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Durch Sertralin extrem aggressiv und Emotionswahrnehmungstraining

28. Dezember 2017 um 4:23 Letzte Antwort: 19. Februar 2018 um 21:44

Hallo Leute,

Ich nehme seit Anfang Dezember Sertralin und bin dadurch extrem aggressiv. Bei mir steht schon Verdacht auf Emotionale Instabilität (impulisver Typ) weil, ich Hass gegenüber jeden habe und meine Wut nicht kontrollieren kann. Wut ist übrigens die einzige Emotion die ich empfinde. Ich empfand vor einer Weile noch Ekel. Der ist mittlerweile auch weg.

Die Psychologin vermutet das ich ohne Empfindung für Emotionen zur Welt kam. Was ist da gemeint? Ich bin Ihrer Meinung nach sehr emotional weil, ich die einzige Emotion "Wut" sehr stark empfinde. Reue u. Schuld empfinde ich gar nicht. Angst nur selten und kurz.

Die Grundemotionen gar nicht. Ich zeige allerdings alle Emotionen weshalb mich die meisten für sensibel halten. Ich täusche auch Trauer vor wenn jemanden etwas passiert obwohl es mir egal ist.

Weil, ich in der Therapie meine Emotionen nicht einschätzen konnte (1-10). Wollen Sie dass ich an der Emotionswahrnehmung arbeite. Bevor wir an den Zwangsgedanken arbeiten. Aber, ich weiß welche Emotionen ich zeigen muss. Ich empfinde einfach nichts. Wieso sollte ich dann an der Wahrnehmung arbeiten? Das ergibt keinen Sinn? Denkt Ihr ein MRT hilft herauszufinden ob, ich doch was empfinde? 

Ich musste vor einer Weile auch Fluoxin nehmen. Was mich extrem aggressiv machte und ich fing an auf Dinge einzuschlagen.

Sollte ich weiter "Drogen" nehmen  oder nicht?

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28. Dezember 2017 um 8:15

Sachte und von vorn bitte.

Dass Dir das Sertralin verschrieben wurde, hat doch einen Grund, oder? Worum ging es da?
Wird eigentlich meist bei Angststörungen verschrieben und das passt irgendwie gar nicht zu Deiner Beschreibung?

Wenn ein Medikament bei Dir komische Wirkungen / Nebenwirkungen hat - immer den Doc darauf ansprechen. Das kann niemand in einem Forum lösen, wir sind keine Ärzte und Dich und Deine Geschichte kennen wir auch nicht. Da muss jemand eine Lösung finden, der sich damit auskennt - wir sind es nicht. Einfach Medikamente absetzen, ist jedenfalls keine sinnvolle Lösung.

Letzter Punkt: die Psyche macht mit uns manchmal komische Sachen. Gerade in Sachen Wahrnehmung und auch Erinnerung. Um es noch mal zu betonen: ich kenne Dich nicht, Deine Symptomatik nicht, Deine Geschichte nicht, ich bin auch kein Arzt. Aber ich habe viel mehr Erfahrungen mit amoklaufenden Emotionen, Wahrnehmung und Erinnerung als ich je wollte.
Es gibt definitiv Konstellationen, in denen man der eigenen Wahrnehmung und auch der eigenen Erinnerung kein bißchen trauen kann. Da kann man sich GANZ SICHER sein, dass man das Gefühl xy in der Situation z GEWISS NICHT hatte - und dennoch falsch liegen. Man kann Emotionen nicht zulassen, ohne dass es einem bewußt ist - und damit ganz klar WISSEN, dass man ein Gefühl NICHT HAT, es einfach nicht kommt - und noch nicht mal mitbekommen, dass man es nur abgeblockt hat.

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30. Dezember 2017 um 23:06
In Antwort auf avarrassterne1

Sachte und von vorn bitte.

Dass Dir das Sertralin verschrieben wurde, hat doch einen Grund, oder? Worum ging es da?
Wird eigentlich meist bei Angststörungen verschrieben und das passt irgendwie gar nicht zu Deiner Beschreibung?

Wenn ein Medikament bei Dir komische Wirkungen / Nebenwirkungen hat - immer den Doc darauf ansprechen. Das kann niemand in einem Forum lösen, wir sind keine Ärzte und Dich und Deine Geschichte kennen wir auch nicht. Da muss jemand eine Lösung finden, der sich damit auskennt - wir sind es nicht. Einfach Medikamente absetzen, ist jedenfalls keine sinnvolle Lösung.

Letzter Punkt: die Psyche macht mit uns manchmal komische Sachen. Gerade in Sachen Wahrnehmung und auch Erinnerung. Um es noch mal zu betonen: ich kenne Dich nicht, Deine Symptomatik nicht, Deine Geschichte nicht, ich bin auch kein Arzt. Aber ich habe viel mehr Erfahrungen mit amoklaufenden Emotionen, Wahrnehmung und Erinnerung als ich je wollte.
Es gibt definitiv Konstellationen, in denen man der eigenen Wahrnehmung und auch der eigenen Erinnerung kein bißchen trauen kann. Da kann man sich GANZ SICHER sein, dass man das Gefühl xy in der Situation z GEWISS NICHT hatte - und dennoch falsch liegen. Man kann Emotionen nicht zulassen, ohne dass es einem bewußt ist - und damit ganz klar WISSEN, dass man ein Gefühl NICHT HAT, es einfach nicht kommt - und noch nicht mal mitbekommen, dass man es nur abgeblockt hat.

Ja, es hat einen Grund. Ich bekam Sertralin gegen meine Zwangsgedanken und "depressionen". Die Psychologin hält meinen Zustand das mir alles egal ist und die fehlende Empathie für ein Symptom von schweren Depressionen. Obwohl ich das für totalen Schwachsinn halte. Ja, es wird auch für Angststörungen gegeben, allerdings ist das bei mir nicht der Fall.

Weil, ich unfähig bin erstmal eine gefährliche Situation wahrzunehmen und dazu Angst zu empfinden. Als mich mal jemand mit einem Messer erstechen wollte, hatte ich keine Angst eher war es wie ein Adrenalinrausch als würde ich gerade Fallschirmspringen oder Extremsport betreiben. Ich hatte keine Angst eher war mir alles egal und ich war total fasziniert. Selbst in hochemotionalen Situationen reagiere ich prarktisch gar nicht.

Ich habe aber nichts abgeblockt. Schon als Kind konnte ich Emotionen nicht spüren noch hielten Sie lange an. Ich habe eher alles vorgetäuscht. Ich musste Emotionen wie Angst, Trauer, Freude lernen zu empfinden, zeigen und darauf zu reagieren. Allerdings ist es keine Alexithymie. Ich habe zwar Schwierigkeiten Gefühle in den Gesichtern zu erkennen allerdings nicht in den Augen.

Bei einem AS-Augenemotionstest hatte ich 26 von 36 Pkt. was Asperger und Alexithymie ausschliesst. Auch ist 26 Pkt. für normalos überdurchschnittlich gut.
Was heisst das ich Gefühle anderer sehr gut wahrnehme nur sind Sie mir total egal. (Erkenne Emotionen an Körpersprache). Wenn z.B. ein Mädchen vor mir weint, erkenne ich es und weiss auch weshalb nur fühle ich nichts dabei.

Auch heute täusche ich Emotionen halb bewusst vor. Wenn ich jemanden verletzt habe, bereue ich es nicht, sondern verachte die Person. Wenn es allerdings jemand weiss und mich Konsequenzen erwarten. Fange ich an zu weinen und entschuldige mich und wenn vergeben ist und mich keine Konsequenzen erwarten. Tut es mir nicht leid und ich rechtfertige mich.

Jetzt zur Depression. Mein ambulanter Psychiater stellte anfangs die Diagnose: "redressive mittlerschwere depressive Episode" und später "Traurigkeit" obwohl ich nicht einmal traurig war . Er sagte es sei keine Depression eher Einsamkeit. Ich sei nicht selbstmordegefährdet und meistens gehts mir ziemlich gut.

Meiner Meinung zeigt sich meine Depression. In motivationslos, antriebslos, ständig müde und zwei Wochen Selbstmitleid und Langweile.

Die Meinung der Psychologin (Symptome Depression): antriebslos, unmotiviert, ständig müde, aggressiv, gefühlskalt, gelangweilt, emotionslos, alles egal.
Alles wegen schweren depressiven Symptomen ! Dümmer gehts nicht, echt 

Hoffe konnte deine Fragen beantworten 

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31. Dezember 2017 um 12:32
In Antwort auf boy2017l

Ja, es hat einen Grund. Ich bekam Sertralin gegen meine Zwangsgedanken und "depressionen". Die Psychologin hält meinen Zustand das mir alles egal ist und die fehlende Empathie für ein Symptom von schweren Depressionen. Obwohl ich das für totalen Schwachsinn halte. Ja, es wird auch für Angststörungen gegeben, allerdings ist das bei mir nicht der Fall.

Weil, ich unfähig bin erstmal eine gefährliche Situation wahrzunehmen und dazu Angst zu empfinden. Als mich mal jemand mit einem Messer erstechen wollte, hatte ich keine Angst eher war es wie ein Adrenalinrausch als würde ich gerade Fallschirmspringen oder Extremsport betreiben. Ich hatte keine Angst eher war mir alles egal und ich war total fasziniert. Selbst in hochemotionalen Situationen reagiere ich prarktisch gar nicht.

Ich habe aber nichts abgeblockt. Schon als Kind konnte ich Emotionen nicht spüren noch hielten Sie lange an. Ich habe eher alles vorgetäuscht. Ich musste Emotionen wie Angst, Trauer, Freude lernen zu empfinden, zeigen und darauf zu reagieren. Allerdings ist es keine Alexithymie. Ich habe zwar Schwierigkeiten Gefühle in den Gesichtern zu erkennen allerdings nicht in den Augen.

Bei einem AS-Augenemotionstest hatte ich 26 von 36 Pkt. was Asperger und Alexithymie ausschliesst. Auch ist 26 Pkt. für normalos überdurchschnittlich gut.
Was heisst das ich Gefühle anderer sehr gut wahrnehme nur sind Sie mir total egal. (Erkenne Emotionen an Körpersprache). Wenn z.B. ein Mädchen vor mir weint, erkenne ich es und weiss auch weshalb nur fühle ich nichts dabei.

Auch heute täusche ich Emotionen halb bewusst vor. Wenn ich jemanden verletzt habe, bereue ich es nicht, sondern verachte die Person. Wenn es allerdings jemand weiss und mich Konsequenzen erwarten. Fange ich an zu weinen und entschuldige mich und wenn vergeben ist und mich keine Konsequenzen erwarten. Tut es mir nicht leid und ich rechtfertige mich.

Jetzt zur Depression. Mein ambulanter Psychiater stellte anfangs die Diagnose: "redressive mittlerschwere depressive Episode" und später "Traurigkeit" obwohl ich nicht einmal traurig war . Er sagte es sei keine Depression eher Einsamkeit. Ich sei nicht selbstmordegefährdet und meistens gehts mir ziemlich gut.

Meiner Meinung zeigt sich meine Depression. In motivationslos, antriebslos, ständig müde und zwei Wochen Selbstmitleid und Langweile.

Die Meinung der Psychologin (Symptome Depression): antriebslos, unmotiviert, ständig müde, aggressiv, gefühlskalt, gelangweilt, emotionslos, alles egal.
Alles wegen schweren depressiven Symptomen ! Dümmer gehts nicht, echt 

Hoffe konnte deine Fragen beantworten 

das Fehlen von Emotionen kann schon auch ein Depressionssymptom sein, allerdings, wenn es schon immer so war, erscheint es aus meiner laienhaften Sicht auch nicht passend.

Wenn Du aber Diagnosen erhälst, die nicht zu dem passen, was Du jeden Tag erlebst, solltest Du den Doc wechslen.

Btw.: ich habe eine Angststörung - aber als mich jemand mit einem Messer bedrohte, hatte ich auch keine Angst. Witziger Weise ersaufe ich in Angst, da wo mir auch bestimmt NICHTS passiert - wenn es hingegen tatsächlich gefährlich wäre, habe ich auch keine. Naja, in dem Falle war das Pech für den Typen mit dem Messer, der hatte sich die Nummer irgendwie anders vorgestellt ^^ Hätte genauso gut auch Pech für mich sein können, aber das beeindruckt mich jetzt auch nicht wirklich, auch wenn es das wohl sollte.

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5. Januar 2018 um 7:27
In Antwort auf avarrassterne1

das Fehlen von Emotionen kann schon auch ein Depressionssymptom sein, allerdings, wenn es schon immer so war, erscheint es aus meiner laienhaften Sicht auch nicht passend.

Wenn Du aber Diagnosen erhälst, die nicht zu dem passen, was Du jeden Tag erlebst, solltest Du den Doc wechslen.

Btw.: ich habe eine Angststörung - aber als mich jemand mit einem Messer bedrohte, hatte ich auch keine Angst. Witziger Weise ersaufe ich in Angst, da wo mir auch bestimmt NICHTS passiert - wenn es hingegen tatsächlich gefährlich wäre, habe ich auch keine. Naja, in dem Falle war das Pech für den Typen mit dem Messer, der hatte sich die Nummer irgendwie anders vorgestellt ^^ Hätte genauso gut auch Pech für mich sein können, aber das beeindruckt mich jetzt auch nicht wirklich, auch wenn es das wohl sollte.

Meine Psychologin in der Psychiatrie sagte schon dass, ich wahrscheinlich ohne Emotionen auf die Welt gekommen bin. Also ich empfinde nicht, wenn nur wenig.

Die Diagnose ist nur eine Verdachtsdiagnose. Sie konnte noch nichts ausschliessen.

In der Psychiatrie wird trotzdem schnell mal "Borderline PS" diagnostiziert.

Wieso hast du vor etwas Angst was unnötig ist aber, keine Angst vor echten Ereignissen?

 

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5. Januar 2018 um 7:29

Mein Psychiater bekommt Informationen aus der Psychiatrie und die Psychologin in der Klinik verschreibt Medikamente.

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5. Januar 2018 um 17:27
In Antwort auf boy2017l

Meine Psychologin in der Psychiatrie sagte schon dass, ich wahrscheinlich ohne Emotionen auf die Welt gekommen bin. Also ich empfinde nicht, wenn nur wenig.

Die Diagnose ist nur eine Verdachtsdiagnose. Sie konnte noch nichts ausschliessen.

In der Psychiatrie wird trotzdem schnell mal "Borderline PS" diagnostiziert.

Wieso hast du vor etwas Angst was unnötig ist aber, keine Angst vor echten Ereignissen?

 

keine Ahnung, wieso, es gibt für mich keinen erkennbaren Grund. Ich weiß ganz genau, dass mir nichts passieren kann und wird - und dennoch kann ich manchmal die Panikattacken nicht verhindern und die sinnlose Angst schon gar nicht. Emotionen sind halt nicht rational. Krankhafte schon gar nicht.

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5. Januar 2018 um 17:28
In Antwort auf boy2017l

Mein Psychiater bekommt Informationen aus der Psychiatrie und die Psychologin in der Klinik verschreibt Medikamente.

afaik dürfen Psychologen gar keine Medikamente verschreiben - Psychologen sind Sozialwissenschaftler, keine Ärzte?

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30. Januar 2018 um 20:34
In Antwort auf avarrassterne1

afaik dürfen Psychologen gar keine Medikamente verschreiben - Psychologen sind Sozialwissenschaftler, keine Ärzte?

Ja, stimmt die Medikamente bekomme ich von der Ärztin. Ich habe meiner Psychologin nur bescheidt gegeben.

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19. Februar 2018 um 21:44

Danke ist freundlich von dir.

Ich nehme jetzt Sertralin seit drei Monaten und hatte noch keine Wirkung. Ich schlafe den ganzen Tag. Langweile mich zu tode und meine Zwänge sind noch stärker geworden. Mittlerweile habe ich sogar noch mehr bekommen.

Zurzeit kann ich meinen Psychiater nicht erreichen weil, der nicht arbeitet weil er krank ist. Ich bin mittlerweile zu dem Schluss gekommen. Dass ich nicht wirklich depressiv bin. Ich empfinde nichts, nicht weil ich tief traurig bin. Ich empfinde seit meinem etwa siebten Lebensjahr nichts mehr. Denn grund kenne ich nicht dafür. Ich hatte viele Ereignisse in der Kindheit, die man als traumatisch ansehen könnte. Was ich aber nicht als Trauma ansehen würde. Es war schon immer schwer meine Stimmung zu unterdrücken.

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