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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Diagnose: Depression

Letzte Nachricht: 8. April 2013 um 12:56
K
kiki_12069465
06.04.13 um 17:41

Hallo Leute,

Also folgendes..
Ich hab hier schon mal reingeschrieben. In letzter Zeit läuft bei mir alles drunter und drüber.. Mein Freund hat nach 8 Monaten Beziehung überraschend Schluss gemacht, weil er Sportler ist und keine Zeit hat und auch angeblich keine Gefühle mehr.
Er hat sich n paar Mal bei mir gemeldet, anfangs hab ich noch geantwortet, jetzt nicht mehr.
Und zwar aus folgendem Grund:
Ich bin 16 Jahre alt und noch Schülerin und gehe mit ihm in eine Klasse. Am MI habe ich versucht, in die Schule zu gehen, bin aber nach der 2. Stunde nach Hause weil ich so fertig war mit den Nerven. Meine Mutter (mit der ich mich ausgezeichnet verstehe und froh bin, dass sie da ist) hat mich zum Arzt geschleppt, weil sie meinte, sie wüsste nicht mehr, was sie mit mir tun sollte und wie sie mir sonst helfen könnte. Bin dann freiwillig mit. (möchte, dass sie nicht mehr traurig is, und versuche mich zusammenzureißen)
Wir wurden dann sofort in die Landes-Nervenklinik überwiesen, wo sie eine mittelschwere Depression diagnostizierten. Sie boten mir eine stationäre Aufnahme über 2 Wochen an oder 6-8 Wochen, in denen ich jeden Tag reinfahren sollte, dort in die Schule und Therapie machen. Ich lehnte beides ab, weil ich nicht von zu Hause weg möchte.
Sie haben mir also Antidepressiva gegeben, um allerdings die Verträglichkeit und andere Sachen zu testen (Leberwerte, Schilddrüsenfunktion usw.) haben sie mir Blut abgenommen. Da ich tagelang nichts gegessen oder getrunken hatte, bin ich 10 min nach der Blutabnahme umgefallen. Kreislaufzusammenbruch. Sie haben mir sofort einen Zugang gelegt und eine Infusion gegeben.
Danach musste ich noch ein EKG machen und einen nächsten Termin, privat muss ich mir nun einen Psychotherapeuten suchen. Problem: Die kostenlosen haben über 400(!) auf der Warteliste. Und ich möchte nicht, dass meine Eltern bezahlen müssen für meine Stunden,auch wenn sie das auf jeden Fall machen würden.

Nun aber zu meinem eigentlichen Problem!
Seit Mi, seit ich zusammengebrochen bin, fühle ich NICHTS mehr. Keinen Schmerz, keine Trauer, keine Wut, gar nichts. Ich kann mir die Bilder von meinem Exfreund anschauen und fühle NICHTS?
Ich muss dazu sagen, dass ich NICHT NUR wegen ihm depressiv bin, ich bin schon seit 2 Jahren in so einem Loch, wobei es zwischendurch immer "Auftriebsphasen" gab. Ich kann nichts essen, weil ich es sofort erbreche und habe auch Bauchschmerzen etc, da die Krankheit bei mir psychosomatisch ist (sich also auch auf den Körper auswirkt).
Ich versuche zu trinken, muss es aber richtig runterWÜRGEN. Ich weiß, ich bin erst 16 und sollte nicht jetzt schon so "kaputt" sein aber ich möchte BITTE nicht solche Sachen lesen wie "mach kein Drama" , etc.
Befinde mich wirklich in einer schwierigen Situation und bin zeitweise einfach nur verwirrt.
Ist diese "Gefühlslosigkeit" einfach nur ein Schutzmechanismus meines Körpers? Was ist nur los mit mir?

Ganz liebe Grüße
isi

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H
hana_12456571
07.04.13 um 0:20

Diese Gefühlslosigkeit
kenne ich von mir selbst nur zu gut.
Ich erkläre mir das immer so, dass sie in den Situationen auftritt, in denen ich ZU VIEL enpfinde.
Ich will oft nichts von meinen Gefühlen wissen, weil ich weiß, dass ich zusammenbrechen würde, würde ich sie alle zulassen, deshalb stelle ich mir diese Gefühlslosigkeit vor wie ein Stromausfall, der dann eintritt, wenn zu viele Leitungen allesamt auf Hochtouren laufen..so ist es zumindest bei mir. Und diese Taubheit (ich spüre kein Gefühl und auch meinen ganzen Körper nicht) ist irgendwo denke ich auch tatsächlich ein Schutzreflex des Körpers. Das, was du sonst noch schreibst, klingt schon krass und sehr nach Depressionen. Ich würde mir an deiner Stelle auf jeden Fall Hilfe suchen, auch wenn du dafür von daheim weg musst. Ich war mit 15 (heute bin ich 19) neun Wochen in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie, eben auch wegen u.a dieser ganzen Sachen. Am Anfang war es sehr schwer, aber letztendlich konnte ich sehr viel für mich mitnehmen. Und manchmal braucht man einen gewissen Abstand zu allem, um danach wieder klarer zu sehen.

Alles Gute und du kannst ja mal schreiben, wie es nun weitergeht..

lieben Gruß.

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B
betsy_12267846
07.04.13 um 0:25

Ich weiß genau was du meinst..
Hallo du,
also ich kann dich gut verstehen, ich bin 15 und mich kann man auch schon sehr kaputt nennen. Ich hatte/ habe teilweise auch Phasen in denen ich einfach nichts spüre und alles wie ein Rauschen an mir vorbei zieht.. Es ist einfach wichtig eine Person zu haben die dich versteht und mit der du redest. Und was mir immer hilft, damit ich mich nicht aufgebe ist, sich Ziele zu setzen.. Denk einfach daran was du vlt in der Zukunft gerne machen würdest.. was ist dein Traum und überlege dir wie schön später alles werden kann wenn du versuchst möglichst alles zu tun.. ich hoffe es hilft dir
ganz liebe grüße Isa

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K
kiki_12069465
08.04.13 um 12:56
In Antwort auf hana_12456571

Diese Gefühlslosigkeit
kenne ich von mir selbst nur zu gut.
Ich erkläre mir das immer so, dass sie in den Situationen auftritt, in denen ich ZU VIEL enpfinde.
Ich will oft nichts von meinen Gefühlen wissen, weil ich weiß, dass ich zusammenbrechen würde, würde ich sie alle zulassen, deshalb stelle ich mir diese Gefühlslosigkeit vor wie ein Stromausfall, der dann eintritt, wenn zu viele Leitungen allesamt auf Hochtouren laufen..so ist es zumindest bei mir. Und diese Taubheit (ich spüre kein Gefühl und auch meinen ganzen Körper nicht) ist irgendwo denke ich auch tatsächlich ein Schutzreflex des Körpers. Das, was du sonst noch schreibst, klingt schon krass und sehr nach Depressionen. Ich würde mir an deiner Stelle auf jeden Fall Hilfe suchen, auch wenn du dafür von daheim weg musst. Ich war mit 15 (heute bin ich 19) neun Wochen in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie, eben auch wegen u.a dieser ganzen Sachen. Am Anfang war es sehr schwer, aber letztendlich konnte ich sehr viel für mich mitnehmen. Und manchmal braucht man einen gewissen Abstand zu allem, um danach wieder klarer zu sehen.

Alles Gute und du kannst ja mal schreiben, wie es nun weitergeht..

lieben Gruß.

Danke erstmal!
.. für die aufmunternden Worte!
Ich bin in letzter Zeit ziemlich oft auf Unverständnis gestoßen, weshalb ich jetzt gezielt mit manchen Personen nicht mehr über meine Situation spreche..

Am DO habe ich meinen nächsten Termin für ein Gespräch aber ich wüsste nicht einmal, was ich sagen soll. Was ich fühle? Alles. Und Nichts.
Es ist , als wäre alles in Watte gepackt.
Die Sonne scheint und ich bin einfach wütend, dass die Sonne scheint und es mir so mies geht.
Außerdem träume ich dauernd dieselben Träume, alles Albträume und ach... ich weiß einfach nicht mehr weiter..
Ich fühle so eine Leere und gleichzeitig so eine Verzweiflung.

Essen kann ich immer noch nicht. Ich versuche es zwar, erbreche es aber sofort wieder..


GLG!!

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