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Ein Leben lang gemobbt. Ich möchte raus aus der Opferrolle.

11. August 2016 um 22:50 Letzte Antwort: 18. August 2016 um 8:08

Hallo liebe Foren Mitglieder,
Ich hoffe es geht euch allen gut. Mir geht es grade nicht so gut. Wie ihr dem Titel entnehmen könnt möchte ich raus aus der Opferrolle. Ich bin schon erwachsen (27 Jahre alt) und lebe schon lange nicht mehr in Deutschland. Ich bin ausgewandert. Trotzdem kann ich die Vergangenheit nicht vergessen. Ich bin in einem kleinen Dorf aufgewachsen in dem ich bis ich ausgewandert auch noch gewohnt habe. Und da fängt das Drama auch schon an. Als Kind einer Alleinerziehenden hat man sowieso schon immer auf uns herabgeblickt und als ich zur Grundschule ging fing das Mobbing an und hat sich durch mein ganzes Leben gezogen. Ich wurde auf der Realschule später dann auch gemobbt und das auch von den Lehrern. Ohne Abschluss und mit vielen Fehltagen bin ich dann von der Schule gegangen. Auf dem zweiten Bildungsweg habe ich bis zum Abi alle Abschlüsse dann nachgeholt. Und danach in meiner Ausbildungszeit wurde ich schon wieder gemobbt. Ich habe Gott sei Dank immer 2-3 Freunde gehabt die mich in den schweren Zeiten unterstützt haben und sich selbst nicht erklären können warum ich immer wieder zum Opfer werde. Ich passe eigentlich garnicht in diese typische Mobbingopferrolle hinein. Man sagt mir immer dass ich sehr hübsch und sympathisch sei und auch eine tolle Figur habe. Jetzt könnte man ja meinen es sei nur der Neid was ich aber nicht glaube. Neben dem Mobbing sind mir noch mehr schlechte Dinge im Leben passiert. Hier die Kurzfassung: Missbrauch, Schulden, Magersucht, kaputte Familie.
Eigentlich liegt das alles lange hinter mir. Ich bin ausgewandert, studiere jetzt und bin sogar verheiratet doch in meinem alten Dorf geht es wieder los. Jetzt als die Mobber mitbekommen haben dass ich doch etwas in meinem Leben erreicht habe versuchen sie mit Gerüchten mein Leben weiter zu zerstören. Sie erzählen dass ich mich prostituieren würde und Drogen nehmen würd. Und manche behaupten sogar mit mir im Bett gewesen zu sein obwohl ich die garnicht kenne. Ich habe mir selbst in der Richtung nichts vorzuwerfen. Ich kann an einer Hand meine Beziehungen abzählen. Für den einen vielleicht zuviel für den anderen wenig. Für mich und mein alter ganz normal. Es wird auch rumerzählt dass ich ja eigentlich dumm sei und mich bestimmt ins Studium gekauft hätte. Ich halte das langsam nicht mehr aus. Warum bin ich immer wieder Opfer von diesen Attacken? Ich möchte gerne aus der Opferrolle ausbrechen aber wie? Ich hoffe ihr könnt mir helfen. Liebe Grüße an euch alle <3

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12. August 2016 um 0:21

Liebe Blumenkindsonnenschein
Erst einmal herzlichen glückwunsch zu deiner Ehe aber das wort sogar darfst du getrost in dem zusammenhang vergessen Das war es eigentlich schon so ziemlich lass dich durch diese Leute nicht Bedrängen du bist verheiratet schöpfe Kraft aus deiner Familie Und ich wünsche dir für dein weiteres Leben und studium alles gute und viel erfolg. Lass deine Vergangenheit rhuig hinter dir dein neues Leben hat begonnen.
LG

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13. August 2016 um 10:05

Raus aus deiner Rolle...
Hallo liebe Fragestellerin,

du hast da eine "beeindruckende" Sammlung an Problemen.
So viele schwerwiegende Probleme wie du hast/hattest muss man erstmal überwinden.
Ich weiß nicht wie es in dir aussieht. Aber wenn ich tippen sollte, dann würde ich sagen du solltest dir dringend professionelle Hilfe suchen.
Auch wenn du jetzt ein "neues" Leben hast, ist das "alte" nicht weg!
Und wahrscheinlich bist du eine Meisterin im Verdrängen geworden.
Daran musst du arbeiten. Gehe zu einem Psychologen/in oder was ich dir sehr empfehlen kann, zu einem Hypnosetherapeuten/in.

Nun noch etwas zu deiner Opferrolle, die du gern los werden möchtest.
Hierbei kann dir niemand helfen!
Aber du kannst es hinbekommen.
Denk einmal daran was DU in deinem Leben alles geschafft hast, denke ganz intensiv daran welche Probleme du gelöst und überstanden hast und denke auch daran was DIR im Leben wichtig ist.
Denke einmal an die Menschen die dir wirklich wichtig im Leben sind.
Und dann denke daran welche Menschen es NICHT sind.
Wenn du das alles schon mal weißt, dann hast du den größten Schritt gemacht.
Als nächstes entscheidest du dich dazu, dass du KEIN OPFER bist!
Du bist eine starke Frau! Dieses andere Wort nimm gar nicht mehr in den Mund wenn es um dich geht!
Triff ganz bewusst diese Entscheidung.
Und danach sagst du dir immer wieder, das es EGAL ist was Menschen von dir sagen, wenn sie dir nichts bedeuten. Schau dir das Leben dieser Menschen genau an: Sind sie besser als du? Sind sie in irgendeiner Form etwas außergewöhnliches? Oder sind sie gar Gedanken leser oder besitzen sie andere übernatürliche Fähigkeiten ?
Wenn nicht, dann weißt du doch alles was du wissen musst! Du hebst diese Menschen auf ein Podest und dadurch erlaubst du es ihnen über dir zu stehen!
Was sie in der Realität aber nicht tun.
Und selbst wenn sie über dir stehen sollten, dann würden sie nicht so herablassend sein, weil sie es nicht nötig hätten!

Ich hoffe du kannst etwas damit anfangen und machst das in nächster Zeit mal hin und wieder.
Würde mich freuen.
Liebe Grüße; )

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17. August 2016 um 20:28

Das kannst du nicht
einmal opfer immer opfer, menschen die ihr lebenlang gemobt geärgert oder geschlagen wurden wird es für immer verfolgen.

Es hat einfach irgendwas magisches, man merkt einfach das die person potential dazu hat ein opfer zu sein

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17. August 2016 um 22:15

Du scheinst ja drauf anzuspri
Das wären Menschen, mit denen ich gar nicht mehr im Kontakt stünde, also hätte ich auch keine Informationen, was die reden oder denken. Ich würde auch auch einen Teufel tun, und von meinem Leben berichten.

Wie kommst du darauf, dass so geredet wird? und woher wissen die von deinem jetzigen Leben?
Wenn jemand angeln geht, überlegt er sich vorher, welchen Köder er auswirft. Denn wenn der Köder dem Fisch nicht schmeckt, beißt er nicht an. Solche Anschuldigungen und gerüchte könnten mich nicht wirklich ärgern. Wenn ich davon erführe, würde es mich amüsieren.

Ich kann immer schlecht verstehen, warum es manchen Leuten so wichtig ist, was so geredet wird. Ich denke mal, dass man aus der Opferrolle erst dann raus kommt, wenn man sich selbst nicht als Opfer fühlt oder sieht.

Warum kümmert Dich das alles, wenn du nun nicht mal mehr im selben Land lebst.

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18. August 2016 um 0:49

Liebe(s) Blumenkind!
Ich habe mir Deinen "Brief" gerade ausgedruckt. Ich brauche ihn für meine Unterlagen. Kurze Erklärung: Manchmal kommen mich Leute besuchen und fragen mich, was sie tun sollen, sie werden gemobbt. Deshalb. Bitte sei nicht böse, ja?

Okay: W A S ? Du bist noch hübsch und hast eine gute Figur?Mir wird schon wieder ganz heiß! Oder liegt`s am Heizlüfter ...?

Du sagtest bzw. schreibst doch, dass Du ausgewandert bist. Wie viele Kilometer bist Du jetzt von Deinem Dorf entfernt? Woher weißt Du das, dass die im Dorf noch IMMER über Dich reden? Für mich sind das Ungereimtheiten, die irgendwie nicht zusammenpassen. Antwort erbeten.


LG.,

lib

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18. August 2016 um 8:08

Das "typische Mobbing-Opfer" hat meiner Meinung (!) nach...
nichts damit zu tun, wie man aussieht - sondern damit wie angreifbar man ist und wie man reagiert.

Menschen, die übergewichtig sind, haben oft wenig Selbstbewusstsein und schämen sich dafür - DAS macht sie zu einem Mobbing-Opfer in Spe, nicht das Übergewicht. Weil sie damit wahnsinnig verletzlich sind, sich das zu Herzen nehmen usw. - Jemanden, der da die Augenbrauen hochzieht und "ja, Du mich auch mal" antwortet, kann man schwer mobben, oder?

Wenn Du aus der Rolle raus möchtest, dann hör auf, dem so eine Bedeutung beizumessen.
Du weisst, was Du erreicht hast. Du hast ein gutes Leben, eine gute Ausbildung, bist verheiratet, Du wohnst noch nicht mal mehr dort. Was kümmert es Dich, ob Herr x und Frau z das anerkennen? Was die darüber denken, sollte für Dich in etwa die Bedeutung haben, wie der berühmte Sacke Reis der in China umfällt. Na und, dann glauben sie eben, dass Du Dich ins Studium gekauft hast. Wen interessiert's? Was macht das für Dich rein faktisch, nicht emotional für einen Unterschied?

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