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Diagnose hoffnungslos

18. Juli 2014 um 23:39

Hallo an alle,

es fällt mir ziemlich schwer dies zu schreiben, aber da meine Freunde und Familie selbst total überfordert sind mit dem Thema Tod lege ich euch meine Seele offen..

Mein Vater hat seit fast 2 Jahren Krebs. Die Ärzte gaben uns Hoffnung und meinten der Lymphdrüsenkrebs ist zu 80% heilbar. In dieser Zeit nach der Diagnose ging es mit ihm rasch berg auf. Chemos haben gut angeschlagen und mein Vater hat sich auch gut davon erholt. Nach einem Jahr wurde er als geheilt diagnostiziert. Danach ging es wie mit allen Patienten zur Reha um ihn wieder aufzupäppeln. Ich hatte mich schon wieder richtig gefreut ihn glücklich zu sehen. Da ich auch weiter weg wohne von meinem Papa konnte ich nicht immer bei ihm sein was mich auch sehr belastet.Nach 2 Wochen Reha der Schock! Wieder ein faustgroßer Tumor am Hals... Die Reha war im April und seitdem war er fast nur im Krankenhaus und keine Chemo schlägt mehr an. Er wiegt nur noch 58kg und die letzte starke Chemo hat mehr kaputt gemacht wie gut. Sein ganzer Mund ist offen, kann nicht essen und trinken, geschweige den reden.Vor 2 Tagen wurde uns dann gesagt dass es keine Hoffnung mehr gibt.Ich habe mit meinem Vater den ganzen Tag nur geweint. Er ist gerade erst mal 51!!! Ich verstehe es einfach nicht wie es soweit kommen konnte. Seit dem breche ich abends nur noch zusammen und kann nicht aufhören zu weinen. Er ist mein einziges Elternteil was ich noch habe. Ich weiss einfach nicht wie ich ohne ihn weiterleben soll. Er ist so ein wichtiger Teil in meinem Leben! Ich weiss nicht wie ich es schaffen soll ihm beim sterben zu begleiten. Es tut mir jedesmal weh wenn ich ihn sehe. Ich versuche auch immer stark zu sein, aber abends breche ich konplett zusammen. Ich habe einfach Angst dass ich nicht stark genug für uns beide bin ;-(. Ich weiss nicht mal ob ich stark genug für mich bin....

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22. Juli 2014 um 20:35

Fühl dich gedrückt
hey,
ich habe durch zufall deine geschichte gelesen. es tut mir so leid! ich kann keine worte finden, die dir trost spenden könnten.
wenn eine geliebte person stirbt, ist es immer schrecklich. besonders schlimm ist es, wenn man sie dahinsiechen sieht. bei meinem onkel ist es ähnlich und es ist so traurig. neulich habe ich geträumt, dass er gestorben ist und mich mit seiner frau getroffen. echt heftig. wie das wäre, wenn es mein papa wär, möchte ich mir gar nicht vorstellen.
hast du denn jemand, der für dich da ist? der dir ein bisschen kraft gibt das alles durchzustehen und dich regelmäßig in den arm nimmt? ich finde in den arm genommen zu werden extrem wichtig!

habt ihr - du und dein papa - noch die chance auf ein paar gemeinsame tage außerhalb des krankenhauses?

fühl dich gedrückt. ich wünsche euch beiden ganz viel kraft!

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Von: tatigirl2601
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