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Ein normales leben....?????

19. August 2005 um 15:14

Weiß garnicht wo ich anfangen soll! vor 5 Jahren habe ich meinen damaligen Freund kennengelernt. Wir waren ein halbes Jahr zusammen als wir erfuhren das er schwer Krank sei. Er war gerade mal 19jahre und er hatte einen Herzfehler. Die Ärzte im Krankenhaus haben ihm zu einem neuen Herz geraten aber er wollte selbst versuchen wieder gesund zu werden. Fast 2 Jahre vergingen mit höhen und tiefen aber sein Herz wurde immer besser und besser. Die Ärzte haben sich sehr gewundert und ihm schon fast Gratuliert weil er es tatsächlich selbst und mit seinem Herz geschafft hat. Dann wollten wir endlich mal wieder in den Urlaub fahren (was wir auch taten). Wir waren 2 Tage dort. Am Sonntag morgen gingen wir baden und in der Stadt spazieren. Nach dem Mittagessen hat er gesagt das er müde sei und sich ein bisschen ausruhen will. Wir gingen also ins hotel und schliefen ein. Ich wachte nach 2Sunden wieder auf..... Er nie wieder.!!!!!!
Ich habe bis heute (3Jahre nach seinem Tod) seinen Tod nicht richtig verkraftet. Bin jetzt wieder in einer neuen Beziehung und eigentlich auch super glücklich mit ihm aber ich denke noch oft an meinen Ex! Ich hab auch seitdem große Verlußt-Angst. Wenn mein Freund mal eine stunde später von der arbeit heim kommt dann bin ich schon fast panisch weil ich angst habe ihm ist etwas passiert. Dann glaube ich auch ständig daran das er mich Betrügt um mich so zu verlassen und mich würde es nicht wundern wenn er mich wegen meiner Angst auch irgendwann verlässst. Er weiß über alles bescheid und wir reden auch über meine Ängste aber er kann sie nicht wirklich nachvollziehen. Meine Angst ihn zu verlieren geht jetzt schon so weit das ich sein Handy kontrolliere. Ich weiß das es falsch ist aber manchmal überkommt mich die Angst und ich muß es einfach tun.
Ich weiß nicht mehr was ich tun soll den ich werde ihn verlieren wenn ich so weiter mache. Soll ich zu nem Psychiater gehen??? Wer kann mir helfen???

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19. August 2005 um 16:31

Geh zum Psychologen!!
Hi Chiara,

Du quaelst Dich total das merkt man- und Du kommst da vermutlich alleine auch nicht so schnell raus. Niemand kann aendern,dass Dein Freund gestorben ist, aber Du solltest anfangen wieder zu leben ohne Aengste.
Am besten ist Du gehst zu einem Neurologen/Psychiater und fragst nach einer Therapie. Der ueberweist Dich dann an einen Psychologen. Die haben das Wissen und die Erfahrung und helfen Dir bei Deinen Aengsten.
Viel Glueck!!
Tine

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20. August 2005 um 20:07
In Antwort auf ssanyu_11985838

Geh zum Psychologen!!
Hi Chiara,

Du quaelst Dich total das merkt man- und Du kommst da vermutlich alleine auch nicht so schnell raus. Niemand kann aendern,dass Dein Freund gestorben ist, aber Du solltest anfangen wieder zu leben ohne Aengste.
Am besten ist Du gehst zu einem Neurologen/Psychiater und fragst nach einer Therapie. Der ueberweist Dich dann an einen Psychologen. Die haben das Wissen und die Erfahrung und helfen Dir bei Deinen Aengsten.
Viel Glueck!!
Tine

Danke!!!
Ich bin total am heulen gerade. Ich hab mir schon gedacht das mir irgend jemand so etwas raten wird, aber ich hatte (schon wieder mal) Angst das es wirklich jemand denkt. Ich möchte meinem Freund nichts davon sagen aber ihn auch nicht belügen. Ich habe angst das er mich für Verrückt hält. Wenn er mich Liebt wird er mir dabei helfen aber vielleicht hat auch er die Kraft dazu nicht.
Auf jeden Fall danke für deine Hilfe!!!!
Chiara

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20. August 2005 um 20:41
In Antwort auf manya_12529205

Danke!!!
Ich bin total am heulen gerade. Ich hab mir schon gedacht das mir irgend jemand so etwas raten wird, aber ich hatte (schon wieder mal) Angst das es wirklich jemand denkt. Ich möchte meinem Freund nichts davon sagen aber ihn auch nicht belügen. Ich habe angst das er mich für Verrückt hält. Wenn er mich Liebt wird er mir dabei helfen aber vielleicht hat auch er die Kraft dazu nicht.
Auf jeden Fall danke für deine Hilfe!!!!
Chiara

Chiara
ich versuche mal die Situation zu analysieren. Vermutlich hast Du unbewusst Schuldgefühle (völlig unberechtigt) die Dein Selbstbewußtsein schwächen. Du fühlst Dich wahrscheinlich nicht wert geliebt zu werden. Vielleicht hat es auch mit Deiner Kindheit zu tun.

Geh auf jedem Fall zu einem Psychologen. Sowas kann doch keiner alleine verarbeiten.

Und merk Dir eins: Er hat das Risiko auf sich genommen. Er hat nicht auf die Ärzte gehört.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft!!!

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20. August 2005 um 20:59
In Antwort auf yusra_12443441

Chiara
ich versuche mal die Situation zu analysieren. Vermutlich hast Du unbewusst Schuldgefühle (völlig unberechtigt) die Dein Selbstbewußtsein schwächen. Du fühlst Dich wahrscheinlich nicht wert geliebt zu werden. Vielleicht hat es auch mit Deiner Kindheit zu tun.

Geh auf jedem Fall zu einem Psychologen. Sowas kann doch keiner alleine verarbeiten.

Und merk Dir eins: Er hat das Risiko auf sich genommen. Er hat nicht auf die Ärzte gehört.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft!!!

Angst vor nem Psychologen
Ich gleube das meine Kindheit ganz normal verlaufen ist....! Ich habe Schuldgefühle weil mir seine Genesung zu langsam vorran ging und ich ihn manchmal zu aktivitäten überredet habe die er nicht machen durfte. Ich war manchmal sehr ungeduldig mit ihm und habe lang gedacht das er deswegen nicht vollständig gesund geworrden ist. Jetzt kann ich es nicht mehr ändern.

Werde wohl doch nen Psychologen aufsuchen!!!
Danke!

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20. August 2005 um 21:28
In Antwort auf manya_12529205

Angst vor nem Psychologen
Ich gleube das meine Kindheit ganz normal verlaufen ist....! Ich habe Schuldgefühle weil mir seine Genesung zu langsam vorran ging und ich ihn manchmal zu aktivitäten überredet habe die er nicht machen durfte. Ich war manchmal sehr ungeduldig mit ihm und habe lang gedacht das er deswegen nicht vollständig gesund geworrden ist. Jetzt kann ich es nicht mehr ändern.

Werde wohl doch nen Psychologen aufsuchen!!!
Danke!

Mach das!
Du musst unbedingt begreifen, dass Dich keine Schuld trifft!

Selbst wenn Du ungeduldig warst, wäre es wahrscheinlich auch sonst irgendwann passiert.

Oder hätte er nur noch im Bett liegen sollen? Das wäre doch auch kein Leben gewesen. Ich bin der Meinung er hätte die Operation machen lassen sollen. Und das war seine Entscheidung!

Alles Liebe!

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22. August 2005 um 7:45
In Antwort auf siena_12069283

Mach das!
Du musst unbedingt begreifen, dass Dich keine Schuld trifft!

Selbst wenn Du ungeduldig warst, wäre es wahrscheinlich auch sonst irgendwann passiert.

Oder hätte er nur noch im Bett liegen sollen? Das wäre doch auch kein Leben gewesen. Ich bin der Meinung er hätte die Operation machen lassen sollen. Und das war seine Entscheidung!

Alles Liebe!

Hab keine Angst..
...vor Psychologen!!Das sind nette Menschen-sonst haetten die doch nicht studiert andern Leuten zu helfen! Ausserdem gehen da auch nicht nur Verrueckte hin- Du wuerdest Dich wundern wer schon alles beim Psychologen war...die bieten Dir nur eine Hilfestellung, ein schoeneres, angstfreies Leben zu fuehren.
Noch ein kleiner Tipp: sei ehrlich zu Deinem Freund.
Viele Gruesse!
Tine

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23. August 2005 um 19:23
In Antwort auf ssanyu_11985838

Hab keine Angst..
...vor Psychologen!!Das sind nette Menschen-sonst haetten die doch nicht studiert andern Leuten zu helfen! Ausserdem gehen da auch nicht nur Verrueckte hin- Du wuerdest Dich wundern wer schon alles beim Psychologen war...die bieten Dir nur eine Hilfestellung, ein schoeneres, angstfreies Leben zu fuehren.
Noch ein kleiner Tipp: sei ehrlich zu Deinem Freund.
Viele Gruesse!
Tine

Hab gestern...
mit meinem Freund darüber geredet. Er kann nicht verstehen das ich schuldgefühle wegen dem Tod von meinem EX habe. Er meint wenn nicht heute dann währe er morgen gestorben. Er weiß auch nicht was er machen soll. Er ist für mich da, findet aber Psychologen an sich doof. Er weiß das ich stark bin und glaubt deshalb das ich keinen Arzt brauche. Ich soll aber zu einem gehen wenn ich glaube das er mir hilft. Meine Ängste werden immer schlimmer.... Ich ertrage es manchmal nicht wenn er alleine irgenwo wegfährt. Ich bekomme Magenschmerzen weil ich denke das ihm was passiert. Manchmal wache ich mitten in der Nacht auf und höre ihm ewig zu wie er atmet. Die Angst das ich auch ihn noch verliere... Sei es durch den Tod... oder wegen einem anderen Mädchen... macht mich verrückt. Diese Angst geht schon so weit das ich sein Handy auf gewisse Mails prüfe. Er hat es rausgekriegt und war natürlich stink-sauer warum ich ihm nicht vertraue. Ich werde zu einem Psychologen gehen um mein leben von der Angst zu befreien und um unsere Beziehung zu retten!
Danke Tine!!!
Hoffe wieder von dir zu "lesen"
Alles liebe
Chiara

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24. August 2005 um 7:51
In Antwort auf manya_12529205

Hab gestern...
mit meinem Freund darüber geredet. Er kann nicht verstehen das ich schuldgefühle wegen dem Tod von meinem EX habe. Er meint wenn nicht heute dann währe er morgen gestorben. Er weiß auch nicht was er machen soll. Er ist für mich da, findet aber Psychologen an sich doof. Er weiß das ich stark bin und glaubt deshalb das ich keinen Arzt brauche. Ich soll aber zu einem gehen wenn ich glaube das er mir hilft. Meine Ängste werden immer schlimmer.... Ich ertrage es manchmal nicht wenn er alleine irgenwo wegfährt. Ich bekomme Magenschmerzen weil ich denke das ihm was passiert. Manchmal wache ich mitten in der Nacht auf und höre ihm ewig zu wie er atmet. Die Angst das ich auch ihn noch verliere... Sei es durch den Tod... oder wegen einem anderen Mädchen... macht mich verrückt. Diese Angst geht schon so weit das ich sein Handy auf gewisse Mails prüfe. Er hat es rausgekriegt und war natürlich stink-sauer warum ich ihm nicht vertraue. Ich werde zu einem Psychologen gehen um mein leben von der Angst zu befreien und um unsere Beziehung zu retten!
Danke Tine!!!
Hoffe wieder von dir zu "lesen"
Alles liebe
Chiara

nix zu danken!!
Weisst Du-ich glaube wenn Du ein paar Sitzungen hinter Dir hast wirst du staerker sein als die meisten Menschen, weil Du Dich aktiv mit dem Thema sterben und loslassen befasst...die meisten Menschen verdraengen das Thema weil es natuerlich unangenehm ist...aber es kommt immer wieder hoch in Form von Aengsten, negativen Gedanken,...wie bei Dir eben. Ich wuensch Dir viel Glueck und erzaehl wenn Du Deine erste Sitzung hinter dir hast!Uebrigens SUPER dass Du es Deinem Freund erzaehlt hast!dass er Psychologen doof findet ist schon ok-er wird sich mit dem Thema noch nicht so befasst haben. Aber trotzdem ist es Dein Leben und Dein Glueck!wuensch Dir alles gute und viiiel Sonne!Tine

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27. August 2005 um 17:22

So, ich hab doch noch geschafft
Hallo liebe Chiara,
ich wollte Dir mal meine Geschichte erzählen.
Anfang 2002 hatte sich die Freundin von meinem Besten Freund getrennt. Sie war für ihn die Liebe seines Lebens, doch sie hatte schon einen anderen. Er war am Boden zerstört und wusste nicht mehr ein noch aus, wir hatten alle versucht ihm zu helfen, aber er wollte unsere Hilfe nicht annehmen. Er fing an Drogen zu nehmen, erst ganz harmlos mit Mariuhana, dann wurde es heftiger. Nach ein paar Wochen stand sie wieder vor seiner Tür und er ließ sie herein ( hörte mit den Drogen auf). Aber es dauerte nicht lange und sie war wieder weg. Dieses Hin und Her hat er nicht verkraftet und begann Heroin zu rauchen, dann zu spritzen. Es war die Hölle für mich ihn so zu sehen, aber ich wusste nicht was ich tun sollte, wie ich ihm helfen konnte. Diese hilflosigkeit dieses Gefühl zu versagen, ich kann Dir das nicht erklären, es war unerträglich für mich. Das ganze zog sich so ein Jahr lang hin und er stürzte immer mehr ab.
Am heiligen Abend bekam ich einen Anruf von seiner Mutter, er hatte sich eine Überdosis Heroin gespritzt. Ich würde ihn niemals wiedersehen. Auf seiner Beerdigung waren all seine Freunde und wir alle hatten den selben Gedanken. Hätten wir ihm doch mehr helfen sollen, hätten wir doch das Ende verhindern können. Ich weiss bis heute nicht ob es so gewesen wäre, er hat seinen Weg selber bestimmt. Aber ich war nur dieses eine mal auf dem Friedhof, weil der Gang dahin so verdammt weh tut. Ich vermisse ihn sehr, aber er lebt in meinem Herzen weiter.
Mikel war grade mal 30 Jahre als er von uns ging. Er hatte alles noch vor sich. Du kannst Dir sicher vorstellen wie mir Weihnachten zumute ist.

LG

Chiara

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31. August 2005 um 14:50
In Antwort auf kamil_12557853

So, ich hab doch noch geschafft
Hallo liebe Chiara,
ich wollte Dir mal meine Geschichte erzählen.
Anfang 2002 hatte sich die Freundin von meinem Besten Freund getrennt. Sie war für ihn die Liebe seines Lebens, doch sie hatte schon einen anderen. Er war am Boden zerstört und wusste nicht mehr ein noch aus, wir hatten alle versucht ihm zu helfen, aber er wollte unsere Hilfe nicht annehmen. Er fing an Drogen zu nehmen, erst ganz harmlos mit Mariuhana, dann wurde es heftiger. Nach ein paar Wochen stand sie wieder vor seiner Tür und er ließ sie herein ( hörte mit den Drogen auf). Aber es dauerte nicht lange und sie war wieder weg. Dieses Hin und Her hat er nicht verkraftet und begann Heroin zu rauchen, dann zu spritzen. Es war die Hölle für mich ihn so zu sehen, aber ich wusste nicht was ich tun sollte, wie ich ihm helfen konnte. Diese hilflosigkeit dieses Gefühl zu versagen, ich kann Dir das nicht erklären, es war unerträglich für mich. Das ganze zog sich so ein Jahr lang hin und er stürzte immer mehr ab.
Am heiligen Abend bekam ich einen Anruf von seiner Mutter, er hatte sich eine Überdosis Heroin gespritzt. Ich würde ihn niemals wiedersehen. Auf seiner Beerdigung waren all seine Freunde und wir alle hatten den selben Gedanken. Hätten wir ihm doch mehr helfen sollen, hätten wir doch das Ende verhindern können. Ich weiss bis heute nicht ob es so gewesen wäre, er hat seinen Weg selber bestimmt. Aber ich war nur dieses eine mal auf dem Friedhof, weil der Gang dahin so verdammt weh tut. Ich vermisse ihn sehr, aber er lebt in meinem Herzen weiter.
Mikel war grade mal 30 Jahre als er von uns ging. Er hatte alles noch vor sich. Du kannst Dir sicher vorstellen wie mir Weihnachten zumute ist.

LG

Chiara

Heul...
Hallo Chiara.

mußte gerade wie ein kleines mädchen heulen!
Es tut mir leid was passiert ist... ich weiß wie es ist wenn man hilflos daneben steht und nichts machen kann weil man uns nicht lässt. Ich will nicht behaupten "Ich weiß wie du dich fühlst" weil jeder Mensch mit so einem Verlust anders umgeht. Aber ich kann mit dir Mitfühlen.
Ich kann mitlerweile an sein Grab gehen weil ich einiges mit Ihm zu "besprechen" hatte. Hört sich blöd an, ich weiß, aber mir tut es mitlerweile gut Ihm am Grab zu besuchen und mit ihm zu reden. Ich habe ihm damals erzählt das ich mich neu verliebt habe und ob er mir deshalb böse sei. Mancheiner findet das vielleicht bescheuert aber das ist mir egal. mir tut es gut und vielleicht solltest du es doch auch mal versuchen!!!
Ich glaube nicht das Du/Ihr das ende verhindern hätten können denn ich denke das wenn man so weit im Drogen-sumpf drin steckt nicht ohne profesionelle Hilfe wieder raus kommt. Und jemand in Mikel`s position will sich doch vielleicht sogar garnicht helfen lassen weil ihm die Drogen in dem Moment ja gut tun. Sag mir bitte wenn ich mich irre oder etwas falsch verstanden habe aber ich denke es währe auf jeden fall so gekommen...

Ich drück dich und denk an dich!
Chiara

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1. September 2005 um 10:55
In Antwort auf manya_12529205

Heul...
Hallo Chiara.

mußte gerade wie ein kleines mädchen heulen!
Es tut mir leid was passiert ist... ich weiß wie es ist wenn man hilflos daneben steht und nichts machen kann weil man uns nicht lässt. Ich will nicht behaupten "Ich weiß wie du dich fühlst" weil jeder Mensch mit so einem Verlust anders umgeht. Aber ich kann mit dir Mitfühlen.
Ich kann mitlerweile an sein Grab gehen weil ich einiges mit Ihm zu "besprechen" hatte. Hört sich blöd an, ich weiß, aber mir tut es mitlerweile gut Ihm am Grab zu besuchen und mit ihm zu reden. Ich habe ihm damals erzählt das ich mich neu verliebt habe und ob er mir deshalb böse sei. Mancheiner findet das vielleicht bescheuert aber das ist mir egal. mir tut es gut und vielleicht solltest du es doch auch mal versuchen!!!
Ich glaube nicht das Du/Ihr das ende verhindern hätten können denn ich denke das wenn man so weit im Drogen-sumpf drin steckt nicht ohne profesionelle Hilfe wieder raus kommt. Und jemand in Mikel`s position will sich doch vielleicht sogar garnicht helfen lassen weil ihm die Drogen in dem Moment ja gut tun. Sag mir bitte wenn ich mich irre oder etwas falsch verstanden habe aber ich denke es währe auf jeden fall so gekommen...

Ich drück dich und denk an dich!
Chiara

Hallo liebes
ich danke Dir für die lieben Worte. Sie tun mir sehr gut.
Ich glaube das er sich niemals hätte helfen lassen, weil er sich so vor der Auseinandersetzung drücken konnte. Er konnte nicht damit abschließen und wollte es vielleicht auch gar nicht.
Ich habe versucht mal mit ihm zu reden, so wie Du es tust, an seinem Grab. Es geht einfach nicht, aber manchmal führe ich Zuhause Selbstgespräche, dann erzähl ich ihm immer alles. Dann bin ich immer ganz froh wenn mich niemand dabei beobachtet, die würden mich doch alle für meschugge erklären. Ich habe aus seinem Tod sehr viel lernen können, wie schnell doch alles vorbei sein kann. Mir wurde klar das ich bewusster Leben sollte und es auch in vollen zügen genießen muss. Wer weiss wann es vorbei ist.
Trotzdem sind manche Gedanken wie extreme Rückschläge, ich kann mich dann auch nicht mehr fangen. Im Moment verliere ich auch wieder liebe Menschen, die mir sooo viel bedeuten. Mein Vater liegt im sterben und ich dreh hier bald durch, meine Launen sind nicht mehr zu ertragen. Durch diese Laune habe ich jetzt einen Menschen verloren der mir sehr am herzen liegt, ich habe ihn so extrem mies behandelt, dass er jetzt nix mehr von mir wissen möchte.

Ich bin am Boden zerstört, denn alle Menschen die ich liebe verlassen mich auf einen Schlag. Aber wie sagt man so schön, man muss nach jedem Fall wieder aufstehen können.

ich wünsche Dir alles nur erdenklich Gute, du hast bestimmt einen wunderbaren Partner der Dir zur Seite steht.Alles was im Leben passiert hat einen tieferen Sinn, es sollte so sein, aber ich suche vergebens danach.
Viel Glüch und fühl Dich auch ganz doll grdrückt.

Chiara

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1. September 2005 um 11:34
In Antwort auf manya_12529205

Hab gestern...
mit meinem Freund darüber geredet. Er kann nicht verstehen das ich schuldgefühle wegen dem Tod von meinem EX habe. Er meint wenn nicht heute dann währe er morgen gestorben. Er weiß auch nicht was er machen soll. Er ist für mich da, findet aber Psychologen an sich doof. Er weiß das ich stark bin und glaubt deshalb das ich keinen Arzt brauche. Ich soll aber zu einem gehen wenn ich glaube das er mir hilft. Meine Ängste werden immer schlimmer.... Ich ertrage es manchmal nicht wenn er alleine irgenwo wegfährt. Ich bekomme Magenschmerzen weil ich denke das ihm was passiert. Manchmal wache ich mitten in der Nacht auf und höre ihm ewig zu wie er atmet. Die Angst das ich auch ihn noch verliere... Sei es durch den Tod... oder wegen einem anderen Mädchen... macht mich verrückt. Diese Angst geht schon so weit das ich sein Handy auf gewisse Mails prüfe. Er hat es rausgekriegt und war natürlich stink-sauer warum ich ihm nicht vertraue. Ich werde zu einem Psychologen gehen um mein leben von der Angst zu befreien und um unsere Beziehung zu retten!
Danke Tine!!!
Hoffe wieder von dir zu "lesen"
Alles liebe
Chiara

Ich weiß wie schlimm es
ist, liebe Chiara, wenn man einen lieben Menschen verliert.
Ich kenne aus eigener Erfahrung die Ängste und die Zweifel, wie man sein eigenes Leben wieder in den Griff bekommt. Auch ich habe vor nicht all zu langer Zeit schlimme Verluste erlitten (siehe Forum) und ich hatte lange Zeit danach immer wieder Angst alleine zu sein. Ich hatte und habe auch heute noch oft das Gefühl keinen Elan zu haben. Ich verfalle oft in eine Art Ohnmachtszustand. Auch bei mir spielt die Angst meinen Freund zu verlieren oder dass ihm was passiert eine ganz große Rolle.
Ich möchte Dir sagen, dass ich es wirklich gut finde, wenn Du einen Psychologen aufsuchst. Auch ich gehe seit einem halben Jahr dort hin. Natürlich stellt sich die Erfolge nicht gleich ein, aber alles braucht nun mal seine Zeit. Aber eines möchte ich Dir sagen, vielleicht hilft es Dir für die Entscheidungsfindung, man wird durch die Therapie zum Nachdenken angeregt, man wird irgendwie auf sich selbst aufmerksam. Ich kann inzwischen wieder besser mit anderen Menschen umgehen. Meine Ängste sind nicht mehr so groß. Obwohl es natürlich immer wieder Höhen und Tiefen gibt. Auch mein Freund ist von der Therapeutin nicht so begeistert, aber er merkt, dass es mir etwas besser geht. Sehr wichtig ist auch, dass man mit einem Menschen, der die Dinge objektiv betrachtet, darüber redet. Zweifel, die man hat, können analysiert werden. Auch Schuldgefühle, die sich unweigerlich einstellen, obwohl sie meistens unbegründet sind, werden zumindest gelindert. Sie sind natürlich da, aber man muss sich der Tatsache, wie es zu dem "Ende" kam stellen und versuchen, damit umzugehen. Es fällt schwer, ich weiß, aber es wird mit der Zeit leichter. Du trägst diese Gefühle nun schon einige Jahre mit Dir herum, ich hoffe, dass Dir meine Zeilen helfen.
Ich denke an Dich und drücke Dich, weil ich weiß, wie man so etwas in schweren Zeiten braucht.

Liebe Grüße von Sonnenschein

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