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Ein Tief was ich nicht zu bewältigen weiss........Achtung viel zu lesen

29. Oktober 2008 um 12:21 Letzte Antwort: 31. Oktober 2008 um 11:17


Hallo Liebe Foren Leser/in,

Ich bin 27 Jahre jung und zweifache Mama.Ich habe ein echt bis hier her beschissenes Jahr hinter mir und steck in nem Loch wo ich irgendwie nicht raus komme.

Fang ich mal von vorne an.Anfang diesen Jahres erhielt ich einen ziemlich erschütternden anruf.Bevor mich jemand aus der Familie erreichen konnte rief mich die Kripo an und befragte mich am telefon über den evtl aufenthalsort meines (Ex) Stiefvaters.
Er war seit geraumer zeit von meiner Mutter getrennt lebend aber nach wie vor present für mich und meinen Sohn.Für meinen großen war er wie ein Opa.Ich war ziemlich erschüttert als ich das erfuhr und machte mich natürlich auf die Suche und setzte mich als erstes mit den Eltern meines Stiefvaters in verbindung und der Schwester.Diese konnten mir nur sagen das er mittags aus dem Haus ist und von da an nicht mehr gesehen wurde.
Wir haben in der gesammten zeit als er mit meiner Mutter zusammen war eine menge durch gestanden.Er war trockener alkoholiker und ich habe Ihn damals zur Therapie bewegen können als er schon so weit war halluzinieren.Eine wirklich schwere zeit.Dannach ging es mit meiner Ehe bergab und der Spieß drehte sich um.Nun waren meine Mutter und er für mich da und halfen mir wo es nur ging.Ich habe viel scheisse erlebt mit meinem Ex-Mann.Die beiden fingen mich auf und waren mir eine sehr große stütze in der bis dato schwersten zeit meines Lebens.
Nun jetzt galt er als vermisst und meine grösste sorge war sofort das er vllt wieder rückfällig geworden ist und nun irgendwo steckt und total nebensich steht.Es war ja frühjahr und furchtbar kalt.Die Polizei und Kripo suchten mit allen möglichen mitteln auch mit Hubschrauber und so was.Alle orte die man sich denken kann und in bezug zu seiner Person standen wurden abgesucht ohne erfolg.Dann die nachricht Freitags Abends um 23 Uhr das man Ihn angeblich gefunden hätte Tod.Diese nachricht kam von bekannten die an dem Ort des geschehens zufällig waren.Sofortiger anruf bei der zuständigen Polizei ergab keinerlei auskunft.Auch die Eltern waren noch nicht Informiert also gingen wir davon aus,das dies ein falscher alarm war genau wie die Woche zuvor als man eine Wasserleiche männlich gefunden hatte und eine DNA analyse gemacht wurde.Ich bin dann Samstag morgen ganz normal arbeiten gegangen und war aber recht angespannt.Dann ging um 10 uhr morrgens bei meinem Mann (ich bin mittlerweiole wieder glücklich leiert) der anruf ein das über Nacht eine DNA Analyse gemacht worden sei und es sich um meinen Stiefvater handelt.(der anruf kam von meiner Mutter)
Das schlimmste an der ganzen sache ist das es sich nicht um einen natürlichen Tod durch evtl. erfrierung oder sowas handelt nein er beging Selbstmord.Ein abschiedsbrief wurde gefunden der aber leider nur noch mehr fragen aufwirft als man sich vorstellen kann.Ich begreife es bis jetzt immer noch nicht und weiss auch nicht wirklich wie ich bis jetzt mit dieser Tatsache umgehen soll.
Dann ging es direkt nahtlos weiter indem am Montag wieder dieses verfluchte Telefon schellte.Mein Vater war diesmal am anderen Ende und er erkundigte sich als erstes wie es uns geht (also auch meinem Sohn) und das er es auch alles als sehr shcrecklich empfindet was da passiert ist.Ich merkte aber sofort das das nicht der einzigste Grund war warum mein Vater mich anrief.Ich fragte nach und dann offenbarte mir mein Vater das in den frühen morgen stunden meine Tante verstorben ist.Völlig unerwartet an Krebs den man bei Ihr nicht entdeckt hatte.Meine Tante war auch ein fester bestandteil meines ganzen Lebens da meine Eltern und ich mit meiner Schwester schon immer sehr viel Zeit bei Ihr und Ihrer Familie verbracht haben.
Auch Sie war ein fester fels in der brandung für mich während der ganzen trennungszeit von meinem Ex-Mann.Jetzt hatte ich zwei ganz wichtige menschen in nur 3 tagen verloren.Für mich war es als ob in stunden meine komplette festung zusammen gebrochen ist.Es waren zwei von vier Türmen gestürtzt worden und irreperabel zertrümmert.In der darrauf folgenden woche zu diesem Montag folgten dann zwei Beerdigungen.Ich weine jetzt noch nur wenn ich das schreibe.Es ist einfach so schwer zu verstehen,was da alles passiert ist.
Ich trauerte stark um diese beiden Personen für mich still und heimlich,weil ich musste ja äusserlich für meine Kinder stark sein und da sein.Natürlich bekamen alle mit wie sehr mich das mitnahm,wenn meine Kinder ausser reichweite waren.Es kam dann noch hinzu das meine angehende SchwieMu mir das Leben zusätzlich schwer machte.(ich weiss immer diese Klischees aber so war es nun mal) Es waren dann auch so kommentare dabei wie :"Verliere Du erst mal beide Eltern und dann unterhalten wir uns mal was trauern heisst."Ich glaube Sie hat nicht wirklich begriffen,wie schwer es ist jemanden zu verlieren durch Selbstmord der eigentlich noch da sein könnte.Wie gesagt viele kleinigkeiten und nickeligkeiten kamen hinzu und ich brach dann den Kontakt zu meiner SchwieMu dann ab.Ich hatte viel zu viel mit mir selber zu tun als das ich mich um so lächerlichkeiten wie sie sie mir zu trug drum kümmern wollte und konnte.(Dazu zählten dann so sachen wie das ich sie aus dem laden in dem wir beide arbeiteten graulen wollte,obwohl ich nur da arbeiten konnte wenn sie die kleine nahm)Dies führte natürlich auch zu differenzen mit meinem Mann.Gut diese habe ich dann recht schnell in den griff bekommen weil ich Ihm klar gemacht habe das ich mich nicht jedes mal zurecht stutzen lasse von seiner mutter wenn sie nen pup quer sitzen hat und bei Ihr etwas schief läuft.
Jetzt ist es so das wieder mal an einem Freitag das telefon klingelte und mein Vater anrief.Die nachrichten die er hatte waren auch nicht schön.Meine Stiefmutter hat die Diagnose Bösartiger Gebärmutterkrebs.Ich weiss gar nicht wie ich das beschreiben kann,sofort stiegen in mir Ängste hoch und Sorgen.Der Tag war ja aber noch nicht zu Ende.Mein Mann kam von der Arbeit und war sehr traurig das sah ich Ihm an.Ich fragte was denn los sei und da sagte er mir das seine Mutter IHn auf der Arbeit angerufen hätte und Ihm sagen musste das sein Vater Lymphdrüsenkrebs hat.Ich wusste gar nicht mehr wo mir der Kopf stand und was ich sagen sollte.Mein mann brach in tränen aus und war von Sogren erfüllt das sein Vater nun sterben wird.Nun da beruhigte ich Ihn und sagte das wir erst mal abwarten müssten wie weit der Krebs ist und das es bei Lymphdrüsenkrebs (wie auch bei >Gebärmutterkrebs) sehr gute heilungschancen gibt.Und trotzdem frisst mich alles auf.Meinem mann mach ich Mut und Hoffnung und selber plagen mich auch Ängste.Jetzt sind sowohl stiefmutter meinerseits als auch sein Vater im Krankenhaus für Untersuchungen und OPs etc.Die Angst und erinnerung an das vorrangegangene Jahr,meine Tante ist ja an Krebs diesses Jahr gestorben!Ich mach mir auch große Sorgen um meinen Vater er ist auch nicht mehr ganz so Jung und Ihn hat es schwer getroffen seine Große schwester verloren zu haben.Jetzt hat seine Frau auch Krebs.
Es mag sich doof anhören aber ich weiss nicht wohin mit mir.Ich hab ja auch noch zwei Kinder wo es auch nicht ganz reibungslos abläuft.Der große wird immoment von meinem EX-Mann also folglich seinem Vater nicht mehr regelmässig abgeholt,aus gründen die besonders toll sind.Der Vater meines Sohnes geht lieber am wochenende seinem Hobby nach als seinen Sohn abzuholen und mein Sohn leidet darunter.Und wenn mein Sohn leidet und ich das mit ansehen muss dann leide ich natürlich auch.Viele gespräche und vermittlungsversuche zu seinem Vater bringen doch nichts.Er macht wie er meint.Jetzt habe ich mir von der Jugendberatungstelle Adressen geholt wo ich mit meinem Sohn hingehen kann und wo man Ihm hilft damit umzugehen wie es immoment läuft mit seinem Vater.Wieder eine Aufgabe mehr.Ich ziehe das alles durch und selber bin ich aber ehrlich gesagt ziemlich durch.

Wie bekomme ich wieder Boden unter die Füße?Warum muss immer alles so schief laufen?Vllt kann mir jemand von Euch eine kleine Hilfestellung geben wie ich das alles bewerkstelligen kann.Ich wäre Euch echt Dankbar.

LG Tascha

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31. Oktober 2008 um 11:17

So
hart es klingt, du wirst es schaffen. Du hast bereits soviel in kurzer Zeit ertragen müssen und bist da auch irgendwie durchgekommen. Ich habe meine Mutter vor 4 Jahren verloren (auch an Krebs) und der Verlust dieser einen Bezugsperson hat mich schon schwer mitgenommen. Man hat das Gefühl, man läuft wie ein Automat durch die Gegend und erledigt gerade mal das Notwendigste, weil man sich nicht zu mehr aufraffen kann. Sei froh, das du deine Kinder hast, die dich ablenken und dich ständig daran erinnern, daß es für dich auf jeden Fall einen Grund zum Weiterleben gibt.

Waren beantragst du nicht als Allererste jetzt erstmal eine Mutter-Kind-Kur, um endlich mal zur Ruhe zu kommen und etwas Abstand von allen zu gewinnen? Es hilft weder dir noch deinen Familienmitgliedern, wenn du jetzt zusammenbrichst.

Alles Gute

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