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EINSAM UND VERZWEIFELT

1. Juli 2007 um 18:57

Hallo,

ich bin 26 Jahre alt und männlich. Es ist zwar schwer in einem einzigen Beitrag zu beschreiben, was mich schon seit Jahren beschäftigt. Aber ich versuche mich so kurz wie möglich zu halten.

Ich habe durch meine Eltern eine glücklich Kindheit gehabt. Doch ich kann grundsätzlich sagen, je älter ich werde umso schlimmer werden meine Probleme und Schicksale, die ich zu tragen habe. In der Schulzeit habe ich es immer schwer gehabt und man hat mir oft vorgeworfen, ich solle mehr aus mir herausgekommen, was ich damals nicht verstanden habe. Ich habe mich so akzeptiert wie ich bin. So wie es dicke und dünne Menschen, große und kleine Menschen oder eben temperamentvolle oder zurückhaltene Menschen gibt. Ich habe trotz allem meine Abschlüsse und meine Ausbildung abgeschlossen. Doch danach wurde alles schlimmer. Meine Vater ist plötzlich verstorben (hat mich sehr mitgenommen, habe es jedoch geschafft die Trauer zu überwinden) und ich bin mittlerweile langzeitarbeitslos und völlig vereinsamt. Vor einigen Wochen habe ich ein Praktikum absolviert und man hatte mir danach eine Vollzeitstelle zugesagt. Dennoch hat man mich nicht eingestellt. Man hat mir zwar eine sehr gute Praktikumsbescheinigung, also auch zwischen den Zeilen gelesen, ausgestellt. Aber während des Gespräches hat man mir zu verstehen gegeben, dass ich mich noch besser verkaufen solle. Dabei war ich richtig motiviert, diese Stelle zu bekommen. Das ist grob beschrieben die berufliche Seite.

Im privaten Bereich bin ich in meiner Jugend mit meiner Art zufrieden gewesen. Mich hat auch nicht die Einsamkeit gestört. Ich habe mich einfach bei meinen Eltern und zu Hause wohlgefühlt. Ich konnte nie verstehen, warum andere meines Alters ausgehen mussten oder so viele Freunde besitzen mussten.

Doch seit einigen Monaten und das mit 26 Jahren wird die Einsamkeit immer unerträglicher und ich wünsche mir einfach rausgehen zu können, nette Menschen um mich zu haben, eine gute Freundin für sich zu gewinnen und einfach glücklich zu sein. Was für andere nicht der Rede wert ist, ist für mich das größte Problem. Ich schaffe es einfach nicht, soziale Kontakte zu knüpfen und einen Bekanntenkreis aufzubauen. Und ich glaube, dass ist auch der Grund für die Erfolglosigkeit im beruflichen sowie im privaten Bereich. Versteht ihr, wie kann ich es schaffen mehr aus mir herauszukommen und mich besser zu verkaufen, mehr Selbstbewußtsein zu erlangen, einfach lockerer werden. Mittlerweile habe ich das Gefühl, im Leben etwas verpasst zu haben. Ich weiß nicht, was mit mir los ist, aber ich muss einfach etwas verändern.

Ich wäre super froh, wenn mir jemand helfen kann.

Gruß Marc

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1. Juli 2007 um 20:21

...
hallöchen..

ich hatte ähnliche probleme.. auch mein vater starb (ich war 16)... meine kindheit war allerdings alles andere als glücklich und ich wurde andauernd schikaniert und gemobbt und fühlte mich schon als kind unverstanden, einsam und einfach "anders"...

mittlerweile habe ich rausbekommen, woran es liegt, dass ich keine kontakte knüpfen kann. ich bin zu sehr auf die anderen menschen fixiert. ich habe keine "eigene" und unverkennbare art, sondern passe meine art meinem umfeld an. ich musste mühsam lernen, mich selbst zu sein und stolz darauf zu sein, dass ich so bin. seit ich mich selbst voll und ganz akzeptiere und diese akzeptanz auch nach ausssen trage, werde ich auch von anderen akzeptiert..

wenn du es alleine nicht schaffst, dein selbstvertrauen auf vordermann zu bringen, solltest du eine therapie machen.. dort wirst du auch herausfinden können, woran es liegt, dass du soziale probleme hast..

wichtig ist es wohl, dass du dich mit leuten umgibst, die dir ähnlich sind die z.b. ähnliche interessen haben. vielleicht solltest du einem verein beitreten?

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6. Juli 2007 um 14:53

Hi
Hallo Marc,
das was du beschreibst ist das normalste auf der Welt, was es gibt, du musst dir nicht so viele Fragen stellen. Mir geht es ähnlich, sogar schlimmer als du, aber ich versuche, die Situation wie es auch möglich ist, am besten zu meistern. Ich hab sogar, glaube ich, ab und zu Panickattaken. ICh bin am Ende meines Studiums und ich hab alles andere gearbeitet, aber nicht das, was ich studiert habe und ein Job zu bekommen ist nicht immer leicht, was mich manchmal fertig macht. Ich habe Angst, zu präsentieren z.B. und manchmal beginnt mein Herz sooo stark zu klopfen, dass ich kaum reden kann. Und Freund hab ich auch keinen,was mir auch wünsche, wer tut es denn nicht. In schwierigen Situationen versuche ich unter Menschen zu gehen, auch wenn ich die nicht kenne oder mit denen zu reden, das ermuntert. Oder ich treibe Sport, was meine Stimmung aufmuntert. Also wie du siehst, bist du nicht allein in der Welt, ich wünsche dir alles Gute und glaub an dich, egal was die aneren sagen. So mache ich auch.LG

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12. Juni 2011 um 2:16
In Antwort auf ninel_11846871

...
hallöchen..

ich hatte ähnliche probleme.. auch mein vater starb (ich war 16)... meine kindheit war allerdings alles andere als glücklich und ich wurde andauernd schikaniert und gemobbt und fühlte mich schon als kind unverstanden, einsam und einfach "anders"...

mittlerweile habe ich rausbekommen, woran es liegt, dass ich keine kontakte knüpfen kann. ich bin zu sehr auf die anderen menschen fixiert. ich habe keine "eigene" und unverkennbare art, sondern passe meine art meinem umfeld an. ich musste mühsam lernen, mich selbst zu sein und stolz darauf zu sein, dass ich so bin. seit ich mich selbst voll und ganz akzeptiere und diese akzeptanz auch nach ausssen trage, werde ich auch von anderen akzeptiert..

wenn du es alleine nicht schaffst, dein selbstvertrauen auf vordermann zu bringen, solltest du eine therapie machen.. dort wirst du auch herausfinden können, woran es liegt, dass du soziale probleme hast..

wichtig ist es wohl, dass du dich mit leuten umgibst, die dir ähnlich sind die z.b. ähnliche interessen haben. vielleicht solltest du einem verein beitreten?

Komisch
ich bin ähnlich wie er vieleicht keine 100% übereinstimmung aber dennoch ...
ich hab viel gegoogelt
ich hab mir erst eingeredet ich würde alle Menschen hassen was aber nicht der fall ist mir sind die menschen egal
dann hab ich es mit Exorzisten und seelenklempter versucht die wussten es auch nicht recht
ich selbst kann mich irgendwie nicht an menschen binden richte mich nach anderen Menschen kann nich anders habe es nie anders gelernt.
ich war immer irgendwie glücklich früher ich brauchte nicht viel
jetzt da ich keine familie mehr habe und meine freunde endweder ausgewandert sind aus deutschland oder anderweiltig zu tun haben drückt die einsamkeit immer mehr

ich bin körperlich schwach wenn ich aufwache bin ich zu müde was zu machen und wenn ich schlafen gehe bin ich zu fitt zum schlafen
es ist eine komische leides geschichte *kopf schüttel*
naja wer sie sich anhören mag mein skype name ist DarkGungrave
ich wollte mehr schreiben o.o is mir das jetz peinlich aber ich bin wirklich kaput und müde

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12. Juni 2011 um 18:19

Umfeldwechsel
wirkt manchmal wunder. Aber schau dich mal nach nem therapeuten um bevor du deine probleme mitnimmst. wenn dich das so in die ecke haut könnte n fachmann das bestimmt als krankheitswertig einstufen. und der kann dir dann mit sicherheit auch helfen...

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