Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Ein Brief an meinen Vater..

19. Juli 2005 um 10:40 Letzte Antwort: 21. Juli 2005 um 9:51

Vater,

als ich fünf Jahre alt war, hast Du mich und meinen Bruder mitgenommen zu Deiner neuen Frau. Wir hatten keine Wahl. Hast Du es wirklich nicht gesehen, was dort mit mir passiert ist? Hast Du nie gesehen, wie sehr mich deine neue Frau gehasst hat? Hast Du nie gesehen, wie oft sie mich geschlagen hat? Nein, Vater nicht mit der Hand. Mit einer, sowie sie es nannte "Klopp-Peitsche". Hast Du nie die Striemen auf meinem Rücken, auf meiner Brust und auf meinen Bauch gesehen, die die sieben Lederriemen auf meiner Haut hinterlassen haben? Nein, die Striemen auf meinem Herzen und auf meiner Seele konntest Du nicht sehen! Aber die offensichtlichen Narben...warum nur hast Du nie hingeschaut?

Warum hast Du mir nie geglaubt als ich zaghaft versucht habe, Dir davon zu erzählen. Meine Phantasie würde mit mir durchgehen. Schlecht machen wolle ich Deine Frau. Das waren Deine Worte. Warum nur hast Du mir nicht geglaubt?

Als ich neun Jahre alt wurde hat sie mir zugeschischt "Du Schlampe, Du willst doch nur deinen Vater verführen, du kleine ... ! Vater ich wusste nicht mal was das ist, bitte, bitte glaube mir!
Und wenn ich lachte sagte sie zu mir "Hör auf zu Lachen, oder ich schlage Dir Dein Lachen aus der Fresse, Du siehst auf wie Deine Alte"! Aber Vater, ich hatte doch nur diese eine Lachen. Also hörte ich damit auf. Hast Du Dich nie gefragt, warum ich mein Lachen verloren habe?

Wenn Du nachts arbeiten musstest, lag ich ich in meinem Bett verkrampft und steif. Weil ich wusste wenn sie wieder getrunken hat, wird sie in mein Zimmer kommen und mich schlagen, mir die Haare ausreißen und mich beschimpfen. Ich habe mich jede Nacht in den Schlaf geweint. Hast Du meine Tränen nie gesehen, Vater?

Ich kann nicht mehr, Vater. Ich habe keine Tränen mehr. Nicht für Dich, nicht für die Vergangenheit. Ich habe keine Hoffnung mehr das Du es irgdwann erkennst was war.

Zum Abschluß möchte ich Dir noch diese Zeilen schenken:

"Ich hätte alles getan für Deine Liebe,
für ein einziges gütiges Wort.
Das einzige was Du mir gabst warn Prügel und Hiebe,
habe nur überlebt, in meinem erdachten phantasievollen Ort.

Ich war Dein Kind, habe um Deine Liebe gebettelt,
ich wollte so gern gut für Dich sein.
Habe mich auf dem Weg zum Ziel verzettelt,
alles blieb warn Angst und Pein.

Nun habe ich es aufgegeben, um Deine Liebe zu kämpfen,
ich kann nicht mehr, es tut zu weh.
Ich bin zu oft erfüllt von Schmerzen und Krämpfen,
ich kann nicht anders, ich sag nun Ade. "



Adé Vater
Deine Tochter.











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19. Juli 2005 um 12:28

Das tut mir leid
Hi Du,

das tut mir echt leid, was dir passiert ist. Warum gibt es so kranke Menschen wie deine Stiefmama.

Und warum gibt es Väter die die Augen verschließen.
Ich wünsche dir ganz ganz viel KRaft und das du es schaffst deine Vergangenheit hinter dir zu lassen.

Natürlich verheilen die Wunden nicht von heute auf morgen.
Aber ich denke dass es besser wird, zumindestens das Gefühl der Wut läst nach.

Wenn du willst kannst du mir gerne schreiben.
Höre dir gerne zu

LIEBE GRÜSSE
Simone

simone80@webpim.at

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19. Juli 2005 um 13:07

Mich...
...erinnert es an meine verlorene Kindheit, an meine traurige Jugend und an den Schmerz und die Angst dieser Jahre.

Es sind seit dem viele Jahren vergangen. Ich bin mit 16 Jahren ausgezogen und habe mich alleine durchgeschlagen. Nun bin ich 28 Jahre alt, stehe voll im Leben, habe einen guten Job und die Vergangenheit holt mich ein.

Dieser Brief schlummert schon seit Monaten in meiner Nachttischschublade und ich weiß das ich ihn NIEMALS abschicken werden, darum habe ich diesen Weg gewählt um ihn endlich los zu sein.

Ein lieber Gruß
vom Himmelslicht

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19. Juli 2005 um 13:10

Du armes Herz
Glaubst du die Schuld für all dies was dir angetan wurde auf ihn schieben zu können? Er ist blind! Vielleicht haben sich zu viele menschen in deine angebliche Fantasie eingeredet. Deinem Vater erzählt es wäre normal solche "Geschichten zu empfinden". Zu oft gibt es zuviele Menschen die meinen Dich zu kennen. Natürlich ist dein Vater daran Schuld, er und seine eifersüchtige ... ..
Warum hat er dir nicht vertraut, warum sieht er nicht den Ernst der Lage, warum musst du fliehen, warum handelt er nicht, warum weint er nicht um dich, warum versucht er nicht dein lächeln wieder zu finden?Tausend Fragen! Doch werden dir diese je beantwortet werden? Kann man auf so einen papa stolz sein. Deine Stiefmutter bringt körperlichen Schmerz und dein Vater macht den den seelichen Schmerz komplett.

Das war gestern, doch HEUTE ist HEUTE

Lass die Vergangenheit hinter dir!
Wenn du an diesem Schmerz hängen bleibst wird dein lächenln, das einzigartig und bestimmt wunderschön ist nie wieder kommen. Hör auf daran zu denken, lass los, trenne dich. Es wird dir nicht schwer fallen das alles hinter dir zu lassen. Beginne ein neues Leben, seh die welt in Farben, sehe deine Zukunf, deine Liebe.
Hast du einen Freund?
Einestages wirst du fesstellen wie es ist geliebt zu werden, du wirst vertrauen können, dich wohlfüllen, dich SICHER fühlen, gut behütet sein. Du kannst deine eigene Familie haben, DEINE Familie, nicht seine. Du wirst über deine Stiefmutter lachen können, den du wirst einen Grund haben weshalb andere Menschen (deine Freunde, dein Freund) auf dich Stolz sind.
Ich bin Stolz auf dich, das du diesen Brief verfasst hast, ich bin Stolz auf dich weil du diesen Schritt gewagt hast und darüber redest, ich bin nochmehr Stolz auf dich wenn du es Schafft all die Scheiße hinter dir zu lassen.
Und nun geh endlich los, suche dein Lächel, dein neues leben wartet auf dich.


Mit ganz vielen lieben Grüßen Saga...

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19. Juli 2005 um 13:43

Liebe Sam,
ich habe das Gefühl aus Deinen Worten zu lesen, daß Du mir nicht glaubst?!

Ich möchte mich hier nicht verteidigen müssen. Jeder sieht die Dinge aus Sicht, und interpretiert sie so wie er sie versteht.

Aber bitte glaube mir, ich wünschte es wäre nie so passiert.

Für Dich einen lieben Gruß

Himmelslicht

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19. Juli 2005 um 13:54
In Antwort auf

Du armes Herz
Glaubst du die Schuld für all dies was dir angetan wurde auf ihn schieben zu können? Er ist blind! Vielleicht haben sich zu viele menschen in deine angebliche Fantasie eingeredet. Deinem Vater erzählt es wäre normal solche "Geschichten zu empfinden". Zu oft gibt es zuviele Menschen die meinen Dich zu kennen. Natürlich ist dein Vater daran Schuld, er und seine eifersüchtige ... ..
Warum hat er dir nicht vertraut, warum sieht er nicht den Ernst der Lage, warum musst du fliehen, warum handelt er nicht, warum weint er nicht um dich, warum versucht er nicht dein lächeln wieder zu finden?Tausend Fragen! Doch werden dir diese je beantwortet werden? Kann man auf so einen papa stolz sein. Deine Stiefmutter bringt körperlichen Schmerz und dein Vater macht den den seelichen Schmerz komplett.

Das war gestern, doch HEUTE ist HEUTE

Lass die Vergangenheit hinter dir!
Wenn du an diesem Schmerz hängen bleibst wird dein lächenln, das einzigartig und bestimmt wunderschön ist nie wieder kommen. Hör auf daran zu denken, lass los, trenne dich. Es wird dir nicht schwer fallen das alles hinter dir zu lassen. Beginne ein neues Leben, seh die welt in Farben, sehe deine Zukunf, deine Liebe.
Hast du einen Freund?
Einestages wirst du fesstellen wie es ist geliebt zu werden, du wirst vertrauen können, dich wohlfüllen, dich SICHER fühlen, gut behütet sein. Du kannst deine eigene Familie haben, DEINE Familie, nicht seine. Du wirst über deine Stiefmutter lachen können, den du wirst einen Grund haben weshalb andere Menschen (deine Freunde, dein Freund) auf dich Stolz sind.
Ich bin Stolz auf dich, das du diesen Brief verfasst hast, ich bin Stolz auf dich weil du diesen Schritt gewagt hast und darüber redest, ich bin nochmehr Stolz auf dich wenn du es Schafft all die Scheiße hinter dir zu lassen.
Und nun geh endlich los, suche dein Lächel, dein neues leben wartet auf dich.


Mit ganz vielen lieben Grüßen Saga...

Liebe Saga,
ich habe Deine Anwort gerade mehrmals gelesen. Danke. Deine Antwort ist sehr wahrmherzig!!!

Mein Lächeln habe ich mir zurückgeholt! Ich liebe das Leben. Nur manchmal, manchmal wenn ich alleine bin, manchmal wenn ich ihn sehe, manchmal wenn ich spüre ich gehöre einfach nicht zu dieser Familie, da fällt es mir schwer zu lächeln.

ABER ich habe für mich nun entschlossen, dieses Thema der Vergangeheit zu überlassen.

Und glaube mir, ich freue mich darauf MEINE Familie zu gründen. Ich möchte meinen Kindern all die Liebe geben, die ich mir gewünscht habe. Nur manchmal kommen leise Zweifel, Angst es nicht besser machen zu können. Wie heißt es so schön: "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm"! Aber so schnell wie die Zweifel aufkommen, genauso schnell wische ich sie weg.

Ich WERDE es besser machen.

Dir nochmal ein dickes Danke
und mein herzlichstes Lächeln.

Himmelslicht

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19. Juli 2005 um 14:01
In Antwort auf

Liebe Sam,
ich habe das Gefühl aus Deinen Worten zu lesen, daß Du mir nicht glaubst?!

Ich möchte mich hier nicht verteidigen müssen. Jeder sieht die Dinge aus Sicht, und interpretiert sie so wie er sie versteht.

Aber bitte glaube mir, ich wünschte es wäre nie so passiert.

Für Dich einen lieben Gruß

Himmelslicht

Du mußt...
.... Dich ganz sicher nicht verteidigen oder entschuldigen!

Es ist furchtbar, was Dir passiert ist, ich hoffe, dass Du es eines Tages hinter Dir lasen kannst!

Liebe Grüsse,

ElbEngel.

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19. Juli 2005 um 15:10

Hmmm..
..die Ironie in Deinen Worten ist leider nicht zu überhören. Schade....

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19. Juli 2005 um 15:56

Stimmt!
Ist mein Bier. Und damit proste ich Dir zu, Sam. Denn manchmal - wirklich nur manchmal - lässt sich die Arroganz mancher Menschen mit Alkohol ein klein wenig besser ertragen.

Behalte Dir Deine Ironie und Deine Satire, es ist Deine Art der Kommunikation. ABER behalte Sie - wenn es unangebracht ist- doch einfach für Dich...

Prost Sam.

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19. Juli 2005 um 20:07

Dein Brief
ist sehr ergreifend. Ich hoffe sehr, dass es nur sehr wenige Kinder gibt, die so etwas durchmachen. Ich wünsche mir, dass kein Kind der Welt je so etwas erfahren muss.

Liebe Grüße,
Sophistox

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19. Juli 2005 um 20:15

Ja
es sind immer die kinder, die um die liebe der eltern betteln, obwohl die kinder ihnen so egal sind.

die frau meines vaters meinte allen ernstes, als mein vater starb, er wäre an gebrochenem herzen gestorben, weil ich mich nicht um ihn gekümmert habe. er hatte mich schon als kleinkind verlassen. so kommt es.

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20. Juli 2005 um 8:59

@Beziehungsmensch
Hallo Beziehungsmensch,

hmmm, ob ich glaube das es damit getan ist? Nein! Aber es gibt nichts mehr was ich tun kann, vor allem nichts mehr was ich tun möchte. Dieser Brief soll für mich ein Abschluß sein.

Manchmal sind die Fronten einfach zu verhärtet. Es ist zuviel passiert und es ist zu lange her.

Ich könnte meinem Vater diesen Brief niemals geben. Hier bin ich anonym. Nicht verletzbar. Bei meinem Vater sieht das anders aus. Und gerade deshalb habe ich für mich diesen "unpersönlichen Raum" gewählt.

Ein lieber Gruß
Himmelslicht

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20. Juli 2005 um 9:35

Schöne..
..Vorstellung! Ein guter Plan. Vielleicht existiert ja noch die "Klopp-Peitsche"! Das wäre auf jeden Fall ein würdiger Abschluß!

Liebe Grüße

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20. Juli 2005 um 9:46

Na
geht mal wieder die phantasie mit dir durch? ...?

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20. Juli 2005 um 10:04
In Antwort auf

Ja
es sind immer die kinder, die um die liebe der eltern betteln, obwohl die kinder ihnen so egal sind.

die frau meines vaters meinte allen ernstes, als mein vater starb, er wäre an gebrochenem herzen gestorben, weil ich mich nicht um ihn gekümmert habe. er hatte mich schon als kleinkind verlassen. so kommt es.

@hometv
Du hast absolut recht. Man sollte seine Kinder bedingungslos lieben. Aber wenn die Kinder diese Liebe nicht bekommen, betteln sie und fühlen sich schuldig und können nicht verstehen, WARUM ihnen diese Liebe nicht gegeben wird.

Und daran kann manch ein Kind scheitern, weil wenn dich doch noch nicht mal die eigenen Eltern lieben, woher soll das Selbstbewußtsein kommen, mit "stolzem" Blick durchs Leben zu gehen? Wenn noch nicht mal deine Eltern an dich glauben, wie sollst du dann an dich selber glauben?

Ich habe Gott sei dank das Glück gehabt, die besten Freunde zu haben, die man sich wünschen kann. Sie haben für mich den Stellenwert meiner Familie eingenommen.

Lieber Gruß
Himmelslicht

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20. Juli 2005 um 10:13

Solche
kenne ich bei mir nicht und ich denke, die brauch ich auch nicht, meine phantasien gehen immer in andere richtungen. naja...

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20. Juli 2005 um 10:17
In Antwort auf

@hometv
Du hast absolut recht. Man sollte seine Kinder bedingungslos lieben. Aber wenn die Kinder diese Liebe nicht bekommen, betteln sie und fühlen sich schuldig und können nicht verstehen, WARUM ihnen diese Liebe nicht gegeben wird.

Und daran kann manch ein Kind scheitern, weil wenn dich doch noch nicht mal die eigenen Eltern lieben, woher soll das Selbstbewußtsein kommen, mit "stolzem" Blick durchs Leben zu gehen? Wenn noch nicht mal deine Eltern an dich glauben, wie sollst du dann an dich selber glauben?

Ich habe Gott sei dank das Glück gehabt, die besten Freunde zu haben, die man sich wünschen kann. Sie haben für mich den Stellenwert meiner Familie eingenommen.

Lieber Gruß
Himmelslicht

Da
hast du doch wenigstens menschen gehabt, die dir liebe gegeben haben.

ich wollte nie die liebe meiner eltern.

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20. Juli 2005 um 10:38

Ja ne
macht ja nix, sams phantasien...............................puh, grins.....

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20. Juli 2005 um 10:50

@Ayuma
Liebe Ayuma,

ich fühle mich gedrückt! Danke!

Meinen Bruder hat es nicht ganz so arg getroffen. Ich denke, daß diese Frau einfach ein Problem damit hat das ich die weibliche "Mini-Ausgabe" war, von der Frau, die vorher an der Seite meines Vater stand. Sie hat in mir immer meine Mutter gesehen. Das hat sie mir auch immer wieder gesagt. Und je älter ich wurde desto schlimmer wurde es.

Meine Mutter hatte damals auf das Sorgerecht verzichtet, daß jedenfalls die Geschichte die uns erzählt wurde. Und mit Jahren habe ich sie dann das letzte mal gesehen. Bis zu dem Zeitpunkt, als ich 12 Jahre alt wurde. Da hat meine Stiefmutter mich rausgeschmissen, mit der Begründung: "Jetzt ist Deine Alte mal dran". Mein Vater hat nichts unternommen. Naja, und dann stand ich also mit 12 Jahren vor einer mir völlig fremden Frau, die ich das letzte mal gesehen hatte als ich 4 oder 5 Jahre alt war. Sie lebte auch in einer neuen Beziehung. Ein gewalttätiger Alkoholiker. Er hat sie verdroschen und als die Hemmschwelle mir gegenüber gefallen war (..und das dauerte nicht lange...) auch mich. Für mich hatte sich also nichts verbessert.

Und mit 16 Jahren habe ich mir gesagt, ich muß hier raus, sonst gehe ich mit unter....UND das war die beste Entscheidung meines Lebens!

Lieber Gruß
Himmelslicht

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20. Juli 2005 um 11:20

Ja
sehr reizend, viel zu reizend.......

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20. Juli 2005 um 11:35

Jetzt
noch ein bild von dir, dann könnte man deinen reiz auch noch sehen.......grins

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20. Juli 2005 um 11:44

Tjatjatja
hehehehehe wer sagt das?.........? ein bild habe ich, ja doch wirds immer klarer zu sehen...

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20. Juli 2005 um 12:02

Nene
brauch ich nicht....

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20. Juli 2005 um 13:32

Himmelslicht!
Ich bin mir sicher das du deine Zukunft nicht getreu nach dem von dir erwähnten Motto gestalten wirst. In diesem Namen "himmelslicht" den du gewählt hast, stecken soooo wunderbare gedanken und vor allem eine ganze menge vertrautheit. Glaube mir wenn ich dir sage das man auch aus den Fehlern anderer Menschen lernt, du wirst es sicherlich anders machen und du wirst es gut machen. Du wirst noch oft daran denken müssen, lass dich davon nicht runter ziehen, seh es als Anregung es anders machen zu wollen und anders machen zu können. Zeige auch das einzige Lächeln das du hast deinen Kindern und deinen Freunden und deinem Freund (oder Mann?) und komm ja nicht auf die Idee die Schonheit deines Lachens vor der Welt zu verheimlichen...
Du bist Stark, dafür bewundere ich dich! Einen sanften Kuss für dich!

Mit lieben Grüßen

Saga

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20. Juli 2005 um 13:59
In Antwort auf

Himmelslicht!
Ich bin mir sicher das du deine Zukunft nicht getreu nach dem von dir erwähnten Motto gestalten wirst. In diesem Namen "himmelslicht" den du gewählt hast, stecken soooo wunderbare gedanken und vor allem eine ganze menge vertrautheit. Glaube mir wenn ich dir sage das man auch aus den Fehlern anderer Menschen lernt, du wirst es sicherlich anders machen und du wirst es gut machen. Du wirst noch oft daran denken müssen, lass dich davon nicht runter ziehen, seh es als Anregung es anders machen zu wollen und anders machen zu können. Zeige auch das einzige Lächeln das du hast deinen Kindern und deinen Freunden und deinem Freund (oder Mann?) und komm ja nicht auf die Idee die Schonheit deines Lachens vor der Welt zu verheimlichen...
Du bist Stark, dafür bewundere ich dich! Einen sanften Kuss für dich!

Mit lieben Grüßen

Saga

Liebe Saga,
es tut soooooooo unendlich gut so nette und unterstützende Worte zu lesen. Ich danke Dir sehr!

Ich werde immer an mir arbeiten. Möchte soviel mitnehmen in meinem Leben und soviel lernen und ich möchte einfach alles auskosten! Ich liebe das Leben. Ich liebe die Menschen und genieße jeden Tag. Nur in ganz stillen Stunden kommen diese Fragen die mich quälen, die Unsicherheit, das Selbstmitleid und dann weine ich und lecke meine Wunden. ABER auch das ist ein Teil von mir den ich annehme.

Und weißt Du was? Wenn mal wieder die Zweifel an mir nagen und ich mich frage, ob ich es schaffe einen besseren Weg zu gehen, dann werde ich mir einfach Deine Worte wieder und wieder durchlesen und die Kraft, die darin steckt, in mir aufnehmen!

Ich drücke Dich ganz fest und schicke Dir ebenfalls einen ganz zarten Kuß.

Himmelslicht

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21. Juli 2005 um 8:38

"Konfrontation"
Lieber Beziehungsmensch,

Deine Fragen werfen Zweifel bei mir auf. Du hast sicherlich recht, mit dem was Du schreibst. Aber weißt Du, ich habe eine unsagbare Angst, vor der Konfrontation mit meinem Vater. Diese ganze Vergangenheit wurde niemals thematisiert sondern immer erfolgreich umgangen. Von beiden Seiten. Und trotzdem, wenn wir beide (..oder wir drei...) im selben Raum auf einander treffen, bemerkt auch jeder Fremde, die Kälte und die Ablehnung die zwischen uns herrscht.

Ich habe Angst, das alles zum ersten Mal in Worte zu fassen, sie auszusprechen und meinem Vater dabei in die Augen zu schauen. Ich habe Angst, daß ich dann wieder genauso hilflos bin wie früher. Angst, daß die Worte meines Vaters mich wieder so tief treffen, daß die alten Wunden (..die immer mal wieder schmerzen..) aufreißen. Ich werde dann wieder in der Position sein, mich verteidigen zu müssen. Ich bin ein starker Mensch, aber vor meinem Vater bin ich schwach. Es ist paradox, aber immer wieder ertappe ich mich dabei, mich zu fragen, mit welchem Verhalten ich das vielleicht alles provoziert habe. Ob ich irgendwelche Signale dafür gesetzt habe...!

Und die größte Angst davor habe ich, daß er mich danach noch mehr ablehnt. Beziehungsmensch, man kann mit mir streiten, man kann mit mir diskutieren, aber was ich nicht ertrage ist wenn man mich ignoriert und nicht be"achtet". Und ich bin gerade an einen Punkt angekommen, an dem ich es zumindest er"tragen" kann, daß mein Vater mich ignoriert und nicht be"achtet". Wie sieht es aber nach einer Konfrontation aus?

Ich habe hier vor kurzem im Forum gepostet, daß ich mich 3 wochen der Hochzeit von meinem "Mann" getrennt habe und wieder in meine Heimatstadt gezogen bin. Es war und ist eine schwere Zeit im Moment für mich. Aber den größten Schmerz hat mir zugefügt, daß ich vor ca. 2- oder 3 Wochen an einer roten Ampel stand. Mein Vater mit meiner Stiefmutter auf dem Gehweg an mir vorbei ging. Ich habe gehupt und gegrüßt und die beiden haben mich angeschaut und haben sich weggedreht und mir den Rücken gezeigt, solange bis ich weiter gefahren bin.

Obwohl ich weiß das ich nichts erwarten darf und kann, hat mir dieses Verhalten abermals das Herz gebrochen.... und ich weiß nicht, ob ich so emotional aufgeladen, wie ich bin, wirklich das Gespräch suchen soll?

Ich glaube ich habe jetzt ein bisschen durcheinander geschrieben, ich hoffe Du kannst aus meinen Worten lesen, warum ich so Zweifel....

Ein lieber Gruß für Dich Beziehungsmensch
(..den Nick finde ich übrigens sehr schön..)

Himmelslicht

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21. Juli 2005 um 9:51

@ Utemi
Liebe Ute,

genau das, was Du gerade geschrieben hast, ist gestern auch ein Thema gewesen zwischen meiner besten Freundin und mir.

Dieses "lieb sein wollen" zieht sich durch mein Leben wie ein roter Faden. Und ich weiß, genau da ist der Punkt wo ich ansetzen muß. In der Theorie habe ich es auch verstanden. Jetzt muß ich anfangen es auch zu praktizieren, den Menschen mitzuteilen, was ich möchte, was ich denke, was ich mag und vor allem was ich nicht mag. Auch wenn ich Gefahr laufe, dann nicht mehr "das liebe Mädchen" zu sein. Und das ist mein Problem; es ist für mich wie ein Liebesentzug. Und um das zu vermeiden, verhalte ich mich so, wie mein Gegenüber es von mir erwartet...!

Meine Freundin hat gestern zu mir gesagt, Dani! Du "schlüpfst" immer wieder in die Opferrolle. Und dieses Wort "schlüpfen" hat mir gesagt, daß ich es ja freiwillig mache. Und wenn ich zurückschaue, ob nun im Verhältnis zu meinen Eltern, zu meiner gescheiterten Beziehung, sie hat recht.

Wie kann ich erwarten, daß mein Gegenüber weiß was in mir vorgeht, wenn ich mein Verhalten und mein Handeln nicht mit meinen wirklichen Gedanken und Bedürfnissen konform geht?!

Ich will etwas verändern! Ich will lernen ich zu sein. Und ich denke, ich werde am Sonntag meinem Vater einen Besuch abstatten! Ein Schritt vor dem ich Angst habe, aber es muß wohl sein...

Ich danke Dir jedenfalls für Deine ehrlichen Worte. Manchmal können einen gerade "fremde" Menschen sehr zum Nachdenken bringen. Und das hast Du getan, liebe Ute!

Ein lieber Gruß

Himmelslicht





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