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Die heimliche Heulsuse...

25. Mai 2013 um 20:07

Hallo!
Ich (w/28) frage mich mittlerweile, ob das nur mir so geht, oder ob es noch andere Heimliche Heulsusen wie mich gibt.

Seit ich vor ungefähr 16 Monaten Mama geworden bin, bin ich extrem nah am Wasser gebaut. Ich heule bei Filmen mit schönen/traurigen Szenen, wenn ich an was schönes denke, oder einfach unserem kleinen, süßen Sohn beim Spielen zukucke und mich da richtig drin verliere. Und wenn ich nicht aufpasse, wird aus ein wenig Schüffeln und Schniefen eine Heulattacke. Ich HEULE richtig. Wie ein Schloßhund. Wenn ich irgendwo im Internet ein trauriges Video finde, flenne ich eine gute Stunde vor mich hin.

Mein Mann ist sehr lieb und rücksichtsvoll und es gilt hier allgemein NICHT als Schwäche, wenn man mal weint, aber dennoch tue ich es nicht vor meinem Mann und/oder meiner restlichen Familie. Wenn ich etwas potentiell weinförderliches in Gegenwart anderer auch nur herannahen sehe, lenke ich mich krampfhaft ab und versuche, es zu ignorieren. Mir ist das Herumheulen wegen eines Hundebabys nämlich irgendwie peinlich.
Manchmal forciere ich es aber richtig, daß ich einen Heulanfall bekomme, indem ich mir absichtlich was trauriges ansehe. Aber meistens überkommt es mich einfach. Das tue ich aber nur, wenn ich alleine bin, mein Mann schläft und ich mit Sicherheit weiß, daß meine verquollenen Augen genug Zeit zum Abschwellen haben. Besonders, wenn es um Babys und Tiere geht, bricht mir der Damm. Und wenn es eine herzzerreißende Liebesgeschichte ist.
Zu normalen Handlungen und Alltag bin ich jederzeit fähig und auch sonst nicht eingeschränkt, oder depressiv in irgendeiner Form. Ich springe nur für nicht so heftige Dinge viel empfindlicher an.
An manchen Tagen bin ich weniger empfindlich und an anderen hypersensibel.

Das war vor meiner Schwangerschaft und der Geburt meines Kleinen nicht so krass.
Vielleicht hat mein Hormonhaushalt einen "Dauerschaden" erlitten, vielleicht bin ich durchs Muttersein sensibler geworden. Ich weiß nicht, woran es liegt, aber ich habe mich jetzt dran gewöhnt und mich damit abgefunden, daß ich eine heimliche Heulsuse bin.

Kennt das noch jemand, oder bin ich bekloppt?

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25. Mai 2013 um 21:42


Hi Schlumbl =)

Es ist völlig okay, dass du so reagierst. Sich von den Dinge in der Welt berühren zu lassen ist eine Qualität und keine Schande =) Wir kriegen immer den Glaubenssatz eingetrichtert, dass wir unsere Gefühle unter Kontrolle haben müssten...
Unsere Berührtheit über die Dinge, die wir erleben, macht uns doch erst sympathisch und liebenswert. Welche Menschen stehen dir näher? Die, welche nie Gefühle zeigen, oder die, die sie erleben?...

Ignoriere es nicht... Schau vielleicht hin und lass dich überraschen, was sich dahinter für dich zeigt. Dieses Verhalten dient dir scheinbar auf eine gewisse positive Art und Weise. Offensichtlich, damit du dich selbst spürst und entlastest. Das weißt jedoch nur du =) Alles, was wir in uns besitzen, ist auf Überleben und auf einen möglichst guten Zustand zu erreichen hin ausgerichtet. Jeder Mensch verhält sich da anders und bringt sich auf seine eigene Art und Weise in seine innere Balance, um sich selbst wieder nahe zu sein =) Wenn du magst, frage dich, wofür dir deine Berührtheit genau dient. Lass dich mal überraschen, was passiert =)

Falls du sehr, sehr starke Stimmungsschwankungen haben solltest, lass mal deine Schilddrüse untersuchen... =)

Ich glaube, du hast ein sehr großes Herz und bist fähig sehr intensiv mit deiner Umgebung in Kontakt zu sein. Das ist eine Ressource, die du nutzen kannst, Supermutti! =)

Alles Gute

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