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Die eigene Vergangenheit... - Wie damit umgehen?

17. Juli 2003 um 21:06 Letzte Antwort: 10. April 2016 um 1:27

Wenn ich auf mein bisheriges Leben zurückblicke, könnte ich einfach nur kotzen! Eigentlich ist es ein Wunder, dass ich nicht vollkommen abgestürzt bin.

Hat ihr auch schon richtig schlimme Dinge gemacht?! Dinge, für die ihr euch selber hasst, die ihr nicht vergessen könnt? Einen Menschen sehr verletzt oder irgendwelche Dinge getan, die ihr niemanden erzählen würdet, wegen denen ihr euch schämt?! Dinge, von denen ihr denkt, dafür in die "Hölle" zu kommen, falls es soetwas gibt?

Ich habe dieses Problem. Ich habe das Gefühl, einfach ALLES falsch gemacht zu haben, Dinge getan zu haben, mit denen ich mich nicht identifizieren kann.

Ich bin doch intelligent und eigentlich ein guter Mensch. Ich möchte ein glückliches Leben führen, aber ich komme mit meiner Vergangenheit nicht zurecht.

Ich schäme mich vor mir selbst! Ich kann mit niemanden reden, es ist einfach alles zu krass...

Habt ihr auch solche "Geheimnisse"? Wie geht ihr damit um?!

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18. Juli 2003 um 12:28

Kenn ich
hallo wami,

das könnte von mir sein.
ich habe nix "schlimmes" also, kein verbrechen oder so begangen, aber ich fand mein leben die 25 jahre nicht so toll.
habe mit vielen menschen gestritten, weh getan, mich blamiert bis auf die knochen...
unschöne beziehungen geführt und unschön beendet.
alles in allem kann ich bestimmt nicht stolz auf mich sein.
aber ich bin -vielleicht durch all das- ein toller mensch geworden, da ich den richtigen mann kennengelernt habe.
ich erlebe jetzt die schönste zeit meines lebens, und alles klappt (fast zu gut) wie am schnürchen.
ich bin hübsch, klug, humorvoll - nur leider kann ich die damaligen zeiten nicht mehr ändern ! und deshalb lasse ich sie hinter mir.

das rate ich dir auch ! lerne daraus und mach es ab sofort besser !

liebe grüße
margit !

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19. Juli 2003 um 0:55
In Antwort auf an0N_1218581799z

Kenn ich
hallo wami,

das könnte von mir sein.
ich habe nix "schlimmes" also, kein verbrechen oder so begangen, aber ich fand mein leben die 25 jahre nicht so toll.
habe mit vielen menschen gestritten, weh getan, mich blamiert bis auf die knochen...
unschöne beziehungen geführt und unschön beendet.
alles in allem kann ich bestimmt nicht stolz auf mich sein.
aber ich bin -vielleicht durch all das- ein toller mensch geworden, da ich den richtigen mann kennengelernt habe.
ich erlebe jetzt die schönste zeit meines lebens, und alles klappt (fast zu gut) wie am schnürchen.
ich bin hübsch, klug, humorvoll - nur leider kann ich die damaligen zeiten nicht mehr ändern ! und deshalb lasse ich sie hinter mir.

das rate ich dir auch ! lerne daraus und mach es ab sofort besser !

liebe grüße
margit !

@ wami vieelleicht glaubst Du das nur!
Hi Wami!

Das klingt alles so, wie ich vor einiger Zeit es auch durchgemacht habe!

Ich geh davon aus, daß Dein Problem an einer oder mehreren Beziehungen liegt!
Ich habe auch das Gefühl gehabt, alles falsch gemacht zuhaben, und ein schlechter Mensch gewesen zu sein!

Meinen letzten Freund habe ich verletzt, wie alle anderen auch!
Ich war immer nach einer gewissen Zeit unzufrieden, obwohl alles so perfekt schien!

Die Fehler, die ich zuvor machte, sind heute nicht mer rückgängig zu machen, aber diejenigen, die unter mir litten, führen heute; im Gegensatz zu mir ein schönes Leben! Halte daran fest!
Ich war deswegen beim Psychologen, und das hat mir sehr geholfen!

Ich bin jetzt wieder bei meinem letzten Freund, obwohl ich ihm sehr weh getan habe, hat er mich wieder genommen; weil er fest an mich geglaubt hat!

Und ich fühle mich heute wieder gut!

Ich würde Dir gerne weiterhelfen, aber das ist hier im Forum scvhlecht, da ich Angst habe zuviele Details preiszugeben!

Hast Du eine E-mail wami?

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20. Juli 2003 um 18:19

Liebe wami
Jeder Mensch hat in seinem Leben Dinge gesagt ,getan die falsch waren .Fehler begannen die vielleicht nie mehr gut zu machen sind.Aber es ist vollkommen normal das man Fehler macht der eine mehr der Andere weniger.Aber sind wir dafür schlechte Menschen?Mit Sicherheit nicht .
Blick nach vorne schau dir an was du jetzt bist.Dich mit einem schlechten Gewissen zu plagen bringt dich nicht weiter ,eher bringt es dich in die Vergangenheit zurück .Dadurch wirst du depressiv,traurig unzufrieden.
Du musst lernen die Vergangenheit als vergangen anzusehen .Sie ist vergangen.Nur so kannst du dich davon lösen.
LG Mamelick

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4. April 2016 um 18:15

Was ist dein Problem
Hi
Ich kenne dein Problem bei mir ist es im Moment auch so das mein Leben nur noch ein Trümmer Haufen ist.
Wenn ich dir einen Tipp geben darf dann rede über deine Probleme das hilft.

Soll ich dir mal erzählen was mir die letzten 4 Jahre passiert ist.
Ich war 26 und die nachbarstochter13 und total in mich verschossen. Zu erst hat es mir gefallen das sie auf mich steht aber hab mir sonst nix dabei gedacht.
Na ja die letzten 3 Jahre wurde dann die Freundschaft doch Gräser und ich war viel mit ihr zusammen und hab mich auch super mit den Eltern verstanden.
Aber der altersgerechtes war für mich immer ein Problem deswegen hab ich alles ganz langsam angehen lassen und im Sommer dachte uch, ok wir verstehen UBS gut und sie ist ja auch schon 17 aber irgendwie hat sie sich verändert.ich dachte es liegt an mir und das ich doch für sie zu alt bin und aus dem Grund hab ich mich ein wenig zurück gezogen obwohl ich sie geliebt habe dachte ich sie hat einen jungen in ihrem Alter kennengelehrnt und das es für sie wohl besser ist egal was ich dabei fühle.
So bis dahin war ja alles noch halbwegs normal
Eine Woche nachdem sie mir gesagt hat das zwischen uns nix wird hatte ihr Vater Geburtstag .
Ich war natürlich eingeladen und sie hat sich nur in ihrem Zimmer verkrochen und wir haben alle gerüttelt was mit ihr los ist
Jedenfalls haben wir raus gekriegt das sie etwas mit einem 36 jährigen hat der verheiratet ist und dann ist die ganze Sache eskaliert

Fazit bis jetzt
Ich bin seelisch fertig
Die Eltern sind seelisch fertig
Sie ist seelisch fertig aber noch mit dem Typ zusammen
Ach ja sie ihre Mutter und der Typ arbeiten in der gleichen Firma

So und nun,erzähl mir mal von deinem Problem

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7. April 2016 um 10:28

Ich vermute das jeder
in seinem Leben Fehler macht und sie bereut. Aber aus Fehlern lernt man bekanntlich auch.
Und ja, auch ich habe Dinge gemacht, die ich niemanden erzählen würde, weil ich mich dafür schäme.
Auf der anderen Seite, es ja auch meine Sache was ich mit meinem Leben mache.
Der engste Freundeskreis und meine Familie sind davon schließlich nicht betroffen.
Ich wünsche dir, dass du deinen inneren Frieden wieder findest. Und eher mal in die Zukunft schaust, da die Vergangenheit nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

Gruß

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8. April 2016 um 9:10

Starte dein leben neu und vermeide solche Dinge wie sie dir passiert sind...
...merkt ihr nicht, dass ihr da euch selbst was vorspielt?
Ihr könnt euch entweder die "kleine Rolle" spielen im Theater welches den Titel "euer Leben" hat. ODER ihr erkennt, dass ihr nicht nur den Schauspieler, sondern auch die Bühne, die Requisiten und der Regiesseur seit!
Es ist dir nicht möglich etwas "falsch" zu machen, es ist dir nur möglich, es als "falsch" zu betrachten.

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8. April 2016 um 23:44

Päckchen
Jeder Mensch trägt sein Päckchen...

Das ist zumindest meine Devise. Es kommt für mich nicht darauf an, was, wieso oder wie "schwerwiegend" es ist, solange es die person belastet.

Wie die meisten Leute hier, habe ich auch Dinge aus der nahen Vergangenheit, die mich immer noch schwer belasten, obwohl sie jetzt gut ein halbes Jahr her sind und ich zwischndurch einen immensen Ortswechsel und Personenwechsel um mich herum hatte. Nicht alle aber c.a 90%...
Noch immer habe ich Alpträume und plötzliche Erinnerungen, Phasen in denen ich eigentlich gar nicht glücklich bin und nur vor mich her vegetiere, auch wenn ich die Maskerade für Bekannte aufrechterhalten kann.
Ich dachte damals ich komme alleine klar, doch wie mir scheint hatte ich das Ganze aufrund der Nähe nur irgendwie verdrängt und ich bin mir nicht sicher, ob ich da noch alleine rauskomme. Ich habe Fragen, bei denen ich genau weiß, dass mir die eine Person nie Antworten geben wird und schn gar kein Kontakt mehr besteht. Ich habe Nummern und Kontakte gelöscht, meine Angst und was auch immer das für andere Gefühle (Taubheit?) zugelassen, sie in Worte gefasst, mit so vielen Leuten gesprochen, doch es holt mich immer wieder ein.
Das waren meine Versuche einer Umgehensweise, doch sie funktionieren nicht.
Dabei habe ich es in der Zeit geschafft meine Höhen-/Fallangst beinahe zu besiegen und war Bungeejumpen! Warum kann ich also damit nicht abschließen?
Ich würde euch gerne helfen, aber mehr, als sagen, es geht leider vielen so und man ist nicht alleine, getraue ich mir nicht zu. Vielleicht fruchtet eine meiner Herangehensweisen ja bei einem von euch...

Herzlich liebe Grüße und viel Mut/ Hoffnung/ Stärke

TheChaosqueen

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8. April 2016 um 23:51

Unsinn?
Ich würde nicht zwingend sagen, dass einer von euch Beiden falsch liegt.
Es geht schlichtweg um den Winkel der Betrachtung. Immer wenn man eine Entscheidung trifft, hat man in dem Moment Gründe dafür. Vielleicht mögen sie in einem anderen Kontext nicht plausibel oder durchdacht erscheinen, aber in dem Moment waren sie es.
Fakt ist, man kann es nicht ändern und muss damit umgehen lernen und ich glaube hier liegt die eigentliche Frage.

Natürlich kann man es später als "falsch" betrachten, sich dafür grämen, das Ruder in die Hand nehmen und alles ändern. Oder man geht hin, akzeptiert sich selbst so, wie man ist und macht das beste aus der Situation, welche man sich selbst geschaffen hat. Man kann dabei bequem sein oder was auch immer man vorzieht. Von daher hat NONDUAL schon recht, man kann eigntlich alles schaffen, wenn man nur will, aber CATTLEYA mag auch recht damit haben, dass man frühere Meinungen als nicht mehr passend betrachtet.

Herzlich liebe Grüße 2.0
TheChaosqueen

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9. April 2016 um 10:03

Lasse es mit jemanden ...
... nicht Vertrauten über deine Vergangenheit darüber zu reden.
Die Menschen freuen sich doch zu hören, dass Du Probleme hast oder in Schwierigkeiten bist.
Das ist der NEID, selbst nichts erreicht zu haben..
Versuche einmal in deiner Gegend einen Gesprächstermin bei Caritas "allg, Lebensberatung" oder dem diakonischen Werk klar zu machen.
Dort gibt es Gruppengespräche mit Gleich gesinnten.

Kopf hoch

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9. April 2016 um 14:21
In Antwort auf wibeke_12326606

Unsinn?
Ich würde nicht zwingend sagen, dass einer von euch Beiden falsch liegt.
Es geht schlichtweg um den Winkel der Betrachtung. Immer wenn man eine Entscheidung trifft, hat man in dem Moment Gründe dafür. Vielleicht mögen sie in einem anderen Kontext nicht plausibel oder durchdacht erscheinen, aber in dem Moment waren sie es.
Fakt ist, man kann es nicht ändern und muss damit umgehen lernen und ich glaube hier liegt die eigentliche Frage.

Natürlich kann man es später als "falsch" betrachten, sich dafür grämen, das Ruder in die Hand nehmen und alles ändern. Oder man geht hin, akzeptiert sich selbst so, wie man ist und macht das beste aus der Situation, welche man sich selbst geschaffen hat. Man kann dabei bequem sein oder was auch immer man vorzieht. Von daher hat NONDUAL schon recht, man kann eigntlich alles schaffen, wenn man nur will, aber CATTLEYA mag auch recht damit haben, dass man frühere Meinungen als nicht mehr passend betrachtet.

Herzlich liebe Grüße 2.0
TheChaosqueen

Man kann alles schaffen, wenn man nur will...
Die eigentliche frage ist ja, war am Anfang alles Eins oder ist jetzt im Grunde alles Eins? Unsere Sprache ist da etwas eingeschränkt, da sie ja in der Zeit (wann hat die Zeit angefangen?) stattfindet.
Nennen wir diese Einheit (genauer "Nicht-Zweiheit") mal "das Selbst". Ich behaupte, das Selbst ist und bleibt immer das Selbst. Was hier geschieht ist immer das Selbst das sich selbst wahrnimmt. Du, ich, sie - also wir, sind das Selbst und werden dies immer sein (nicht bleiben). Es wird aktuell viel investiert dies zu verhindern, doch wir könnten uns jeden Moment dazu entschließen, keine Energie mehr in unsere Person (Ego) zu investieren. Denn Personen kommen und gehen..doch etwas (das wissen bezw..nicht-wissen: "Ich bin") bleibt, unabhängig davon wie und wo Personen kamen und gingen...dieses Etwas worin "die Dinge ruhn" nenne ich das Selbst oder das pure "Ich bin" ... ohne weitere Definition. So unmöglich mir es scheint mich daran zu erinnern wann ich das erste mal "Ich bin" ...etwas gedacht habe, so bewiesen ist es z.b. dass es (das "ich bin" etwas..) erst nach den ersten Lebensjahren gedacht wird. Davor ist nicht relevant ob ich "etwas" bin - oder halt nicht. Denn dass "Ich bin" das weiss ich zu dem Zeitpunkt bereits ohne Zweifel (selbstverständlich). Doch wo haftet dieses wissen? Ich sage am Selbst. Super, soviel Text, keinen Schritt weiter...
WAS BRINGT MIR DAS ALLES HIER?
Genau mit dieser Frage lohnt es sich durchs Leben zu gehen, den darum geht's ja genau bei der Selbstkenntnis. Ich wünsche dir viel spass dabei mit der Frage: Was bringe ich mir? Jesus sagte ja: nur durch mich findet ihr euer wahre Vater - Los, erforsche dieses "Mich" - uii... ich habe dich zu was aufgefordert!! Stimmt, sehr unhöflich, aber ach sehr unnötig von mir, denn: etwas anderes läuft hier eh nicht! Alles kalter kaffee

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10. April 2016 um 1:27

Sehr gut!
Schau dir "OHRBOOTEN feat. KLEBEBANDE - Nichts ist Alles (offizielles Musikvideo)" https://youtu.be/iCGMREwRIck auf YouTube an

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