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Die Einstellung zum leben...

22. August 2011 um 10:49

der beste weg, am leben vorbeizuleben, besteht darin, eine bestimmte einstellung zum leben zu haben. einstellungen entspringen dem denken. einstellungen sind unsere fabrikationen, unsere vorurteile, unsere erfindungen. jede einstellung ist egoistisch.

deine einstellungen wirken wie barrieren. folglich kann dich das leben nie so erreichen, wie es ist - es muss sich deiner philosophie, deiner religion, deiner ideologie anpassen.

das leben ist unermesslich, es lässt sich nicht in eine lebensanschauung pressen. es in eine bestimmte definition zu zwängen ist unmöglich.

gewiss, deine einstellung mag einem bestimmten aspekt gerecht werden, aber es wird eben nur ein aspekt sein. und das denken neigt immer dazu, einen teilaspekt für das ganze zu halten.

eine einstellung ist berechnend. du hast schon von vornherein eine entscheidung getroffen, ohne vorherige kostprobe, ohne vorherige erfahrung, ohne vorheriges erleben.

du hast schon bestimmte schlussfolgerungen gezogen, und wenn du diese schlussfolgerungen von vorherein triffst, wirst du sie natürlich durch das leben bestätigt finden.

nicht dass das leben sie bestätigt, doch dein ganzes denken findet mittel und wege, argumente und fakten, durch die sich deine schlüsse bestätigen.

der kopf ist wie ein schwamm, der alles aufsaugt. er ist ein parasit. sobald der kern einer bestimmten vorgefassten meinung da ist, kristallisiert sich ein ganzes system darum herum.

früher dachte man, unsere sinne seien tore, durch die die wirklichkeit in unser innerstes sein gelangt. die heutige forschung zeigt etwas anderes: unsere sinne sind nicht nur tore, sie sind auch torwächter.

nur zwei prozent der informationen werden eingelassen, achtundneunzig prozent werden draussen gehalten. alles was gegen unsere vorstellung vom leben geht, muss draussen bleiben, und nur zwei prozent gelangen durch den filter herein.

also, ein zweiprozentiges leben ist doch gar kein leben!
warum sollte man sich für ein zweiprozentiges leben entscheiden,
wenn man hundertprozentig leben kann?

Osho - das buch vom ego

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22. August 2011 um 10:51

Hm
das empfinde ich auch so, deswegen hab ich es reingestellt...

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22. August 2011 um 15:19

Hm, ja
wir alle haben einstellungen .... wir alle nehmen einen bestimmten standpunkt ein, deshalb wird unser leben arm...denn jeder aspekt kann höchstens eindimensional sein...und das leben ist vieldimensional... jeder lebt im engen gefängnis seiner einstellungen.

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25. August 2011 um 10:49

Hallo,
es gibt Menschen, die eintreffende Informationen nicht selektieren (auswählen) können, die also 100% aufnehmen. Diese Menschen sind aber nicht glücklich damit, weil es einen Sinn hat, dass das menschliche Gehirn eintreffende Informationen selektiert.
Außerdem macht nicht die Masse an Informationen das Leben lebenswert, sondern die Qualität. Jedes eintreffende Signal von außen ist nichts wert ohne, dass es eine Bedeutung bekommt. Bedeutung bekommen Informationen erst, wenn sie in vorhandene Strukturen eingebettet werden. Deswegen brauchen wir Schemata ("Schubladen").
Meine Antwort also: Lieber 2%ig und qualitativ hochwertig leben als im 100%igen Informationschaos unterzugehen.

Viele Grüße, Phenyce

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27. August 2011 um 9:39

Lebenseinstellung
So ein blödsinn.Meine lebenserfahrungen,prägten meine lebenseinstellungen.mit dem Fazit.Das Leben ist nicht schön!

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