Home / Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Die Angst um meine Tochter macht mich noch verrückt

Die Angst um meine Tochter macht mich noch verrückt

7. November 2008 um 17:26

Hallo, vielleicht kennt ja jemand diese Angst und kann mir einen Rat geben, wie ich damit besser umgehen kann:

Wir haben unsere Töchter (28 und 22) zu sehr selbständigen Menschen erzogen, die ihren Berufen nachgehen und ansonsten ihr Leben gut im Griff haben.

Unsere "kleine" Tochter hat sich vor ein paar Monaten von ihrem Freund getrennt und ist nun folglich Single. Bisher habe ich mir eigentlich nie große Sorgen gemacht bzw. machen müssen. Nun sieht es seit einiger Zeit ganz anders aus:

Sie hat z. B. eine Magen-Darm-Infektion und denke das Schlimmste, komme fast um vor Angst. Sie kommt uns besuchen (wir wohnen ca. 100 Kilometer entfernt) und ich werde verrückt vor Angst, dass ihr unterwegs etwas passiert.

Wenn sie einmal nicht ans Telefon geht, sehe ich sie tot in ihrer Wohnung liegen. Von irgendeinem Schwein vergewaltigt und umgebracht. Und wenn sie dann auch noch nicht ans Handy geht, ist es mit meiner Ruhe ganz aus.

Antwortet sie tagsüber nicht sofort auf eine Email, denke ich, dass ihr etwas passiert ist.

Gestern war ein Elektriker bei ihr. Ich musste unbedingt anrufen, sie ging nicht ans Telefon. Und schon war da der Gedanke, der Elektriker hat ihr etwas angetan.

Es ist ganz schlimm. So kenne ich mich überhaupt nicht. Meinen Mann mache ich damit auch schon verrückt.

So kenne ich mich nicht. Ich weiß nicht, was mit mir los ist. Es wird immer schlimmer. Die Gedanken kreisen nur noch um solche Dinge.

Wie werde ich wieder "normal"? Kann mir jemand einen Rat geben?

LG

Mehr lesen

8. November 2008 um 9:27

Liebe Brigitta7,
ich glaube, daß dieses Verhalten nicht unnormal ist!!!
Sie machen sich große Sorgen, weil es nunmal Ihr Kind ist!
Damals, als Ihre Tochter noch bei Ihnen gelebt hatte, war sie in Ihrer Obhut.
Mit gutem Gewissen haben Sie irgendwann ihre Tochter "hergegeben". An einem Mann, der mit ihrer Tochter zusammen zog und beide haben sich ein neues, eigenständiges Leben aufgebaut.
Leider auch in einer entfernten Stadt, so das Sie nicht "mal eben" rübergehen können, um nach dem rechten zu sehen...
Aber so lange ihre Tochter noch (wenigstens) in der Obhut ihres damaligen Freundes war, hatten Sie ein gewisses Sicherheitsgefühl, da sie nicht alleine war...
Nun ist sie leider alleine, was ihre Tocher vielleicht selber auch noch nicht so intensiv erlebt hat und sie als Mutter machen sich große Sorgen, das es Ihrer Tochter, so allein und dann noch in der Fremde gar nicht gut geht...
Ich kann Sie wirklich gut verstehen!
Natürlich machen Sie sich Sorgen! Sie sind ja auch ihre Mutter- und genau das bleiben Sie auch ein Leben lang.
Vielleicht hat ja auch ihre Tochter eine gute Freundin dort und ist nicht ganz so allein, wie Sie vielleicht glauben?

Ich überlege mir gerade, ob ihr Brief hier im Forum aus diesem besagten Grund geschrieben wurde- oder ob Sie sich bereits deswegen schon mit ihrer Tochter gestritten haben und ihre Tochter möglicherweise eine gewisse Verzweifelung wegen einer "Kontrollsucht" verspührt...
ich hoffe, Sie können mir meine Direktheit verzeihen.
Aber ich mag ungerne um den heißen Brei 'rumreden, weil damit auch niemandem geholfen werden kann...

Falls aber ich jetzt komplett daneben liege, sprechen Sie doch auch mal behutsam mit ihrer Tochter über ihre Gefühle!
Vielleicht ergeht er ja auch ihrer Tochter etwa ähnlich und braucht jetzt wieder ihre Eltern dringender als in der letzten Zeit...
Nur könnte sie sich möglicherweise nicht so recht trauen, da sie ja "erwachsen" ist...

nachdenkliche Grüße
Sommersprosse

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram