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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Ein mächtiges Problem

Letzte Nachricht: 6. November 2010 um 16:23
A
an0N_1267962299z
02.06.10 um 16:08

Ich hab ein Problem über das ich einfach mit niemanden reden kann und fürchte mich wirklich vor der Zukunft!

Volgendes seit ich arbeite und das schon seit meinem 15 Lebensjahr, hatte ich immer Jobs bei denen ich stark gefordert wurde und einiges von mit abverlangt wurde, aber ich habs immer geschafft, man war immer zufrieden mit mir.

Jetzt bin ich 23 bin mittlerweile bei meinem dritten Arbeitgeber, seit 1,5 Jahren habe ich diese Stelle, es ist ein öffentliches Amt. Auf diesem amt arbeiten nur ich und mein vorgesetzter, dieser vorgesetzte hat ungefähr zur selben Zeit angefangen wie ich und ist absoluter Quereinsteiger, also auch für ihn war es eine komplette neue Aufgabe, dazu kommt, das er nur Teilzeit angestellt ist und gleichzeitg noch eine ander Arbeit ausführt und somit nicht viel im BÜro ist. Dadurch das meine Vorgängerin sehr knapp gekündigt hat, konnte sie mich nur eine Woche einlernen, was für dieses Aufgabengebiet aber viel zu wenig ist!
Es war und ist wirklich sehr hart in dem Beruf zu bestehen, wenn ich Hilfe brauche muss ich mich an Exarbeiter wenden oder sonstige Hilfe suchen, die ich meistens in anderen öffentlichen Ämtern finde, man kann sich aber vorstellen das es nicht immer einfach ist, den diese Leute haben auch eine vollzeit Stelle und sind für meine Anliegen nicht immer sehr empfänglich verständlicher weise.
Außerdem kommen immer wieder Sachen auf den Tisch, die ich einfach nicht wusste, das sie gemacht werden müssen, weil ich wie gesagt, sehr frich angefangen habe und das Aufgabengebiet ist wirklich sehr vielfältig

Seit ich diese Arbeitsstelle habe hatte ich 5 Urlaubstage, da jeden Tag Parteienverkehr ist, habe ich auch kaum eine Chance überhaupt frei zu nehmen, aber ich bin das eh schon gewohnt, den auch bei meinen vorherigen Stellen war es nicht anders, dadurch das ich immer ein schüchterner gutmütiger Mensch war und bin, habe ich auf Grund der Arbeit meine Freitzeit sehr vernachlässigt, ich war immer sehr zielstrebig und wollte unbedingt etwas in meinem Leben erreichen.

Derzeit habe ich 5 Wochen Urlaubs und Überstunden die ich verbrauchen sollte, aber keine Möglichkeit habe.

Was jetzt seit einem Jahr passiert ist, ist das ich selbst in meiner spärlichen Freizeit nicht mehr abschalten kann, ich zittere ständig, bin mit den nerven am Ende und mache nur noch Fehler! Wirklich ich verbocke ein Ding nach dem anderen und schiebe Sachen immer wieder hinaus, natürlich produziert das Stress, vor dem ich jeden Tag Angst habe wenn ich ins BÜro gehe.

Jetzt habe ich gekündigt, aber man ist bereits nicht mehr gerade sehr gut auf mich zu sprechen, das Probelm bei so einem öffentlichen Amt, ist halt auch, das sämtliche Fehler, sämtliche Leute mitkriegen und natürlich nicht direkt zu mir sagen, das alles schlecht ist sondern hinter meinem Rücken geredet wird muss noch dazu sagen, dass nicht alles auf meinem Mist gewachsen ist, einige sagen entstanden auch durch meinen Vorgesetzten, aber die erste Anlaufstelle bin nunmal ich.

Dieses öffentliche Amt ist noch dazu in einem kleinen Dorf, hier kennt jeder jeden, auch mich kennen sie mittlerweile und alle wissen wer meine Eltern und Verwandten sind, sämtliche meiner Verwandten sind selbstständig, ich hab jetzt wirklich sehr Angst, das ein sehr schlechts Bild von mir transportiert wird und schlussendlich auhc meine Eltern alles zu spüren bekommen.

Außerdem habe ich sämtliche Ziele in meinem Leben verloren, am liebsten wüde ich mich irgendwo vergraben und wieder auftauchen wenn alles erledigt ist, was aber nun mal leider nicht möglich ist.

Ich habe Angst vor der Zukunft, angst richtig Probleme zu bekommen und trozdem kann ich mich einfach nicht überwinden endtlich zu versuchen alles in den Griff zu bekommen.

Ich weiß wahrscheinlich kann mir nicht wirklich jemand einen Tipp geben, aber ich bin schon froh wenn ihr eure Meinung dazu sagt und ich es mir ein wenig von der Seele schreiben konnte.

Danke fürs durchlesen, falls es überhaupt jemand bis hier her geschafft hat

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H
holly_12368797
03.06.10 um 5:38

Für Deinen Zustand gibt es einen Begriff ...
... denn alles klingt danach, daß Du ausgebrannt bist oder kurz davorstehst. Vorher warst Du nur komplett urlaubsreif, es ist sehr schade, daß Du nur durch Kündigung die Notbremse ziehen konntest. Hat Dich denn keiner gewarnt, was mit Dir passieren wird, wenn Du ZUVIEL tust?
Ich glaube nicht, daß Ängste in Deinem jetzigen Zustand helfen werden, sondern für Dich alles nur noch verschlimmern. Deine Verwandten sind selbständige Leute, die können sich schon wehren. Kümmer Du Dich lieber um Dich selbst, damit Du zu einem späteren Zeitpunkt wieder arbeiten kannst! Tu Dir was Gutes, verreise ein bißchen, hole nach, wovon Dich diese superanstrengende Arbeit abgehalten hat.
Ich muß ja sagen: Hut ab vor Deiner Leistungsfähigkeit und Deinem Durchhaltevermögen. Das ist so enorm, daß Du schon in Deinen jungen Jahren Deine Grenzen kennengelernt hast. Vielleicht solltest Du in Betracht ziehen, sie zu akzeptieren, um nicht ernsthaft krank zu werden. Das müssen wir alle ...
Alles Gute für Dich, und vor allem: gute Besserung!

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R
resi_12753627
03.06.10 um 22:16

Eine neue Chance, gott sei Dank!
Liebe leura2,

du bist total fertig, ausgepowert, leer und durcheinander. Kein normaler Mensch mit einer normalen Einstellung zur Arbeit würde so schreiben, sich so beschäftigen und auch noch Gedanken machen über Eltern und Bekannte, was die vielleicht
zu deiner Kündigung sagen könnten !! Überleg dochmal, um wesen Leben es hier geht! Mein Tipp:
Geh zum Arzt und schildere deine Situation, geh mit der Krankschreibung auf jeden Fall zum Arbeitsamt und lege Sie deinem Arbeitslosengeldantrag bei und beschreibe deine Sachlage. Beantrage eine Kur für dich. Dir muss geholfen werden, finde Ruhe, neue Wege.Schöpfe Kraft. Entdecke das Schöne am Leben. Eine Arbeit findet man immer wieder wenn man will, mach einen bruch mit deinem bisherigen leben, finde dich neu,.lg

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A
an0N_1267962299z
05.06.10 um 21:47


Danke für euere Antworten und das ihr euch die Zeit genommen habt, euch den wirklich langen Text durch zu lesen.

Das Problem ist, das ich trotz der kündigung eine 2 Monatige Kündigungsfrist habe, das hei0t ich werde am Montag wieder ins Büro fahren und wenn ich nur daran denke zieht es mir schon den Magen zusammen.

Ich weiß nicht wie das alles gekommen ist, ich erkenne mich selbst nicht wieder und das schlimmste ist, ich hab mir alles selbst verbaut.
Mittlerweile ist es soweit das ich mich zurück ziehe, mit meinen freunden und eltern aber über diese Sache absolut nicht spreche, niemand weiß so richtig wie schlecht es mir geht, sie merken wohl das mich etwas bedrückt aber wie es wirklich in mir aussieht weiß keiner, den ich schäme mich wirklich dafür das ich so versagt habe!

Selbst Probleme von meinen Freunden kann ich nicht mehr hören, wenn mir jemand sein leid klagen will, höre ich nur halb herzig zu, geb nur lieblose tipps und kümmere mich nicht weiter darum.

Wahrscheinlich sollte ich wirklich zu einem Artzt gehen, aber ich kann doch nicht zu meinem normalen Hausarzt gehen, ich weiß nicht irgendwie schäme ich mich einfach so etwas zu erzählen, darum kann ich das auch nur anonym hier machen.

Danke nochmal für alles.

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A
an0N_1267962299z
06.11.10 um 16:23


Hallo zusammen,

ein paar Monate ist es her das ich diesen Beitrag geschrieben habe.

Euere Antworten haben mir wirklich sehr geholfen, ich hab meinen Eltern gestanden was los ist und ich gleichen Moment bin ich auch zusammen gebrochen und es ging nichts mehr, ich wurde zum Arzt gebracht der mir sofort beruhigungs Tabletten verabreicht hat und ich wurde an einen Therapheuten überwiesen.

Ich ging nicht mehr ins Büro, wurde für 3,5 Monate krank geschrieben und befinde mich seit dieser Zeit in Theraphie.

Es ist und war ein hartes Stück arbeit, mein Leben hat sich um 180 geändert, ich versuche alles lockerer zu sehen und habe angefangen zu studieren, was ich eigentlich immer schon machen wollte.

Mit diesem Beitrag will ich eigentlich nur sagen, dass es nicht immer das beste ist, ein Problem selbst lösen zu wollen, oder zu denken man darf nicht aufgeben und muss weiter kämpfen, manchmal gibt es im Leben Situationen die verlangen aufzugeben und einen Neuanfang zu starten, für mich war das ein harter aber der Beste Weg.

Die Befürchtung in meinem ersten Beitrag, über das gerede der Mitmenschen/Nachbarn und so weiter, war berechtig, die Schublade in die ich gesteckt wurde, hat den wohlklingenden Namen "Nervenkrank" aber was solls ich lerne gerade damit umzugehen und sowas kann auch befreiend sein.


Ich wünsche allen denen es ähnlich geht viel glück, lasst euch nicht unterkriegen und es stimmt es gibt wirklich immer einen Weg auch wenn man absolut nicht mehr daran glaubt.

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