder die größtenteils aus der Angst enstanden allein zu sein. Sie ließ sich nicht behandeln und wie ich von meiner älteren Schwester weiß (zwischen uns liegen 10 Jahre), war es früher auch nicht soo schlimm. Man hat ihr angemerkt das sie unglücklich war und sagen wir mal einen kleines Knack hatte. War halt sehr launisch. Doch so eine Depression sollte man ernst nehmen. Wenn man sie nicht alleine in den Griff bekommt, wirds mit der Zeit immer schlimme. Meine Mutter wurde schließlich Alkohol und Drogenabhängig. Als mein Vater sie letztlich ganz verließ, wurde es am schlimmsten. Sie gab zunächste seiner neuen Freundin die Schuld. Wir durften unseren Papa eine ganze Zeit nicht sehen und als er es dann einklagte und wir endlich wieder zu ihm durften, wurde und Kindern danach erzählt wir würden nach dieser "Schl@mpe" stinken und in der Badewanne praktisch wundgeschruppt. Irgendwann, änderte sich ihre "Zielperson" wieder. Meinem Vater konnte sie ja nicht mehr tagtägliche die Schuld an allem geben und ich war das älteste Kind zuhause und war tatsächlich so "dreist" ihr ins Gesicht zu sagen das ich die Freundin meines Papas mag. Daraufhin wurde ich morgens in Unterwäsche aus der Wohnung geprügelt, mit gerade mal 9 Jahren. Ich solle doch zu dieser Frau gehen die Familien zerstörrt, ich sei ja genauso. Mit 11 war ich ein psychisches Wrack. Ich litt unter Migräne und habe 300Std im Halbjahr in der Schule gefehlt auf Grund von Psychosomatischen Erkrankungen (was ich damals natürlich nicht wusste und mir selbst nicht erklären konnte) Meine Mutter warf mir vor ich wolle sie damit bloß erpressen. Und ich glaube, ein bisschen ging es auch in die Richtung. Ich wollte mir Zuneigung "erpressen". Am Anfang war sie sehr liebevoll wenn ich krank war, hat sich Sorgen gemacht und sich um mich gekümmert und ich musste mich nicht mehr darum kümmern das sie aus dem Bett kommt und konnte mich vor ihren Launen im Bett verkriechen. Einmal sagte ich ihr ich würde mich immer allein fühlen und bekam zu Antwort das das Leben nun mal so sei und man immer alleine wäre weil die Menschen alle solche A.löcher wie mein Vater, oder solche verlogenen Ratten wie ich und meine ältere Schwester wären. Ein Anderes Mal sagte sie mir, sie hasse und Kinder weil wir ihr eigentlich das Leben zerstörrt hätten. Wenn wir nicht wären, hätte sie hingehen können wo sie wolle und wäre jetzt viel glücklicher. Ich könnte noch viel mehr erzählen, aber ich denke was ich meine wird auch klar. Keineswegs will ich behaupten das es bei dir genauso sein wird! Aber ich bin der Meinung, dass ein Mensch der mit sich selbst nicht im Reinen ist, der mit sich selbst solche Probleme hat, nicht in der Lage ist ein Kind so zu erziehen wie es sein sollte.
Ich leide selbst unter Depressionen und kann daher sagen, dass man nicht leugnen und es auch nicht kontrollieren kann das meine seine Probleme an seinen Mitmenschen auslässt. Mein Freund muss nur zu oft darunter leiden.
Ich werde bald 20 und sage heute, dass ich mir momentan nicht vorstellen kann jemals Kinder zu bekommen.
Ich liebe Kinder über alles und wollte immer welche.
Aber ich habe Angst davor, so zu werden wie meine Mutter.
Ich möchte hiermit niemanden Angreifen, bestimmt schaffen es auch Frauen mit depressionen gute Mütter zu sein. Aber das du schon sagst, dass du ihn manchmal am liebsten abgeben möchtest, hat mich halt an meine Mutter erinnert.
Ich kann dir nur raten nicht zu zögern und eine Therapie zu machen. Lass es garnicht erst soweit kommen.

Datum zu spät gesehn ..
Ich sehe jetzt erst, das dein Thread schon eine Weile her ist.
Falls du hier noch mal on bist, würde mich doch interessieren wie es dir seitdem ergangen ist.

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