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Devote neigungen - ausleben oder bearbeiten?

11. Juni 2007 um 10:12

seit volksschulalter weiss ich von diesen neigungen. bisher konnte ich sie kaum ausleben, unter anderem, weil ich mich dafür schäme sie zu haben, zum anderen, weil ich ständig im glauben bin, sie wären nicht "legitim". sprich, diese neigungen hätten eventuell einen "kranken hintergrund" (zb kindheitserlebnisse, von missbrauch weiss ich jedoch nichts, hatte aber in anderen bereichen eine belastende kindheit) und ich müsste mich solange in therapie begeben (ich bin in therapie), bis ich kuschelsex toll finde. wobei ich mir das absolut nicht vorstellen kann, er ödet mich einfach an, ich brauche einfach mehr "action". mit meiner therapeutin kann und möchte ich darüber nicht reden.

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11. Juni 2007 um 19:47

Gegenfrage:
Möchtest Du Deine Phantasie ausleben oder bearbeiten?

So ungewöhnlich sind Deine Phantasien sicher nicht, weder bei Frauen noch bei Männern, zu bedenken ist allerdings, dass oft zwischen Vorstellung und Realität große Unterschiede bestehen.

Zwischen Kuschelsex und SM gibt es ja auch noch eine große Anzahl anderer Möglichkeiten, so Du für Deine wahre (?) Neigung noch nicht bereit bist.

Im Übrigen müsste Dein Partner eingeweiht sein, wo sich mir jetzt die Frage stellt, ob das derjenige ist, bei dem Dein Sex Dich so anödet.

Da ist doch sicher was zu machen.....?

LG Bollywood11

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12. Juni 2007 um 5:44

Nicht so unnormal
Wenn Du die Sexualität in den devoten Rollen genießen kannst, ist daran nichst schlimm. Du schadest niemanden damit und dann ist es egal, was einem Spaß macht. Das einzig unpraktische daran ist wohl, dass die Auswahl an potentiellen Partnern etwas geringer ist, als bei "normaler" sexueller Veranlagung. Aber es gibt durchaus eine Menge Menschen, die in devoter oder dominanter Rolle ihre Sexualität ausleben, Du bist damit kein Sonderling.
Und entsprechend wird Deine Therapeutin, wenn sie einigermaßen offen und ausgebildet ist, wovon man ausgehen sollte, sich nicht übermäßig überrascht zeigen, wenn Du ihr Deine Neigung offenbarst.
Mit ihr über Deine devote Neigung zu sprechen könnte Dir helfen, diese Richtung in Dir zu akzeptieren und damit überflüssige innere Konflikte aufzulöen. Das widerum kann Dir helfen, diese Sexualität entspannter und freier zu genießen.

jaja

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13. Juni 2007 um 22:16

Dann...
brich doch die therapie gleich ab.einen derart zentralen punkt wie deine sexualität auszuklammern,bedeutet die absolute wirkungslosigkeit der arbeit deiner therapeutin und eine verschwendung von zeit und geld.
alternativ würde ich dir raten einen therapeuten deines vertrauens zu suchen(aus eigener erfahrunghne vertrauen geht es nicht;im übrigen ist auch in irgendwelchen foren niemandem zu trauen,aber hier gibts natürlich keinen persönlichen kontakt vor dem du dich fürchten müsstest).
das ziel einer therapie ist nicht dich "normal" zumachen sondern,dir den hintergrund und somit dich für dich begreiflich zumachen um dich in die lage zu versetzen zu dir und deinen neigungen mit deiner ganzen persönlichkeit zu stehen und dies nicht mehr als belastung mit dir herumzutragen.falls sich während der therapie diene devote haltung verändert oder verschwindet, hat dich niemand dazu gezwungen sondern es wird deine entscheidung gewesen sein die aus einer tieferen einsicht resultiert.
ich stehe auf strapse,strümpfe,heels mit bischen festbinden und den ganzen rest aber ich möchte auch mitdem menschen der da drin steckt klar kommen,nicht nur mit dem fetisch.

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