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Der Tod meines Bruders frisst mich auf.

4. Januar um 22:42

Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll. Am besten fang ich von ganz vorne an damit ihr auch alles versteht. Ich hatte ein ziemlich harte Zeit. Hatte einige Selbstmordversuche, Probleme mit Selvstverletztendem Verhalten, Psychatrieaufenthalte und so weiter. Egal darum geht es nicht. Am 09.04.2018 hatte ich meinen letzten Selbstmordversuch. Ich lag auf der Intensivstation und wäre fast gestorben. Naja wie auch immer. Jedenfalls wurde ich dann am 11.04 in eine geschlossene Psychatrie eingewiesen. Dort dann das worum es eigentlich geht. Ich redete mit einer Oberärztin von dort ( die meinen Bruder auch kannte, da er ähnliche Probleme hatte wie ich). Sie fragte mich die ganze Zeit so komische Sacheb über meinen Bruder wobei ich mir aber erstmal nichts großartig bei gedachte. Ich weiß noch die genauen Wortw von dem was jetzt kam. Sie meinte dein Vater möchte gleich kurz mit dir telefonieren er hätte eine sehr schlechte Nachricht für mich. Meine Mutter die mittlerweile neben mir saß legte ihre Hände auf meinen Schoß und sagte: " Wir sind alle bei dir." Ab diesem Zeitpunkt ging mir alles mögliche durch den Kopf vielleicht hat mein Vater Krebs, vielleicht liegt mein großer Bruder im Krankenhaus oder vielleicht ist irgendetwas mit meinem kleinen Bruder. Mir ging alles durch den Kopf nur das nicht. Dann die Worte meines Vaters: "Es ist etwas sehr schlimmes ist passiert. Andreas ist tod." Andreas ist mein größerer Bruder. Diese Worte waren ein Schlag ins Gesicht. Ich wollte schreien, weinen und einfach nur weit weg. Ich wollte rennen. Also rannte ich auch dem Zimmer schrie das sie mich nicht anlügen sollen, dass das nicht sein kann & irgendwann wiederholte ich immer wieder diese Frage: "Warum?" Warum mein Bruder? Warum einer der liebsten Menschen die es gab? Warum nimmt man mir MEIN Bruder? Keiner von uns weiß bis heute genau warum er überhaupt von uns gegangen ist. Wir können nur vermuten. Ca. 1 1/2 Wochen später haben wir uns ihn dann im Leichenschauhaus nochmal angeschaut. Dieser Moment hat mir das Herz zerrissen, weil ab dem Moment wo ich seinen leblosen Körper sah wurde mir bewusst, dass das alles kein schrecklicher böser Spaß war. Das es die bittere Wahrheit war. Das mein Bruder unser geliebter Freund, Sohn mit gerade mal 16 Jahren von uns gegangen ist. Ich werde es nie verstehen können. Und vorallem werde ich es nie akzeptieren können. Ich kann ihn nicht loslassen. Und an jedem einzelnen Tag fehlt er mir noch ein kleines bisschen mehr. Es tut so weh und ich weiß nicht wie ich jemals damit leben soll. Seitdem er gestorben ist war ich zu keiner Zeit wirklich richtig glücklich, denn als er gegangen ist hat er die die ganze Farbe und Hoffnung aus meinem Leben mit sich genommen und ein Teil von mir ist mit ihm gestorben. Ich glaube nicht das ich jemals damit leben kann. Jetzt ist es bald schon ein Jahr. Ein Jahr seit wir ohne ihn leben müssen. Und es tötet mich jeden Tag ein Stückchen mehr. Ich kann nicht mehr, hab keine Kraft mehr und möchte einfach nur noch bei ihm sein und ihn in die Arme nehmen. Es zerfrisst mich...

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5. Januar um 21:28
In Antwort auf mihelle2345

Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll. Am besten fang ich von ganz vorne an damit ihr auch alles versteht. Ich hatte ein ziemlich harte Zeit. Hatte einige Selbstmordversuche, Probleme mit Selvstverletztendem Verhalten, Psychatrieaufenthalte und so weiter. Egal darum geht es nicht. Am 09.04.2018 hatte ich meinen letzten Selbstmordversuch. Ich lag auf der Intensivstation und wäre fast gestorben. Naja wie auch immer. Jedenfalls wurde ich dann am 11.04 in eine geschlossene Psychatrie eingewiesen. Dort dann das worum es eigentlich geht. Ich redete mit einer Oberärztin von dort ( die meinen Bruder auch kannte, da er ähnliche Probleme hatte wie ich). Sie fragte mich die ganze Zeit so komische Sacheb über meinen Bruder wobei ich mir aber erstmal nichts großartig bei gedachte. Ich weiß noch die genauen Wortw von dem was jetzt kam. Sie meinte dein Vater möchte gleich kurz mit dir telefonieren er hätte eine sehr schlechte Nachricht für mich. Meine Mutter die mittlerweile neben mir saß legte ihre Hände auf meinen Schoß und sagte: " Wir sind alle bei dir." Ab diesem Zeitpunkt ging mir alles mögliche durch den Kopf vielleicht hat mein Vater Krebs, vielleicht liegt mein großer Bruder im Krankenhaus oder vielleicht ist irgendetwas mit meinem kleinen Bruder. Mir ging alles durch den Kopf nur das nicht. Dann die Worte meines Vaters: "Es ist etwas sehr schlimmes ist passiert. Andreas ist tod." Andreas ist mein größerer Bruder. Diese Worte waren ein Schlag ins Gesicht. Ich wollte schreien, weinen und einfach nur weit weg. Ich wollte rennen. Also rannte ich auch dem Zimmer schrie das sie mich nicht anlügen sollen, dass das nicht sein kann & irgendwann wiederholte ich immer wieder diese Frage: "Warum?" Warum mein Bruder? Warum einer der liebsten Menschen die es gab? Warum nimmt man mir MEIN Bruder? Keiner von uns weiß bis heute genau warum er überhaupt von uns gegangen ist. Wir können nur vermuten. Ca. 1 1/2 Wochen später haben wir uns ihn dann im Leichenschauhaus nochmal angeschaut. Dieser Moment hat mir das Herz zerrissen, weil ab dem Moment wo ich seinen leblosen Körper sah wurde mir bewusst, dass das alles kein schrecklicher böser Spaß war. Das es die bittere Wahrheit war. Das mein Bruder unser geliebter Freund, Sohn mit gerade mal 16 Jahren von uns gegangen ist. Ich werde es nie verstehen können. Und vorallem werde ich es nie akzeptieren können. Ich kann ihn nicht loslassen. Und an jedem einzelnen Tag fehlt er mir noch ein kleines bisschen mehr. Es tut so weh und ich weiß nicht wie ich jemals damit leben soll. Seitdem er gestorben ist war ich zu keiner Zeit wirklich richtig glücklich, denn als er gegangen ist hat er die die ganze Farbe und Hoffnung aus meinem Leben mit sich genommen und ein Teil von mir ist mit ihm gestorben. Ich glaube nicht das ich jemals damit leben kann. Jetzt ist es bald schon ein Jahr. Ein Jahr seit wir ohne ihn leben müssen. Und es tötet mich jeden Tag ein Stückchen mehr. Ich kann nicht mehr, hab keine Kraft mehr und möchte einfach nur noch bei ihm sein und ihn in die Arme nehmen. Es zerfrisst mich...

Es tut mir sehr Leid, dass Du Deinen Bruder verloren hast.
Mit den 1 1/2 Wochen das kann ich mir nicht ganz vorstellen.
Ist nicht bekannt, woran er gestorben ist ? 
Machst Du Psychotherapie ? Nimmst Du Medikamente ? Das hielte ich für wichtig.
Der Schmerz wird irgendwann weniger werden, aber das kann noch dauern. Das ist alles noch sehr frisch 
Wie gehen denn die anderen Familienmitglieder damit um ?

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11. Januar um 13:22

Hallo, ich habe mich jetzt wegen dir hier angemeldet, weil ich sah wie sehr du darunter leidest und ich dir vllt. etwas helfen kann, weil ich selber so eine Situation hatte, nur war ich damals viel jünger als du nämlich ein halbes Jahr^^. Mein Bruder ertrank mit seinen Freund damals mit drei Jahren, als sie im Nachbargarten in einen Teich gefallen waren. Also erstmal auch mein herzlichstes Beileid an dich und deine Familie. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass du nun traurig bist und auch vllt. ein bisschen wütend. Meiner Familie wurde leider fälschlicherweise gesagt, das ich zu jung sei, um das alles mitzukriegen und mir man nichts sagen sollte. Trotzdem sag ich, wie sehr mein großer Bruder und meine Eltern darunter litten. Auf jeden Fall solltest du dich an jemanden wenden, den du alles erzählen kannst oder vllt. kannst du auch deine Gefühle auch einfach aufschreiben? Das hat mir manchmal geholfen, meine Gefühle ein bisschen zu sortieren. Ein bisschen muss ich leider auch deine Eltern in die Pflicht nehmen, nicht weil es für sie weniger schmerzvoll ist, sondern weil sie deine Eltern sind. Meine Eltern hielten sich an den Rat der anderen und erzählten mir erstmal nichts davon, doch als sie es mir erzählten, verlor ich meine Sprachfähigkeit und musste alles nochmal neu lernen, außerdem dachte ich immer mein Bruder würde mit mir verstecken spielen und habe ihn immer gesucht. Hinterher nach Jahren bereuten meine Eltern immer mehr das sie nicht für mich da waren, als ich sie auch brauchte. Wende dich auch an deinen Psychologen des Vertrauens. Denk an die schönen Zeit mit deinen Bruder, auch an die kleinen Dinge und lass deinen Tränen freien Lauf, aber lasse dich nicht von ihnen bezwingen. Lass dir helfen, auch wenn man sich erstmal verkriechen will.

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