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Ehefrau oft gereizt und gestresst - wie damit umgehen?

12. Dezember 2017 um 18:04

Ich bin im Moment ziemlich am Boden zerstört. Ich weiß einfach nicht mehr wie ich mich verhalten soll?
Ich bin 42 Jahre alt. Wir haben 2 kleine Kinder im Alter von 3 und 5 Jahren. Wir sind seit 14 Jahren verheiratet.
Beide gehen in den Kindergarten und waren auch schon vorher (ab ca. 1,5- 2) vormittags in der Kindergrippe. Ich gehe Vollzeit arbeiten, meine Frau betreut die Kinder und kümmert sich um den Haushalt.
Wobei ich hier auch helfe wo ich kann. Ich bringe abends die Kinder alleine oder jeweils 1 ins Bett, fahre sie morgens in den Kindergarten oder mach sie zumindest mit fertig. Am Wochenende koche ich meistens für uns und gehe zum Einkaufen oder putze auch mal die Wohnung mit.
Aber ansonsten bleibt natürlich mehr vom Haushalt und bezüglich der Organisation der Kinder (Arzttermine, Freizeitaktivitäten, &hellip bei meiner Frau hängen. Hin und wieder bin ich auch beruflich unterwegs und ca. 1 Woche pro Monat nicht zu Hause.
Ansonsten kümmere ich mich um die alltäglich anfallenden handwerklichen Kleinigkeiten, die im Haus so anfallen.
 
Vor ca. 2 Jahren hab ich schon mal eine Veränderung festgestellt und hatte bemerkt, dass es ihr nicht gut geht und sie sich verändert hat. Sie hat geweint, nachts nicht gut geschlafen, sich über alles Mögliche Sorgen gemacht. Wir haben uns dann auch entschieden die kleine vormittags auch in die KITA zu bringen, so dass sie etwas Zeit für sich hat. Ich glaube sie war mit der Situation einfach überfordert. Sie hat z.B. unsere kleine Angeschrien, weil sie geweint hat. Ansonsten war und ist sie auch eine sehr liebevolle Mutter, die sich toll um die Kinder kümmert und sich mit ihnen auseinandersetzt.
Sie war auch damals schon sehr gereizt und hat mich angeschrien, wegen Dingen, die ich nicht wirklich nachvollziehen konnte. Oft habe ich es einfach nur hingenommen und hinuntergeschluckt, auch wenn es verletzend war. Ich habe mir damals schon Gedanken gemacht, was die Ursache sein konnte und bin auf das Thema postportale Depression gekommen. Als ich sie damals damit konfrontiert habe, hat sie komplett abgeblockt. Ich habe versucht zu erklären, dass ich ihr nur helfen und ich sie auf keinen Fall irgendwie abstempeln will, aber ich bin einfach nicht an sie rangekommen. Ich hatte auch vorgeschlagen uns gemeinsam beraten zu lassen, bei dem ersten Termin mit dabei zu sein oder mal eine Mutter-Kind Kur zu machen. Aber alles wurde strickt abgelehnt. Dann gab es wieder bessere und schlechtere Phasen.
 
Aber seit einigen Wochen wird es immer schlimmer. Bei jeder Kleinigkeit geht sie an die Decke. Ich kann ihr einfach nichts mehr recht machen. Versuche ich mit ihr zu reden, schreit sie mich nur noch an und macht mir Vorwürfe. Alles was ich mache wird schlecht gemacht. Meine Arbeit, unser Haus (dass wir damals gemeinsam zum großen Teil selber mit gebaut haben), meine Eltern, mein Verhalten. Es geht oft um extreme Kleinigkeiten. So macht das Leben einfach keinen Spaß mehr. Sie verhält sich nicht nur mir gegenüber so (verbal) aggressiv, sondern manchmal auch gegenüber anderen. Sie sagt sie hat sich entscheiden, sich nichts mehr gefallen zu lassen. Aber das kann doch nicht so weit gehen, dass man keine Empathie mehr für andere aufbringen kann. Ich habe immer versucht auf Ihre Vorwürfe einzugehen und keine Fehler mehr zu machen. Aber jeder macht doch mal einen kleinen Fehler. Wie z.B. dass ich mal vergessen habe die Haustüre nachts abzusperren (sie ist aber auch so nicht von Außen aufzumachen). Und schon endet das in Vorwürfen von ihrer Seite. Manchmal ist man einfach abgelenkt und man vergisst es einfach mal. Ich hab nur noch das Gefühl, dass alles Negative zählt. Alles positive was ich für sie und die Kinder mache wird einfach ignoriert. Wenn im Haus bei uns was nicht funktioniert (egal ob Telefon, oder sonst eine Kleinigkeit) ist es immer meine Schuld. Ich hab ja kein Problem mich darum zu kümmern, wenn etwas nicht funktioniert, aber es ist einfach verletzten wenn einem immer die Schuld daran gegeben wird. Ich hab auch schon versucht, sie dazu zu bringen, dass wir mal gemeinsam darüber reden. Ich hab ihr gesagt, sie soll alles aufschreiben, was ihr an mir stört, und was sie positiv an mir sieht. Und ich mache das gleiche. Und dann reden wir in Ruhe darüber um einfach die Emotionen etwas raus zu nehmen. Aber auch das hat sie abgelehnt. Sie braucht so was nicht, war die Antwort. In letzter Zeit kommt dazu, dass sie mir droht, dass wir uns trennen, wenn ich mich nicht ändere. Aber dabei weiß ich nicht mal was das genau sein soll. Was soll ich ändern?

Letzte Woche ist sie z.b. ausgerastet, weil ich ihr einen Geschenke-Wunsch unserer Tochter mitgeteilt habe, den sie mir erzählt hat. Weder habe ich das Geschenk eigenmächtig gekauft, oder auch darauf beharrt es zu machen. Sie hat mich angeschrien, wie ich denn darauf kommen würde unserer Tochter noch was zu besorgen. Sie braucht nicht alle Wünsche erfüllt bekommen; Das wollte ich damit auch nicht sagen, ich hab es einfach nur gut gemeint und ihr davon erzählt. Aber das scheint überhaupt nicht mehr zu zählen. Was mir aber am meisten wehtut ist, wenn sie z.B. unsere kleine anschreit, wenn sie mal hinfällt. ‚Kannst Du nicht besser aufpassen – Du musst doch das endlich mal kapieren‘. Aber unsere Tochter ist doch noch ein Kleinkind, das einfach manchmal ungeschickt ist. Ich würde erwarten, dass sie sie einfach in den Arm nimmt und tröstet, aber nicht, dass sie sie anschreit. Meistens nehme ich sie dann in den Arm. Aber ich fühle mich dann auch nicht ganz wohl, weil meine Frau dann die 'Böse' ist. Aber in dem Moment kann ich einfach nicht anders. Oder sie schüttet mal ein Glas um – ist ja alles nicht so wild, aufgewischt – dauert nicht mal 5 Minuten, fertig. Nur meine Frau sieht das anders.
 
Es gibt auch Kleinigkeiten, die mich an ihr stören. Aber das nehme ich einfach so hin. Für mich sind das eben Dinge, die es nicht wert sind darüber einen Streit anzufangen. Und die gehören zu einem Menschen einfach dazu.
 
Trotz allem liebe ich sie aber immer noch. Ich mach ihr auch mal kleine Geschenke oder bring ihr vom Einkaufen was mit, was sie gerne mag. Ich geh immer wieder auf sie zu und nehme sie in den Arm. Von ihr kommt aber gar nichts. 

Aber ich weiß einfach nicht mehr wie ich mich verhalten soll?
Ich kann nachts nur noch schlecht schlafen, weil ich nicht mehr abschalten kann. Meine Angst wird immer größer wieder mal eine Kleinigkeit falsch zu machen. Auch will ich unseren Kindern nicht antun, dass wir uns trennen. Ich weiß einfach keinen Rat mehr.
 

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Beste hilfreiche Antwort

12. Dezember 2017 um 21:44

Momentan komm ich nicht  wirklich an sie ran. Wir sind vor den Kindern ins Fitnessstudio gegangen. Dort geht sie auch noch hin - so 1 mal die Woche und macht Kurse mit (yoga). Früher haben wirr auch oft Wellnesstage in einer Therme gemacht. Aber seit den Kindern machen wir zusammen eigentlich kaum noch was - ausser natürlich mit den Kindern. Sie hat auch ein anderes Hobby - dem sie nachgeht. Dann pass ich auf die Kinder auf und umgekehrt. Ich hab ihr immer freigestellt zu arbeiten. Jetzt sind ja beide im Kindergarten - also würde es theorethisch auch in Teilzeit gehen. Vielleicht würde es ihr auch mal helfen raus zu kommen.

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12. Dezember 2017 um 21:44

Momentan komm ich nicht  wirklich an sie ran. Wir sind vor den Kindern ins Fitnessstudio gegangen. Dort geht sie auch noch hin - so 1 mal die Woche und macht Kurse mit (yoga). Früher haben wirr auch oft Wellnesstage in einer Therme gemacht. Aber seit den Kindern machen wir zusammen eigentlich kaum noch was - ausser natürlich mit den Kindern. Sie hat auch ein anderes Hobby - dem sie nachgeht. Dann pass ich auf die Kinder auf und umgekehrt. Ich hab ihr immer freigestellt zu arbeiten. Jetzt sind ja beide im Kindergarten - also würde es theorethisch auch in Teilzeit gehen. Vielleicht würde es ihr auch mal helfen raus zu kommen.

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13. Dezember 2017 um 13:20

etwas ernstgemeintere Antworten hatte ich mir schon erhofft

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13. Dezember 2017 um 13:25

Naja so richtig haben wir niemanden, der mal auf die Kinder aufpasst. Meine Eltern wohnen weiter weg. 

​Es ist nicht so, dass sie nur schlecht gelaunt ist und die Kinder anschreit. Dies ist immer nur situationsbedingt. Ansonsten ist sie die liebevolle Mutter, die sich mit den Kindern abgibt und mit ihnen spielt, malt, .... Aber alleine diese Momente sind für mich wie ein Stich ins Herz. Aber meistens bin ich das Ziel für ihre schlecht Laune. Manchmal glaub ich, sie kann sich über nichts richtig freuen und sucht fast nach den negativen Dingen, um diese in den Vordergrund zu stellen.

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13. Dezember 2017 um 19:48
In Antwort auf frustrated999

Ich bin im Moment ziemlich am Boden zerstört. Ich weiß einfach nicht mehr wie ich mich verhalten soll?
Ich bin 42 Jahre alt. Wir haben 2 kleine Kinder im Alter von 3 und 5 Jahren. Wir sind seit 14 Jahren verheiratet.
Beide gehen in den Kindergarten und waren auch schon vorher (ab ca. 1,5- 2) vormittags in der Kindergrippe. Ich gehe Vollzeit arbeiten, meine Frau betreut die Kinder und kümmert sich um den Haushalt.
Wobei ich hier auch helfe wo ich kann. Ich bringe abends die Kinder alleine oder jeweils 1 ins Bett, fahre sie morgens in den Kindergarten oder mach sie zumindest mit fertig. Am Wochenende koche ich meistens für uns und gehe zum Einkaufen oder putze auch mal die Wohnung mit.
Aber ansonsten bleibt natürlich mehr vom Haushalt und bezüglich der Organisation der Kinder (Arzttermine, Freizeitaktivitäten, &hellip bei meiner Frau hängen. Hin und wieder bin ich auch beruflich unterwegs und ca. 1 Woche pro Monat nicht zu Hause.
Ansonsten kümmere ich mich um die alltäglich anfallenden handwerklichen Kleinigkeiten, die im Haus so anfallen.
 
Vor ca. 2 Jahren hab ich schon mal eine Veränderung festgestellt und hatte bemerkt, dass es ihr nicht gut geht und sie sich verändert hat. Sie hat geweint, nachts nicht gut geschlafen, sich über alles Mögliche Sorgen gemacht. Wir haben uns dann auch entschieden die kleine vormittags auch in die KITA zu bringen, so dass sie etwas Zeit für sich hat. Ich glaube sie war mit der Situation einfach überfordert. Sie hat z.B. unsere kleine Angeschrien, weil sie geweint hat. Ansonsten war und ist sie auch eine sehr liebevolle Mutter, die sich toll um die Kinder kümmert und sich mit ihnen auseinandersetzt.
Sie war auch damals schon sehr gereizt und hat mich angeschrien, wegen Dingen, die ich nicht wirklich nachvollziehen konnte. Oft habe ich es einfach nur hingenommen und hinuntergeschluckt, auch wenn es verletzend war. Ich habe mir damals schon Gedanken gemacht, was die Ursache sein konnte und bin auf das Thema postportale Depression gekommen. Als ich sie damals damit konfrontiert habe, hat sie komplett abgeblockt. Ich habe versucht zu erklären, dass ich ihr nur helfen und ich sie auf keinen Fall irgendwie abstempeln will, aber ich bin einfach nicht an sie rangekommen. Ich hatte auch vorgeschlagen uns gemeinsam beraten zu lassen, bei dem ersten Termin mit dabei zu sein oder mal eine Mutter-Kind Kur zu machen. Aber alles wurde strickt abgelehnt. Dann gab es wieder bessere und schlechtere Phasen.
 
Aber seit einigen Wochen wird es immer schlimmer. Bei jeder Kleinigkeit geht sie an die Decke. Ich kann ihr einfach nichts mehr recht machen. Versuche ich mit ihr zu reden, schreit sie mich nur noch an und macht mir Vorwürfe. Alles was ich mache wird schlecht gemacht. Meine Arbeit, unser Haus (dass wir damals gemeinsam zum großen Teil selber mit gebaut haben), meine Eltern, mein Verhalten. Es geht oft um extreme Kleinigkeiten. So macht das Leben einfach keinen Spaß mehr. Sie verhält sich nicht nur mir gegenüber so (verbal) aggressiv, sondern manchmal auch gegenüber anderen. Sie sagt sie hat sich entscheiden, sich nichts mehr gefallen zu lassen. Aber das kann doch nicht so weit gehen, dass man keine Empathie mehr für andere aufbringen kann. Ich habe immer versucht auf Ihre Vorwürfe einzugehen und keine Fehler mehr zu machen. Aber jeder macht doch mal einen kleinen Fehler. Wie z.B. dass ich mal vergessen habe die Haustüre nachts abzusperren (sie ist aber auch so nicht von Außen aufzumachen). Und schon endet das in Vorwürfen von ihrer Seite. Manchmal ist man einfach abgelenkt und man vergisst es einfach mal. Ich hab nur noch das Gefühl, dass alles Negative zählt. Alles positive was ich für sie und die Kinder mache wird einfach ignoriert. Wenn im Haus bei uns was nicht funktioniert (egal ob Telefon, oder sonst eine Kleinigkeit) ist es immer meine Schuld. Ich hab ja kein Problem mich darum zu kümmern, wenn etwas nicht funktioniert, aber es ist einfach verletzten wenn einem immer die Schuld daran gegeben wird. Ich hab auch schon versucht, sie dazu zu bringen, dass wir mal gemeinsam darüber reden. Ich hab ihr gesagt, sie soll alles aufschreiben, was ihr an mir stört, und was sie positiv an mir sieht. Und ich mache das gleiche. Und dann reden wir in Ruhe darüber um einfach die Emotionen etwas raus zu nehmen. Aber auch das hat sie abgelehnt. Sie braucht so was nicht, war die Antwort. In letzter Zeit kommt dazu, dass sie mir droht, dass wir uns trennen, wenn ich mich nicht ändere. Aber dabei weiß ich nicht mal was das genau sein soll. Was soll ich ändern?

Letzte Woche ist sie z.b. ausgerastet, weil ich ihr einen Geschenke-Wunsch unserer Tochter mitgeteilt habe, den sie mir erzählt hat. Weder habe ich das Geschenk eigenmächtig gekauft, oder auch darauf beharrt es zu machen. Sie hat mich angeschrien, wie ich denn darauf kommen würde unserer Tochter noch was zu besorgen. Sie braucht nicht alle Wünsche erfüllt bekommen; Das wollte ich damit auch nicht sagen, ich hab es einfach nur gut gemeint und ihr davon erzählt. Aber das scheint überhaupt nicht mehr zu zählen. Was mir aber am meisten wehtut ist, wenn sie z.B. unsere kleine anschreit, wenn sie mal hinfällt. ‚Kannst Du nicht besser aufpassen – Du musst doch das endlich mal kapieren‘. Aber unsere Tochter ist doch noch ein Kleinkind, das einfach manchmal ungeschickt ist. Ich würde erwarten, dass sie sie einfach in den Arm nimmt und tröstet, aber nicht, dass sie sie anschreit. Meistens nehme ich sie dann in den Arm. Aber ich fühle mich dann auch nicht ganz wohl, weil meine Frau dann die 'Böse' ist. Aber in dem Moment kann ich einfach nicht anders. Oder sie schüttet mal ein Glas um – ist ja alles nicht so wild, aufgewischt – dauert nicht mal 5 Minuten, fertig. Nur meine Frau sieht das anders.
 
Es gibt auch Kleinigkeiten, die mich an ihr stören. Aber das nehme ich einfach so hin. Für mich sind das eben Dinge, die es nicht wert sind darüber einen Streit anzufangen. Und die gehören zu einem Menschen einfach dazu.
 
Trotz allem liebe ich sie aber immer noch. Ich mach ihr auch mal kleine Geschenke oder bring ihr vom Einkaufen was mit, was sie gerne mag. Ich geh immer wieder auf sie zu und nehme sie in den Arm. Von ihr kommt aber gar nichts. 

Aber ich weiß einfach nicht mehr wie ich mich verhalten soll?
Ich kann nachts nur noch schlecht schlafen, weil ich nicht mehr abschalten kann. Meine Angst wird immer größer wieder mal eine Kleinigkeit falsch zu machen. Auch will ich unseren Kindern nicht antun, dass wir uns trennen. Ich weiß einfach keinen Rat mehr.
 

1. Grenzen setzen!!!
Sag ihr klipp und klar, dass sie im Moment schlichtweg unerträglich ist.
Ja, das wird erst mal ins Wespennest stechen und sie wird es auch nicht glauben können und wollen, weil ihre eigene Wahrnehmung der Situation ziemlich sicher eine völlig andere ist - und dass diese Wahrnehmung trügt, ist "von innen" im Grunde nicht erkennbar.
Kurz: das Ganze wird nicht schön, aber es ist wichtig und notwendig (es sei denn Du entscheidest auf "ist mir zu doof, ich gehe", natürlich)

2. Ursachen suchen
so reagieren Menschen vor allem, wenn sie sich stark überfordert fühlen. Kann tatsächlich oder "nur" gefühlt sein, die Auswirkungen sind die gleichen. Im einfachsten Falle fehlt ihr ein PASSENDER Ausgleich. Das, was "ihren Akku wieder auffüllt" - ich sehe es oft, dass Menschen eigentlich genug Zeit für sich haben - die aber nicht so nutzen, dass es ihnen auch hilft. Sie hat die Vormittage für sich, sie hat ein Hobby, so weit so gut - aber HILFT ihr das auch (genug)? Wenn nein, was kann man ändern und wie?

3. was fehlt ihr?
Dass Du viel für sie tust und viel hilfst, heisst noch lange nicht, dass das auch bei ihr so ANKOMMT. Vielleicht ist einiges dabei, was sie nicht wirklich als Hilfe empfindet, weil sie das ganz schnell selbst erledigt hätte oder es grundsätzlich völlig nebensächlcih findet - oder aber was so selbstverständlich ist, dass sie es gar nicht wahrnimmt, während Du Dich als Superheld fühlst dabei (ja, ist bewußt überzogen) - dafür gibt es etwas anderes, für sie wichtiges, was Du gar nicht "auf dem Radar hast" => ich finde es wahnsinnig wichtig und gewaltig sinnvoll, so etwas ganz, ganz regelmässig abzugleichen. Am Ende des Tages ist Deine schöne Liste, was Du ihr nicht alles hilfst und tust nur in den Wind gepustet, wenn nicht auch alles bei ihr ANKOMMT.

4. was fehlt Eurer Beziehung?
was hat inzwischen "der Alltag gefressen"? Wundervoll, dass Du sie liebst - genauso wichtig ist aber auch, dass sie sich GELIEBT FÜHLT - und umgekehrt. Glaubst Du, sie liebt Dich? Wahrscheinlich. Fühlst Du Dich geliebt? Wahrscheinlich nicht. Aber genau das ist wichtig. Wenn man sich vom anderen nicht geliebt, begehrt, geschätzt FÜHLT, bricht vieles runter, auch dann, wenn derjenige das faktisch tut.
Da helfen kleine Rituale an die man sich unbedingt und strikt hält. Und ab und an mal gemeinsame "Ruheinseln" - mit gemeinsamer Zeit. Nicht nebeneinander, sondern miteinander. 1/10 der Zeit MITeinander bringt so viel mehr als die 10 fache Zeit NEBENeinander. Wenn Du ab und an die ganze Woche weg bist hast Du doch bestimmt auch mal in der Woche frei. Die Kinder sind vormittags in der Kita - was macht Ihr dann?

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13. Dezember 2017 um 19:51
In Antwort auf avarrassterne1

1. Grenzen setzen!!!
Sag ihr klipp und klar, dass sie im Moment schlichtweg unerträglich ist.
Ja, das wird erst mal ins Wespennest stechen und sie wird es auch nicht glauben können und wollen, weil ihre eigene Wahrnehmung der Situation ziemlich sicher eine völlig andere ist - und dass diese Wahrnehmung trügt, ist "von innen" im Grunde nicht erkennbar.
Kurz: das Ganze wird nicht schön, aber es ist wichtig und notwendig (es sei denn Du entscheidest auf "ist mir zu doof, ich gehe", natürlich)

2. Ursachen suchen
so reagieren Menschen vor allem, wenn sie sich stark überfordert fühlen. Kann tatsächlich oder "nur" gefühlt sein, die Auswirkungen sind die gleichen. Im einfachsten Falle fehlt ihr ein PASSENDER Ausgleich. Das, was "ihren Akku wieder auffüllt" - ich sehe es oft, dass Menschen eigentlich genug Zeit für sich haben - die aber nicht so nutzen, dass es ihnen auch hilft. Sie hat die Vormittage für sich, sie hat ein Hobby, so weit so gut - aber HILFT ihr das auch (genug)? Wenn nein, was kann man ändern und wie?

3. was fehlt ihr?
Dass Du viel für sie tust und viel hilfst, heisst noch lange nicht, dass das auch bei ihr so ANKOMMT. Vielleicht ist einiges dabei, was sie nicht wirklich als Hilfe empfindet, weil sie das ganz schnell selbst erledigt hätte oder es grundsätzlich völlig nebensächlcih findet - oder aber was so selbstverständlich ist, dass sie es gar nicht wahrnimmt, während Du Dich als Superheld fühlst dabei (ja, ist bewußt überzogen) - dafür gibt es etwas anderes, für sie wichtiges, was Du gar nicht "auf dem Radar hast" => ich finde es wahnsinnig wichtig und gewaltig sinnvoll, so etwas ganz, ganz regelmässig abzugleichen. Am Ende des Tages ist Deine schöne Liste, was Du ihr nicht alles hilfst und tust nur in den Wind gepustet, wenn nicht auch alles bei ihr ANKOMMT.

4. was fehlt Eurer Beziehung?
was hat inzwischen "der Alltag gefressen"? Wundervoll, dass Du sie liebst - genauso wichtig ist aber auch, dass sie sich GELIEBT FÜHLT - und umgekehrt. Glaubst Du, sie liebt Dich? Wahrscheinlich. Fühlst Du Dich geliebt? Wahrscheinlich nicht. Aber genau das ist wichtig. Wenn man sich vom anderen nicht geliebt, begehrt, geschätzt FÜHLT, bricht vieles runter, auch dann, wenn derjenige das faktisch tut.
Da helfen kleine Rituale an die man sich unbedingt und strikt hält. Und ab und an mal gemeinsame "Ruheinseln" - mit gemeinsamer Zeit. Nicht nebeneinander, sondern miteinander. 1/10 der Zeit MITeinander bringt so viel mehr als die 10 fache Zeit NEBENeinander. Wenn Du ab und an die ganze Woche weg bist hast Du doch bestimmt auch mal in der Woche frei. Die Kinder sind vormittags in der Kita - was macht Ihr dann?

bevor das flasch rüber kommt: alle Punkte gelten natürlich immer und diskussionslos in BEIDE Richtungen

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14. Dezember 2017 um 12:49
In Antwort auf avarrassterne1

1. Grenzen setzen!!!
Sag ihr klipp und klar, dass sie im Moment schlichtweg unerträglich ist.
Ja, das wird erst mal ins Wespennest stechen und sie wird es auch nicht glauben können und wollen, weil ihre eigene Wahrnehmung der Situation ziemlich sicher eine völlig andere ist - und dass diese Wahrnehmung trügt, ist "von innen" im Grunde nicht erkennbar.
Kurz: das Ganze wird nicht schön, aber es ist wichtig und notwendig (es sei denn Du entscheidest auf "ist mir zu doof, ich gehe", natürlich)

2. Ursachen suchen
so reagieren Menschen vor allem, wenn sie sich stark überfordert fühlen. Kann tatsächlich oder "nur" gefühlt sein, die Auswirkungen sind die gleichen. Im einfachsten Falle fehlt ihr ein PASSENDER Ausgleich. Das, was "ihren Akku wieder auffüllt" - ich sehe es oft, dass Menschen eigentlich genug Zeit für sich haben - die aber nicht so nutzen, dass es ihnen auch hilft. Sie hat die Vormittage für sich, sie hat ein Hobby, so weit so gut - aber HILFT ihr das auch (genug)? Wenn nein, was kann man ändern und wie?

3. was fehlt ihr?
Dass Du viel für sie tust und viel hilfst, heisst noch lange nicht, dass das auch bei ihr so ANKOMMT. Vielleicht ist einiges dabei, was sie nicht wirklich als Hilfe empfindet, weil sie das ganz schnell selbst erledigt hätte oder es grundsätzlich völlig nebensächlcih findet - oder aber was so selbstverständlich ist, dass sie es gar nicht wahrnimmt, während Du Dich als Superheld fühlst dabei (ja, ist bewußt überzogen) - dafür gibt es etwas anderes, für sie wichtiges, was Du gar nicht "auf dem Radar hast" => ich finde es wahnsinnig wichtig und gewaltig sinnvoll, so etwas ganz, ganz regelmässig abzugleichen. Am Ende des Tages ist Deine schöne Liste, was Du ihr nicht alles hilfst und tust nur in den Wind gepustet, wenn nicht auch alles bei ihr ANKOMMT.

4. was fehlt Eurer Beziehung?
was hat inzwischen "der Alltag gefressen"? Wundervoll, dass Du sie liebst - genauso wichtig ist aber auch, dass sie sich GELIEBT FÜHLT - und umgekehrt. Glaubst Du, sie liebt Dich? Wahrscheinlich. Fühlst Du Dich geliebt? Wahrscheinlich nicht. Aber genau das ist wichtig. Wenn man sich vom anderen nicht geliebt, begehrt, geschätzt FÜHLT, bricht vieles runter, auch dann, wenn derjenige das faktisch tut.
Da helfen kleine Rituale an die man sich unbedingt und strikt hält. Und ab und an mal gemeinsame "Ruheinseln" - mit gemeinsamer Zeit. Nicht nebeneinander, sondern miteinander. 1/10 der Zeit MITeinander bringt so viel mehr als die 10 fache Zeit NEBENeinander. Wenn Du ab und an die ganze Woche weg bist hast Du doch bestimmt auch mal in der Woche frei. Die Kinder sind vormittags in der Kita - was macht Ihr dann?

zu 1)
das wird ein sehr schwieriges Thema und ich muss mir genau überlegen, wie ich das anstellen soll ohne das es ins Gegenteil ausschlägt. Ich hab überlegt ihr vielleicht mal einen Brief zu schreiben, in dem ich darstelle wie ich mich fühle im Moment inkl. der Bitte auch zusammen darüber zu sprechen. 

zu 2)
Zeitmanagement ist nicht ihre Stärke. Sogar Morgens, wenn die Kinder für den Kindergarten 'fertig' gemacht werden müssen, weckt sie sie zu spät, so dass es immer hektisch wird am Ende. Ich hab sie auch schon mal versucht früher zu wecken und musste mir sofort wieder einen Vorwurf gefallen lassen, dass ich die Kinder doch schlafen lassen soll. Das ich das mache um den Stress am Morgen zu verbessern nimmt sie dabei gar nicht wahr. Was ich ursprünglich nicht geschrieben habe ist auch ein Elternteil von Ihr vor wenigen Jahren gestorben. Jetzt versucht sie dieses Elternteil zu ersetzen und sich um alles zu kümmern. Das kostet auch viel Ihrer Zeit. Auch glaub ich dass sie das noch nicht richtig verarbeitet hat. Und sie das auch überfordert.

zu 3)
ich wollte das nicht so darstellen, dass ich mich als 'Superheld' fühle. Alle Dinge, die ich mache, halte ich für selbstverständlich. Ich wollte damit nur sagen, dass ich mich auch einbringe in das Thema Haushalt und Kinder. Aber natürlich nicht so stark wie meine Frau. Aber auch diese selbstverständlichen Dinge kommen nicht bei Ihr an - da geb ich Dir recht. Ich will dafür auch kein Lob von Ihr. Aber sie nimmt es einfach nicht wahr - und am Ende des Tages bleiben nur die negativen Punkte 

zu 4)
ich weiß, dass ich sie liebe. Und ich versuche es ihr auch zu zeigen. z.B. in dem ich irh vom Einkaufen was mitbringe, was sie gerne mag. Ihr mal ein Kompliment mache. Oder sie einfach mal so in den Arm nehme. Solche Kleinigkeiten eben. Aber auch das kommt nicht an. Und umgekehrt kann ich gar keine solchen Signale spüren. Wenn ich beruflich weg bin ist das dann auch nur von Montag bis Freitag oder einen Teil davon. Ich hab allerdings nicht frei dadurch.

Prinzipiell geb ich Dir bei allen Punkten Recht. Nur hab ich das Problem, dass ich nicht weiß wie ich am besten an sie ran komme um genau das zu erreichen und zu verbessern.

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14. Dezember 2017 um 13:14
In Antwort auf frustrated999

zu 1)
das wird ein sehr schwieriges Thema und ich muss mir genau überlegen, wie ich das anstellen soll ohne das es ins Gegenteil ausschlägt. Ich hab überlegt ihr vielleicht mal einen Brief zu schreiben, in dem ich darstelle wie ich mich fühle im Moment inkl. der Bitte auch zusammen darüber zu sprechen. 

zu 2)
Zeitmanagement ist nicht ihre Stärke. Sogar Morgens, wenn die Kinder für den Kindergarten 'fertig' gemacht werden müssen, weckt sie sie zu spät, so dass es immer hektisch wird am Ende. Ich hab sie auch schon mal versucht früher zu wecken und musste mir sofort wieder einen Vorwurf gefallen lassen, dass ich die Kinder doch schlafen lassen soll. Das ich das mache um den Stress am Morgen zu verbessern nimmt sie dabei gar nicht wahr. Was ich ursprünglich nicht geschrieben habe ist auch ein Elternteil von Ihr vor wenigen Jahren gestorben. Jetzt versucht sie dieses Elternteil zu ersetzen und sich um alles zu kümmern. Das kostet auch viel Ihrer Zeit. Auch glaub ich dass sie das noch nicht richtig verarbeitet hat. Und sie das auch überfordert.

zu 3)
ich wollte das nicht so darstellen, dass ich mich als 'Superheld' fühle. Alle Dinge, die ich mache, halte ich für selbstverständlich. Ich wollte damit nur sagen, dass ich mich auch einbringe in das Thema Haushalt und Kinder. Aber natürlich nicht so stark wie meine Frau. Aber auch diese selbstverständlichen Dinge kommen nicht bei Ihr an - da geb ich Dir recht. Ich will dafür auch kein Lob von Ihr. Aber sie nimmt es einfach nicht wahr - und am Ende des Tages bleiben nur die negativen Punkte 

zu 4)
ich weiß, dass ich sie liebe. Und ich versuche es ihr auch zu zeigen. z.B. in dem ich irh vom Einkaufen was mitbringe, was sie gerne mag. Ihr mal ein Kompliment mache. Oder sie einfach mal so in den Arm nehme. Solche Kleinigkeiten eben. Aber auch das kommt nicht an. Und umgekehrt kann ich gar keine solchen Signale spüren. Wenn ich beruflich weg bin ist das dann auch nur von Montag bis Freitag oder einen Teil davon. Ich hab allerdings nicht frei dadurch.

Prinzipiell geb ich Dir bei allen Punkten Recht. Nur hab ich das Problem, dass ich nicht weiß wie ich am besten an sie ran komme um genau das zu erreichen und zu verbessern.

1)
das Problem ist (aus meiner voreingenommenen Sicht), dass Du im Moment das Gegenteil tust. "Meine Angst wird immer größer wieder mal eine Kleinigkeit falsch zu machen. " und "Brief schreiben" - Du gehst der Konfrontation aus dem Weg. Ich kann nicht beurteilen, ob das Deine Art ist oder es an der Situation liegt, aber ich habe meine (großen) Zweifel, ob Du auf diese Art das
STOPP! BIS HIER HIN UND NICHT WEITER!
in der notwendigen Klarheit und Deutlichkeit durchkriegst. Denkst Du, dass das klappt?

2)
ja, gerade in Stress-Situationen ist es verdammt wichtig, einen Plan zu haben, wie man sich wieder regeneriert. Klingt nicht, als hätte sie den - die Folge ist: sie regeneriert nicht bzw. zumindest zu wenig.

3)
wie schon gesagt, der "Superheld" war (bewußt) überzogen. Wann hast Du sie aber zu letzt gefragt, was sie sich von Dir an Hilfe / Unterstützung WÜNSCHT? Also kein nebenbei "bring mal den Müll runter" sondern eher ein ruhiges Gespräch ala "ich sehe, dass Du im Moment ziemlich unter Strom stehst, hast Du eine Idee, wie ich Dich besser unterstützen könnte? Was von den Dingen, die ich tue, könnte ich dafür vielleicht weglassen, weil sie gar nicht so sinnvoll sind? Ich würde mir von Dir wünschen...."

4)
immer noch: die Frage ist nicht, wie Du es ihr zeigst - sondern wie sie es versteht. Mit einer Analogie: Wenn ihr auf verschiedenen Kanälen sendet, könnt Ihr Euch die Lunge aus dem Hals brüllen und der andere wird doch nichts hören.
Überlege Dir, was für Dich die Anzeichen sind, dass Du Ihr wichtig bist. Woran machst Du das fest? Vermutlich deckt sich das in etwa mit dem, was Du für sie diesbezüglich tust. Und dann finde heraus, was das für sie ist. Nicht unwahrscheinlich, dass Du dabei feststellst, dass das der Kanal ist, auf dem sie sendet - Du aber nicht auf Empfang bist.

5)
indem Du klipp und klar sagst, dass es so nicht weiter geht. Für Dich nicht, für sie nicht, für die Kinder nicht, für Euch nicht. Dass Ihr etwas ändern MÜSST und Du zumindest auch etwas ändern WILLST, weil Dir Deine Familie zu wichtig ist, um einfach zu gehen.

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14. Dezember 2017 um 14:07
In Antwort auf avarrassterne1

1)
das Problem ist (aus meiner voreingenommenen Sicht), dass Du im Moment das Gegenteil tust. "Meine Angst wird immer größer wieder mal eine Kleinigkeit falsch zu machen. " und "Brief schreiben" - Du gehst der Konfrontation aus dem Weg. Ich kann nicht beurteilen, ob das Deine Art ist oder es an der Situation liegt, aber ich habe meine (großen) Zweifel, ob Du auf diese Art das
STOPP! BIS HIER HIN UND NICHT WEITER!
in der notwendigen Klarheit und Deutlichkeit durchkriegst. Denkst Du, dass das klappt?

2)
ja, gerade in Stress-Situationen ist es verdammt wichtig, einen Plan zu haben, wie man sich wieder regeneriert. Klingt nicht, als hätte sie den - die Folge ist: sie regeneriert nicht bzw. zumindest zu wenig.

3)
wie schon gesagt, der "Superheld" war (bewußt) überzogen. Wann hast Du sie aber zu letzt gefragt, was sie sich von Dir an Hilfe / Unterstützung WÜNSCHT? Also kein nebenbei "bring mal den Müll runter" sondern eher ein ruhiges Gespräch ala "ich sehe, dass Du im Moment ziemlich unter Strom stehst, hast Du eine Idee, wie ich Dich besser unterstützen könnte? Was von den Dingen, die ich tue, könnte ich dafür vielleicht weglassen, weil sie gar nicht so sinnvoll sind? Ich würde mir von Dir wünschen...."

4)
immer noch: die Frage ist nicht, wie Du es ihr zeigst - sondern wie sie es versteht. Mit einer Analogie: Wenn ihr auf verschiedenen Kanälen sendet, könnt Ihr Euch die Lunge aus dem Hals brüllen und der andere wird doch nichts hören.
Überlege Dir, was für Dich die Anzeichen sind, dass Du Ihr wichtig bist. Woran machst Du das fest? Vermutlich deckt sich das in etwa mit dem, was Du für sie diesbezüglich tust. Und dann finde heraus, was das für sie ist. Nicht unwahrscheinlich, dass Du dabei feststellst, dass das der Kanal ist, auf dem sie sendet - Du aber nicht auf Empfang bist.

5)
indem Du klipp und klar sagst, dass es so nicht weiter geht. Für Dich nicht, für sie nicht, für die Kinder nicht, für Euch nicht. Dass Ihr etwas ändern MÜSST und Du zumindest auch etwas ändern WILLST, weil Dir Deine Familie zu wichtig ist, um einfach zu gehen.

Ich denke schon, dass es meine Art ist Konfrontationen eher aus dem Weg zu gehen. Viele Dinge sind es mir auch einfach nicht wert einen Streit oder Konfrontation einzugehen. In diesem Fall ist es aber anders. Es ist es mir wert. Es geht um das wertvollste und wichtigste was ich habe - um sie, um uns, um die Kinder, um unsere Zukunft. Aber ich möchte Vermeiden mit dieser Art der Konfrontation sofort alles aufs Spiel zu setzen. Ich will Ihr genau das sagen was Du unter 5) geschrieben hast. Ich kenne meine Frau schon einige Zeit, und bin mir relativ sicher, dass sie einfach alles abblocken wird und es zu keinem klaren Gespräch mehr kommen wird, wie es einfach notwendig wäre. Ich muss mir selber noch klar darüber werden, wie ich es angehen will. Keine Angst, ich werde es aber angehen. 

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14. Dezember 2017 um 16:43

Ja - das klingt sehr nachdem wie es im Moment läuft - und wie hast Du es geschafft da raus zu kommen?

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14. Dezember 2017 um 17:31

wir haben praktisch keinen Sex mehr. Wenn geht (und ging es immer schon) von mir aus. ich hätte noch Lust auf sie. Aber wenn man fast immer abgewiesen wird, verliert man auch irgendwann die Motivation es wieder zu versuchen. Ich suche ihre Nähe. Versuche mich an sie zu kuscheln. Manchmal geht sie einfach weg, oder rückt weg. Das ist dann sehr frustrierend für mich. Oder ich nehme sie in den Arm. Dann kommt oft - lass mich einfach. 

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14. Dezember 2017 um 18:54

Vielleicht braucht ihr für euch externe Hilfe, durch einen Mediator/in, Superviso/rin, Eheberatung... ich denke, wenn sie bei dir das Mauern anfängt, braucht es jemand von aussen, der mit euch die Situationen beleuchtet. Mein Mann und ich hatten auch mal ne üble Krise. Wir waren bei einem Supervisorteam, jeder für sich und das half uns dann miteinander wieder zu sprechen. Mein Mann war vorher immer der Typ, der alles nur mit sich ausmachte oder in sich reinfraß, doch er musste erkennen, das Kommunikation auch wenn es unangenehm ist, unabdingbar für eine gute Beziehung ist! Das hat bei uns alles sehr positiv verändert! 

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15. Dezember 2017 um 13:03

Es geht NICHT um Beratung sondern um jemanden der zwischen den beiden vermitteln kann. Und Familienmitglieder sind meist nicht neutral, daher kann man dann auch sowas mal in Betracht ziehen. Was nutzt es ihm mit der verbalen Faust da durchzureiten wenn sie mauert aber er an Problemlösung interessiert ist. Herrschaftszeiten lana ...

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18. Dezember 2017 um 4:45

Ich finde, das wesentliche steckt in dem sich halbjährlich wiederholenden Muster:
Plötzlich fährt sie ihn an, aus dem Nichts heraus. Können gerade noch eben vorher zusammen gefrühstückt und Kaffee getrunken haben, er mag vllt in Gedanken im kommenden Sommerurlaub mit ihr gewesen sein; ist in seine  noch immer verliebt.
Er weiss nicht, wie ihm geschiet. Hat nicht den blassesten Schimmer einer Erklärung.

Er möchte nach einer Schreckminute mit ihr sprechen; was los ist. Warum sie auf einmal so denkt und so wütend ist. Warum sie Lust auf Kaputtmachen hat.

Aber sie verschliesst sich. Aussprache kann nicht stattfinden.

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1. Januar 2018 um 9:31

Mist jetzt hätte ich dir so einen langen Text geschrieben habe mich extra angemeldet nun ist alles weg.wenn ich Zeit habe schreibe ich dir.denn unser ehe ist exakt die selbe.
 

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30. Januar um 12:41
In Antwort auf frustrated999

Ich bin im Moment ziemlich am Boden zerstört. Ich weiß einfach nicht mehr wie ich mich verhalten soll?
Ich bin 42 Jahre alt. Wir haben 2 kleine Kinder im Alter von 3 und 5 Jahren. Wir sind seit 14 Jahren verheiratet.
Beide gehen in den Kindergarten und waren auch schon vorher (ab ca. 1,5- 2) vormittags in der Kindergrippe. Ich gehe Vollzeit arbeiten, meine Frau betreut die Kinder und kümmert sich um den Haushalt.
Wobei ich hier auch helfe wo ich kann. Ich bringe abends die Kinder alleine oder jeweils 1 ins Bett, fahre sie morgens in den Kindergarten oder mach sie zumindest mit fertig. Am Wochenende koche ich meistens für uns und gehe zum Einkaufen oder putze auch mal die Wohnung mit.
Aber ansonsten bleibt natürlich mehr vom Haushalt und bezüglich der Organisation der Kinder (Arzttermine, Freizeitaktivitäten, &hellip bei meiner Frau hängen. Hin und wieder bin ich auch beruflich unterwegs und ca. 1 Woche pro Monat nicht zu Hause.
Ansonsten kümmere ich mich um die alltäglich anfallenden handwerklichen Kleinigkeiten, die im Haus so anfallen.
 
Vor ca. 2 Jahren hab ich schon mal eine Veränderung festgestellt und hatte bemerkt, dass es ihr nicht gut geht und sie sich verändert hat. Sie hat geweint, nachts nicht gut geschlafen, sich über alles Mögliche Sorgen gemacht. Wir haben uns dann auch entschieden die kleine vormittags auch in die KITA zu bringen, so dass sie etwas Zeit für sich hat. Ich glaube sie war mit der Situation einfach überfordert. Sie hat z.B. unsere kleine Angeschrien, weil sie geweint hat. Ansonsten war und ist sie auch eine sehr liebevolle Mutter, die sich toll um die Kinder kümmert und sich mit ihnen auseinandersetzt.
Sie war auch damals schon sehr gereizt und hat mich angeschrien, wegen Dingen, die ich nicht wirklich nachvollziehen konnte. Oft habe ich es einfach nur hingenommen und hinuntergeschluckt, auch wenn es verletzend war. Ich habe mir damals schon Gedanken gemacht, was die Ursache sein konnte und bin auf das Thema postportale Depression gekommen. Als ich sie damals damit konfrontiert habe, hat sie komplett abgeblockt. Ich habe versucht zu erklären, dass ich ihr nur helfen und ich sie auf keinen Fall irgendwie abstempeln will, aber ich bin einfach nicht an sie rangekommen. Ich hatte auch vorgeschlagen uns gemeinsam beraten zu lassen, bei dem ersten Termin mit dabei zu sein oder mal eine Mutter-Kind Kur zu machen. Aber alles wurde strickt abgelehnt. Dann gab es wieder bessere und schlechtere Phasen.
 
Aber seit einigen Wochen wird es immer schlimmer. Bei jeder Kleinigkeit geht sie an die Decke. Ich kann ihr einfach nichts mehr recht machen. Versuche ich mit ihr zu reden, schreit sie mich nur noch an und macht mir Vorwürfe. Alles was ich mache wird schlecht gemacht. Meine Arbeit, unser Haus (dass wir damals gemeinsam zum großen Teil selber mit gebaut haben), meine Eltern, mein Verhalten. Es geht oft um extreme Kleinigkeiten. So macht das Leben einfach keinen Spaß mehr. Sie verhält sich nicht nur mir gegenüber so (verbal) aggressiv, sondern manchmal auch gegenüber anderen. Sie sagt sie hat sich entscheiden, sich nichts mehr gefallen zu lassen. Aber das kann doch nicht so weit gehen, dass man keine Empathie mehr für andere aufbringen kann. Ich habe immer versucht auf Ihre Vorwürfe einzugehen und keine Fehler mehr zu machen. Aber jeder macht doch mal einen kleinen Fehler. Wie z.B. dass ich mal vergessen habe die Haustüre nachts abzusperren (sie ist aber auch so nicht von Außen aufzumachen). Und schon endet das in Vorwürfen von ihrer Seite. Manchmal ist man einfach abgelenkt und man vergisst es einfach mal. Ich hab nur noch das Gefühl, dass alles Negative zählt. Alles positive was ich für sie und die Kinder mache wird einfach ignoriert. Wenn im Haus bei uns was nicht funktioniert (egal ob Telefon, oder sonst eine Kleinigkeit) ist es immer meine Schuld. Ich hab ja kein Problem mich darum zu kümmern, wenn etwas nicht funktioniert, aber es ist einfach verletzten wenn einem immer die Schuld daran gegeben wird. Ich hab auch schon versucht, sie dazu zu bringen, dass wir mal gemeinsam darüber reden. Ich hab ihr gesagt, sie soll alles aufschreiben, was ihr an mir stört, und was sie positiv an mir sieht. Und ich mache das gleiche. Und dann reden wir in Ruhe darüber um einfach die Emotionen etwas raus zu nehmen. Aber auch das hat sie abgelehnt. Sie braucht so was nicht, war die Antwort. In letzter Zeit kommt dazu, dass sie mir droht, dass wir uns trennen, wenn ich mich nicht ändere. Aber dabei weiß ich nicht mal was das genau sein soll. Was soll ich ändern?

Letzte Woche ist sie z.b. ausgerastet, weil ich ihr einen Geschenke-Wunsch unserer Tochter mitgeteilt habe, den sie mir erzählt hat. Weder habe ich das Geschenk eigenmächtig gekauft, oder auch darauf beharrt es zu machen. Sie hat mich angeschrien, wie ich denn darauf kommen würde unserer Tochter noch was zu besorgen. Sie braucht nicht alle Wünsche erfüllt bekommen; Das wollte ich damit auch nicht sagen, ich hab es einfach nur gut gemeint und ihr davon erzählt. Aber das scheint überhaupt nicht mehr zu zählen. Was mir aber am meisten wehtut ist, wenn sie z.B. unsere kleine anschreit, wenn sie mal hinfällt. ‚Kannst Du nicht besser aufpassen – Du musst doch das endlich mal kapieren‘. Aber unsere Tochter ist doch noch ein Kleinkind, das einfach manchmal ungeschickt ist. Ich würde erwarten, dass sie sie einfach in den Arm nimmt und tröstet, aber nicht, dass sie sie anschreit. Meistens nehme ich sie dann in den Arm. Aber ich fühle mich dann auch nicht ganz wohl, weil meine Frau dann die 'Böse' ist. Aber in dem Moment kann ich einfach nicht anders. Oder sie schüttet mal ein Glas um – ist ja alles nicht so wild, aufgewischt – dauert nicht mal 5 Minuten, fertig. Nur meine Frau sieht das anders.
 
Es gibt auch Kleinigkeiten, die mich an ihr stören. Aber das nehme ich einfach so hin. Für mich sind das eben Dinge, die es nicht wert sind darüber einen Streit anzufangen. Und die gehören zu einem Menschen einfach dazu.
 
Trotz allem liebe ich sie aber immer noch. Ich mach ihr auch mal kleine Geschenke oder bring ihr vom Einkaufen was mit, was sie gerne mag. Ich geh immer wieder auf sie zu und nehme sie in den Arm. Von ihr kommt aber gar nichts. 

Aber ich weiß einfach nicht mehr wie ich mich verhalten soll?
Ich kann nachts nur noch schlecht schlafen, weil ich nicht mehr abschalten kann. Meine Angst wird immer größer wieder mal eine Kleinigkeit falsch zu machen. Auch will ich unseren Kindern nicht antun, dass wir uns trennen. Ich weiß einfach keinen Rat mehr.
 

Hallo frustrated999,
ich befinde mich auch schon Jahre in deiner Situation. Habe mich angemeldet um zu hören wie es Dir ergangen ist oder ob sich was geändert hat.  Wäre toll wenn du Dich melden würdest 

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