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Einsamkeit und keine Freunde

4. November 2014 um 12:00

Hallo,

Ich bin jetzt 30 Jahre alt und merke jeden Tag mehr, wie einsam ich eigentlich bin. Ich lebe in einer sehr liebevollen Beziehung und mir fehlt es dort an nichts. Aber mein Freund hat selber keine Freunde und kann mir diese auch nicht ersetzten. Man brauch halt mal eine andere Frau zum Quatschen. Mit der Familie habe ich aus persönlichen Gründen nur noch zu meinem Bruder kontakt, der allerdings auch schon eine eigene Familie mit Kind hat.
Seit der Schulzeit, mit 16-17 etwa habe ich keine Freunde mehr gehabt. Ich habe immer viel versucht Freundschaften zu knüpfen, habe viel gegeben aber leider selten etwas zurück bekommen. Ich mache unglaublich gerne anderen eine Freude (Besuch, Geschenke etc.). Scheinbar reicht das für andere nicht. In den letzten 3 Jahren hat sich bei mir eine Soziale Phobie entwickelt. Ich gehe nur noch selten aus dem Haus bzw. nur noch zur Abendschule. Die Klassenkameraden haben sich bereits furchtbare Meinungen von mir gebildet, weil es mich mit Panikattacken überfällt, wenn ich nur daran denke mit ihnen zu reden. Mein Übergewicht trägt dazu ebenfalls noch bei. Ich habe mit dem Rauchen aufgehört und davon zugenommen. Ich bin sehr schüchtern deswegen. Ich habe keine Chance mein wahres Ich zu zeigen, da hinter meinem Rücken schon wiederliche Gerüchte über mich in die Welt gesetzt wurden. Ich werde wegen meiner stillen Art immer nur gemobbt und fertig gemacht.
Ich war bereits in einer Psychotherapie die leider nur wenig geholfen hat. In der Zeit habe ich wieder Kontakte knüpfen können, nur leider haben mich diese Menschen überfordert und auch zuletzt hintergangen und über mich geredet. Ich bin seid dem wieder zurück in mein Loch gestürzt und weiss einfach nicht mehr weiter. Alle wenden sich von mir ab, weil es mir schwer fällt mich mit ihnen zu unterhalten. Nur mein Freund hällt noch zu mir und weiss wie ich wirklich bin. Ich bin total vereinsamt deswegen und hätte wirklich gerne eine Freundin mit der ich reden kann usw.

Habt ihr vielleicht ähnliche Probleme und vielleicht auch Tipps, was ich eventuell besser machen könnte?

Liebe Grüße Nephi

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4. November 2014 um 18:59

Mir geht es ähnlich
bin 27 habe auch keine Freund nicht wirklich eher Arbeitskollegen ich habe das Problem das ich nicht wirklich weiß wie ich auf andere zu gehen soll die die mich kennen sagen zwar immer das ich ein netten Typ bin doch mir steht immer mein Kopf im Weg. Mit denn meisten aus meinem Bekannten Kreis kann mann zwar Spaß machen aber für tiefer gehende Gespräche ist da niemand. Ich will mein Leben ändern mehr auf Leute zu gehen, abnehmen und denn Kopf mal aus schalten. Ich kann dir nur raten und hoffe es hilft ein wenig aber kleine Schritt sind auch was.(Du bist der Grund weshalb ich mich hier angemeldet habe das hätte ich gestern nicht gemacht, kleiner Schritt )

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4. November 2014 um 19:55

Überholter zeitgeist
hallo

ohjee deine geschichte hat mir tränen in die augen getrieben.
so wie es tönt, hast du dich noch nicht richtig kennen gelernt und lieben gelernt. mir ging es früher genau so, ich war so aufmerksam aber so unbeliebt.
ich habe nach einem schicksalsschlag sehr gelitten, gekämpft und gewonnen und habe gesehen, zu was ich alles in der lage bin. ich habe ein riesen vertrauen in mich aufgebaut, dass ich auch alleine alles schaffen kann - kurz "selbstvertrauen" und habe (wegen dem umzug) einen schulwechsel gewagt.

ich war nicht fixiert darauf freunde zu finden. ich habe mich als eine bereicherung für diese schule angesehen und bin stets davon ausgegangen, dass die leute, die ich anspreche, begeistert von mir sein werden. nicht mit arroganz, ich habe mich nicht über die anderen gestellt sondern ENDLICH MAL AUF AUGENHÖHE!

ich glaube, das solltest du tun. innerhalb von 3 wochen bin ich vom aussenseiter zur "beliebten" geworden. das habe ich mir früher immer gewünscht aber - es ist mir nicht mehr wichtig "beliebt" zu sein, weil ich mich selber liebe. wer mitlieben will darf gern - muss aber nicht.

ich hoffe ich konnte es gut vermitteln ohne eingebildet zu tönen.

ich glaube an dich.
aber
DU musst diejenige sein die an dich glaubt.

und plötzlich werden soziale kontakte zu einer zuckersüssen KLEINIGKEIT.


viel erfolg <3

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5. November 2014 um 9:39

Soziale Phobie - meine Hölle
@ apfelschale
Deine Strategie ist sehr gut und ich habe mir vorgenommen an der Uni kommenden Jahres es anders zu machen, mich nicht gleich wieder wie ein Mäuschen zu verhalten.
Leider ist die sozoale Phobie etwas psychologisches, wo ich nicht selber raus komme. Ich habe regelrecht Angst vor Menschen und deren kritische Meinung über mich. Ich weiß auch, dass es an meinem geringen Selbstwertgefühl liegt, ich mache mich kleiner als ich bin und immer wenn ich abgelehnt wurde, macht es das nur noch schlimmer. Ich will nicht von allen geliebt werden, sondern nur ein oder zwei Menschen haben die wirklich zu mir halten, meine Freunde sind und mit denen ich durch dick und dünn gehen kann, so wie mit meinem Partner.
Meine Phobie macht mir im Unterricht auch schwer zu schaffen. Je mehr Leute im Raum sind desto weniger kann ich mitarbeiten und meine mündliche Note leidet extrem. Aber auch die schriftliche ist gefährdet. Meistens kämpfe ich damit nicht onmächtig zu werden weil meine Angst mich fertig macht. Referate sind unmöglich für mich. Aber ich gebe nicht auf, ich will mein Abitur schaffen und endlich studieren.
Dass ich hier im Forum angefangen habe rat zu suchen ist für mich eine erste gute Sache. Positives feedback und Rückenstärkung sind wirklich hilfreich.
Vielleicht hast du ja Recht und ich muss lernen mich wieder selber mehr zu respektieren und zu lieben. Ich bin teilweise nur noch ein Schatten meiners selbst. Wenn man sein Leben lang nur hören musste, dass man ein Niemand ist und dass sich niemand für einen interessiert, brennt sich das in die Seele ein und es ist wirklich sehr schwer das auszumerzen.

@eisbar
es freut mich wirklich sehr, dass ich dich mit meinem Mut hier zu schreiben ebenfalls dazu gebracht habe dich hier anzumelden und mein Leid zu teilen, das macht es sicher leichter für uns beide. Ich weiß genau was du meinst, wenn du sagst dass dir dein Kopf im Weg ist. Man denkt immer darüber nach ob sie einen auch mögen oder ob man sich eventuell peinlich verhällt. Ich bin ebenfalls schwer von den Meinungen anderer Menschen über mich abhängig. Vielleicht gehe ich deswegen allen aus dem Weg um nicht weiter verletzt zu werden.

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5. November 2014 um 19:24
In Antwort auf nephi4

Soziale Phobie - meine Hölle
@ apfelschale
Deine Strategie ist sehr gut und ich habe mir vorgenommen an der Uni kommenden Jahres es anders zu machen, mich nicht gleich wieder wie ein Mäuschen zu verhalten.
Leider ist die sozoale Phobie etwas psychologisches, wo ich nicht selber raus komme. Ich habe regelrecht Angst vor Menschen und deren kritische Meinung über mich. Ich weiß auch, dass es an meinem geringen Selbstwertgefühl liegt, ich mache mich kleiner als ich bin und immer wenn ich abgelehnt wurde, macht es das nur noch schlimmer. Ich will nicht von allen geliebt werden, sondern nur ein oder zwei Menschen haben die wirklich zu mir halten, meine Freunde sind und mit denen ich durch dick und dünn gehen kann, so wie mit meinem Partner.
Meine Phobie macht mir im Unterricht auch schwer zu schaffen. Je mehr Leute im Raum sind desto weniger kann ich mitarbeiten und meine mündliche Note leidet extrem. Aber auch die schriftliche ist gefährdet. Meistens kämpfe ich damit nicht onmächtig zu werden weil meine Angst mich fertig macht. Referate sind unmöglich für mich. Aber ich gebe nicht auf, ich will mein Abitur schaffen und endlich studieren.
Dass ich hier im Forum angefangen habe rat zu suchen ist für mich eine erste gute Sache. Positives feedback und Rückenstärkung sind wirklich hilfreich.
Vielleicht hast du ja Recht und ich muss lernen mich wieder selber mehr zu respektieren und zu lieben. Ich bin teilweise nur noch ein Schatten meiners selbst. Wenn man sein Leben lang nur hören musste, dass man ein Niemand ist und dass sich niemand für einen interessiert, brennt sich das in die Seele ein und es ist wirklich sehr schwer das auszumerzen.

@eisbar
es freut mich wirklich sehr, dass ich dich mit meinem Mut hier zu schreiben ebenfalls dazu gebracht habe dich hier anzumelden und mein Leid zu teilen, das macht es sicher leichter für uns beide. Ich weiß genau was du meinst, wenn du sagst dass dir dein Kopf im Weg ist. Man denkt immer darüber nach ob sie einen auch mögen oder ob man sich eventuell peinlich verhällt. Ich bin ebenfalls schwer von den Meinungen anderer Menschen über mich abhängig. Vielleicht gehe ich deswegen allen aus dem Weg um nicht weiter verletzt zu werden.

Ich glaube..
..du solltest dich nicht an die Ausrede klammern "Es ist ne Phobie. Da kann ich nichts machen!"

Ich hatte diese Phobie ja auch und ich habs ja auch selber geschafft. Wieso solltest du das also nicht können.

Man hat oft Angst vor dem Unbekannten. Für mich klingt es plausibel, dass man Angst hat Leute kennenzulernen weil man sich selber nicht kennt und - wär ja echt kacke wenn dich dann alle Welt besser kennt als du und du deren Verhältnis zu dir nicht nachvollziehen kannst. Klar macht das Panik.

To Do:

- lerne dich selber kennen
- lerne dich selber lieben
- lerne andere leute kennen
- lass dich von anderen leuten kennen lernen
- lerne andere leute lieben
- lass dich von anderen leuten lieben
- guck in den spiegel und gib dir nen fetten schmatzer

den hast du verdient!

Ich bin so froh, dass ich es bereits hinter mir habe, meine beste Freundin ist Ende Oktober im zarten Alter von 18 Jahren verstorben und ich werde unglaublich aufgefangen von Leuten, die ich vor 3 Monaten noch nicht einmal kannte.

Da wo du bist war ich auch mal. Ich habs geschafft, du schaffst das auch. Wenn du was brauchst, hab keine Hemmungen mich anzuschreiben

Apfelschale

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