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Ein andere Mann im Traum

13. Juli 2009 um 11:49

Hallo,

ein paar Basisdaten die vllt. im Voraus wichtig sind: Ich bin 5 Jahren mit mein Freund zusammen, hab in diese 5 Jahren nicht an meine Karriere arbeiten können und bis sogar allergisch gegen Tiere geworden, wodurch ich meinen Beruf nicht mehr Ausüben kann. Seit 5 Jahren gehe ich nicht mehr raus und kann sonst auch nicht wirklich was machen was mir Spaß macht, außer Musik hören. Eigentlich ist mein Leben eine ziemliche flaute geworden. In einen halben Jahr sollte Schluss sein mit dem Geldmangel, aber den Glauben verliere ich inzwischen. Ich weiß, klingt alles nicht so prickelnd. Sex gibt es auch noch immer seltener... Oh Menno. Es ist hart das alles schwarz auf weiß stehen zu haben...

Diese Situation setzt natürlich immer wieder gerne zum Träumen an, aber der den ich habe, macht mich unruhig. Zum Traum ...

seit circa ein paar Jahren durchlebe ich immer wieder den gleichen Traum mit den gleichen Man, der übrigens nicht mein Freund ist.
Trotzdem haben die beiden was gemein. Stur, teilweise unerreichbar und sehr stolz. Beiden sind klug und mögen es jemanden überlegen zu sein. Die unterschieden sind lediglich das mein Freund relativ Faul ist, sehr schnell aufgibt und ich seine lustige aufgedrehte Momente eigentlich nicht ausstehen kann. Der aus meinem Traum ist mysteriös und ein Leidenschaftlicher Liebhaber, wenn man ihn mal soweit bekommt da er sehr distanziert ist.

In meinen Traum übernehme ich die Rolle von einem Mädel wovon der Vater wohl wichtig ist. Da ein Anschlag veranlasst wurde musste ich mich, zusammen mit einem Personenschutz, auf den Weg machen zur Hauptstelle der Armee. Die sollten mich dann dort sicherstellen damit mir nichts passiert. Doch auf dem Weg dorthin kommt mein Personenschutz durch einen Unfall ums Leben. Dort treffe ich dann mein "Traummann". Der wollte eigentlich nichts mit mir zu tun haben, beschloss sich dann doch mich zum Stützpunkt zu begleiten. Während dieser Reise dorthin bemerke ich dass sich eigentlich fast jeder ihn fürchtet und werde allmählich skeptisch. Doch zu mir ist er manchmal unsensibel, aber nie grob oder aggressiv. Erreichen kann ich aber auch nicht weil er Distanz wart. Dann kommt heraus dass er eigentlich ein Offizier wäre. Als wir zum Stützpunkt kommen, wollen die ihn festnehmen weil er irgendwas Schlimmes begangen hat. Was weiß ich nicht, aber ich kann den Kommandeur davon überzeugen dass er harmlos ist. Nicht desto trotz gibt er ihn nur wiederwillig her. Leider ist er, sofort nach seiner Freilassung, fort gegangen ohne mir Bescheid zu sagen. Ich versuche ihn einzuholen, was mir auch gelingt. Dort stelle ich ihn dann zur rede, was erstmal sein Temperament aufbrausen lässt. Tjah und dann, das könnt ihr euch selber vorstellen was dann passiert!

Dieser Traum wird immer dann stärker wenn ich mit meinem Freund mal kleinere Krisen hab. Ich muss auch einfach mal so an ihn denken. Es gibt Momenten wo ich seinen Namen im Schlaf nenne. Zum Glück hat mein Freund das nicht direkt bemerkt, aber mittlerweile wird es immer schlimmer, obwohl ich zurzeit keinen Streit mit meinem Freund habe. Ich bleibe sogar einfach länger liegen damit ich weiter Träumen kann.

Ebenso bemerke ich dass ich in volle Züge mit anderen Männern flirte. Es ist mir erst aufgefallen als eine Kollegin das zu mir sagte. Und ich muss zugeben dass sich schon viele Interessenten gemeldet haben denen ich auch interessant finde. Was soll dieser Traum heißen? Und mein Verhalten kann ich auch nicht wirklich erklären. Was meint ihr dazu? Soll ich meinem Freund von meinem Traum erzählen? Dass ich unzufrieden bin weiß er ja, sogar das mit dem Sex. Ich halte ihn das immer schön vor... tut sich aber nichts mit der Begründung das die Finanzen ihn Lustlos machen. Dann frage ich mich echt wie die sich in Afrika fortpflanzen... *schmoll*

Gruß
Wolly

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22. Juli 2009 um 12:14

Afrika?
*lach* Na...die haben wahrscheinlich immer LUST....da sie sich nicht mit den Problemen herumschlagen müssen wie wir in der "Stadt". Ich wär auch glücklich wenn ich mich nur aufs Leben und Jagen etc. konzentrieren könnte, statt auf bürokratisches, nervendes Gedöhn.

Dieser mysteriöse, anziehende Mann in deinem Traum... ähnelt ja deinem Freund, bis auf diese attraktiven paar Punkte...nicht wahr? Ich würde dir nicht unbedingt raten mit ihm über den Traum zu sprechen (nicht weil er nicht ausrasten darf oder sonst was, sondern weil ich erst auch keine voreiligen Schlüsse ziehen würde mit ihm), sondern gemeinsam mit deinem Partner an einer schönen Beziehung arbeiten, dazu bedarf es besonders an Vertrauen und Natürlichkeit! Sobald man wieder ein ausgeglichenes Verhältnis hat in vielen Lagen, dann wird sich die Traumsache ebenfalls verändern.
Finde diesen Traummann in deinem Partner, entlocke ihn ihm und gebt euch beiden Freiheiten und lasst den Druck mal los.
Ich glaube, je nachdem wie auch die Wertegefühle eines Menschen sind, desto krasser sind auch die Reaktionsunterschiede in..zum Beispiel finanziellen Schwierigkeiten. Mein Vater kam mir immer sehr geld"geil" vor sag ich jetzt mal, ja... und sobald wir in geldkrisen waren, schien er total neben der spur zu sein, depressiv, frustriert, einfühllos. Wenn ich in solchen Situationen bin, kann mir das schon mal garnichts, weil meine Weltanschauung ganz anders ist, als die meines Vaters. Ich suche den Ausgleich und kann mich an jedem Ästchen des Lebensbaumes heraufziehen. Dazu gehört Eigeninitiative, Kraft und eine eigene Meinung.

Die Beschreibung von dir am Anfang erinnert mich an die Beziehung mit meinem Exfreund, in der ich mich fühlte wie in einem Käfig. Ich hatte auch nur noch meine Musik und die Kunst. Ich habe alles aufgegeben für ihn, habe 3 Jahre lang Unmengen von Geld aufgetrieben um ihn 400 Km weiter weg zu besuchen, so oft es ging, wir hingen aufeinander, und wenn mal 3 tage Sehsperre war, rief er mich täglich an...er kontrollierte mich und ich gab. Ich gab soviel und er wusste es garnicht zu schätzen und nahm immer weiter, war sogar recht undankbar dabei.
Und...ich war einfach nicht dieses Hausmadel weißt du? Ich bin eine Frau und ich kann auch den Lappen schwingen, aber wenn man sich nicht mehr als etwas fühlt, und man denkt man löst sich auf und man arbeitet wie ein Roboter und man wird für das gehasst was man wirklich zu sein scheint im Inneren...ein Freigeist... dann ist es vorbei. Ich hatte echt wen geangelt, der nur mein Aussehen liebte und sich über meine Leidenschaften lustig gemacht hatte.
Bei soetwas will man garnicht weiter dran arbeiten.
Aber wenn es bei dir hoffnungsvoll aussieht und es war die Liebe auf den ersten, zweiten Blick, die Chemie stimmt und ihr fühlt euch seelenverwandt, ihr teilt Interessen und ergänzt mit eigenem Können den Anderen in allen Lebenslagen, dann habt ihr bereits eine potenziell kraftvolle Basis.
Meine Erfahrungen sagen mir, solange jeder die Beziehung WILL (und das untebrewusst und freiwillig) wird sie nicht den Bach runter gehen.
Wie schafft man solch eine tolle Beziehung? Offenheit, Ehrlichkeit und immer zum Partner stehen, ihm zuhören und sich aufopfern...denn das was man gibt kriegt man mindestens genauso schön zurück, und wenn nicht, dann weißt du was zu tun ist....
Das heißt nicht, dass wenn du die Liebe deines Lebens gefunden hast, es mal kriselt, du dann Schluss machen sollst...nein nein, deswegen sag ich ja...solange jeder will, klappt das auch. Man muss arbeiten.
Bei mir war er wirklich nicht der Richtige, ich musste mich ja verstellen damit er mich erst mochte. Also...Ehrlichkeit währt am längsten und ist auch am besten.

Viele sagen jetzt, "ja, diese Floskeln sind uns nicht neu"...aber hat sie mal richtig wer eingesetzt? Wer ist denn wirklich ehrlich zum Partner? Wer hat ein so großes Vertrauen mit seinem Partner dass man ihm jeden Gedanken frei und spontan zukommen lassen kann, ohne sich zu überlegen ob man was falsches sagen könnte? Ich habe viele gesehen die sind zerfressen von einem Gesellschaftsdruck, die wissen dann nicht mehr was sie tun, denken oder reagieren sollen auf bestimmte Momente. Blickend zum Partner, hoffend jedem zu entsprechen...das ist falsch.. ich habe eine enorme Anpassungsfähigkeit..und dennoch, ich weiß Situationen zu lenken und zu beeinflussen, weil ich alles versuche von außerhalb zu betrachten. Wir Frauen sind oft emotional aber müssen wir die Rationalität ab und an begrüßen und zu uns selbst stehen. Denn letzten Endes kann man es niemandem zurecht biegen und du musst auf das hören was...naja..dein Herz dir sagt...all diese Floskeln halt..aber es wirklich zu realisieren und zu beherrschen...das bringt die immer mehr Selbstbewusstsein. Eine starke wundervolle Beziehung kann soviel bewirken. Ob man es nun bewusst wahrnimmt oder es einem später erst auffällt.

Also..Fazit...Lange Rede kurzer Sinn.
Denkt nur mal kurz an eure erste Begegnung, was fühltest du da? Warum und was hat es dir für einen kraftvollen Aufschwung gegeben? Motivation, Freude... das kann alles ständig währen. Ausgleich und ein gutes Gewissen lassen Euch Probleme jeglicher Art, viel einfacher meistern. Gemeinsam.

LG.

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