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Eine schmerzhafte Angelegenheit

11. Juni 2012 um 22:27

Ich würde gerne einmal von anderen lieben Menschen einen Meinungsaustausch erfahren, da ich mich doch sehr unsicher fühle und wirklich nicht weiter weiß!

Ich kenne einen verheirateten Mann nun schon seit 2006, wir waren Arbeitskollegen und haben uns zunächst erstmal gar nicht näher für einander interessiert. Bedingt durch eine Fahrgemeinschaft änderte sich die Lage und wir lernten uns kennen und schätzen. Er hatte enorme Probleme mit dem Arbeitgeber und es war für mich wohltuend ihm zuzuhören und ihm alleine durch mein tiefes Verständnis seines Umstandes emontional zur Seite zu stehen. Ich habe ihm oft Komplimente ausgesprochen für Dinge die in meinen Augen bewundernswert sind.In den Anfängen hatte er Mühe diese anzunehmen, er sagte mir immer so etwas habe ihm noch nie jemand gesagt, Hier ist zu erwähnen, dass er seit 9 Jahren seine Frau kennt.

Dieser Zustand der beruflichen Unzufriedenheit hielt über ein Jahr, dann verließ er das Unternehmen. Ich merkte recht schnell, als er mir abhanden kam, dass ich mich sehr zu ihm hingezogen fühlte, er wohl auch, denn unser Kontakt riss nicht ab. Mittlerweile wurde er Vater, auch hier hat er mich immer sehr stark einbezogen, wir telefonierten wöchentlich.

Auch besuchte er mich zu Hause, es gab keinen Wunsch, sei es ein tropfenden Wasserhahn, ein defektes Notebook oder eine Fahrt zum Arzt, dass er mir ausschlag. Unglaublich hilfsbereit.

Ich genoss es ihn um mich zu haben, es gab nie Anzeichen eines körperlichen Interesses, nur ganz innige Umarmungen und Aussagen wie mit dir kann ich besser reden als mit meiner Frau.Der Begriff Emontinale Nähe bekam eine neue Bedeutung.

Ich nahm mir ein Herz und gestand ihm wie ich fühle und sagte ihm ich liebe ihn und das er das Beste sei dass mir im Leben begegnet sei.
Er erwiderte er fühle für mich eine ganz tiefe innige Freundschaft, ich liebe jedoch meine Frau.

Ich bat ihn die Freundschaft zu beenden, und als das anzusehen was es füu uns war, eine tiefe Bereicherung für einen besonderen Menschen-
Er hat sich bis heute dagegen heftigst gewehrt und immer wieder wenn ich auf Rückzug ging, den Kontakt gesucht und mir gesagt ich fehle ihm und er vermisse mich.

Nun bitte ich einmal euch zu bewerten, ist das Egoismus? Wenn ich nun mal spiegelverkehrt die Situation sehe, er offenbart mir, er sei in mich verliebt, ich bin der gebundene ( und glückliche? )Part ---würde ich die Freundschaft weiterführen können? immer mit der Gewissheit der andere fühlt so viel mehr.
Oder wäre ich ein wahrer Freund der dann zurücksteckt und mir sagt dann muss ich um mich und ihn zu schützen das erstmal auf Eis legen.

Ich bedanke mich fürs Antworten und hoffe danach einen Weg, den richtigen zu gehen.

Ganz liebe Grüße






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12. Juni 2012 um 11:42

Ja!
Meiner Meinung nach ist das sehr egoistisch.
Er will die Freundschaft nicht verlieren aber sieht dabei nicht, dass er dir weh tut, oder will es nicht sehen.
Ich kenne so eine Situation ein bisschen.. es ist egoistisch.
Aber es ist für ihn auch wahrscheinlich sehr schwer, eure Freundschaft aufzugeben. Wenn ich mir vorstelle, ich müsste das, ich könnte es kaum.. Der einzige Grund wäre wirklich, dass mir mein bester Freund sagt, er möchte Abstand, damit ich ihm nicht weh tue. Und dann würde es mir furchtbar schwer fallen..
Also es gibt leider zwei seiten..

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13. Juni 2012 um 13:04

Ich
finde auch, dass er egoistisch ist. Für dich ist die Situation schlimm und es geht dir, verständlicherweise, schlecht dabei. Ein wahrer Freund sollte das einsehen und dich gehen lassen.
Lass dich ja nicht ausnutzen!

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13. Juni 2012 um 20:41

Danke an Huch und Bluemchen
Ich möchte Danke sagen für eure Einschätzung, dass ihr euch die Zeit genommen habt, diese Situation für mich zu bewerten.

Ich glaube tief in meinem Herzen weiß ich die Antwort und zögere einen Abbruch wohl noch hinaus, der längst hätte vollzogen werden sollen.

Schade, dass man hier mal nicht hört oder liest warum ein verheirateter Mann solch enge Bindung zu einer anderer Frau pflegt, denn es scheint ja eine rein platonische Freundschaft zu sein-

Und es ist einfach nicht leicht einen Menschen den man im Herzen ziehen zu lassen, denn ist ist ja für eine Leben!

Lieben Dank



.

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13. Juni 2012 um 21:47

Hmm...
Ich finde es ist zu leicht gesagt ihn nur als egoistisch abzustempeln. Wenn es so leicht wäre, dann wäre die Liebe im Allgemeinen ja egoistisch, weil jeder nur mit dem anderen zusammen ist, um seiner eigenen Person Willen. Weißt Du was ich meine? Es ist einfach sehr schwer eine Person ziehen zu lassen, die einem so wichtig ist und zu der man eine so tiefe emotionale Bindung hat. Und da er ja scheinbar nicht solche Gefühle für Dich hat, wie Du für ihn (erotische Gefühle vielleicht? Ich weiß nicht wie ich es sagen soll), fällt es ihm vielleicht zusätzlich schwer vollkommen nachempfinden zu können, wie es Dir geht und wie sehr es Dich quält. Du bist ihm auch wichtig und nur weil ihr keine Liebesbeziehung führt, darf man solche Gefühle nicht unterschätzen. Vielleicht solltest Du ihm nochmal deutlicher sagen, wie es Dir geht, was Du fühlst und wie sehr es Dich auch quält. Und auch wenn das jetzt vielleicht ein wenig grob gesagt ist, aber ich habe mittlerweile gelernt, dass jeder Mensch irgendwo für sich allein verantwortlich ist. Dir geht es schlecht, als änder etwas! Geh Du auf Abstand, brich Du den Kontakt ab! Man kann ihm alleine keinen Vorwurf machen, immerhin zwingt Dich niemand dazu diese Freundschaft weiterhin zu führen. Ich weiß, wie schwer das ist, wie traurig und wie schmerzvoll, aber um deiner selbst Willen sollen Du das tun. Oder gibt es vielleicht auch einen anderen Mann in deinem Leben? Vielleicht kannst Du emotional auf Abstand gehen, wenn Du dich neu verliebst. So könntet ihr eure Freundschaft vielleicht retten? Ich wünsch Dir viel Glück!

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14. Juni 2012 um 0:04
In Antwort auf oscar_11882492

Danke an Huch und Bluemchen
Ich möchte Danke sagen für eure Einschätzung, dass ihr euch die Zeit genommen habt, diese Situation für mich zu bewerten.

Ich glaube tief in meinem Herzen weiß ich die Antwort und zögere einen Abbruch wohl noch hinaus, der längst hätte vollzogen werden sollen.

Schade, dass man hier mal nicht hört oder liest warum ein verheirateter Mann solch enge Bindung zu einer anderer Frau pflegt, denn es scheint ja eine rein platonische Freundschaft zu sein-

Und es ist einfach nicht leicht einen Menschen den man im Herzen ziehen zu lassen, denn ist ist ja für eine Leben!

Lieben Dank



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"...warum ein verheirateter Mann solch enge Bindung zu einer anderer Frau pflegt..."
Freundschaft ist nur ein Wort. Die Bedeutung dahinter lässt sich leicht ausdehnen, es ist also kaum definierbar. Das heißt, es gibt durchaus Freundschaften, die Außenstehende (gemeint sind hier objektive Beurteiler) auch als Liebesbeziehung deuten würden. "Nur" weil man keinen Sex hat, nichts offiziell ist und kaum körperliche Bindung da ist, heißt dass nicht, dass die emotionale Bindung weniger "wert" ist oder dass diese nicht in Richtung Liebesbeziehung gehen kann. Ich weiß nicht, ob es verständlich ist, worauf ich hinaus will, daher versuche ich es noch anders:
Es klingt schon so, als wärst du eine "Zweitfrau". Leute die eine Affäre haben, erhoffen sich davon meist den Part auszufüllen, der in ihrer Beziehung nicht (mehr) abgedeckt wird. Bei vielen ist das sexuell, bei anderen emotional und/ oder freundschaftlich. Manchen fehlt besonders das Neue, Aufregende, manchen die Lockerheit, keine Verpflichtungen, Spaß, manchen fehlen tiefsinnige Gespräche, liebevoller Umgang, ect.
Wahrscheinlich hat er es nicht "nötig" seine Frau im eigentlichen Sinne zu betrügen, da du ihm auf "harmlose" Art und Weise gibst, was ihm in der Beziehung fehlt.
Das wäre zumindest meine Erklärung, bzw. Vermutung.

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