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Eine kleine Geschichte von mir =)

2. August 2007 um 18:43

Hallo,
ich bin neu hier im Forum und bin gerade dabei ein, naja sagen wir mal "Buch" zu schreiben, in dem ich versuche meine Gefühle zu verarbeiten.
Ich bin heute mit den ersten drei seiten fertig geworden, und wollte mal ein paar Meinungen und vielleicht auch Kritik einholen.
Würde mich freuen, wenn ihr mir einfach mal sagt, wie ihr den Anfang bis jetzt so findet und was ich villt. verändern sollte.


ALSO AUFGEPASST

LG LISA



ALLER ANFANG IST SCHWER

Wisst ihr, wenn ich von der Schule komme, hat Prue meistens schon gekocht.
Na ja, soweit man den undefinierbaren Kram den sie mir mal als Pfannkuchen verkaufen wollte,
kochen nennen kann.
Sogar ich könnte Pfannkuchen wenigstens so hinbekommen, dass sie nicht so schwarz wie Teer aussehen und ich bin erst 14, Prue dagegen jedoch schon 25.
Nein, Prue ist nicht meine Mutter.
Meine Mutter ist bei einem Autounfall gestorben und das ist noch nicht mal so lange her.
So ziemlich genau 11 Monate, zwei Wochen und drei Tage.
Irgendwie habe ich so einen Art Kalender, seit diesem Ereignis in meinem Kopf.
Und ohne dass ich es merke, oder gar etwas dafür tue, ist es so, als ob für jeden Tag ein neues Rotes Kreuz dazu kommt.
Prue ist meine Tante und hat seitdem meine Mom nicht mehr da ist, die Vormundschaft für mich.
Prue ist eigentlich ganz okay.
Manche würden sogar behaupten sie sei cool.
Früher fand ich das auch. Bevor sie das Sorgerecht für mich übernommen hatte.
Früher hatte sie meine Geburtstags-Parties geschmissen oder war mit mir shoppen gegangen.
Mittlerweile ist Prue so cool wie ich in einem rosa Polyester Pulli und quietschgelben Leggins auf dem Abschlussball.
Nicht, dass ich sie nicht mag.
Ich mag Prue wirklich und sie ist wirklich nett, wirklich!
Aber cool?!
Für eine 25 Jahre junge Frau, die klug, witzig und zu allem Überfluss auch noch verdammt hübsch ist, benimmt sie sich total unpassend.
Anstatt das sie mit Freundinnen einkaufen, oder mal ins Kino geht, Dates mit total heißen Typen hat oder einfach nur mal die Cosmopolittan studiert, geht sie in die Bibliothek um sich Bücher über die, ich zitiere : Vorgeschriebene, Beste und Vorteilhafteste Erziehung von Minderjährigen zu besorgen um diese 500 Seiten dann innerhalb von einer Woche zu lesen.
Man könnte denken sie wäre eine Studentin, die über dieses Buch ein halbstündiges Referat halten müsse, denn sie macht sich auch noch Notizen und klemmt sie an den Kühlschrank um sie so auswendig zu lernen.
Sie ist so beschäftigt ein Mutterersatz zu spielen, dass sie gar nicht mitbekommt wie mir dieses Mami-Hat-Aber-Gesagt-Getue auf den Geist geht.
Und wenn sie nicht so mit büffeln beschäftigt gewesen wäre, wäre ihr auch aufgefallen, dass meine Mutter auch recht jung gewesen war und von Haus aus, genau wie sie eher eine lockere Erziehung mit einem guten Mutter-Tochter Verhältnis und Vertrauen, anstatt Verboten und Hausarrest gewohnt war.
Aber die gute Prue wollte schon seit ich reden und denken kann alles 110 %tig richtig und korrekt machen.

Als ich aus der Schule kam, trat auf einmal Prue in den Flur, in dieser grausamen lila Schürze, die sie sich aus irgendeinem Katalog für Backwaren bestellt hatte. Wahrscheinlich ging sie davon aus, dass ihre Pfannkuchen so vielleicht doch noch genießbar wurden.
Ist was passiert?, fragte sie panisch, während sie auf mich zukam. Alles in Ordnung?
Himmel, Herrgott. Da kam ich mal früher aus der Schule und sie ging gleich von einer Katastrophe aus.
Ich trat ein paar Schritte zurück als ich ihren ängstlichen, aber prüfenden Blick über meinen Körper wandern sah und befürchtete sie würde sich gleich auf mich stürzen und nach blutenden Wunden suchen.
Lehrerkonferenz heute. Nachmittag frei. Weißt du noch?
Hast dus mir denn erzählt?
Ich rieb mir die Nase. Habs vergessen. Aber ich hätte dir Bescheid sagen können wenn ich ein Handy gehabt hätte!
Du kriegst ein Handy, wenn du in der Lage bist, die dafür anfallenden Gebühren zu zahlen, Sarah.
Aber ich bin zu jung um einen so gut bezahlten Job zu finden! Und die paar Kröten Taschengeld helfen da auch nicht weiter!
Alt bekannte Diskussion. Wir beherrschten unseren Text und kamen nie von ihm ab.
Was gibts neues in der Schule? Hast du den Streit mit Franzine klären können? Sie hat nämlich vorhin angerufen und sich nach dir erkundigt.
Das rief ungeahnte Emotionen auf den Plan.
Uhrg! Dieses Miststück! Wenn sie das nächste Mal anrufen sollte sag ihr sie soll sich verpi-
Sarah!
Jaja, meine Güte. Bei Miststück hast du nix gesagt, man wird ja wohl mal seine Grenzen austesten dürfen., murrte ich.
Ihr strafender Blick verhieß nichts Gutes, gleich würde es ein Donnerwetter in ihrem Juristen-Kauderwelsch geben, bei dem ich eh nur Bahnhof verstand und es nachher mit knallenden Türen und einer wütenden Prue enden würde, die wieder zum Kühlschrank lief um auf den Spickern nach Hilfe zu suchen.
Ich spähte über ihre Schulter und fragte der Frieden willen nach dem Essen.
Über ihre Schulter zu schauen war nicht gerade schwer, immerhin war Prue ganze zehn Zentimeter kleiner als ich.
Ehm, ich hab mir gedacht wir könnten heute mal wieder Pfannkuchen mit Schoko-Soße essen., sagte sie scheinbar erleichtert und drehte sich in Richtung Küche.
Das darf nicht wahr sein, Pfannkuchen!, entfuhr es mir sarkastisch aber Gott sei dank sah Prue über meine Bemerkung hinweg oder sie hatte sie nicht gehört.
Ich tippe eher auf die erste Möglichkeit.
Murrend schlich ich hinter ihr in die Küche und stellte mich darauf ein, ein fünftes Mal in dieser Woche mal wieder Pfannkuchen zu essen.


Gegen sieben war ich in meinem Zimmer verschwunden.
Etwas, was ich immer so machte, bevor mich meine Neu-Mutter nach dem Abwasch in ein Frauen-Gespräch hätte verwickeln können.
Jungs? Nägel lackieren? Pyjama-Parties?
Nein, Danke!
Solche Gespräche hatte ich schon bei meiner Mom nicht ausstehen können.
Die nächsten Paar Stunden verbrachte ich dann in meinem Zimmer, angeblich über den Hausaufgaben und meine Tante fragte sich immer warum dies immer laute Musik und anderthalbstündige Telefonate mit meinen Freundinnen erforderte.
Gruppenarbeit eben, was sollte sie dagegen sagen?
Vor Gericht würde ich mit dieser Aussage Recht bekommen, dachte ich grinsend.


Der nächste Morgen verlief normal, dass heißt es gab verbrannte Spiegeleier mit verkohltem Speck.
Wir wohnen im zweiten Stock eines insgesamt vierstöckigen Mehrfamilienhauses.
Und wir haben so ziemlich die schlechteste Position die man sich denken kann erwischt.
Oben eine fünfköpfige Familie und unten ein Gothic-Pärchen das wahrscheinlich taub ist und erst mitbekommt das Musik läuft wenn der Putz von den Wänden fällt.
Was ist eigentlich aus dem Referat geworden, dass du letzten Dienstag halten musstest?, erkundigte sich Prue zwischen einem Bissen Spiegelei und der darauf folgenden Spülung in form von Kaffe.
War ganz gut., sagte ich knapp und widmete mich wieder meinem Müsli, dass ich dem Spiegelei vorgezogen hatte.
Oh, dass ist schön. Deutlich enttäuscht über mein fehlendes Interesse an einer weitern Unterhaltung starrte sie in ihren Kaffe.
Die nächsten paar Minuten war nur das Ticken der Uhr in der Küche zu hören.
Anscheinend wurde es Prue zu unangenehm und sie brach schließlich das Schweigen.
Schätzchen, hast du dir schon überlegt, ob wir nicht doch wieder in euer altes Haus ziehen sollten? Ich meine, es steht immer noch leer und es ist doch alle mal besser dort zu wohnen als hier, in dieser kleinen Wohnung mit solchen Nachbarn.
Nicht schon wieder.
Oh, schau doch mal das kleine Eichhörnchen da, dass ist ja viel zu dick., ich schaute interessiert aus dem Fenster und tat so als würde ich das fette Eichhörnchen beobachten.
Prues genervter Blick, entging mir jedoch nicht.
Sarah, Liebes. Warum weichst du mir immer aus wenn ich über euer altes kleines Häuschen rede?!
Der Weg zur Schule wäre kürzer, du hättest ein größeres Zimmer und du wärst deinen alten Freunden viel näher.
Uii, sie mal! Das dicke Eichhörnchen hat ja noch einen Freund der genauso dick ist!
Warum ich ihr immer auswich?!
Wahrscheinlich weil ich keine Lust auf all die Erinnerungen an Mom habe und auf ihre Lieblings Blumen im Garten, deren Duft mich ständig an sie erinnern würde, dachte ich grimmig.
Vielleicht tat ich nach außen stark und gefasst, aber der Verlust meiner Mutter schmerzte noch sehr, und ich wollte nicht, dass Prue mit bekam wie verletzlich ich war.
Wenn wir wieder in unserem alten Häuschen wohnen würden, würde Tag für Tag meine Maske ein wenig mehr bröckeln.
Mir fiel es vielleicht deshalb leichter mit der Sache umzugehen, weil ich nicht ständig von Sachen, Blumen oder Erinnerungen an meine Mom umgeben wäre.
Und außerdem hatte ich keine Lust, wieder in die Phase zurück zu fallen, in der Prue mich nur mit Samthandschuhen angefasst hatte und mir so ziemlich alles hatte Recht machen wollen.
Vor allem aber wollte ich nicht wieder mit ihr Gespräche über meine Mom führen, weil Prue meinte es würde mir so leichter fallen darüber hinweg zu kommen.
Außerdem tat Prue so, als wüsste sie wie es war in meinem Alter jemanden zu verlieren.
Aber sie hatte früher Mutter und Vater gehabt und war nicht eines Morgens aufgewacht und völlig verlassen gewesen.
Deswegen versuchte ich immer auszuweichen wenn die Rede auf das Haus oder den bald erwünschten Einzug fiel.
Ich wechselte dann immer so schnell das Thema, dass man eine Staubwolke hätte sehen müssen.
Ich wollte mich mit dem Thema einfach nicht auseinander setzten und ich konnte Prue ja auch nicht erzählen warum ich nicht dorthin zurückziehen wollte, ohne sie zu verletzten oder mindestens zu kränken.
Ich wusste ja, dass sie es nur gut meinte, aber sie machte trotzdem alles nur noch schlimmer und komplizierter.
Klar war ich Prue dankbar, sie hatte ja schließlich viel für mich aufgegeben.
Als meine Mutter bei einem Autounfall ums Leben kam und ich plötzlich auf der Straße stand und nichts mehr hatte, war Prue gerade eine aufstrebende Juristin gewesen.
Sie hatte alles gehabt, ein wunderschönes Apartment mitten in Manhattan, ein geregeltes Einkommen und einen heißen Freund.
Als sie dann aber die Nachricht von Moms Tod erreichte, übernahm sie kurzerhand mein Sorgerecht.
Aber da sie keine Ahnung von Kindererziehung hatte und voll für mich da sein wollte, nahm sie sich ein Jahr unbezahlten Urlaub.
Das lies die Kanzlei in der sie gearbeitet hatte wegen zwei Gründen zu, anstatt sie zu entlassen.
Erstens sie wollten nicht ihre beste Anwältin verlieren und zweitens wollten sie keine schlechten Schlagzeilen machen, denn wenn bekannt geworden wäre, dass sie eine liebende Tante, die sich ihrer verwaisten Nichte annahm gefeuert hätten, wäre die Kanzlei geliefert gewesen.
Der unbezahlte Urlaub funktionierte ohne das uns das Geld ausging, weil meine Mutter ein wenig Geld zurück gelegt hatte von dem wir erst einmal, wenn auch sparsam dieses Jahr überstehen konnten.
Jedoch reichte das Geld nicht mehr, um ihr Apartment zu bezahlen und ihren Freund zu halten wohl auch nicht.
Der wollte Karriere als Model machen, und verliebt und blind wie Prue war hatte sie ihm alles finanziert.
Sie war einfach zu gut gläubig. Aber auf eine liebenswerte art und weise.
Trotzdem denke ich manchmal, Prue würde einem jungen auf einem Markt in Tunesien ihre Tasche zum Aufpassen geben, damit sie sie nicht auf den Boden legen musste um mal kurz für kleine Prinzessinnen zu gehen.
Letztendlich hatte sie ihr Apartment verkaufen und sich etwas suchen müssen.
Du fragst dich bestimmt, was mit meinem Vater war.
Ja, genau das Selbe frage ich mich auch manchmal.
Ich hab nämlich keine Ahnung wo er ist, wie er heißt und wie er aussieht.
Meine Mutter hatte mich mit 16 bekommen und war, als ihr damaliger Freund und Vater Wind von der Sache bekommen hatte, sitzen gelassen worden.
Und wenn ich Mom nach meinem Vater gefragt hatte, war sie mir genauso ausgewichen wie ich Prue im Bezug auf den Umzug.
Sie hat zwar nie so plumpe Ausweichmanöver wie ich benutzt und irgendwas von fetten Eichhörnchen erzählt, hatte mir aber immer wieder gesagt, dass sie es mir erzählen würde, wenn die Zeit reif dafür wäre.
Na ja, und mittlerweile weiß ich, das diese Zeit niemals kommen wird.
Denn meine Mutter hatte nie niemandem von ihrem Freund erzählt und weder meine Großeltern noch Prue wussten wer mein Vater war.
Damit hat sie sogar bis zu ihrem Tod dicht gehalten.
Ich vermisse sie sehr, aber wenn ich mal kurz davor bin, depressiv zu werden und mir zu sagen, wie scheiße mein Leben doch ist, denke ich immer an Moms Worte: Kopf hoch, Liebling. Das Leben wird weiter gehen, auch wenn der Schmerz dir jetzt als so groß erscheint. Du bist eine Kämpferin, genauso wie ich. Also kämpfe!
Als ich plötzlich merkte wie mir Tränen in den Augen brannten und Prue mich mit erschrockenem Blick ansah, schluckte ich den Kloß, der sich in meinem Hals scheinbar festgesetzt hatte, herunter und sah in mein Müsli.
Schätzchen, alles in Ordnung? Habe ich irgendetwas Falsches gesagt?
Ja, dachte ich.
Nein. Ist schon gut. Ich hatte nur was im Auge., sagte ich schnell und blinzelte demonstrativ mit meinem rechten Auge.
Was im Auge?!
Ja, na klar! Ne dümmere Ausrede ist mir nicht eingefallen!
Liebes, was ist denn los mit dir?, bohrte Prue weiter und sah mir prüfend ins Gesicht.
Verdammt! Ich konnte nicht lügen.
Okay, ich konnte, aber ich bin hoffnungslos schlecht darin.
Meine lügen waren so durchsichtig, dass mir auch gleich eine lange Nase hätte wachsen können.
Es ist wirklich nichts, Prue. Mach dir keine Gedanken und zieh die Stirn nicht so kraus, das gibt Falten, sagte ich und versuchte ein halbwegs glaubhaftes Lächeln zu Stande zu bringen.
Bevor sie noch weiter forschen konnte, stand ich auf, trug meine noch fast volle Schüssel Müsli zur Spüle, murmelte etwas von zur spät zur Schule kommen und tippelte in den Flur um mir meine Schuhe anzuziehen und schließlich mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren.
Den Bus hatte ich nämlich gerade verpasst, ich sah ihn nur noch um die Ecke biegen.
Als ich mich knapp verabschiedet hatte und die Haustür hinter mir zu fiel, hörte ich gerade noch wie Prue sagte:
Wir reden später weiter.
Ich war mir nicht so sicher ob das ein Versprechen oder eine Drohung sein sollte.


So das wars und und wenn ich irgendwo mal schlechtes Deutsch hab raushängen lassen XD sagt mir bitte Bescheid! Ich hoffe aber mal das da keine allzu blöden Fehler drin sind ^^

DANKE LISA

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2. August 2007 um 19:05

ZU MEINER GESCHICHTE
Ich wollte noch mal schnell Stellungnahme zu meiner geschichte nehmen die ich eben veröffentlicht habe.
Ich habe meine Mama mit 13 verloren und wusste nicht mehr weiter.
Ich habe mich verschlosse, alle die mir helfen wollten abgewiesen und mich in der hintersten Ecke meines Herzens verkrochen.
Ich wusste einfach nicht, wie ich mit dem Schmerz umgehen sollte und habe mich schließlich sogar gerizt.
Jeder der mir helfen wollte, wurde angeschrien.
Doch durch die Tatsache das ich mich von niemandem unterstützen lassen wollte, wurde alles mit der Zeit nur unerträglicher.
Meinen 14 Geburtstag habe ich allein in meinem Zimmer im Haus meiner Oma verbracht, bei der ich seit dem tödlichen Autounfall meiner Mutter lebte.
Meine Oma hatte mich schon oft versucht davon zu überzeugen, dass es besser wäre, wenn ich zu einem Psychater gehen würde.
ein jahr lang hatte ich mich geweigert, niamnden mehr an mich rangelassen und den frust hatte sich tief in mein Herz gefressen.
Als ich am Énde nur noch eine leere Hülle war, zwang meine Oma mich regelrecht zu einem Psychater, der sich auf Fälle wie meinen spezialisiert hatten, zu gehen.
Am Anfang hab ich mich gesträubt, doch aller Wiederstand war zwecklos.
Anfangs habe ich meine Oma dafür gehasst, heute bin ich ihr unendlich dankbar.
Ich hätte alleine nicht mehr lange durchgehalten.
Die Gespräche mit meiner neuen Psychaterin waren erlösend. Sie hat nicht eine reihe von fragen herunter gerattert, nein!
Das Gespräch war von anfang an angenehm und ich habe mich sehr wohl gefühlt.
Das richtige vertrautheits-Gefühl, kam jedoch erst fats wieder ein jahr später.
Mit 15 war ich bereit mich bei ihr fallen zu lassen, ihr mein herz auszuschütten und mit ihr über dinge zu reden, von denen ich immer gedacht habe: das versteht doch eh keiner!
Als ich sie dann einmal gefragt habe, wie ich mit meinem Schmerz umgehen solle, wie ich all das sagen kann was ich fühle ohne jemanden zu verletzten, sagte sie nur: schreiben.
Schreib darüber was du fühlst.
und es hat funktioniert.
erst habe ich sie so verstanden, ich solle in bestimmte foren gehen um mit anderen darüber zu schreiben.
Manchen hilft das auch, aber ich bekam meist nur die selben ratschläge, die mir damals schon nicht geholfen hatten, auch wenn die leute es nur gut gemeint hatten.
Und dann habe ich mit 16 das erste mal mit dem gedanken gespielt eine kleine Geschichte zu schreiben.
erst nur waage vorstellungen
ann immer wieder kleine Geschichten, die nur für mich gedacht waren.
Sie waren wie Briefe die ich mir selbst schrieb, in denen ich ganz offen über das reden konnte was ich fühlte, was mich bewegte.
und vor kurzem bin ich auf die idee gekommen, das solche "briefe" nicht nur mir helfen sollten.
und da bin ich drauf gekommen, dieses "Buch" oder wie immer ihr es nennen wollt zu schreiben.
ich habe lange an dem Text gefeilt, und mir dann gedacht ein geeignetes Forum zu suchen um es stück für stück zu veröffentlichen.
dieses hier schien mir am geeignetsten.
Es hat lange gedauert, dass ich so offen über diese Geschichte erzählen kann ohne dabei einen Heulkrampf zu provozieren.
Und noch heute, fange ich an zu weinen wenn ich darüber rede.
Aber es hat mir geholfen.
all das hat mir geholfen aus meinem loch raus zu kommen, und ich hoffe ich kan euch auch ein wenig helfen.
Alleine schafft ihr das nicht, genausowenig wie wenn ihr alles in euch hienein fresst.
der kummer wird euch früher oder später erledigen.
sucht nach einer möglichkeit diesen frust, diesen kummer, diesen schmerz abzubauen und damit umzugehen.
dann schafft ihr das!

LG LISA

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16. August 2007 um 16:52
In Antwort auf kazumi_12686018

ZU MEINER GESCHICHTE
Ich wollte noch mal schnell Stellungnahme zu meiner geschichte nehmen die ich eben veröffentlicht habe.
Ich habe meine Mama mit 13 verloren und wusste nicht mehr weiter.
Ich habe mich verschlosse, alle die mir helfen wollten abgewiesen und mich in der hintersten Ecke meines Herzens verkrochen.
Ich wusste einfach nicht, wie ich mit dem Schmerz umgehen sollte und habe mich schließlich sogar gerizt.
Jeder der mir helfen wollte, wurde angeschrien.
Doch durch die Tatsache das ich mich von niemandem unterstützen lassen wollte, wurde alles mit der Zeit nur unerträglicher.
Meinen 14 Geburtstag habe ich allein in meinem Zimmer im Haus meiner Oma verbracht, bei der ich seit dem tödlichen Autounfall meiner Mutter lebte.
Meine Oma hatte mich schon oft versucht davon zu überzeugen, dass es besser wäre, wenn ich zu einem Psychater gehen würde.
ein jahr lang hatte ich mich geweigert, niamnden mehr an mich rangelassen und den frust hatte sich tief in mein Herz gefressen.
Als ich am Énde nur noch eine leere Hülle war, zwang meine Oma mich regelrecht zu einem Psychater, der sich auf Fälle wie meinen spezialisiert hatten, zu gehen.
Am Anfang hab ich mich gesträubt, doch aller Wiederstand war zwecklos.
Anfangs habe ich meine Oma dafür gehasst, heute bin ich ihr unendlich dankbar.
Ich hätte alleine nicht mehr lange durchgehalten.
Die Gespräche mit meiner neuen Psychaterin waren erlösend. Sie hat nicht eine reihe von fragen herunter gerattert, nein!
Das Gespräch war von anfang an angenehm und ich habe mich sehr wohl gefühlt.
Das richtige vertrautheits-Gefühl, kam jedoch erst fats wieder ein jahr später.
Mit 15 war ich bereit mich bei ihr fallen zu lassen, ihr mein herz auszuschütten und mit ihr über dinge zu reden, von denen ich immer gedacht habe: das versteht doch eh keiner!
Als ich sie dann einmal gefragt habe, wie ich mit meinem Schmerz umgehen solle, wie ich all das sagen kann was ich fühle ohne jemanden zu verletzten, sagte sie nur: schreiben.
Schreib darüber was du fühlst.
und es hat funktioniert.
erst habe ich sie so verstanden, ich solle in bestimmte foren gehen um mit anderen darüber zu schreiben.
Manchen hilft das auch, aber ich bekam meist nur die selben ratschläge, die mir damals schon nicht geholfen hatten, auch wenn die leute es nur gut gemeint hatten.
Und dann habe ich mit 16 das erste mal mit dem gedanken gespielt eine kleine Geschichte zu schreiben.
erst nur waage vorstellungen
ann immer wieder kleine Geschichten, die nur für mich gedacht waren.
Sie waren wie Briefe die ich mir selbst schrieb, in denen ich ganz offen über das reden konnte was ich fühlte, was mich bewegte.
und vor kurzem bin ich auf die idee gekommen, das solche "briefe" nicht nur mir helfen sollten.
und da bin ich drauf gekommen, dieses "Buch" oder wie immer ihr es nennen wollt zu schreiben.
ich habe lange an dem Text gefeilt, und mir dann gedacht ein geeignetes Forum zu suchen um es stück für stück zu veröffentlichen.
dieses hier schien mir am geeignetsten.
Es hat lange gedauert, dass ich so offen über diese Geschichte erzählen kann ohne dabei einen Heulkrampf zu provozieren.
Und noch heute, fange ich an zu weinen wenn ich darüber rede.
Aber es hat mir geholfen.
all das hat mir geholfen aus meinem loch raus zu kommen, und ich hoffe ich kan euch auch ein wenig helfen.
Alleine schafft ihr das nicht, genausowenig wie wenn ihr alles in euch hienein fresst.
der kummer wird euch früher oder später erledigen.
sucht nach einer möglichkeit diesen frust, diesen kummer, diesen schmerz abzubauen und damit umzugehen.
dann schafft ihr das!

LG LISA

Hallo Lisa,
ich habe deine "Geschichte" und deine Geschichte gelesen. Deine "Geschichte" hat mir gut gefallen, schreib einfach weiter. Deine Lebensgeschichte ist allerdings sehr traurig, aber es ist ganz toll,dass du eine Oma hattest, die trotz des eigenen Schmerzes beharrlich war.
Und dass du nun an deiner Trauer arbeitest mit
Hilfe der Therapeutin, dazu gehört auch viel Mut. Es wird dich stärken für dein Leben und
irgendwann wirst du erkennen, dass durch all die Ereignisse in deinem Leben zu dieser Persönlichkeit gworden bist.
Ich wünsche dir viel Mut und Kraft und Freude beim Schreiben.
Gruß Melike

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