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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Eine Lügnerin ohne Sünde

Letzte Nachricht: 8. Mai 2014 um 12:13
O
ollie_12055749
19.03.14 um 19:10

Ja klingt wie der Name eines guten Buches - gewiss ist es aber einfach nur die Betitelung die ich verdient habe.


Es ist so....vermutlich bin ich die größte Lügnerin der Weltgeschichte. Ich lüge jeden an; Freunde, Bekannte und gar meine Familie. Wobei ich auf letzteres nicht stolz bin...
Die Lügen kommen mir vor, wie eine Droge, eine schrecklich süße Droge. Es sind mittlerweile aber nicht nur kleine Lügen...Ich habe erzählt, dass ich einen Menschen, der auf offener Straße angeblich umgefallen ist, reanimiert habe und ihn so das Leben rettete.
Einer leichtgläubigen Freundin habe ich erzählt ich sei ein Medium...
Der ganze Hass der sich nun wahrscheinlich schon gegen mich verschworen hat, wird durch den folgenden Satz vermutlich nicht besser: Es ist mir bei Freunden scheiß egal, ob ich sie anlüge. Ich kann ihnen ins Gesicht sehen, währenddessen ich ihnen erzähle dass ich Telekinese beherrsche. Man mag mich schrecklich nennen, da die Aufmerksamkeit meine Schwachstelle ist, doch trotzdem habe ich immer noch ein Herz.
Auch wenn ich längst keine Gefühle für Mitmenschen außerhalb meiner Familie hege und alle anderen nur ausnutze, da mit mir früher das gleiche getan wurde, habe ich das Gefühl das mein Körper da nicht immer so gern mitspielt.

Leider muss ich sagen, dass ich erst zu diesem Dämon wurde, als ich in der Schule gemobbt, geschlagen, erpresst und eingesperrt wurde. ~Durch "Sie" wurde ich zu dem geformt, was ich heute bin~

Ich bin eine Hülle, die äußerlich immer lacht, glücklich ausschaut. Aber mein Inneres hasst die ganze Welt und verflucht sie.

Ihr seid die Vorkoster meines wahren Ichs, denn schon bald werde ich die Lügen aufdecken. Habe aber Angst vor den Konsequenzen. Das ich vllt. für verrückt gehalten werde.....Aber das wäre nichts neues für mich

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D
delia_11856394
28.03.14 um 11:39

Klingt
jetzt vielleicht ein bisschen seltsam, vor allem für andere Leser, aber ich kann dein Verhalten ein wenig nachvollziehen.
Durch die ganzen negativen Erfahrungen, die du im Laufe deines Lebens gemacht hast, hast du irgendwann angefangen, dich besser, außergewöhnlicher und cooler darzustellen, als du eigentlich bist. Ich habe auch schon Dinge erzählt, die nicht stimmten, einfach, um bewundernde und erstaunte Reaktionen zu erhalten.
Auch ich habe im Leben sehr viel Schlimmes mitmachen müssen, kenne ebenfalls Mobbing aus der Schule, aber eben auch von zu hause. Das jetzt hier zu erzählen, würde aber zu weit führen.
Ein Satz hat mich besonders erschüttert, weil er auch mich ziemlich gut beschreibt: "Ich bin eine Hülle, die äußerlich immer lacht, glücklich ausschaut." Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich die ganze Welt hasse und sie verfluche, aber wie es wirklich in mir aussieht, weiß keine Sau!!
Wie willst du vorgehen, wenn du die Wahrheit aufdeckst? Hast du das wirklich vor? Was erwartest du?
Würde mich freuen, wieder von dir zu hören.
Gruß, Assi

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ollie_12055749
28.03.14 um 15:47
In Antwort auf delia_11856394

Klingt
jetzt vielleicht ein bisschen seltsam, vor allem für andere Leser, aber ich kann dein Verhalten ein wenig nachvollziehen.
Durch die ganzen negativen Erfahrungen, die du im Laufe deines Lebens gemacht hast, hast du irgendwann angefangen, dich besser, außergewöhnlicher und cooler darzustellen, als du eigentlich bist. Ich habe auch schon Dinge erzählt, die nicht stimmten, einfach, um bewundernde und erstaunte Reaktionen zu erhalten.
Auch ich habe im Leben sehr viel Schlimmes mitmachen müssen, kenne ebenfalls Mobbing aus der Schule, aber eben auch von zu hause. Das jetzt hier zu erzählen, würde aber zu weit führen.
Ein Satz hat mich besonders erschüttert, weil er auch mich ziemlich gut beschreibt: "Ich bin eine Hülle, die äußerlich immer lacht, glücklich ausschaut." Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich die ganze Welt hasse und sie verfluche, aber wie es wirklich in mir aussieht, weiß keine Sau!!
Wie willst du vorgehen, wenn du die Wahrheit aufdeckst? Hast du das wirklich vor? Was erwartest du?
Würde mich freuen, wieder von dir zu hören.
Gruß, Assi

Tagchen
Wow, mit dieser Antwort hätte ich gar nicht gerechnet. Danke! Das verändert sogleich mein Bild wieder ein kleines Stück der Welt gegenüber. Ich fühle mich nicht mehr so ganz alleine und weiß jetzt dass es Leute gibt, die ähnliches mitmachen mussten
Ich fühle mich auch so, als wäre die Aufmerksamkeit wie ein Magnet, der mich anzieht. Könnte vllt. daran liegen, dass ich früher als Kind nie Aufmerksamkeit wirklich bekam und unter meinen Geschwistern unterging. Mir machte es früher aber auch noch nichts aus
Du hast mein Beileid, kein Mensch der nichts getan hat, hat es verdient gemobbt ect. zu werden. Und vor allem noch zu hause, das ist hart...

Ja, mir ist bewusst, dass es noch weitere Menschen da draußen gibt wie mich, die sich verstellen, und die Emotionen nicht unbedingt immer preisgeben.

Wie ich vorgehe? Erst einmal versuche ich mit den Konsequenzen, die bei den aufgedeckten Lügen natürlich entstehen werden ins Reine zu kommen. Zu akzeptieren, dass ich dabei auch vermutlich neben heftigen Auseinandersetzungen, Freunde verliere. Ich bin ein Denker und plane zuerst, ehe ich etwas tue. Aber nur grob, den Rest überlasse ich dem Zufall.

Es gibt kleine Lügen, die können verziehen werden, aber das mit dem Medium beispielsweise ziehe ich jetzt schon paar Jahre ab, und da wird es kein Happy End mehr geben.

Ich versuche die Lügen alle aufzudecken, ich lasse sie dabei einfach los. Mir waren meine Freunde eh nicht mehr wichtig, warum sollte ich sie dann anlügen und auch noch dazu ausnutzen? Nein, ich habe mein Spielchen lang genug mit ihnen abgezogen.

Das Einzige Problem, was ich bei dem Ganzen sehe, sind die Lügen die ich meiner Familie erzählt habe. Natürlich Familie bleibt Familie, aber ich glaube manche brauchen längere Zeit um sich mit manchen Lügen auseinander zu setzten. Sie werden ihren Freiraum auch bekommen, auf jeden Fall wenn sie ihn brauchen. Aber ich werde sie nicht einfach gehen lassen, wie manche "Freunde". Um ihren Respekt für mich zurück zu bekommen, den sie einmal vor mir hatten, werde ich kämpfen.

Und ich weiß jetzt schon, das es eine schwere Zeit werden wird. Ich denke so wurden alle Fragen erst einmal beantwortet.

Bin gespannt auf deine Antwort
LG




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delia_11856394
31.03.14 um 11:19
In Antwort auf ollie_12055749

Tagchen
Wow, mit dieser Antwort hätte ich gar nicht gerechnet. Danke! Das verändert sogleich mein Bild wieder ein kleines Stück der Welt gegenüber. Ich fühle mich nicht mehr so ganz alleine und weiß jetzt dass es Leute gibt, die ähnliches mitmachen mussten
Ich fühle mich auch so, als wäre die Aufmerksamkeit wie ein Magnet, der mich anzieht. Könnte vllt. daran liegen, dass ich früher als Kind nie Aufmerksamkeit wirklich bekam und unter meinen Geschwistern unterging. Mir machte es früher aber auch noch nichts aus
Du hast mein Beileid, kein Mensch der nichts getan hat, hat es verdient gemobbt ect. zu werden. Und vor allem noch zu hause, das ist hart...

Ja, mir ist bewusst, dass es noch weitere Menschen da draußen gibt wie mich, die sich verstellen, und die Emotionen nicht unbedingt immer preisgeben.

Wie ich vorgehe? Erst einmal versuche ich mit den Konsequenzen, die bei den aufgedeckten Lügen natürlich entstehen werden ins Reine zu kommen. Zu akzeptieren, dass ich dabei auch vermutlich neben heftigen Auseinandersetzungen, Freunde verliere. Ich bin ein Denker und plane zuerst, ehe ich etwas tue. Aber nur grob, den Rest überlasse ich dem Zufall.

Es gibt kleine Lügen, die können verziehen werden, aber das mit dem Medium beispielsweise ziehe ich jetzt schon paar Jahre ab, und da wird es kein Happy End mehr geben.

Ich versuche die Lügen alle aufzudecken, ich lasse sie dabei einfach los. Mir waren meine Freunde eh nicht mehr wichtig, warum sollte ich sie dann anlügen und auch noch dazu ausnutzen? Nein, ich habe mein Spielchen lang genug mit ihnen abgezogen.

Das Einzige Problem, was ich bei dem Ganzen sehe, sind die Lügen die ich meiner Familie erzählt habe. Natürlich Familie bleibt Familie, aber ich glaube manche brauchen längere Zeit um sich mit manchen Lügen auseinander zu setzten. Sie werden ihren Freiraum auch bekommen, auf jeden Fall wenn sie ihn brauchen. Aber ich werde sie nicht einfach gehen lassen, wie manche "Freunde". Um ihren Respekt für mich zurück zu bekommen, den sie einmal vor mir hatten, werde ich kämpfen.

Und ich weiß jetzt schon, das es eine schwere Zeit werden wird. Ich denke so wurden alle Fragen erst einmal beantwortet.

Bin gespannt auf deine Antwort
LG




Ja, hi nochmal, liebe daeminin!
Zuerst mal vielen Dank für deine schnelle Antwort.
Ich muss außerdem sagen, dass ich deine Absicht, die Lügen aufzudecken äußerst mutig finde. Den Mut hätte ich nicht, da bin ich mir sehr sicher. Neulich erst habe ich meiner Mutter von einer Lüge ihr gegenüber erzählt, die aber sehr harmlos war.
Selbst bei der "Aufdeckung" dieser relativ geringen Lüge war sie ziemlich betroffen u. verletzt, was ich total übertrieben fand. Aber naja, war nicht anders zu erwarten.

Wie gesagt, ich finde es klasse, dass du reinen Tisch machen willst. Und natürlich musst du dich sehr wegen der zu erwartenden Reaktionen wappnen.
Allerdings könnte ich mir durchaus vorstellen, dass von dem einen oder anderen Reaktionen kommen, die du so nicht erwartest. U. U. erlebst du Verständnis oder auch Reaktionen wie 'Ich weiß schon lange, dass das nicht stimmt.'
Denn ich denke, keiner lügt aus Spaß an der Freud' (gerade Frauen nicht) und wenn jemand über längere Zeit auch "schlimme" Lügen erzählt, dann hat er bzw. sie dafür einen guten und oft auch mehr oder minder dramatischen Grund. Ich hoffe mal sehr, dass deine "Freunde" auch ein bisschen nachdenken, wenn deine "Beichte" kommt.
Okay, bei deiner Familie mag es noch extra schwer sein, weil sie sich u. U. über das fehlende Vertrauen aufregen. Aber gerade DAS wäre für mich der Anstoß, näher nachzufragen. Denn kein Vertrauen innerhalb der Familie ist... naja, traurig und sehr bedauernswert, aber WENN die Lügen dann raus sind, würde ich die Gelegenheit wahrnehmen und nachfragen, woran es denn liegt, dass kein oder kaum Vertrauen da ist.
All das könnte natürlich einer Lawine lostreten, die dann tiefer in verletzte Seelen und auch tiefer in die Vergangenheit vordringt, aber vielleicht wäre das eine gute Gelegenheit, die Vergangenheit zumindest mal ansatzweise "aufzuräumen".
Auf jeden Fall ist dir deine Familie noch wichtig, das ist schon mal gut. Bei mir ist es nämlich leider mehr oder minder umgekehrt. Meine Familie war mir noch nie sehr nahe, außer meiner Mutter, die mir inzwischen auch fast zu nahe ist. Mein "Vater" war ein psychopathischer, narzisstischer Irrer (entschuldige die drastische Ausdrucksweise), der vor 13 Jahren gestorben ist (zum Glück!). Bei ihm habe ich "gelernt", immer "so zu tun, als ob". Immer gut drauf sein, nie zeigen, wie es mir wirklich geht. Meine Schwester ist dem "Vater" sehr ähnlich, deshalb... naja!
Deshalb bin ich froh, wenigstens ein paar gute Freunde zu haben, auf die ich bauen kann.
So, ich glaube, jetzt reichts erstmal.
Ich wünsche dir jetzt viel Glück bei deinem Vorhaben und freue mich auf deine nächste "Meldung".
Bis denne und liebe Grüße, Assi

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ollie_12055749
03.04.14 um 19:19
In Antwort auf delia_11856394

Ja, hi nochmal, liebe daeminin!
Zuerst mal vielen Dank für deine schnelle Antwort.
Ich muss außerdem sagen, dass ich deine Absicht, die Lügen aufzudecken äußerst mutig finde. Den Mut hätte ich nicht, da bin ich mir sehr sicher. Neulich erst habe ich meiner Mutter von einer Lüge ihr gegenüber erzählt, die aber sehr harmlos war.
Selbst bei der "Aufdeckung" dieser relativ geringen Lüge war sie ziemlich betroffen u. verletzt, was ich total übertrieben fand. Aber naja, war nicht anders zu erwarten.

Wie gesagt, ich finde es klasse, dass du reinen Tisch machen willst. Und natürlich musst du dich sehr wegen der zu erwartenden Reaktionen wappnen.
Allerdings könnte ich mir durchaus vorstellen, dass von dem einen oder anderen Reaktionen kommen, die du so nicht erwartest. U. U. erlebst du Verständnis oder auch Reaktionen wie 'Ich weiß schon lange, dass das nicht stimmt.'
Denn ich denke, keiner lügt aus Spaß an der Freud' (gerade Frauen nicht) und wenn jemand über längere Zeit auch "schlimme" Lügen erzählt, dann hat er bzw. sie dafür einen guten und oft auch mehr oder minder dramatischen Grund. Ich hoffe mal sehr, dass deine "Freunde" auch ein bisschen nachdenken, wenn deine "Beichte" kommt.
Okay, bei deiner Familie mag es noch extra schwer sein, weil sie sich u. U. über das fehlende Vertrauen aufregen. Aber gerade DAS wäre für mich der Anstoß, näher nachzufragen. Denn kein Vertrauen innerhalb der Familie ist... naja, traurig und sehr bedauernswert, aber WENN die Lügen dann raus sind, würde ich die Gelegenheit wahrnehmen und nachfragen, woran es denn liegt, dass kein oder kaum Vertrauen da ist.
All das könnte natürlich einer Lawine lostreten, die dann tiefer in verletzte Seelen und auch tiefer in die Vergangenheit vordringt, aber vielleicht wäre das eine gute Gelegenheit, die Vergangenheit zumindest mal ansatzweise "aufzuräumen".
Auf jeden Fall ist dir deine Familie noch wichtig, das ist schon mal gut. Bei mir ist es nämlich leider mehr oder minder umgekehrt. Meine Familie war mir noch nie sehr nahe, außer meiner Mutter, die mir inzwischen auch fast zu nahe ist. Mein "Vater" war ein psychopathischer, narzisstischer Irrer (entschuldige die drastische Ausdrucksweise), der vor 13 Jahren gestorben ist (zum Glück!). Bei ihm habe ich "gelernt", immer "so zu tun, als ob". Immer gut drauf sein, nie zeigen, wie es mir wirklich geht. Meine Schwester ist dem "Vater" sehr ähnlich, deshalb... naja!
Deshalb bin ich froh, wenigstens ein paar gute Freunde zu haben, auf die ich bauen kann.
So, ich glaube, jetzt reichts erstmal.
Ich wünsche dir jetzt viel Glück bei deinem Vorhaben und freue mich auf deine nächste "Meldung".
Bis denne und liebe Grüße, Assi

Ja mit den Lügen wird reiner Tisch gemacht
Danke erstmal Ich denke ich werde das Beispiel im Hinterkopf behalten, wenn es soweit ist. Oh je wenn eine Mutter bei einer kleinen Lüge schon ziemlich fertig ist [was nun ja... vllt wirklich etwas übertrieben war, wenn die Lüge ja so klein war), wie betroffen wird dann meine Mutter sein?

Ich werde mir wohl eine Rüstung kaufen müssen, bei den nächsten Aufdeckungen. Denn ich habe eine Lüge schon gebeichtet, zu meine damalige beste Freundin. Ich hab mit ihr begonnen, da sie eines der ersten 'Opfer' war, die meinen Lügen ausgesetzt war. Und vor allem war sie erst einmal meine Test Person, ich habe keinen richtigen Kontakt mehr mit ihr, also von daher hätte es mir nicht geschadet, wenn sie die Freundschaft kündigen würde.
Damit habe ich sie praktisch überfallen, so außer sich war sie. Als ich die erste kleine Lüge gebeichtet hatte, fühlte es sich so an als würde mir ein Auto von den Schultern genommen werden. Diese Tatsache trieb mich weiter an, immer mehr Lügen stellte ich richtig. (Und das alles schon an einer Person...) Erst hörte sie mir nur mit gekrausten Augenbrauen zu ehe ich dann zu den schlimmen Lügen kam. Sie hatte mich angeschrien, sie wollte nichts mehr mit mir zu tun haben. Und in dem Moment kam ein Gefühl wieder, das ich schon lange nicht mehr verspürt hatte: Schuld. Sie tat mir leid. Das obwohl ich sie schon beinah aus meinem Gedächtnis gelöscht hatte und sie ja beinah los werden wollte. Ich bin dann einfach weggegangen ohne noch etwas zu sagen...

So grauenvoll sich das auch anhört, ich tue das Richtige. Also habe ich mir gesagt, egal wie enttäuscht die Leute von mir sein werden, ich werde erst aufgeben, bis ich fertig bin. Werde weiter nach vorne blicken. (Ich berichte dir weiterhin...)

Okay, zurück zu deiner Äußerung:

Diese Person hatte weder Verständnis noch wusste sie davon. Könnte aber auch daran gelegen haben, das ich sie damit so überfahren habe.

Ich kann mir bis heute nicht erklären wieso ich so oft lüge, es gibt so viele Theorien. (Wobei mir die mit dem Spaß an der Freud auch durch den Kopf gegangen war, sie aber abgeschüttelt habe ) Es könnte daran liegen, dass es alle um mich herum gemacht hatten und ich es wohl irgendwann als normal empfand, oder ich wollte hervor stechen. Aber ich will abschließen damit. Die Vergangenheit in eine Kiste stecken, zusammen mit den Lügen. Doch vorerst müssen die erst einmal 'aufgetischt' werden. Vllt. will ich die Lügen deshalb auch preis geben, ich weiß nur dass es das Richtige ist. Und du hast mich bestätigt, also..

Du hast Recht, ich werde ihnen, aber erst Platz zum Nachdenken geben und dann wegen dem fehlenden Vertrauen fragen, denke ich.

Ehrlich gesagt will ich, das meine Freunde an die Vergangenheit denken und sich im klaren werden, weshalb ich gelogen habe. Ich kann es selbst ja nicht einmal rechtfertigen, vllt. werden sie versuchen mich zu verstehen oder sie werden sich abwenden und, wenn sie dann noch mal in Zukunft an mich denken das Gesicht eines Teufels vor sich sehen.

Na, ja zumindest habe ich dann wieder ein paar Gewichte weniger auf meinen Schultern und ich glaube ich würde mich rein fühlen. Wenn auch nicht mit den Menschen um mich herum. Meine Vergangenheit wäre dann wirklich aufgeräumt, wie du sagst.

Oh ja meine Familie ist schon immer mein Halt auf dieser Welt gewesen, sie ist mein ein und alles. Ich verstehe mich dabei selber nicht, ich belüge die Menschen die mir am wichtigsten sind.

Ich will keine voreiligen Schlüsse wegen deiner Familie ziehen, aber ich denke mal du hattest Freunde um dich herum, die dich unterstützt haben, die nicht zu deinen Blutsverwandten gehören. Bei mir ist es ja umgekehrt. Deshalb bin 'ich' froh wenn meine Mutter und ich ein Tief haben

Ich weiß das klingt nicht nett, aber wie du sagtest, ist es wohl besser dass dein Vater nicht mehr unter uns weilt. Wenn ein Mensch ein Kind so eiskalt erzieht, dann darf man das schon keine Erziehung mehr nennen. Könnte das bei dir ausgelöst haben, dass du immer so tust, als ob du glücklich wärst, aber in Wahrheit es dir scheiße geht? Es klingt in meinem Ohren plausibel.
Gefühle zu zeigen ist wichtig, ohne sie ist man unmenschlich. Das weiß ich jetzt nur zu gut, an einem darf gerne mal etwas abprallen, aber man muss seine eigenen Gefühle kennen.
Bei deiner Schwester passt der Spruch wohl: So der Vater so (der) die (Sohn) Tochter

Haha ja wie gesagt, ich baue auf meine Familie, wenn ich es bald noch kann...

Sooo ich hoffe du kommst durch meinen Roman hin durch Bis zum nächsten Mal - LG





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delia_11856394
07.04.14 um 11:49
In Antwort auf ollie_12055749

Ja mit den Lügen wird reiner Tisch gemacht
Danke erstmal Ich denke ich werde das Beispiel im Hinterkopf behalten, wenn es soweit ist. Oh je wenn eine Mutter bei einer kleinen Lüge schon ziemlich fertig ist [was nun ja... vllt wirklich etwas übertrieben war, wenn die Lüge ja so klein war), wie betroffen wird dann meine Mutter sein?

Ich werde mir wohl eine Rüstung kaufen müssen, bei den nächsten Aufdeckungen. Denn ich habe eine Lüge schon gebeichtet, zu meine damalige beste Freundin. Ich hab mit ihr begonnen, da sie eines der ersten 'Opfer' war, die meinen Lügen ausgesetzt war. Und vor allem war sie erst einmal meine Test Person, ich habe keinen richtigen Kontakt mehr mit ihr, also von daher hätte es mir nicht geschadet, wenn sie die Freundschaft kündigen würde.
Damit habe ich sie praktisch überfallen, so außer sich war sie. Als ich die erste kleine Lüge gebeichtet hatte, fühlte es sich so an als würde mir ein Auto von den Schultern genommen werden. Diese Tatsache trieb mich weiter an, immer mehr Lügen stellte ich richtig. (Und das alles schon an einer Person...) Erst hörte sie mir nur mit gekrausten Augenbrauen zu ehe ich dann zu den schlimmen Lügen kam. Sie hatte mich angeschrien, sie wollte nichts mehr mit mir zu tun haben. Und in dem Moment kam ein Gefühl wieder, das ich schon lange nicht mehr verspürt hatte: Schuld. Sie tat mir leid. Das obwohl ich sie schon beinah aus meinem Gedächtnis gelöscht hatte und sie ja beinah los werden wollte. Ich bin dann einfach weggegangen ohne noch etwas zu sagen...

So grauenvoll sich das auch anhört, ich tue das Richtige. Also habe ich mir gesagt, egal wie enttäuscht die Leute von mir sein werden, ich werde erst aufgeben, bis ich fertig bin. Werde weiter nach vorne blicken. (Ich berichte dir weiterhin...)

Okay, zurück zu deiner Äußerung:

Diese Person hatte weder Verständnis noch wusste sie davon. Könnte aber auch daran gelegen haben, das ich sie damit so überfahren habe.

Ich kann mir bis heute nicht erklären wieso ich so oft lüge, es gibt so viele Theorien. (Wobei mir die mit dem Spaß an der Freud auch durch den Kopf gegangen war, sie aber abgeschüttelt habe ) Es könnte daran liegen, dass es alle um mich herum gemacht hatten und ich es wohl irgendwann als normal empfand, oder ich wollte hervor stechen. Aber ich will abschließen damit. Die Vergangenheit in eine Kiste stecken, zusammen mit den Lügen. Doch vorerst müssen die erst einmal 'aufgetischt' werden. Vllt. will ich die Lügen deshalb auch preis geben, ich weiß nur dass es das Richtige ist. Und du hast mich bestätigt, also..

Du hast Recht, ich werde ihnen, aber erst Platz zum Nachdenken geben und dann wegen dem fehlenden Vertrauen fragen, denke ich.

Ehrlich gesagt will ich, das meine Freunde an die Vergangenheit denken und sich im klaren werden, weshalb ich gelogen habe. Ich kann es selbst ja nicht einmal rechtfertigen, vllt. werden sie versuchen mich zu verstehen oder sie werden sich abwenden und, wenn sie dann noch mal in Zukunft an mich denken das Gesicht eines Teufels vor sich sehen.

Na, ja zumindest habe ich dann wieder ein paar Gewichte weniger auf meinen Schultern und ich glaube ich würde mich rein fühlen. Wenn auch nicht mit den Menschen um mich herum. Meine Vergangenheit wäre dann wirklich aufgeräumt, wie du sagst.

Oh ja meine Familie ist schon immer mein Halt auf dieser Welt gewesen, sie ist mein ein und alles. Ich verstehe mich dabei selber nicht, ich belüge die Menschen die mir am wichtigsten sind.

Ich will keine voreiligen Schlüsse wegen deiner Familie ziehen, aber ich denke mal du hattest Freunde um dich herum, die dich unterstützt haben, die nicht zu deinen Blutsverwandten gehören. Bei mir ist es ja umgekehrt. Deshalb bin 'ich' froh wenn meine Mutter und ich ein Tief haben

Ich weiß das klingt nicht nett, aber wie du sagtest, ist es wohl besser dass dein Vater nicht mehr unter uns weilt. Wenn ein Mensch ein Kind so eiskalt erzieht, dann darf man das schon keine Erziehung mehr nennen. Könnte das bei dir ausgelöst haben, dass du immer so tust, als ob du glücklich wärst, aber in Wahrheit es dir scheiße geht? Es klingt in meinem Ohren plausibel.
Gefühle zu zeigen ist wichtig, ohne sie ist man unmenschlich. Das weiß ich jetzt nur zu gut, an einem darf gerne mal etwas abprallen, aber man muss seine eigenen Gefühle kennen.
Bei deiner Schwester passt der Spruch wohl: So der Vater so (der) die (Sohn) Tochter

Haha ja wie gesagt, ich baue auf meine Familie, wenn ich es bald noch kann...

Sooo ich hoffe du kommst durch meinen Roman hin durch Bis zum nächsten Mal - LG





Hi, danke
für den langen Bericht.
Also, dann der Reihe nach.
Die Lüge gegenüber meiner Mutter bezog sich auf die Therapie, die ich gemacht habe und deren Wirkung oder auch nicht... sie fragte mich manchmal, ob ich denn das Gefühl habe, dass es was bringt. Da ich von früher immer gewohnt war, alles gut zu finden, was man mir anbietet oder zukommen lässt und Ablehnung oder Kritik von meiner Seite her ja gar nicht ging(!), hab ich immer brav gesagt, ja, alles okay, was aber nicht stimmte. Die Gesprächte waren gut und teilweise eine Bestätigung für mich, aber eine echte Wirkung konnte ich nicht erkennen. Das habe ich meiner Mutter dann gesagt, worauf sie meinte, dass das flunkern nicht nötig gewesen sei. Ich hätte ruhig die Wahrheit sagen können und dass sie über die Unwahrheit enttäuscht sei. Als ich dann sagte, dass das doch immer von mir erwartet worden sei, gings dann los... nein, das stimme doch gar nicht; doch, natürlich, sei immer so gewesen; so ein Quatsch, ich solle doch keinen Unsinn reden... usw. Naja, geschenkt! :-P
Deine Mutter muss ja nicht genauso reagieren. Vielleicht ist sie die einzige oder eine der wenigen, die Verständnis zeigt. Immerhin ist sie ja deine Mutter!

Tja, dass deine ehemalige Freundin so reagiert hat, war leider zu erwarten. Sie fühlte sich verletzt, hintergangen und verarscht, verständlich. Okay, jetzt hast du es hinter dir und kannst stolz sein, dass du es gewagt hast. U. U. beruhigt sie sich wieder und kommt dann noch mal auf dich zu. Wenn ja, solltest du ihr zuhören, wenn sie das möchte. Wenn nicht, auch gut, dann hat sich die Sache erledigt.

Ja, genau das hoffe ich ja sehr für dich, dass mal jemand nach dem Warum fragt. Ich bin so, dass ich immer versuchen würde, denjenigen zu verstehen, der was blödes oder was unschönes getan hat. Motzen und verurteilen kann jeder, aber Beweggründe erfragen und verstehen, das machen die wenigsten.
Und 'Gesicht des Teufels'... naja, nicht gleich das Schlimmste vermuten...

Ja, es klingt wirklich sehr schlimm und dramatisch, das weiß ich auch. Aber schon kurz nach seinem Tod habe ich allgemein verlauten lassen, dass ich meinem Erzgeuger keinen Heiligenschein aufsetzen werde, nur weil er jetzt tot ist. Er war ein 'Mensch', der seine Familie mehr oder minder systemathisch zerstört hat und das bekommt auch jeder gesagt, der es hören will oder auch nicht. Meine Schwester war zuerst entsetzt darüber, aber so gaaanz langsam scheint auch sie zu begreifen, dass ich gute Gründe für meine Meinung und mein Handeln habe.
Ja, genau, schlecht durfte es einem nicht gehen, das war unerwünscht. Irgendwann hat man dann einfach immer gesagt, alles tutti, weil man sich einfach keine blöden Sprüche mehr ziehen wollte.
Gefühle zu zeigen macht uns zu Menschen, genau so ist das. Mein E. hatte keine, jedenfalls nicht uns gegenüber und wenn, dann fast immer negative. Seine Seele (falls vorhanden) war leer, kalt und tot. Schlimmer Gedanke, ich weiß, aber was soll ich sonst sagen. Und meine Schwester ist ihrem Vater charakterlich leider sehr ähnlich. Das hat durchaus Vorteile, sie ist sehr ehrgeizig und zielstrebig, vergißt darüber aber oft ihr nächste Familie.

Also, ich hoffe doch mal sehr, dass wenigstens deine Familie besonnener und überlegter reagiert als deine Freunde. Aber wenn ihr euch so gut versteht und du immer auf deine Leute bauen konntest, werden sie auch, verständlicherweise, erschrocken und entsetzt, teilweise verwirrt sein, aber dann doch hoffentlich versuchen, das eine oder andere zu klären.

Drücke dir jedenfalls alle Daumen! Kopf hoch!
Bis demnächst wieder! Grüßlis, Assi

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delia_11856394
08.05.14 um 12:13
In Antwort auf ollie_12055749

Ja mit den Lügen wird reiner Tisch gemacht
Danke erstmal Ich denke ich werde das Beispiel im Hinterkopf behalten, wenn es soweit ist. Oh je wenn eine Mutter bei einer kleinen Lüge schon ziemlich fertig ist [was nun ja... vllt wirklich etwas übertrieben war, wenn die Lüge ja so klein war), wie betroffen wird dann meine Mutter sein?

Ich werde mir wohl eine Rüstung kaufen müssen, bei den nächsten Aufdeckungen. Denn ich habe eine Lüge schon gebeichtet, zu meine damalige beste Freundin. Ich hab mit ihr begonnen, da sie eines der ersten 'Opfer' war, die meinen Lügen ausgesetzt war. Und vor allem war sie erst einmal meine Test Person, ich habe keinen richtigen Kontakt mehr mit ihr, also von daher hätte es mir nicht geschadet, wenn sie die Freundschaft kündigen würde.
Damit habe ich sie praktisch überfallen, so außer sich war sie. Als ich die erste kleine Lüge gebeichtet hatte, fühlte es sich so an als würde mir ein Auto von den Schultern genommen werden. Diese Tatsache trieb mich weiter an, immer mehr Lügen stellte ich richtig. (Und das alles schon an einer Person...) Erst hörte sie mir nur mit gekrausten Augenbrauen zu ehe ich dann zu den schlimmen Lügen kam. Sie hatte mich angeschrien, sie wollte nichts mehr mit mir zu tun haben. Und in dem Moment kam ein Gefühl wieder, das ich schon lange nicht mehr verspürt hatte: Schuld. Sie tat mir leid. Das obwohl ich sie schon beinah aus meinem Gedächtnis gelöscht hatte und sie ja beinah los werden wollte. Ich bin dann einfach weggegangen ohne noch etwas zu sagen...

So grauenvoll sich das auch anhört, ich tue das Richtige. Also habe ich mir gesagt, egal wie enttäuscht die Leute von mir sein werden, ich werde erst aufgeben, bis ich fertig bin. Werde weiter nach vorne blicken. (Ich berichte dir weiterhin...)

Okay, zurück zu deiner Äußerung:

Diese Person hatte weder Verständnis noch wusste sie davon. Könnte aber auch daran gelegen haben, das ich sie damit so überfahren habe.

Ich kann mir bis heute nicht erklären wieso ich so oft lüge, es gibt so viele Theorien. (Wobei mir die mit dem Spaß an der Freud auch durch den Kopf gegangen war, sie aber abgeschüttelt habe ) Es könnte daran liegen, dass es alle um mich herum gemacht hatten und ich es wohl irgendwann als normal empfand, oder ich wollte hervor stechen. Aber ich will abschließen damit. Die Vergangenheit in eine Kiste stecken, zusammen mit den Lügen. Doch vorerst müssen die erst einmal 'aufgetischt' werden. Vllt. will ich die Lügen deshalb auch preis geben, ich weiß nur dass es das Richtige ist. Und du hast mich bestätigt, also..

Du hast Recht, ich werde ihnen, aber erst Platz zum Nachdenken geben und dann wegen dem fehlenden Vertrauen fragen, denke ich.

Ehrlich gesagt will ich, das meine Freunde an die Vergangenheit denken und sich im klaren werden, weshalb ich gelogen habe. Ich kann es selbst ja nicht einmal rechtfertigen, vllt. werden sie versuchen mich zu verstehen oder sie werden sich abwenden und, wenn sie dann noch mal in Zukunft an mich denken das Gesicht eines Teufels vor sich sehen.

Na, ja zumindest habe ich dann wieder ein paar Gewichte weniger auf meinen Schultern und ich glaube ich würde mich rein fühlen. Wenn auch nicht mit den Menschen um mich herum. Meine Vergangenheit wäre dann wirklich aufgeräumt, wie du sagst.

Oh ja meine Familie ist schon immer mein Halt auf dieser Welt gewesen, sie ist mein ein und alles. Ich verstehe mich dabei selber nicht, ich belüge die Menschen die mir am wichtigsten sind.

Ich will keine voreiligen Schlüsse wegen deiner Familie ziehen, aber ich denke mal du hattest Freunde um dich herum, die dich unterstützt haben, die nicht zu deinen Blutsverwandten gehören. Bei mir ist es ja umgekehrt. Deshalb bin 'ich' froh wenn meine Mutter und ich ein Tief haben

Ich weiß das klingt nicht nett, aber wie du sagtest, ist es wohl besser dass dein Vater nicht mehr unter uns weilt. Wenn ein Mensch ein Kind so eiskalt erzieht, dann darf man das schon keine Erziehung mehr nennen. Könnte das bei dir ausgelöst haben, dass du immer so tust, als ob du glücklich wärst, aber in Wahrheit es dir scheiße geht? Es klingt in meinem Ohren plausibel.
Gefühle zu zeigen ist wichtig, ohne sie ist man unmenschlich. Das weiß ich jetzt nur zu gut, an einem darf gerne mal etwas abprallen, aber man muss seine eigenen Gefühle kennen.
Bei deiner Schwester passt der Spruch wohl: So der Vater so (der) die (Sohn) Tochter

Haha ja wie gesagt, ich baue auf meine Familie, wenn ich es bald noch kann...

Sooo ich hoffe du kommst durch meinen Roman hin durch Bis zum nächsten Mal - LG





Hey,
daemonin, wie geht es dir jetzt?
War 2 Wochen im Urlaub, würde gern wissen, wie es jetzt bei dir aussieht. Hast du mit der Wahrheit weiter gemacht?
Würde gern wieder von dir hören!
Assi

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