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Dyskalkulie (Rechenschwäche) ich brauche Hilfe!

30. Oktober 2010 um 12:40 Letzte Antwort: 3. November 2010 um 17:58

Hi zusammen,

ich bin heute auf Dyskalkulie gestoßen.

Und zwar habe ich in einem anderen Forum mein Problem geschildert, dass ich total schlecht im Rechnen bin (ich bin 24j. vom Beruf Verkäuferin und schäme mich mich zur Zeit total für meine Schwäche..)

Die Symptome passen genau (bis auf einige Abweichungen 1-2) aber sonst ist alles genau so wie es beschrieben ist.

Ich weiß nicht mehr weiter.. in fast jedem Text las ich nun.. das dieses Problem nicht zu heilen ist..

Man kann es wohl in den Griff bekommen, aber... immer geht es nur um Schulkinder.

Ich habe diese Schwäche schon ewig (seit ich denken kann)

Nur immer wurde ich als zu dumm dargestellt um zu Rechnen.. oder.. weil ich *angeblich* nicht aufgepasst habe.

Aber dem ich nicht so.. ich bin sehr gerne in die Schule gegangen und war auch immer beim Matheunterricht dabei.

Wie kann ich jetzt mit 24j. dieses Problem noch in den Griff bekommen? Und.. wie diagnostiziert man diese Schwäche auf dem Papier? (gibt es sowas überhaupt?)

Geht man mit der Vermutung zum Arzt oder zum Psychologen? Muss man sich mit sowas einen neuen Beruf suchen ? (Ich bin frisch aus der Verkäufer Ausbildung)

Danke schonmal, ich weiß der Text ist elend lang.. aber.. ich brauche diese Hilfe einfach ^^

Danke schonmal

Euer Babydog

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3. November 2010 um 17:58

Habe auch das gleiche problem
seit der grundschule bin ich eine absolute niete in mathe. in keinem anderem fach war ich so schlecht wie in mathe. meine lehrerin meinte ich bin zu faul zum lernen und das ich mehr üben sollte, aber meine mutter hat sich nen scheiß darum gekümmert, ob ich HA mache oder nicht. wenn ich nicht mit den aufgaben klargekommen bin, meinte sie: musste besser in der schule aufpassen und wenn ich sie gefragt hab, ob sie mir helfen kann hat sie immer gemeint, das sie keine lust hat. in der schule hab ich mich dann gar nicht mehr getraut nachzufragen, weil ich von den anderen kindern ausgelacht & als dumm abgestempelt wurde. also hab ich irgendwann dicht gemacht.

hab mich vor ein paar jahren darüber informiert, wie man dyskalkulie behandeln kann & es gibt wege und möglichkeiten, wenn man geld hat und solch eine therapie zahlen kann. und schon allein der feststellungstest kostet hier in berlin um die 70. und dann kann man sich ausrechnen, was dann erst die therapiestunden kosten. und es dauert jahre, bis man auf nem annehmbaren mathematischen wissensstand steht. die krankenkasse wollte die kosten bei mir nicht übernehmen und das jobcenter hatte ich auch gefragt, ob die evtl die kosten übernehmen könnten, da ich damals keine passende ausbildung/arbeit gefunden habe. haben sie aber natürlich auch nicht. ich hab echt kein plan, was aus mir beruflich werden soll...hab in der gastronomie eine abgeschlossene ausbildung, hatte aber glück und musste nie mit geld umgehen bzw die gäste kassieren. aber in den beruf kann ich wohl schlecht arbeiten, ohne 5+7 rechnen zu können (das ist jetzt kein scherz)
hab dann nach der ausbildung fachabi angefangen, bin aber natürlich kläglich gescheitert
danach hab ich dann 1 1/2 jahre für eine dienstleistungsfirma gearbeitet, wo eigentlich kein 'können' gefordert wurde, aber die bezahlung war äusserst schlecht& hab von 6h früh bis abends 19 20h gearbeitet, von mo-sa. das ging dann irgendwann total an die substanz. jetzt habe ich durch ein paar berufliche kontakte eine stelle als verkäuferin im einzelhandel ergattern können, aber ich hab unheimlich angst mich dort nicht halten zu können, weil die cheffin und auch die anderen mitarbeiter sehr viel von mir abverlangen.
also wieder zurück zu dir.. es gibt wege und möglichkeiten. frag bei deiner krankenkasse ob sie evtl die kosten einer therapie übernehmen würden. informiere dich im inet, ob es bei dir in der nähe eine dyskalkulietherapieeinrichtung gibt und spreche dort mal vor.
lg

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