Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Trauer - Verlust einer geliebten Person

Du weißt erst was Trauer bedeutet, wenn die eigene Mutter stirbt.

3. Februar 2010 um 14:55 Letzte Antwort: 28. September 2018 um 17:40

Meine Mama starb am 25.11.09 im Klinikum Großhadern und ich habe Sie auf Ihrem Weg begleitet. Ich denke, es ist der schwierigste Weg in meinem Leben bisher gewesen aber es war auch der selbstvertändlichste den ich meiner Mama schuldig war. Anfang Otober erfuhr ich von Ihrer Diagnose. Sie bat mich zu kommen um zu reden und gewissen Dinge zu klären. Ich nahm Urlaub und war jeden Tag bei Ihr. Wir waren spazieren am See, tranken Tee im Cafe und gingen Hand in Hand. Es war die für mich intensivste Zeit und die wichtigste, die ich mit ihr erleben durfte. Meine Mama ahnte wohl dass sie die OP nicht übersteht und hat alles geregelt. Sie schrieb ein Testament, regelte ihre Beerdigung, legte das Geld dafür bereit und redete mit mir über die Musik bei ihrer Trauerfeier. Ich hörte mir alles ganz ruhig an, auch wenn mir die Tränen in den Augen standen. Eigentlich wollte ich das gar nicht hören, meinte:" Du wirst wieder gesund und dann fahren wir beide nach Groningen". Sie lächelte.
am 29.10.09 wurde sie operiert. 10 Std. Am Abend vorher war ich noch bei ihr in der Klinik, brachte ihr Zeitschriften und eine kleine Glückssau. Meine Mama gab mir noch einige wichtige Dinge mit und brachte mich dann zum Aufzug. Sie verabschiedete sich mit den Worten: "Ich wünsche dir für dein Leben alles Liebe, sei stark und werde glücklich auf welchem Weg auch immer...ich hab dich sehr lieb" Ich konnte kaum antworten, sagte ihr nur,: Mama wir sehen uns morgen wieder, ich hab dich lieb". Die Tränen schossen mir in die Augen und meine Mama meinte nur, "sei nicht traurig mein Kind"...
Der Aufzug kam und ich weiß bis heute nicht, wie ich heim gekommen bin. als ich daheim war, hatte ich 7 anrufe auf meinem Handy. Ich rief sofort zurück, meine Mama wollte wissen ob ich gut heim gekommen bin. Ich liebe sie für ihre bedingungslose Liebe und Stärke........
Die OP verlief recht gut, dauerte aber so extrem lange, dass ich erst gegen 23.00 Uhr erfuhr dass sie nun auf der Intensiv liegt. Am nächsten Tag durfte ich sie besuchen. Sie hat sogar gelächelt, ein paar Witze gemacht und ich dachte echt, ok...sie ist schwach aber sie ist stark genug um all das zu überleben. Ich sollte mich irren. Bereits 2 Tage später ging es ihr erheblich schlechter und es war eine brutale Qual, meine Mama so zu sehen. Sie schaute mich kurz an, hatte Durst, trockene Lippen. Ich tupfte ihr eine Salbe auf die trochenen, aufgerissen Lippen...es tat mir alles so leid. Dann sah sie mich an und sagte ganz leise: "Maus, ich schaffs nicht"...auch wie ich das geschafft habe, vor ihr so brutal stark zu sein und zu lächeln, ohne Tränen, ich weiß es nicht. Ich nickte nur und meinte: "Doch Mama, du bist nur schwach, ist ganz normal aber das wird schon".
So ging es bald einen Monat. jeden Abend nach der Arbeit fuhr ich nach Hadern....Streichelte meine Mama, erzählte ihr von Gott und der Welt, redete mit den Ärzten. Wenn ich aus der Klinik raus war, musste ich weinen...da sah mich keiner...ich bin heim gefahren, und habe mit meinem Lebensgefährten "normal" weitergemacht. Wir haben geredet und dann ging ich einfach zur Tagesordnung über. Mein Freund hat mich für meine Stärke bwundert, ich hatte Angst vor meiner Stärke. Ich hatte Angst vor mir...und habe sie immer noch.
Da meine Mutter eine Patientenverfügung hatte, hatte ich mehrere Konferenzen mit den Ärzten. Teilweise war es eine absolute Gefühlsfolter, andererseits war da immer noch ein wenig Hoffnung an die ich mich klammerte. Letztendlich sagten mir die Ärzte am 24.10.09, dass meine Mutter es nicht schafft, trotz aller Therapiemaßnahmen. Sie nahmn nichts an, kein Plasma, keine künstliche Ernährung, auch die Nierendialyse schlug nicht mehr an. Am 24.10. wurden diese Geräte abgesellt und meine Mama bekam "NUR" noch Mittel gegen Durst, Schmerz und Angst.
Am 25.11.09 bekam ich einen Anruf in der Früh. Ihr Zustand war sehr schlecht . Ich fuhr sofort hin. Die Intensiv war ganz leer. Nur meine Mama in ihrem Bett. Auf dem Tisch eine Kerze, eine Fl. Wasser und ein Kreuz. So durfte ich Abschied nehmen.
Die ganze Zeit war ich bei Ihr, habe Ihre Hand gehalten, ihre Stirn gestreichelt und Ihr gesagt, dass ich bei Ihr bin. Und wenn sie nun gehen möchte dann kann ich das verstehen.
Meine Mama schlief um 13.35 Uhr ein und ich hielt noch eine Weile ihre Hand. Verstehen konnte ich es in diesem Augenblick nicht. Verstehen wird man es wohl nie. Aber ich bin froh und stolz, dass ich solch eine Mama hatte. Und niemand kann mir diese intensive Zeit nehmen, die ich mit Ihr erleben durfte.
Es schmerzt...jeden Tag aber ich bin Ihre Tochter und ich denke, dieser starken Frau gebührt im Nachhinein mein vollster Respekt .
Mama, ich werde dich nie vergessen. Und erst heute habe ich dir frische Rosen an dein Bild getellt...DU weißt es....

In Liebe...

Da Leben geht weiter, anders als vorher aber es geht.
Mein Vater starb am 01.01 1990,
mein Bruder starb am 25.08.2005
Mama 25.11.2009

ICH VERMISSE EUCH!!!

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24. Februar 2010 um 12:08

Dem stimme ich zu....
Liebe Maralina1!

Als ich Deinen Text las, habe ich hemmungslos geweint...
Meine Mama ist vor einem Jahr an Krebs gestorben!
Sie hat "JAHRE!!!" gekämpft!
Die Ärzte gaben ihr ein halbe Jahr! Sie schaffte 1,5!!!
Bis sie Hirntumore bekam!
Ich habe meine Trauer heute noch nicht im Griff!!!!!
Ich habe in dieser Zeit einfach funktioniert!!!!
Da meine Brüder weiter weg wohnen und es einen Vater auch nicht gibt, war ich ja alles, was meine Mama hatte... und sie war es für mich!
Da eine OP nicht mehr in Frage kam , sie aber auch nicht alleine wohnen konnte, musste ich entscheiden, kündige ich meinen Job und hole sie zu mir nach Hause oder bringen wir sie in ein Hospiz?
Eine Frage, die ich keinem Kind im Alter von 27 Jahren wünsche! Ich habe meine Mama geliebt! Sie ist alles für mich!!! Sie war nicht nur meine Mama, sie war auch meine beste Freundin!!! Aber, ich habe mich beraten lassen und ich muss sagen, vielleicht haben sie alle Recht. Doch trotzdem stelle ich mir die Frage: war es richtig??? Hätte sie es wirklich so gewollt?
Wir haben uns für das Hospiz entschieden. Weil wir der Meinung waren, sie hätte sich als Last gefühlt, wenn ich sie zuhause gepflegt hätte. Wenn ich mich mit meinem Freund gestritten hätte, hätte sie immer gedacht, es wäre wegen ihr!
Ja, so wäre es gewesen! Aber, stellt man sich nicht später immer die Frage, ob man alles richtig gemacht hat?????
Meine Mama hat sich im Hospiz nochmal aufgepeppelt.
Ich habe ernsthaft geglaubt, sie schafft es!!!!!!
Ich wurde zwar immer wieder von den Pflegern zurück auf den Boden geholt, aber ich wollte und konnte mich damit nicht abfinden!!!!
Ich war jeden Tag da... natürlich!!! Wir haben zusammen gegessen.. gelacht... wir waren einkaufen... wir haben Weihnachten gefeiert... Silvester... und am 01.01. wollte sie nicht mehr aufstehen. Von da an ging es steil bergab!!
Nach drei Wochen hat sie nur noch geschlafen. Ich habe neben ihrem Bett gesessen und mein Kopf auf ihre Hand gelegen und habe dort geschlafen. Ich wollte nicht von ihrer Seite! Sie wacht auf, erschreckte sich, als sie mich da sitzen sah und sagte: "Naadiiine... du willst ja wohl nicht die ganze Nacht hier sitzen! Fahr nach Hause... wir sehen uns morgen! Ich bin morgen noch da!"
Ich bin also nach Hause gefahren... und war von dem nächsten Tag an jeden Tag 15 Std. im Hospiz! Sie hat uns immer aus dem Zimmer geschmissen, weil sie nicht wollte, dass wir sie so sehen... aber ich habe mir geschworen, ich lasse sie nicht alleine gehen!!! Ich weiß nicht, wie oft wir uns voneinander verabschiedet haben. Unbewusst. Ich hatte immer Angst, dass, wenn ich gehe, ich einen Anruf bekomme und ich hatte Angst, ihr einmal zu wenig gesagt zu haben, wie sehr ich sie liebe!!!! Ich sagte es ihr jeden Tag!! Und sie nickte immer ganz heftig mit dem Kopf, legte ihre Hand auf ihr Herz und sagte: ich dich auch! Mehr als alles andere! Du bist mein Herz!
Am letzten Tag:
Plötzlich zog mich etwas in ihr Zimmer. Ich legte mich mit meinem Oberkörper auf ihren, küsste sie und hielt sie einfach nur fest! Ich bedankte mich für alles, was sie für mich getan hat. Das ich sie überalles liebe und wenn ich auch nur ansatzweise mal eine so gute Mutter werden würde, wie sie, dass ich dann sehr stolz wäre. Ich sagte ihr, dass ich sie liebe und dann sie nun zu ihrer Mama gehen würde. Wenn die Zeit gekommen wäre, soll sich mich abholen!!
Ich küsste sie. Umarmte sie! Und auch wenn sie sich nicht bewegt hat, von ihr kam sooooooooo viel zurück!!! Eine Energie, für die ich keine Erklärung finde!!
Ich bin dann weinend aus dem Zimmer gelaufen!
Minuten später ist sie eingeschlafen!!!!
Man sollte meinen, dass man es mit Fassung trägt, denn man hatte ja Zeit sich darauf vorzubereiten! Aber, mir hat es den Boden unter den Füssen gezogen!!! Ich bin nochmal rein, weil ich die Wäsche vergessen hatte.
Ich habe nur noch geschrien und geschrien!
Und mir ist auch heute noch nach Schreien zu mute!!!!!
Ich stelle mir die Frage: warum? WARUM bin ich nicht zwei Minuten länger im Zimmer geblieben????? Ich habe sie alleine gehen lassen!! Ich habe mein Versprechen nicht eingehalten!! Und das frisst mich auf!
NIEMAND, kann dir das geben, was dir eine Mutter geben kann!!!! NIEMAND!!!!!
denn: Mutterliebe erstetzt man nicht!!!!!!!

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4. Februar 2010 um 8:14

Mut
Hallo,

icj weiß gar nicht, was ich sagen soll.
Mir stiegen die Tränen in die Augen.
Es war bestimmt ein sehr schwerer Weg, aber du hast ihn für und mit deiner Mama gehen dürfen.

Ist schon komisch wie stark man sein kann, ohne es zu wollen.
Man ist es in solchen Augenblicken einfach.
Im nachhinein kann man das nicht erklären.

Als meine Mama plötzlich mit 54 Jahren am Sekundentod gestorben ist, funktionierte ich wie ein Roboter.
Man glaubte mich kann nichts umhauen.
Wenn ich zurückdenke, weiß ich auch nicht wie ich alles geschafft habe.

Aber wir taten es für unsere Mama`s.
Und eigentlich weiß man erst wie wichtig sie sind, wenn sie nicht mehr da sind.

Aber jetzt sind sie immer bei uns!
Ich wünsche dir viel Kraft und viele schöne Erinnerungen.

Viele Grüße Dani

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7. Februar 2010 um 21:11

Hallo maralina
ich habe Deine Zeilen gelesen und mir stehen die Tränen in den Augen. Es muß wirklich das schlimmste sein, was einem Menschen passieren kann. Du hast zu Deiner Mutter auch noch Deinen Vater und Bruder verloren...ich frage mich,wie kann ein Mensch das nur verkraften

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft maralina
liebe Grüße vom granit

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15. Februar 2010 um 14:57

...
Liebe Maralina,

ich spreche dir mein herzlichstes Beileid aus.
Und meine Bewunderung, du warst so stark und tapfer!

Meine eigene Mutter erkrankte schwer an Krebs als ich 17 war. Ich musste von einem Tag auf den anderen erwachsen werden und mich um sie kümmern, vor allem in den Phasen, in denen sie zu Hause war. Wir haben über ein Jahr hart gekämpft und den Kampf gewonnen! Seit 6 Jahren ist sie wieder gesund.
Trotzdem kann ich ahnen, was du durchgemacht hast. Auch bei mir war es damals so, ich musste funktionieren. Meine Geschwister waren alle schon ausgezogen und mein Vater arbeiten, ich habe gerade mein Abitur gemacht und war noch am meisten zu Hause.
Es ist sooo schlimm die eigene Mutter leiden zu sehen, ihr Trost zu spenden, obwohl es eigentlich das natürlichste ist, dass die Mutter das Kind pflegt. Aber irgendwann dreht sich das Blatt.

Mich haben diese Erfahrungen sehr verändert und geprägt. Meine komplette Familie hat mittlerweile einen unheimlich hohen Stellenwert, ich stelle ausnahmslos alles hinten an, damals die Schule, danach die Uni und heute auch den Job. Wenn etwas mit der Familie ist, interessiert mich das alles nicht mehr. Denn eines habe ich gelernt, wenn du nichts mehr hast, hast du immer noch eine Familie und dann brauchst du auch nichts anderes mehr. Wir halten alle fest zusammen und helfen uns in jeder Situation. Außerdem bin ich selbst egoistischer geworden, ich begebe mich weniger in Situationen, in die ich eigentlich nicht will. Meine Mutter hat das immer gemacht und mir in der Phase der Krankheit anvertraut, dass sie das bereut und gerne noch eine Chance hätte, ihr Leben mehr für sich zu leben. Auch das habe ich mir angenommen und versuche es für mich umzusetzen. Hobbies, Kariere oder Party ist für mich alles völlig relativ, wenn ich die Familie daneben stelle. Diese Einstellung habe ich meiner Mama zu verdanken.

Auch wenn du nicht das Glück hattest wie ich, wird dich diese Erfahrung zu einem besseren Menschen machen. Man lernt Augenblicke wert zu schätzen und Glück sowie Gesundheit nicht als selbstverständlich hinzunehmen. Ich gebe mich auch mit viel geringeren Dingen zufrieden als manch andere Leute, weil meine Prioritäten anders liegen. Ich bin glücklich, wenn alle gesund sind und es allen gut geht. Das ist das höchste Gut auf Erden.

Ich wünsche dir viel Kraft und behalte deine Mama tief im Herzen! Auch sie wird unheimlich stolz auf dich sein, das weiß ich.

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19. Februar 2010 um 20:59

Ich fuehle wie du
Hallo maralina1,
ich kann fühlen was du fühlst.

Auch ich habe meine geliebte Mutti verloren, auch ich durft bei ihr sein , auch ich musste das sterben miterleben , auch ich musste loslassen ,auch ich hatte Angst vor mir und meiner Stärke.

Und auch ich gehe daran zugrunde!!

Tausendmal ich , zum Kotzen.
Wenn jemand immer nur " Ich " sagt findt jeder zum KOTZEN

aber wie soll man es sonst nennen. Du bist allein , in jeder Sek. ,mit jeder Endscheidung, mit deinem Kummer ,mit deiner Angst, mit deinen Gefühlen, mit deiner Trauer ,mit deiner Wut, mit deiner Verzweiflung, mit der LEERE die einfach über dich kommt wenn das liebste ,das erlichste und das verlässlichste auf der Welt geht. Deine MUTTI !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!.

Ich habe meine Mutti am 01.10.08 erloren. Ich durfete Sie bis zum Schluss in meinen Armen halten. Ich habe mit Ihr gekämpt , gelacht und doch verloren.

Ich würde dir jetzt gerne den blöden Spruch sagen
" Die Zeit heilt alle Wunden" tut sie nicht. Es wird auch nicht leichter, aber anders.
Tausend mal am Tag denke ich an Mutti, jede kleinigkeit erinnert mich an Mutti.
"Mutti" immer da und doch so weit.
Ich brauche sie jeden Tag. Manchmal kann ich Sie spüren.
Ich trage immer noch Wut , Angst, Verzweiflung in mir. Manchmal wünschte ich , ich wäre bei Ihr. Ganz oft spricht Sie mit mir.
Du denkst bestimmt , ich habe nen Knall.
Vieleicht stimmt das sogar, aber es hilft mir.

Ich drück dich ganz doll. Wünsche dir Kraft für deine Zukunft.
Und nicht vergessen!!!
Menschen sind Engel mit nur einem Flügel, um fliegen zu können , müssen Sie sich umarmen.
LG Mandoli1

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24. Februar 2010 um 12:08

Dem stimme ich zu....
Liebe Maralina1!

Als ich Deinen Text las, habe ich hemmungslos geweint...
Meine Mama ist vor einem Jahr an Krebs gestorben!
Sie hat "JAHRE!!!" gekämpft!
Die Ärzte gaben ihr ein halbe Jahr! Sie schaffte 1,5!!!
Bis sie Hirntumore bekam!
Ich habe meine Trauer heute noch nicht im Griff!!!!!
Ich habe in dieser Zeit einfach funktioniert!!!!
Da meine Brüder weiter weg wohnen und es einen Vater auch nicht gibt, war ich ja alles, was meine Mama hatte... und sie war es für mich!
Da eine OP nicht mehr in Frage kam , sie aber auch nicht alleine wohnen konnte, musste ich entscheiden, kündige ich meinen Job und hole sie zu mir nach Hause oder bringen wir sie in ein Hospiz?
Eine Frage, die ich keinem Kind im Alter von 27 Jahren wünsche! Ich habe meine Mama geliebt! Sie ist alles für mich!!! Sie war nicht nur meine Mama, sie war auch meine beste Freundin!!! Aber, ich habe mich beraten lassen und ich muss sagen, vielleicht haben sie alle Recht. Doch trotzdem stelle ich mir die Frage: war es richtig??? Hätte sie es wirklich so gewollt?
Wir haben uns für das Hospiz entschieden. Weil wir der Meinung waren, sie hätte sich als Last gefühlt, wenn ich sie zuhause gepflegt hätte. Wenn ich mich mit meinem Freund gestritten hätte, hätte sie immer gedacht, es wäre wegen ihr!
Ja, so wäre es gewesen! Aber, stellt man sich nicht später immer die Frage, ob man alles richtig gemacht hat?????
Meine Mama hat sich im Hospiz nochmal aufgepeppelt.
Ich habe ernsthaft geglaubt, sie schafft es!!!!!!
Ich wurde zwar immer wieder von den Pflegern zurück auf den Boden geholt, aber ich wollte und konnte mich damit nicht abfinden!!!!
Ich war jeden Tag da... natürlich!!! Wir haben zusammen gegessen.. gelacht... wir waren einkaufen... wir haben Weihnachten gefeiert... Silvester... und am 01.01. wollte sie nicht mehr aufstehen. Von da an ging es steil bergab!!
Nach drei Wochen hat sie nur noch geschlafen. Ich habe neben ihrem Bett gesessen und mein Kopf auf ihre Hand gelegen und habe dort geschlafen. Ich wollte nicht von ihrer Seite! Sie wacht auf, erschreckte sich, als sie mich da sitzen sah und sagte: "Naadiiine... du willst ja wohl nicht die ganze Nacht hier sitzen! Fahr nach Hause... wir sehen uns morgen! Ich bin morgen noch da!"
Ich bin also nach Hause gefahren... und war von dem nächsten Tag an jeden Tag 15 Std. im Hospiz! Sie hat uns immer aus dem Zimmer geschmissen, weil sie nicht wollte, dass wir sie so sehen... aber ich habe mir geschworen, ich lasse sie nicht alleine gehen!!! Ich weiß nicht, wie oft wir uns voneinander verabschiedet haben. Unbewusst. Ich hatte immer Angst, dass, wenn ich gehe, ich einen Anruf bekomme und ich hatte Angst, ihr einmal zu wenig gesagt zu haben, wie sehr ich sie liebe!!!! Ich sagte es ihr jeden Tag!! Und sie nickte immer ganz heftig mit dem Kopf, legte ihre Hand auf ihr Herz und sagte: ich dich auch! Mehr als alles andere! Du bist mein Herz!
Am letzten Tag:
Plötzlich zog mich etwas in ihr Zimmer. Ich legte mich mit meinem Oberkörper auf ihren, küsste sie und hielt sie einfach nur fest! Ich bedankte mich für alles, was sie für mich getan hat. Das ich sie überalles liebe und wenn ich auch nur ansatzweise mal eine so gute Mutter werden würde, wie sie, dass ich dann sehr stolz wäre. Ich sagte ihr, dass ich sie liebe und dann sie nun zu ihrer Mama gehen würde. Wenn die Zeit gekommen wäre, soll sich mich abholen!!
Ich küsste sie. Umarmte sie! Und auch wenn sie sich nicht bewegt hat, von ihr kam sooooooooo viel zurück!!! Eine Energie, für die ich keine Erklärung finde!!
Ich bin dann weinend aus dem Zimmer gelaufen!
Minuten später ist sie eingeschlafen!!!!
Man sollte meinen, dass man es mit Fassung trägt, denn man hatte ja Zeit sich darauf vorzubereiten! Aber, mir hat es den Boden unter den Füssen gezogen!!! Ich bin nochmal rein, weil ich die Wäsche vergessen hatte.
Ich habe nur noch geschrien und geschrien!
Und mir ist auch heute noch nach Schreien zu mute!!!!!
Ich stelle mir die Frage: warum? WARUM bin ich nicht zwei Minuten länger im Zimmer geblieben????? Ich habe sie alleine gehen lassen!! Ich habe mein Versprechen nicht eingehalten!! Und das frisst mich auf!
NIEMAND, kann dir das geben, was dir eine Mutter geben kann!!!! NIEMAND!!!!!
denn: Mutterliebe erstetzt man nicht!!!!!!!

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5. März 2010 um 22:49

Mein tiefstes Mitgefühl
liebe Maralina 1.Wo nimmst Du die Kraft her ?So ein schweres Schicksalspaket zu tragen-das wünscht man keinem.Ich habe am15.2.10 meine 15 j.Tochter durch Suizid verloren.Kann sehr wohl Deinen Schmerz nachempfinden,es reisst einem das Herz raus ,es bleibt die Luft zum Atmen weg.Vieleicht hast Du Dir schon Hilfe geholt,wenn nicht lege ich Dir die AGUS ans Herz.Dort findest Du Deinesgleichen,kein anderer kann Dich besser verstehen,was Du gerade durchmachen mußt. Ich umarme Dich ganz doll und wünsche Dir viel Kraft .SABINE

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24. März 2010 um 13:06

Es tut mir leid...
Aber ich denke sie ist sehr stolz auf dich..

Wenn ich in den Himmel schaue,dann weiß ich, dass meine Omi da ist.. Die für mich wie eine Mutter war. Ich bin bei ihr aufgewachsen. Sie ist Bezugsperson Nummer eins.

Das Gras war grüner und die Sonne wärmer, mein Leben schöner mit ihr.
Wenn ich jetzt um mich schaue, dann sehe ich nur Chaos und halte es kaum aus.. Aber was bleibt mir anderes übrig? Ich habe mein Kind, meinen Mann. Ich habe meine Mama noch, meine Schwester und meinem Opa und ich muss weiter gehen- komme was da wolle..

Und ich danke dir für deinen Beitrag, weil mir das sagt, dass es irgendwie weiter geht. So wie es nun schon seit entsetzlichen 10 Wochen funktioniert..

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28. März 2010 um 11:50
In Antwort auf dervla_12892991

Es tut mir leid...
Aber ich denke sie ist sehr stolz auf dich..

Wenn ich in den Himmel schaue,dann weiß ich, dass meine Omi da ist.. Die für mich wie eine Mutter war. Ich bin bei ihr aufgewachsen. Sie ist Bezugsperson Nummer eins.

Das Gras war grüner und die Sonne wärmer, mein Leben schöner mit ihr.
Wenn ich jetzt um mich schaue, dann sehe ich nur Chaos und halte es kaum aus.. Aber was bleibt mir anderes übrig? Ich habe mein Kind, meinen Mann. Ich habe meine Mama noch, meine Schwester und meinem Opa und ich muss weiter gehen- komme was da wolle..

Und ich danke dir für deinen Beitrag, weil mir das sagt, dass es irgendwie weiter geht. So wie es nun schon seit entsetzlichen 10 Wochen funktioniert..

Mir fällt da noch etwas ein...
Dass mir oft Kaft gibt, wenn ich mich verloren fühle:

Anfangs woll ich fast verzagen
Und ich glaubt ich trüg es nie.
Und ich hab es doch getragen
Nur frag mich bloß nicht wie..
Heinrich Heine..

LG Hörnchen

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29. August 2015 um 13:13

Wahre Worte
Hallo,
ich stöbere schon eine ganze Weile nach einem passenden Forum und dabei bin ich auf Deinen Beitrag gestoßen.
Es ist ja nun schon eine Weile her und ich weiß auch nicht, ob Du noch altiv bist, aber es würde mich doch sehr interessieten, wie es Dir mittlerweile geht.
Ich selbst habe am 13.02.2014 recht überraschend meine geliebte Mama verloren...die erste Zeit war die Hölle, aber das wisst ihr ja alle leider zu genau.
Seitdem habe ich immer wieder mit so manchem Tief zu kämpfen, aber seit Mai habe ich das Gefühl, dass es gar nicht wirklich wieder "hell" wird.
Ständig hangelt man sich von einem Tief zum nächsten, hofft auf "Licht" und versucht sich noch mehr damit auseinandersetzen, damit man die Trauer ja nicht verdrängt, um es somit nicht noch schlimmer zu machen.
Ich weiß zwar, dass es garantiert kein Allheilmittel dagegen gibt, wenn man jemanden so schmerzhaft vermisst, aber mich würde interessieren, wie ihr eure Trauer versucht zu verarbeiten, was euch hilft usw.
Seit Wochen, Monaten versuche ich Verständnis für meine Situation zu bekommen - was aber nicht bedeuten soll, dass ich Mitleid erwarte....
Keine Ahnung WAS ich von meinem Freundes-/Bekanntenkreis eigentlich erwarte...
Vielleicht ein bißchen Verständnis? Einfühlungsvermögen? Eine Schulter zum Ausweinen? Keine Ahnung...aber eines ist mir seit dem Tod meiner Mama schmerzhaft bewusst geworden. Das nähere Umfeld reagiert verständnisvoll am Anfang, ist für einen da, aber nach ein paar Wochen sollte man sich wieder "im Griff haben", nach ein paar Monaten "drüber weg kommen" und nach über einem Jahr soll man wieder so sein "wie früher".
Aber ihr alle wisst bestimmt, dass es ie wieder so sein kann, ja, dass man selbst nie wieder so sein wird wie vorher.
Es gibt eine neue Zeitrechnung:
BEVOR und SEITDEM...

Ich hoffe sehr, dass ich in diesem Forum gut aufgehoben bin und mich mit Gleichgesinnten austauschen kann.

Ganz liebe Grüße
Glitzi

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7. September 2015 um 10:49
In Antwort auf iulia_12721716

Wahre Worte
Hallo,
ich stöbere schon eine ganze Weile nach einem passenden Forum und dabei bin ich auf Deinen Beitrag gestoßen.
Es ist ja nun schon eine Weile her und ich weiß auch nicht, ob Du noch altiv bist, aber es würde mich doch sehr interessieten, wie es Dir mittlerweile geht.
Ich selbst habe am 13.02.2014 recht überraschend meine geliebte Mama verloren...die erste Zeit war die Hölle, aber das wisst ihr ja alle leider zu genau.
Seitdem habe ich immer wieder mit so manchem Tief zu kämpfen, aber seit Mai habe ich das Gefühl, dass es gar nicht wirklich wieder "hell" wird.
Ständig hangelt man sich von einem Tief zum nächsten, hofft auf "Licht" und versucht sich noch mehr damit auseinandersetzen, damit man die Trauer ja nicht verdrängt, um es somit nicht noch schlimmer zu machen.
Ich weiß zwar, dass es garantiert kein Allheilmittel dagegen gibt, wenn man jemanden so schmerzhaft vermisst, aber mich würde interessieren, wie ihr eure Trauer versucht zu verarbeiten, was euch hilft usw.
Seit Wochen, Monaten versuche ich Verständnis für meine Situation zu bekommen - was aber nicht bedeuten soll, dass ich Mitleid erwarte....
Keine Ahnung WAS ich von meinem Freundes-/Bekanntenkreis eigentlich erwarte...
Vielleicht ein bißchen Verständnis? Einfühlungsvermögen? Eine Schulter zum Ausweinen? Keine Ahnung...aber eines ist mir seit dem Tod meiner Mama schmerzhaft bewusst geworden. Das nähere Umfeld reagiert verständnisvoll am Anfang, ist für einen da, aber nach ein paar Wochen sollte man sich wieder "im Griff haben", nach ein paar Monaten "drüber weg kommen" und nach über einem Jahr soll man wieder so sein "wie früher".
Aber ihr alle wisst bestimmt, dass es ie wieder so sein kann, ja, dass man selbst nie wieder so sein wird wie vorher.
Es gibt eine neue Zeitrechnung:
BEVOR und SEITDEM...

Ich hoffe sehr, dass ich in diesem Forum gut aufgehoben bin und mich mit Gleichgesinnten austauschen kann.

Ganz liebe Grüße
Glitzi

Kann dich gut verstehen.....
Hallo Glitzi,

ich versteh leider zu gut, wie es Dir geht. Aus diesem Vorher-Nachher kommt man glaub ich nie wieder raus. Meine Mum starb im September 2008 und viel zu früh. Sie durfte noch nicht mal ihr 2. Enkelkind kennenlernen. Nach dieser "langen" Zeit hat nicht mal mehr mein Mann Verständnis, wenn es mich in den Wochen vor ihrem Todestag wieder besonders "mitnimmt". Bei mir kommt noch dazu, dass ich/wir keinerlei Verwandte mehr haben. Keine Geschwister, Onkel, Tanten, Schwiegereltern o. ä. Da hat man wirklich das Gefühl, man ist allein auf der Welt.
Hast Du denn Kinder? Meine helfen mir da wirklich noch am besten (wenn auch unbewusst).

Liebe Grüße,

andikra

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10. September 2015 um 14:36

Trauer? was ist das?
es tut mir leid aber ich kann dir da nicht zu stimmen, ich bin zwar erst 16 aber ich weiß genau was ich sage... wenn meine mutter sterben würde könnte ich kein beileid fühlen weill ich sie nicht kennen gelernt habe... sie wollte mich im alter von ein paar monate ertrinken, ich leide immer noch an albtreume deswegen. sie hat mich alleine gelassen mit meinen vater. Ich kann einfach kein schmerz empfinden wenn es um meiner mutter geht auser das sie mich und mein vater alleine gelassen hat. ich bin geistlich gefickt und kann schwer mit leuten kommunitieren, erstrecht wenn das tema mutter kommt, da muss ich sogar weinen, ich könnte dringen hilfe gebrauchen. Es mag sein das das was du sagst wahr ist, aber nicht für mich.
In liebe grüße, der Tristan...

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13. September 2015 um 16:59

Ohnmacht
ich kann es nur gut nachfühlen.
Es gleicht einer Ohnmacht und man hat das Gefühl die Welt hört auf sich zu drehen.
Meine Mutter ist vor 2 Tagen an eine Lungenentzündung mit Fieber gestorben, auch wenn ich es vor Wochen schon gefühlt habe denn es ging ihr so schlecht jedoch hat sie sich immer wieder aufgerafft.Es tut einfach nur weh und niemals habe ich so ein Gefühl verspürt.Sie fehlt mir so sehr.Jeder sagt," es wird schon wieder" kann ich es mir im Moment gar nicht vorstellen.
Ich hoffe wirklich es wird wieder.

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24. Juli 2016 um 16:32

Wenn die Mutter stirbt
Hallo Maralinal, ich danke dir herzlichst für deinen Bericht. Er hat mich sehr berührt. Meine Mutter ist am 31.05.2015 gestorben. Ich habe mich nur hierfür bei gofemenin angemeldet. Alles Gute!

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8. August 2016 um 21:59

Wie geht es Dir jetzt
Meine über alles glebte Mutter vor 2 Tagen verstorben,lieg nur auf der Couch und schreie in ein Kissen.Ich halte den Höllenschmerz nicht aus.was kann ich tun.?Hört der Schmerz und die Fotos 12 Stunden neben ihr Intensivstation irgendwann auf? Momentan möcht ich sterben und bei ihr sein,ich halte den Schmerz kaum aus

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16. November 2016 um 15:23
In Antwort auf vered_12738999

Meine Mama starb am 25.11.09 im Klinikum Großhadern und ich habe Sie auf Ihrem Weg begleitet. Ich denke, es ist der schwierigste Weg in meinem Leben bisher gewesen aber es war auch der selbstvertändlichste den ich meiner Mama schuldig war. Anfang Otober erfuhr ich von Ihrer Diagnose. Sie bat mich zu kommen um zu reden und gewissen Dinge zu klären. Ich nahm Urlaub und war jeden Tag bei Ihr. Wir waren spazieren am See, tranken Tee im Cafe und gingen Hand in Hand. Es war die für mich intensivste Zeit und die wichtigste, die ich mit ihr erleben durfte. Meine Mama ahnte wohl dass sie die OP nicht übersteht und hat alles geregelt. Sie schrieb ein Testament, regelte ihre Beerdigung, legte das Geld dafür bereit und redete mit mir über die Musik bei ihrer Trauerfeier. Ich hörte mir alles ganz ruhig an, auch wenn mir die Tränen in den Augen standen. Eigentlich wollte ich das gar nicht hören, meinte:" Du wirst wieder gesund und dann fahren wir beide nach Groningen". Sie lächelte.
am 29.10.09 wurde sie operiert. 10 Std. Am Abend vorher war ich noch bei ihr in der Klinik, brachte ihr Zeitschriften und eine kleine Glückssau. Meine Mama gab mir noch einige wichtige Dinge mit und brachte mich dann zum Aufzug. Sie verabschiedete sich mit den Worten: "Ich wünsche dir für dein Leben alles Liebe, sei stark und werde glücklich auf welchem Weg auch immer...ich hab dich sehr lieb" Ich konnte kaum antworten, sagte ihr nur,: Mama wir sehen uns morgen wieder, ich hab dich lieb". Die Tränen schossen mir in die Augen und meine Mama meinte nur, "sei nicht traurig mein Kind"...
Der Aufzug kam und ich weiß bis heute nicht, wie ich heim gekommen bin. als ich daheim war, hatte ich 7 anrufe auf meinem Handy. Ich rief sofort zurück, meine Mama wollte wissen ob ich gut heim gekommen bin. Ich liebe sie für ihre bedingungslose Liebe und Stärke........
Die OP verlief recht gut, dauerte aber so extrem lange, dass ich erst gegen 23.00 Uhr erfuhr dass sie nun auf der Intensiv liegt. Am nächsten Tag durfte ich sie besuchen. Sie hat sogar gelächelt, ein paar Witze gemacht und ich dachte echt, ok...sie ist schwach aber sie ist stark genug um all das zu überleben. Ich sollte mich irren. Bereits 2 Tage später ging es ihr erheblich schlechter und es war eine brutale Qual, meine Mama so zu sehen. Sie schaute mich kurz an, hatte Durst, trockene Lippen. Ich tupfte ihr eine Salbe auf die trochenen, aufgerissen Lippen...es tat mir alles so leid. Dann sah sie mich an und sagte ganz leise: "Maus, ich schaffs nicht"...auch wie ich das geschafft habe, vor ihr so brutal stark zu sein und zu lächeln, ohne Tränen, ich weiß es nicht. Ich nickte nur und meinte: "Doch Mama, du bist nur schwach, ist ganz normal aber das wird schon".
So ging es bald einen Monat. jeden Abend nach der Arbeit fuhr ich nach Hadern....Streichelte meine Mama, erzählte ihr von Gott und der Welt, redete mit den Ärzten. Wenn ich aus der Klinik raus war, musste ich weinen...da sah mich keiner...ich bin heim gefahren, und habe mit meinem Lebensgefährten "normal" weitergemacht. Wir haben geredet und dann ging ich einfach zur Tagesordnung über. Mein Freund hat mich für meine Stärke bwundert, ich hatte Angst vor meiner Stärke. Ich hatte Angst vor mir...und habe sie immer noch.
Da meine Mutter eine Patientenverfügung hatte, hatte ich mehrere Konferenzen mit den Ärzten. Teilweise war es eine absolute Gefühlsfolter, andererseits war da immer noch ein wenig Hoffnung an die ich mich klammerte. Letztendlich sagten mir die Ärzte am 24.10.09, dass meine Mutter es nicht schafft, trotz aller Therapiemaßnahmen. Sie nahmn nichts an, kein Plasma, keine künstliche Ernährung, auch die Nierendialyse schlug nicht mehr an. Am 24.10. wurden diese Geräte abgesellt und meine Mama bekam "NUR" noch Mittel gegen Durst, Schmerz und Angst.
Am 25.11.09 bekam ich einen Anruf in der Früh. Ihr Zustand war sehr schlecht . Ich fuhr sofort hin. Die Intensiv war ganz leer. Nur meine Mama in ihrem Bett. Auf dem Tisch eine Kerze, eine Fl. Wasser und ein Kreuz. So durfte ich Abschied nehmen.
Die ganze Zeit war ich bei Ihr, habe Ihre Hand gehalten, ihre Stirn gestreichelt und Ihr gesagt, dass ich bei Ihr bin. Und wenn sie nun gehen möchte dann kann ich das verstehen.
Meine Mama schlief um 13.35 Uhr ein und ich hielt noch eine Weile ihre Hand. Verstehen konnte ich es in diesem Augenblick nicht. Verstehen wird man es wohl nie. Aber ich bin froh und stolz, dass ich solch eine Mama hatte. Und niemand kann mir diese intensive Zeit nehmen, die ich mit Ihr erleben durfte.
Es schmerzt...jeden Tag aber ich bin Ihre Tochter und ich denke, dieser starken Frau gebührt im Nachhinein mein vollster Respekt .
Mama, ich werde dich nie vergessen. Und erst heute habe ich dir frische Rosen an dein Bild getellt...DU weißt es....

In Liebe...

Da Leben geht weiter, anders als vorher aber es geht.
Mein Vater starb am 01.01 1990,
mein Bruder starb am 25.08.2005
Mama 25.11.2009

ICH VERMISSE EUCH!!!

Im Januar 2014 haben wir eine Pflegestufe beantragt. Mit Widerspruchsverfahren wurde dann Pflegestufe 2 zuerkannt. Die Pflege habe ich ab Juli 2014 komplett vom Pflegedienst übernommen. Meine Mutter ist im Dezember 2013 gestürzt und hatte sich die rechte Schulter gebrochen. Ab da ging es nicht mehr. Im Februar 2014 habe ich meine Mutter zur Kardiologin begleitet. Diese sagte, dass sie nicht mehr damit gerechnet habe meine Mutter noch einmal zu sehen. Meine Mutter hätte einen Herzschrittmacher gebraucht, sie hat schon aus Angst vor der Anästhesie dies immer abgelehnt und auf Grund diverser Operationen zuvor (Darm 1998, Oberschenkelhalsbruch 2005), dabei war die OP am Darm die schwierigste, weil das Problem erst auf dem OP-Tisch erkannt wurde. Meine Mutter litt u. a. an einer Herzinsuffizienz mit Linksschenkelblock, daher rührte ihre schnelle Erschöpfung. Ich fiel wegen der Äußerung der Kardiologin aus allen Wolken, davon ahnte ich ja nichts, weil meine Mutter das nie gesagt hat. Oft musste ich dann daran denken was wäre, wenn ihr etwas zustößt. Dann breche ich zusammen, dachte ich bei mir. Manchmal, wenn ich morgens aufgestanden bin und es bei meiner Mutter verdächtig still war, bekam ich Angst. Bis ich diese völlig verdrängt habe um normal und ungezwungen mit meiner Mutter umgehen zu können.

Wie gesagt, ich habe meine Mutter gepflegt und war Stolz, dass sich ihr klinischer Zustand ein Jahr später nicht verschlechtert hatte.
Neben der Pflege habe ich den gesamten Haushalt gemacht und die ganze Verwaltung die sich i. Zsh. mit der Pflege ergibt.
Ab Mitte Juni 2016 bekam sie eine Sauerstofftherapie verordnet, weil der Blutsauerstoff zu gering war. Ich konnte meine Mutter auch nicht mehr bewegen vor die Tür zu gehen. Um ein bischen ihre Mobilität zu erhalten gingen wir ins Treppenhaus, damit sie wenigstens ein oder zwei Treppen ging. Ich forderte über die Hausärztin ein Scalamobil (wird am Rollstuhl arretiert) bei der Krankenkasse an und stellte den Antrag auf Pflegestufe 3. 
Die Kardiologin stellte, ebenfalls im Juni, eine globale Herzinsuffizienz fest, der klinische Zustand hatte sich deutlich verschlechtert.
Mit dem Sauerstoff schwollen zunächst ihre Beine wieder deutlich ab. Ich war glücklich.
Meine Mutter sprach Anfang August davon, dass sie nach dem Hinlegen Schmerzen in der Brust habe. Ich schrieb das auf war aber mit anderen Dingen beschäftigt, dass ich die Brisanz dieser Mitteilung nicht erkannte. Einige Zeit später schwollen die Beine wieder an. Meine Mutter hatte Angst vor einer OP, Angst vor dem Krankenhaus, ja sogar Angst vor Arztbesuchen. Alles was ich wollte war meine Mutter beschützen und ihr unnötige Strapazen zu ersparen.
Am 26.08.2016 klappte sie förmlich in sich zusammen und war und kurz bewußtlos, ich rief den Notarzt. Da es Ende August so warm war, dachte der Sanitäter zuerst an Dehydrierung. Meine Mutter wurde ins Krankenhaus gebracht und ich nahm die letzten Arztberichte und packte die nötigsten Sachen und folgte keine Stunde später. Ich dachte an nichts Böses. Auf der Intensivstation teilte mir ein Pfleger mit, dass meine Mutter bei der Einlieferung reanimiert wurde, dies auch nur, weil sie als Notfall eingeliefert wurde. Man wollte von mir nur wissen, ob, wenn es zum Atemstillstand kommt, man wieder reanimieren soll. Ein Kardiologe kam hinzu und erklärte mir auch noch einmal den Sachverhalt. Da sie ansonsten an Maschinen angeschlossen würde, sagte ich, dass sie sie nicht reanimieren sollen, es hätte ohnehin nur das Unvermeidliche hinausgezögert. Meine Mutter hatte nur noch schwachen Puls und selbst im Krankenhaus konnte man dies nicht mehr stabilisieren. Nach 12 Stunden konnte ich nicht mehr, es war nach drei Uhr morgens. Meine Mutter hatte zwischendurch Anfälle, ich konnte einfach nicht mehr und ging nach Hause. Kurz vor vier Uhr  am Morgen des 27.08.2016 ist sie verstorben. Unsere gemeinsame kleine, heile Welt liegt seitdem in Trümmern. Die Schwäche die sie in den Tagen zuvor schon gezeigt hatte, stand damit wohl in Zusammenhang, ich dachte, dass das an der Wärme liegt und wollte meine Mutter schonen.
Meine Mutter ist meine Heldin. Sie wurde im April 89 Jahre. Sie war bei klarem Verstand und auch Freundin und Ratgeberin. Nie hätte ich gedacht, dass ich schon dieses Jahr zu Weihnachten alleine sein würde. Ich beginne nächste Woche eine Therapie. Z. Zt. bin ich regelmäßig beim Hausarzt und versuche auch über die Caritas am Ort einen Weg für mich zu finden. Ich habe das Bild im Kopf, dass meine Mutter rechtzeitig ins Krankenhaus gekommen wäre, den Herzschrittmacher bekommen hätte, nach der OP die Augen öffnet und zu mir sagt: "Du passt auf mich auf". Wir waren uns so nah und ich hatte längst ihre Ängste verinnerlicht.

Mein Vater starb mit 66 Jahren am 25.12.1990 an Prostatakrebs. Er nahm mir, als er wusste das er sterben würde das Versprechen ab mich um meine Mutter zu kümmern. Ich habe dies fast 26 Jahre, mit steigender Intensität, getan und mein Versprechen meinem Vater gegenüber gehalten, ich wünschte aber, dass ich damit eben noch nicht am Ende wäre.

Ich sehne mich nach meiner Mutter. Auch ich hole fast jede Woche frische Rosen fürs Wohnzimmer, dort hat sie sich die meiste Zeit aufgehalten. Ich rede mit ihr in der Stille.

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16. November 2016 um 16:17
In Antwort auf adora_12707766

Wie geht es Dir jetzt
Meine über alles glebte Mutter vor 2 Tagen verstorben,lieg nur auf der Couch und schreie in ein Kissen.Ich halte den Höllenschmerz nicht aus.was kann ich tun.?Hört der Schmerz und die Fotos 12 Stunden neben ihr Intensivstation irgendwann auf? Momentan möcht ich sterben und bei ihr sein,ich halte den Schmerz kaum aus

Hallo petrales55,

mir geht es genauso seit meine Mutter, für mich plötzlich, verstarb. Morgens schreie ich, weil mir bewußt wird das sie nicht mehr da ist. Ich hadere mit mir und dem Schicksal. Ich habe nicht das Gefühl, dass irgend etwas besser wird. Ich nehme ein vom Hausarzt verschriebenes Antidepressivum und habe von Anfang an versucht alles so zu machen als wäre sie noch da. Am Anfang dachte ich, dass ich innerlich verbrenne und bin nachts schweißgebadet aufgewacht, habe gebetet, verzweiflelt und wieder gebetet. Ich habe vor eine Tür getreten und mir den rechten Zeh verstaucht nur um den Schmerz in mir zu betäuben. Ich heule, lasse es zu um kurz darauf davon überwältigt zu werden. Ich weis nun wie sehr ich meine Mutter liebe und wie sehr ich sie brauche. Ich dachte, obwohl ihre Krankengeschichte etwas anderes sagte, dass sie immer leben würde. Auch ich dachte ans Sterben, nicht um dem Schmerz zu entfliehen, sondern um wieder bei meiner Mutter zu sein. Ich habe darum gebetet. Nichts ist mehr von Bedeutung. Ich war mit meiner Mutter glücklich.

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8. März 2017 um 2:55
In Antwort auf vered_12738999

Meine Mama starb am 25.11.09 im Klinikum Großhadern und ich habe Sie auf Ihrem Weg begleitet. Ich denke, es ist der schwierigste Weg in meinem Leben bisher gewesen aber es war auch der selbstvertändlichste den ich meiner Mama schuldig war. Anfang Otober erfuhr ich von Ihrer Diagnose. Sie bat mich zu kommen um zu reden und gewissen Dinge zu klären. Ich nahm Urlaub und war jeden Tag bei Ihr. Wir waren spazieren am See, tranken Tee im Cafe und gingen Hand in Hand. Es war die für mich intensivste Zeit und die wichtigste, die ich mit ihr erleben durfte. Meine Mama ahnte wohl dass sie die OP nicht übersteht und hat alles geregelt. Sie schrieb ein Testament, regelte ihre Beerdigung, legte das Geld dafür bereit und redete mit mir über die Musik bei ihrer Trauerfeier. Ich hörte mir alles ganz ruhig an, auch wenn mir die Tränen in den Augen standen. Eigentlich wollte ich das gar nicht hören, meinte:" Du wirst wieder gesund und dann fahren wir beide nach Groningen". Sie lächelte.
am 29.10.09 wurde sie operiert. 10 Std. Am Abend vorher war ich noch bei ihr in der Klinik, brachte ihr Zeitschriften und eine kleine Glückssau. Meine Mama gab mir noch einige wichtige Dinge mit und brachte mich dann zum Aufzug. Sie verabschiedete sich mit den Worten: "Ich wünsche dir für dein Leben alles Liebe, sei stark und werde glücklich auf welchem Weg auch immer...ich hab dich sehr lieb" Ich konnte kaum antworten, sagte ihr nur,: Mama wir sehen uns morgen wieder, ich hab dich lieb". Die Tränen schossen mir in die Augen und meine Mama meinte nur, "sei nicht traurig mein Kind"...
Der Aufzug kam und ich weiß bis heute nicht, wie ich heim gekommen bin. als ich daheim war, hatte ich 7 anrufe auf meinem Handy. Ich rief sofort zurück, meine Mama wollte wissen ob ich gut heim gekommen bin. Ich liebe sie für ihre bedingungslose Liebe und Stärke........
Die OP verlief recht gut, dauerte aber so extrem lange, dass ich erst gegen 23.00 Uhr erfuhr dass sie nun auf der Intensiv liegt. Am nächsten Tag durfte ich sie besuchen. Sie hat sogar gelächelt, ein paar Witze gemacht und ich dachte echt, ok...sie ist schwach aber sie ist stark genug um all das zu überleben. Ich sollte mich irren. Bereits 2 Tage später ging es ihr erheblich schlechter und es war eine brutale Qual, meine Mama so zu sehen. Sie schaute mich kurz an, hatte Durst, trockene Lippen. Ich tupfte ihr eine Salbe auf die trochenen, aufgerissen Lippen...es tat mir alles so leid. Dann sah sie mich an und sagte ganz leise: "Maus, ich schaffs nicht"...auch wie ich das geschafft habe, vor ihr so brutal stark zu sein und zu lächeln, ohne Tränen, ich weiß es nicht. Ich nickte nur und meinte: "Doch Mama, du bist nur schwach, ist ganz normal aber das wird schon".
So ging es bald einen Monat. jeden Abend nach der Arbeit fuhr ich nach Hadern....Streichelte meine Mama, erzählte ihr von Gott und der Welt, redete mit den Ärzten. Wenn ich aus der Klinik raus war, musste ich weinen...da sah mich keiner...ich bin heim gefahren, und habe mit meinem Lebensgefährten "normal" weitergemacht. Wir haben geredet und dann ging ich einfach zur Tagesordnung über. Mein Freund hat mich für meine Stärke bwundert, ich hatte Angst vor meiner Stärke. Ich hatte Angst vor mir...und habe sie immer noch.
Da meine Mutter eine Patientenverfügung hatte, hatte ich mehrere Konferenzen mit den Ärzten. Teilweise war es eine absolute Gefühlsfolter, andererseits war da immer noch ein wenig Hoffnung an die ich mich klammerte. Letztendlich sagten mir die Ärzte am 24.10.09, dass meine Mutter es nicht schafft, trotz aller Therapiemaßnahmen. Sie nahmn nichts an, kein Plasma, keine künstliche Ernährung, auch die Nierendialyse schlug nicht mehr an. Am 24.10. wurden diese Geräte abgesellt und meine Mama bekam "NUR" noch Mittel gegen Durst, Schmerz und Angst.
Am 25.11.09 bekam ich einen Anruf in der Früh. Ihr Zustand war sehr schlecht . Ich fuhr sofort hin. Die Intensiv war ganz leer. Nur meine Mama in ihrem Bett. Auf dem Tisch eine Kerze, eine Fl. Wasser und ein Kreuz. So durfte ich Abschied nehmen.
Die ganze Zeit war ich bei Ihr, habe Ihre Hand gehalten, ihre Stirn gestreichelt und Ihr gesagt, dass ich bei Ihr bin. Und wenn sie nun gehen möchte dann kann ich das verstehen.
Meine Mama schlief um 13.35 Uhr ein und ich hielt noch eine Weile ihre Hand. Verstehen konnte ich es in diesem Augenblick nicht. Verstehen wird man es wohl nie. Aber ich bin froh und stolz, dass ich solch eine Mama hatte. Und niemand kann mir diese intensive Zeit nehmen, die ich mit Ihr erleben durfte.
Es schmerzt...jeden Tag aber ich bin Ihre Tochter und ich denke, dieser starken Frau gebührt im Nachhinein mein vollster Respekt .
Mama, ich werde dich nie vergessen. Und erst heute habe ich dir frische Rosen an dein Bild getellt...DU weißt es....

In Liebe...

Da Leben geht weiter, anders als vorher aber es geht.
Mein Vater starb am 01.01 1990,
mein Bruder starb am 25.08.2005
Mama 25.11.2009

ICH VERMISSE EUCH!!!

ich hab meine Mama auch viel zu früh verloren. sie war erst 62 Jahre alt. und ein lebensfroher Mensch bis zum geht nicht mehr! Sie war meine beste Freundin, mit ihr konnte ich über alles reden, ihr alles erzählen.
Im Herbst 2011 ging sie zum Zahnarzt. Diagnose: Mundbodenkarzinom. K ein großes Problem soweit. Also ab in die Klinik. Erste OP gut verlaufen. Bei den nächsten Untersuchungen wurde dann schon mehr gefunden.
Da ist doch ein dunkler Fleck auf der Lunge...
Nächste OP. Intubiert. Kehlkopfschnitt.
Sie konnte nicht mehr sprechen, nur noch was aufschreiben und wurde künstlich ernährt. dann durfte sie für einen Tag nach Hause. sie wollte doch so gern heim...zu Papa, mir und unseren Miezerln. Es war kompliziert mit den ganzen medizinischen Geräten im Wohnzimmer.
Papa hat nur noch heimlich geweint und immer gesagt: Mama ist a alte Oberpfälzerin, die schafft des scho!
Zu der Zeit wusste ich schon von den Ärzten, dass sie es NICHT schaffen wird.
Intensivstation. Ich war sooft ich konnte bei ihr und hab da drin zu viel gesehen. Wenn Papa dann kam hab ich ihn nicht reingelassen. Wusste, er könnte den Anblick seiner geliebten Frau nicht ertragen.
Dann wars soweit. Der Chefarzt hat mir die Palliativstation erklärt.
Was ich bis dahin schon wusste wurde plötzlich grausame Realität.
Das soll es jetzt echt gewesen sein? Niemals!
Ich musste immer für Papa stark sein, er hätte es sonst nicht gepackt.
Ich hab Mama Musik vorgrspielt die sie mochte, aber sie war so sediert, dass sie nicht mehr viel mitbekam.
Am Samstag, den 14.4.2012 hab ich sie noch besucht auf dem Weg zur Arbeit. Arbeiten war damals für mich net so ganz einfach...grad in der Gastronomie...musst ja immer nett und gut drauf sein.
Am nächsten Tag (Sonntag) klingelt mein Handy schon sehr früh. Mein Chef kanns net sein, ich muss erst um 15 Uhr zur Arbeit.
Es war die Palliativstation. "Ihre Mutter ist grade gestorben". Danke.
Papa haben sie wohl nicht angerufen, denn ich bin schon 1 Stunde an Mamas Totenbett gesessen und er war noch nicht da.
Ich ruf ihn an und frag :wo bleibst du?" Er ganz verschlafen: "Warum, was is los?"
"Ich bin bei Mama. Sie hat aufgehört zu leiden". Papa: "Bin gleich da".
Hab ihn dann am Eingang in Empfang genaommen. Haben uns erstmal fest umarmt, gedrückt und geweint. Dann sind wir ins Zimmer gegangen. Mama lag da als ob sie schlafen würde. Meinen Plüschhasen, den ich ihr mitgebracht hatte, haben die Pflegerinnen ihr in den Arm gelegt.
Meine Schwägerin war auch für uns da. Danke dafür!!!
Dann die Heimfahrt. Mein Mann hat mich zu uns gefahren, dann bin ich von da weitergefahren zu Papa.
Papa und ich sind  dann den Rest des Tages schweigend am Wohnzimmertisch gesessen, haben Bier getrunken und geraucht und geweint. Es war so verdammt still in diesem Haus. Kaum zu ertragen.
Mein Chef war übrigens nicht so begeistert, das ich an dem Sonntag nicht zur Arbeit kommen konnte. Es ist schließlich Gastronomie...ich brauch dich hier!
Meine Kollegen habne das auch mitbekommen und ihm ihre Meinung dazu gesagt...
Chef hat sich bei mir entschuldigt, er kennt das halt nicht dass man eine so extrem gute Beziehung zu seinen Eltern hat. Für ihn wärs evtl net so schlimm. Bin dann auch ganz bald wieder arbeiten gegangen. Viele Stammgäste die bescheid wussten, konnten es nicht glauben. aber ich braucht irgendwie die Ablenkung und hab auch funktioniert. Durfte nur net anfangen zu denken. Aber frag nicht...kaum war ich nach Feierabend daheim, bin zur Ruhe gekommen...es war die Hölle!
So, es gibt noch so viel mehr zu erzählen. die Zeit mit Papa allein...oft kam der Rettungsdienst...weil ich ihm nicht helfen konnte, wenn er sturzbetrunken irgendwo im Flur lag. Mittlerweile ist er umgezogen und kommt wieder bißchen klar. Manchmal lacht er sogar wieder! Ich wohne nur paar Kilometer von ihm weg und besuch ihn ganz oft. Kaufe für ihn ein, fahr ihn zu Ärzten...er ist doch schon 74 Jahre alt und hat an einem Fuß zwei Zehen weniger...die OP musste leider sein. Ich liebe ihn! Wir trinken auch gerne ein Bierchen zusammen.
Und wenn mein Papa mal von mir geht bin ich die letzte aus unserer Familie. Dann hab ich gottseidank noch meinen Mann, mit dem ich seit fast 18 Jahren verheiratet bin.
Wenn er und Papa nicht wären, wäre ich schon längst nicht mehr!

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7. April 2018 um 14:53
In Antwort auf yasir_12948027

ich hab meine Mama auch viel zu früh verloren. sie war erst 62 Jahre alt. und ein lebensfroher Mensch bis zum geht nicht mehr! Sie war meine beste Freundin, mit ihr konnte ich über alles reden, ihr alles erzählen.
Im Herbst 2011 ging sie zum Zahnarzt. Diagnose: Mundbodenkarzinom. K ein großes Problem soweit. Also ab in die Klinik. Erste OP gut verlaufen. Bei den nächsten Untersuchungen wurde dann schon mehr gefunden.
Da ist doch ein dunkler Fleck auf der Lunge...
Nächste OP. Intubiert. Kehlkopfschnitt.
Sie konnte nicht mehr sprechen, nur noch was aufschreiben und wurde künstlich ernährt. dann durfte sie für einen Tag nach Hause. sie wollte doch so gern heim...zu Papa, mir und unseren Miezerln. Es war kompliziert mit den ganzen medizinischen Geräten im Wohnzimmer.
Papa hat nur noch heimlich geweint und immer gesagt: Mama ist a alte Oberpfälzerin, die schafft des scho!
Zu der Zeit wusste ich schon von den Ärzten, dass sie es NICHT schaffen wird.
Intensivstation. Ich war sooft ich konnte bei ihr und hab da drin zu viel gesehen. Wenn Papa dann kam hab ich ihn nicht reingelassen. Wusste, er könnte den Anblick seiner geliebten Frau nicht ertragen.
Dann wars soweit. Der Chefarzt hat mir die Palliativstation erklärt.
Was ich bis dahin schon wusste wurde plötzlich grausame Realität.
Das soll es jetzt echt gewesen sein? Niemals!
Ich musste immer für Papa stark sein, er hätte es sonst nicht gepackt.
Ich hab Mama Musik vorgrspielt die sie mochte, aber sie war so sediert, dass sie nicht mehr viel mitbekam.
Am Samstag, den 14.4.2012 hab ich sie noch besucht auf dem Weg zur Arbeit. Arbeiten war damals für mich net so ganz einfach...grad in der Gastronomie...musst ja immer nett und gut drauf sein.
Am nächsten Tag (Sonntag) klingelt mein Handy schon sehr früh. Mein Chef kanns net sein, ich muss erst um 15 Uhr zur Arbeit.
Es war die Palliativstation. "Ihre Mutter ist grade gestorben". Danke.
Papa haben sie wohl nicht angerufen, denn ich bin schon 1 Stunde an Mamas Totenbett gesessen und er war noch nicht da.
Ich ruf ihn an und frag :wo bleibst du?" Er ganz verschlafen: "Warum, was is los?"
"Ich bin bei Mama. Sie hat aufgehört zu leiden". Papa: "Bin gleich da".
Hab ihn dann am Eingang in Empfang genaommen. Haben uns erstmal fest umarmt, gedrückt und geweint. Dann sind wir ins Zimmer gegangen. Mama lag da als ob sie schlafen würde. Meinen Plüschhasen, den ich ihr mitgebracht hatte, haben die Pflegerinnen ihr in den Arm gelegt.
Meine Schwägerin war auch für uns da. Danke dafür!!!
Dann die Heimfahrt. Mein Mann hat mich zu uns gefahren, dann bin ich von da weitergefahren zu Papa.
Papa und ich sind  dann den Rest des Tages schweigend am Wohnzimmertisch gesessen, haben Bier getrunken und geraucht und geweint. Es war so verdammt still in diesem Haus. Kaum zu ertragen.
Mein Chef war übrigens nicht so begeistert, das ich an dem Sonntag nicht zur Arbeit kommen konnte. Es ist schließlich Gastronomie...ich brauch dich hier!
Meine Kollegen habne das auch mitbekommen und ihm ihre Meinung dazu gesagt...
Chef hat sich bei mir entschuldigt, er kennt das halt nicht dass man eine so extrem gute Beziehung zu seinen Eltern hat. Für ihn wärs evtl net so schlimm. Bin dann auch ganz bald wieder arbeiten gegangen. Viele Stammgäste die bescheid wussten, konnten es nicht glauben. aber ich braucht irgendwie die Ablenkung und hab auch funktioniert. Durfte nur net anfangen zu denken. Aber frag nicht...kaum war ich nach Feierabend daheim, bin zur Ruhe gekommen...es war die Hölle!
So, es gibt noch so viel mehr zu erzählen. die Zeit mit Papa allein...oft kam der Rettungsdienst...weil ich ihm nicht helfen konnte, wenn er sturzbetrunken irgendwo im Flur lag. Mittlerweile ist er umgezogen und kommt wieder bißchen klar. Manchmal lacht er sogar wieder! Ich wohne nur paar Kilometer von ihm weg und besuch ihn ganz oft. Kaufe für ihn ein, fahr ihn zu Ärzten...er ist doch schon 74 Jahre alt und hat an einem Fuß zwei Zehen weniger...die OP musste leider sein. Ich liebe ihn! Wir trinken auch gerne ein Bierchen zusammen.
Und wenn mein Papa mal von mir geht bin ich die letzte aus unserer Familie. Dann hab ich gottseidank noch meinen Mann, mit dem ich seit fast 18 Jahren verheiratet bin.
Wenn er und Papa nicht wären, wäre ich schon längst nicht mehr!

Ich habe vor einer Woche meine geliebte Mama ganz plötzlich verloren .dieser Schmerz ist so schrecklich ich weiß nicht wie es weiter gehen soll .sie war erst 64 Jahre 

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3. Juli 2018 um 21:26

İch wünschte Mamis wären unsterblich 🙏
İch habe meine Mami am 05.06.2018 verloren. Diagnose am 05.07.2017 Bauchspeicheldrüsenkrebs!
Eine Welt ist für uns zusammengebrochen. Diagnose, SchockPhase, Chemo, Nachbehandlung und dann die Phase İmmunsystem stärken. Alles ging mit Höhen und Tiefen, aber es ging und meiner Meinung nach sollte sie wieder fit werden und sie würde wieder Lachen können und das Leben genießen können.
Ok, die Tatsache der Krebs war da und inoperabel, aber er "stand" durch die Behandlung und Medikamente. İch war felsenfest überzeugt, in diesen ganzen 11 Monate lang, das wir es zusammen schaffen werden,ok, sie wird laut Ärzte nie gesund oder "geheilt" sein, aber wenn der Krebs angehalten wird, schafft sie es doch, war meine Meinung.
Sie war 69 Jahre alt, geschieden mit 35 Jahren und seitdem alleinerziehende Mutter gewesen, 2 Töchter und ihr Leben lang immer gearbeitet und immer stark gegen den Rest der Welt und immer gesund. İch habe meine Mutti nie schwer krank erlebt, schon deshalb sagte ich mir und ihr und allen die nach ihr fragten, sie wird auch das schaffen. Sie ist stark.
İch bin 42 Jahre alt lebe/lebte mit meiner Mutti in unserer gemeinsamen Wohnung (Schwester verheiratet lebt im Ausland, hat aber auch intensiven Kontakt zu uns immer gehabt), meine Mami war nicht nur Mami; sie ist/war alles für mich Freundin Fels in der Brandung Muntermacher und Vertraute in allen Situationen und Lebenslagen. Vielleicht auch deshalb bin ich nie in eine eigene Wohnung gezogen denn Wir waren in unserer kleinen Welt gesund glücklich und zufrieden. Und dann diese grauenhafte Diagnose!
Aber wir sagten uns Das muss man offensichtlich auch durchleben und gemeinsam packen wir das auch wieder.
Sie hat es leider nicht gepackt 😔 wir waren eigentlich nur zum "Stärken ihres İmmunsystems" im Krankenhaus 25.05.2018 (sie stürzte am Muttertag zuhause 3x, da sie sich nicht mehr auf den Beinen halten konnte) und dann ging alles so schnell, zu schnell. Habe mich krankschreiben lassen (war eh psychisch seit der Diagnose fertig mit der Welt aber habe es Mami nie gezeigt; ich musste stark bleiben um ihr zu helfen) und ich war Tag und Nacht bei ihr, meine Schwester und Nichte kamen auch und waren auch im Krankenhaus. Wir durften bei İhr bleiben Gästehaus des Krankenhauses und ich Room inn mit ihr im Zimmer. Erst Station Gastroenterologie und dann wurden wir verlegt: PalliativStation! Auch dann war das mir ein Fragezeichen  warum denn palliativ?! Wir werden wieder fit dachte ich. Ärzte sagten doch nur 10 Tage Misteltherapie und dann gehen wir wieder zusammen nach Hause dachte ich und sagte es meiner Mami auch so.
Gingen wir nicht; am 05.06.2018 abends saß ich an ihrem Bett, hielt ihre Hand und wir plauschten einfach. Sie lag an diesem Tag sehr viel schläfriger in ihrem Bett als die Tage zuvor und schon deshalb wollte ich sie einfach nur "wachreden". Meine Mutter und ich haben uns nie direkt gesagt das wir uns lieben oder ähnliches, wie man es halt so tut Mutter/Tochter, wir wußten es halt ohne Worte daß wir uns liebten und immer da sein werden/waren unser Leben lang. Aber in diesem Moment überkam mich einfach dieses Gefühl es ihr auch mal zu sagen, wie es bestimmt jede Mutter/Tochter tut. İch saß an ihrem Bett und meine Schwester und Nichte waren vor dem Zimmer an der Tür (Zimmertür war offen) und wurden von der PalliativSchwester zugequatscht, ich nutzte diesen freien Moment glaube ich und sagte meiner Mutter wie sehr ich sie liebe und ihr danke für so viel Dinge in unserem gemeinsamen Leben mit Höhen und Tiefen und ich so gerne sie wieder fit zuhause sehen möchte, wir unser kleines Leben wieder gemeinsam zurückerobern  Sie sagte auch nur, 'İch Dich auch', mehr konnte sie nicht. İch streichelte sie gab ihr Küsse auf ihre Wange und sagte ihr gib mir auch Küsse, und sie tat es mit ihrer minimalen Kraft  Und dann ging alles so schnell, 3 extrem tiefe Atemzüge, ich rief sofort nach der Schwester, die uns nur mitteilte dass meine Mami nun geht  Wir konnten es nicht fassen, es war so unrealistisch, ich drückte ihre Hand weinte rief nach ihr, aber sie ließ dann los und ihr atmen ließ immer mehr nach und wir konnten nichts tun 😭😭 
Es sind Momente die sich in ein Gehirn einprägen und schmerzen. 
İch zähle die Tage und Nächte die ich ohne Mami zuhause alleine in unserer kleinen Welt bin. Es tut so weh und es ist so unwahr. İch denke immernoch, sie kommt zurück.
Diesen Verlust kann man nicht in Worte fassen, das war mein Leben lang meine größte Panik; eines Tages ohne Mami weiterleben zu müssen. Es fühlt sich so an als würde man schweben, endlose Leere und man wartet auf das Erwachen. 
Aber man wacht nicht auf. Man weint man schreit man betet man denkt an nichts anderes mehr außer das man sie nur noch auf Fotos sehen kann, aber was ist mit ihrer Stimme und ihrem Atemzug ihrem lauten Lachen zuhause-leer 
İch wünsche, das meine Mami, meine Schwester, Nichte und insbesondere mich weiterhin von oben beschützt behütet und mir weiterhin Wege zeigt die ich gehen muß in meinem Leben. Sie wollte immer, seit der Diagnose Juli 2017, daß wir niemals weinen sollen und stark bleiben sollen Aber.....İch schaffe es nicht, das erste Mal höre ich nicht auf ihre Worte, denn es schmerzt ungemein sie nicht mehr hier zu haben. Zeit wird diese Wunde auch nicht heilen.
İch wünsche allen Mamis die von uns gegangen sind dass sie in Frieden ruhen und dass sie aus ihrem Paradies auf ihre Kinder und Liebsten schauen und uns von dort aus weiter beschützen.
İch Denke immer an Dich und İch liebe Dich, Mami ❤ 

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5. Juli 2018 um 1:01

Meine lieben Trauernden,

euer Verlust tut mir sehr leid!
Ich wünsche euch viel Kraft und schicke euch meine Anteilnahme.

LG
Elisabeth

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28. September 2018 um 17:40
In Antwort auf user9141

Ich habe vor einer Woche meine geliebte Mama ganz plötzlich verloren .dieser Schmerz ist so schrecklich ich weiß nicht wie es weiter gehen soll .sie war erst 64 Jahre 

Hallo liebe,
dein verlust tut mir sehr leid und ich glaube ich kann ein bischen mitfühlen.
Meine Mutter starb am 9.6 auch sehr plötzlich. ich kam mit meiner familie montags aus dem urlaub und bin diesntags früh ins Bett aufrgrund von jetlag. Morgens hatte ich versucht mit ihr zu telefonieren aber sie war zu müde. Abends rief uns mein Vater an und sagte meine Mutter würde haluzinieren und allgemein hätte sie ein schlechten zustand. Wir haben gesagt er sollle eine Krankenwagen rufen da es keine Vorgeschichte gab. Mittwochs erklärte mir ihr arzt auf der intensivstation das sie jegliche untersuchung verweigere und Halluziniere. Sie sagten sie tippen auf COPD im endstadium. Ich war wie vor den kopf gestossen weil wir nix von solch einer Krankheit wussten. Wir durften in ihr Zimmer. Sie erkannte weder meinen Vater noch mich. Es war sehr schlimm. Der Arzt erklärte uns das sie eine Sauerrstoff therapie versuchen wollen da ihre Lunge in einem Zustand ist als würde sie auf dem Mount everest stehen ohne Sauesrtoff und dsas geht natürlich auf das gehirn.
Da stand ich nun. Schwanger (25 Woche) und ürberlegte mir wie ich die ganze situation meinen beiden kindern daheiom erklären soll. 
Nach der erfolgreich durchgeführten Sauerstofftherapie am donnerstag morgen war sie ansprechbar und voll da. Wir haben lange geredet und ihr auch erklärt das sie die behndlung annehmen muss. Sie hat alles verstanden und auch zu allem ja gesagt. Sie hat noch. von ihren Enkeln geschwärmt und das sei keine Zeit hat zu gehn. 
Was soll ich sagen abends wurde alles wieder schlechter. Am nächsten Tag war sie nicht mehr ansprechbar und auf die frage was wir tun sollen das meine Oma in New York wohnt meinte der arzt nur sie soll kommen wenn sie meine Mutter nochmal sehen will. Also stieg meine 85 jährige oma innerhalb von 3 Stunden in ein flugzeug nach Deutschland. Am Samstag bekamen wir den anruf vom Krankenhaus wir sollen bitte kommen da sie mit uns sprechen müssen. Meine mutter verweigerte jede Behandlung. Da sie eine Patienten Verfügung hatte konnte wir nix machen ausser zu warten was passiert. Sie versprachen uns das man ihr morphium geben würde wenn es soweit wäre.
Meine Oma kam Um 11:30 im Krankenhaus an. Wir blieben bis um 18:30 dann wollten wir kurz heim was essen. Ich habe meiner mutter ihre Hand gehalten und ihr versichert das es ok ist zu gehn. Sie hat noch kurz gedrückt und gelächelt. Wir warem um 19 Uhr daheim und um 19:50 kam der anruf vom Krankenhaus das sie eingeschlafen ist. Die schwester erzählte uns das sie sie angeaschaut habe und gesgat hat sie möchte schlafen. Die Schwester sagte ihr das sei ok und wollte los um das Morphium zu holen. Als sie zurück kam war meine Mutter eingeschlafen. 
Nun stehe ich hier 35 in der 35 Schwangerschafts woche und weiss nicht was ich tun soll. Irgendwie hat es gut getan hier zu schreiben und vielleicht hat ja jemand ein paar tipps wie man damit am besten umgeht. Keiner in meinem Umfeld hatte das pech seine Mutter zu verlieren und so können sie mir nicht viel helfen.

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