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Der letzte Tag im Leben...

24. August 2006 um 14:42

Hallo zusammen!

Bin neu hier und muss euch gleich mal mit meinem Problem belästigen

Hm, ich hab immer mal wieder so eine Phase, wo mir bewußt wird, wie vergänglich eigentlich das Leben ist.
Und seit ein paar Tagen bin ich sozusagen mal wieder richtig verzweifelt.
Ich habe dann Angst vor dem letzten Tag in meinem Leben, obwohl es wahrscheinlich noch lange dauert (aber es wird kommen...).
Muss echt heulen, wenn ich mir vorstelle, dass ich da im Sterbebett liege und sage:" Das war's also..."
Ich habe auch Angst, dass die Eltern oder der Partner ihre letzten Stunden haben und ich dabeistehe...

Vielleicht kennt ja jemand das Gefühl und hat es in den Griff bekommen.
Was kann ich gegen solche Ängste tun?
Falls ich es verdrängen könnte, dann habe ich aber wiederum Angst, dass es mich, wenn ich alt bin, einholt und dann ist ja dieser Tag X noch näher.
Was mich auch noch innerlich kaputt macht ist die Tatsache, dass ich vieles nicht in Erinnerung behalten kann. Da habe ich mir z.B. ganz fest einen schönen Augenblick eingeprägt und nach Wochen ist diese Momentaufnahme zumindest bildlich nicht mehr da.

Kennt das jemand?

Viele Grüße
Levi

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24. August 2006 um 15:09

Ich kenns nicht
und finde deine Angst auch völlig unbegründet und übertrieben. Vielleicht solltest du mehr an Gott glauben, geh doch mal in die Sonntagsmesse, es hilft.

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25. August 2006 um 22:33
In Antwort auf prettystupid

Ich kenns nicht
und finde deine Angst auch völlig unbegründet und übertrieben. Vielleicht solltest du mehr an Gott glauben, geh doch mal in die Sonntagsmesse, es hilft.

Kein Halt
Hallo Levi!

..ja, und wie ich das kenne! Ich kann nicht verstehen, wie man so wenig Verständnis wie "Prettystupid" haben kann. Tja, sie hatte scheinbar noch nie wirkliche Angst in ihrem Leben!...oder ER?
Ich habe genau die gleichen Ängste wie du. Sie sind immer wieder urplötzlich da. Alles ist vergänglich. "Schönheit" kann nicht lange leben. Durch Erfahrung weiß ich, dass alles Schöne sein Ende finden wird. Und davor habe ich große Angst. Der Tod Nahestehender würde auch meinen Tod bedeuten. Wie kann man lebensfähig sein?
Aufhalten kann man die gewisse Dinge nicht. Man muss lernen, damit umzugehen. Aber ich habe auch noch nicht die Lösung gefunden. Und ich glaube nicht, dass mir die Sonntagsmesse dabei helfen könnte. Auch als Kind war ich sehr ängstlich.
Es hilft aber auf jeden Fall, wenn man jemanden hat, mit dem man darüber reden kann. Oft will ich das gar nicht, weil ich oft denke, andere damit "anstecken" zu können oder auf Unverständnis zu stoßen. Aber wenn man wirklich jemanden hat, der nachvollziehen kann, wie es einem in solchen Momenten geht..geht es einem schnell besser. Und ich habe eine solche Person. Leider ist sie nicht immer da, weshalb ich oft ganz alleine mit meiner Angst bin.
Tja, und die schönen Momentaufnahmen...die geraten selbstverständlich irgendwann in Vergessenheit. Das "Hässliche" ist dann schwer und man hat das Gefühl, es gibt keine schöne Welt...

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25. August 2006 um 23:03
In Antwort auf itcouldbesweet

Kein Halt
Hallo Levi!

..ja, und wie ich das kenne! Ich kann nicht verstehen, wie man so wenig Verständnis wie "Prettystupid" haben kann. Tja, sie hatte scheinbar noch nie wirkliche Angst in ihrem Leben!...oder ER?
Ich habe genau die gleichen Ängste wie du. Sie sind immer wieder urplötzlich da. Alles ist vergänglich. "Schönheit" kann nicht lange leben. Durch Erfahrung weiß ich, dass alles Schöne sein Ende finden wird. Und davor habe ich große Angst. Der Tod Nahestehender würde auch meinen Tod bedeuten. Wie kann man lebensfähig sein?
Aufhalten kann man die gewisse Dinge nicht. Man muss lernen, damit umzugehen. Aber ich habe auch noch nicht die Lösung gefunden. Und ich glaube nicht, dass mir die Sonntagsmesse dabei helfen könnte. Auch als Kind war ich sehr ängstlich.
Es hilft aber auf jeden Fall, wenn man jemanden hat, mit dem man darüber reden kann. Oft will ich das gar nicht, weil ich oft denke, andere damit "anstecken" zu können oder auf Unverständnis zu stoßen. Aber wenn man wirklich jemanden hat, der nachvollziehen kann, wie es einem in solchen Momenten geht..geht es einem schnell besser. Und ich habe eine solche Person. Leider ist sie nicht immer da, weshalb ich oft ganz alleine mit meiner Angst bin.
Tja, und die schönen Momentaufnahmen...die geraten selbstverständlich irgendwann in Vergessenheit. Das "Hässliche" ist dann schwer und man hat das Gefühl, es gibt keine schöne Welt...

Natürlich
ich bin jetzt wieder die schlimme böse die nix kappiert, was? wenn ihr bloß wüsstet was ich alles durchgemacht hab...aber nun gut...ich sag nur, wenn ihr euch nicht selbst Hilfe und Halt gebt dann kanns auch kein anderer tun.
alles liebe
Ps

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27. August 2006 um 21:05

Ja
hi levi,

dass DU dir sorgen machst, find ich völlig ok. ich finde es gut, dass du dir bewusst bist, wie schnell ein leben vorbei gehen kann.
ich sehe das auch immer, wenn ich z. b. behinderte Menschen sehe, die im rollstuhl sitzen oder kinder, dann weine ich immer und bin sehr traurig.
ich denke auch viel nach und leider muss ich feststellen, dass ich mein leben nicht lebe. ich habe borderline, viell. liegt es daran.
leider noch bulimie. ich weiss wie schlimm die krankheit ist und trotzdem behalte ich sie . ich vermisse so sehr die liebe so sehr gute freunde eine liebende mama und papa.
möchte mich gern noch mal verlieben aber dann bin ich schon wieder deprimiert, weil ich eine hochrote nase im winter kriege und nicht mehr vor die tür gehe.

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1. September 2006 um 12:04

Ich kenne dein Gefühl
Liebe Levi!
Ich habe das Problem seit ca. 2 Monaten. Ich habe mein Vater mit 15 Jahren verloren - ich bin 23 Jahre alt.
Ich habe ab und zu den Gedanken ich bin Krank oder ich muss sterben. Ich bin jetz in Therapie und war auch bei einer Nervenärztin die hat mir "Angsttabletten" gegeben die gut helfen.

Wann tritt das bei dir auf? zu welcher tageszeit
Schreib mir mal FipsiLissy@aol.com

Lieber Gruß
Chrissy

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5. Mai 2013 um 1:10

Der letzte Tag im Leben
Weißt du, ich habe die Situation, dass meine Mutter bald sterben wird, sie ist unheilbar krank, es ist eine Frage der Zeit. Da tritt dein Leben in zweiter Stelle, glaub mir. Du wirst länger leben. Ich geb meine ganze und wirklich ganze Kraft darein, meiner Mutter es so angenehm wie möglich zu machen. Denk nicht über dein Sterben nach, versuch für die Menschen da zu sein, die jetzt gehen. Dein Abgang kommt irgendwann und auch dann wird sich jemand fnden, der dich begleitet.

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7. Mai 2013 um 14:43

Hmmm....
Ich glaube Du hast so viel Angst vor dem letzten Tag im Leben, das Du vergisst, das Leben was Du hast zu genießen. Weisst Du, mein Onkel der in Australien lebte, ist im letzten Jahr gestorben, an Krebs. Ich konnte ihn nichtmehr sehen Er hat 2 Kinder und seine Frau hinterlassen. Er wusste das er sterben würde und wurde vom Kranknehaus nach hause geschickt.

Er hat seinerseits jedem Feind verziehen, war mit sich und der Welt im reinen. Er hat sich gefreut, endlcih zu erfahren, wohin man geht, wenn man stirbt. Das Leben ist nun zwar vorbei, aber es waren 54 erfüllte Jahre! Mit vielen Reisen, viele Orte an denen er gewohnt hat, viele Menschen denen er begegnete, und eine Nichte die immer zu ihm aufsah! Aber er hat sein Leben gelebt, und war nicht traurig, das es zu Ende ging, sondern glücklich das es passiert ist.

Klingt abgedroschen, aber Lebe jetzt und heute. Nicht in der Vergangenheit oder in der Zukunft... Du hast vielleicht nur dieses eine Leben und Du solltest es nicht damit verschwenden darüber nachzudenken wann der Deckel zugeht. Und wenn das mal in reichweite ist, fang an Dich zu freuen, endlich zu erfahren was danach kommt...!


LG
Sarah

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