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Die Freundschaft wird zu intensiv

8. Februar 2015 um 1:09 Letzte Antwort: 8. Februar 2015 um 5:49

Puuh, wo soll ich anfangen?
Also, zu Schulzeiten habe ich einen echt netten Kerl kennengelernt, der in meine Parallelklasse ging. Ich hab mich gut mit ihm verstanden, wir trafen uns immer öfter und bald stellte sich so eine typische Jungs-Mädchen-Freundschaft ein wie in amerikanischen Filmen.

Mit mir selbst hatte ich schon ganz zu Beginn ausgemacht, NIE etwas mit ihm anzufangen. Das war ein zu typischer Verlauf einer solchen Freundschaft und das wollte ich nicht. Vor allem, weil ich ihn absolut nicht attraktiv fand.

Von Freunden und Familie musste ich mir immer wieder Sticheleien anhören, wenn wir zu zweit etwas unternahmen oder Filme guckten und so Ich machte mir nichts draus, es klappe ja wunderbar zwischen uns, wir hatten uns viel zu erzählen und viel zu lachen, und die sporadischen Komplimente über meine Frisur oder Ähnliches nahm ich einfach als "freundschaftlich" hin.
Vor einem halben Jahr bin ich dann zum studieren ein paar hundert Kilometer weggezogen, er ist in der Heimatstadt geblieben. Wir schrieben uns immer regelmäßig und sprachen davon, dass er mich doch mal besuchen müsste.
Und das ist jetzt der Fall: Nächstes Wochenende will er anreisen und drei Tage bleiben. Doch plötzlich bekomme ich kalte Füße: Wie wir das wohl sein, wenn er drei Tage und drei Nächte bei mir wohnt? Wenn wir einen Großteil der Zeit allein sind? Wird sich da nicht irgendwann so eine komische Atmosphäre einstellen? Wie meine Freundinnen reagiert haben, als ich ihnen erzählt habe, dass er mich besucht Nichtmal sie haben es bisher geschafft herzukommen, er ist also der erste und dann ohne bestimmten Grund und allein.
Und ich bin mir auch unsicher, was er so von meinen neuen Freunden halten wird Wir sind beide nicht so die Feier-Typen, aber drei Abende lang auf dem Sofa sitzen ist ja auch komisch
Ich bin mir immer noch sicher dass ich nichts von ihm will, aber ich weiß nicht wie er mittlerweile dazu steht. Bei Jungs kann sowas ja bekanntlich schnell gehen.

Wisst ihr, wie ich mich am besten veralten sollte? Eher abweisend, damit ja nichts passiert? Oder ganz normal, mit einem gewissen Risiko? Und soll ich meinen neuen Freunden hier als "besten Freund" oder eher als "Kumpel" vorstellen?
Ich würde mich echt freuen, ein paar Antworten zu kriegen, und wenns nur "Beruhig dich, sind ja nur drei Tage!" ist Ich bekomme nämlich gerade so einen typischen Samstag-Nacht-Kollaps

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8. Februar 2015 um 5:49

Naja, erster Besuch in neuer Stadt, da ist man halt etwas nervös.
Aber ich würde das echt nicht zu sehr hochputschen.

Warum sollte sich groß etwas ändern, nur weil du jetzt woanders wohnst? Wenn ihr euch bisher auch immer gut verstanden habt, spricht doch echt nichts gegen einen Besuch. Drei Tage sind kurz genug, dass man sich gerade noch aushalten kann, selbst wenn es einem aus irgendwelchen Gründen zu viel werden sollte, sich dichter auf der Pelle zu hocken. Und lang genug, wieder anknüpfen zu können, wenn man sich eine Weile lang nicht gesehen hat und in der Zwischenzeit viel passiert ist.

Ich würde ihn erstmal ganz einfach als guten Kumpel vorstellen, dann wird nicht wild rumspekuliert und es wird sich auch niemand von deinen neuen Freunden zurückgesetzt fühlen. Manchmal ist weniger mehr, und es ist ja auch nicht gelogen. Wenn ihr euch dann wie gehabt blendend versteht, werden die anderen auch so merken, dass er sowas wie dein bester Freund ist, aber dann haben sie ihn ja auch schon kennen gelernt und es kommt kein Konkurrenzgedanke mehr auf.

Ist doch cool, so eine Freundschaft. Wenn ich nur mit anderen Kerlen befreundet wäre, würde mir echt was fehlen. Menschen sind eben keine Einsiedlerkrebse. Die gesellige Krabbe wünscht euch ein schönes Wochenende!

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