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Der Hochstapler - Ein Pseudologe in Action

23. Januar 2012 um 22:47

Hallo zusammen.

Auch ich möchte hier gerne meine Geschichte erzählen und damit hoffentlich der einen oder anderen Person helfen. Ob meine Geschichte nun als frühzeitige Warnung dient sein Gegenüber lieber einmal zu viel als zu wenig zu hinterfragen. Oder einem bestätigt, dass man mit seinen eigenen, ähnlichen Erlebnissen nicht alleine dasteht.

Auf dieses Forum bin ich per Zufall gestossen. Nach unglaublichen Vorfällen mit meinem inzwischen Ex-Freund und Ex-Geschäftspartner wollte ich einen Begriff für sein Verhalten finden. Und der Begriff Pseudologe passt wie die Faust aufs Auge.

Ein Freund der die Geschichte mit meinem Ex-Freund/Ex-Geschäftspartner kennt, hat mir folgenden Doku-Link geschickt. Dort sieht man so einen Menschen in Action. Dies war für mich ziemlich aufschlussreich. http://www.dokus4.me/index.php/2011/08/26/ich-bin-ein-psychopath/

Hier eine Zusammenfassung der Geschehnisse.
Vor eineinhalb Jahren habe ich mit einem Bekannten eine Firma gegründet. Es war zwar ein gewisses Risiko dabei. Aber da der Bekannte seit vier Jahren mit meiner damaligen Arbeitskollegin der ich vertraute in einer Beziehung war, hielt ich das Risiko für überschaubar.

Vor der Firmengründung schwärmte der Bekannte von seinem ungenutzten Potential. Dass er bereits als Art Director für eine grosse, deutsche Agentur gearbeitet hätte. Ich wiedrum brauchte in meinem Leben einen Wechsel. Also liess ich mich auf das Abenteuer eigene Firma mit ihm ein. Er machte mir anfangs Komplimente, lachte über meine Witze, war Charmant, gebildet, höflich. Bis er mir dann nach zwei Monaten sagte, er hätte sich in mich verliebt. Seine Beziehung sei schon lange kaputt und er wolle mit mir zusammen sein. Ich liess mich auf ihn ein unter der Bedingung, dass er sich trenne und in die Schweiz ziehe. Dies versprach er mir. Gehalten hat er es nicht.

Je länger ich ihn "kannte", desto seltsamer wurden seine Geschichten aus seiner Vergangenheit.

Er hätte im Kosovokrieg gedient um schnell an Geld für seine Ausbildung zu kommen.

Bei einem Unfall sei er von einem Auto überfahren worden und hätte danach tagelang im Koma gelegen.

Seine Mutter hätte ein riesiges Feinkostimperium in Köln gehabt und sei früh an Krebs gestorben. Um sein Erbe sei er damals von seiner eigenen Schwester betrogen worden.

Seine Grossmutter hätte eine 2 Mio. Euro Jugendstilvilla in Bonn gehabt und hätte ihm viele Antiquitäten hinterlassen. Unter anderem auch einen echten Rubens. Doch er hätte leider kein Geld das Bild von einem Experten auf seine Echtheit prüfen zu lassen.

Sein Sohn sei mit 12 Jahren an Leukämie gestorben. Richtig kennenlernen konnte er ihn nie, da seine Ex-Freundin den Kontakt unterbunden hätte.

Und er würde bald von einem Freund seiner Mutter X-Millionen erben. Der Freund seiner Mutter starb an einem Gehirntumor und hätte ihm eine Hotelkette, Immobilien und ein grosse Autosammlung vererb. Als ich ihn fragte wieso dieser Freund seiner Mutter das Erbe nicht seiner eigenen Familie vermacht hatte, sagte er, die Tochter dieses toten Freundes sei in einer Sekte. Und deshalb bekomme die Tochter nur den Pflichtteil und er den Rest.

Weiter ging es mit Prahlereien über sein ausschweifendes Leben, welches er nach dem frühen Tod seiner Eltern führte.

Sein Tatoo auf dem Oberarm hätte er sich im Suff selber gestochen.

Mit seinen Freunden hätte er ständig vor Klubs andere Männer angepöbelt um sich mit ihnen blutig zu prügeln.

Drogen hätte er alle schon ausprobiert.

Im Knast sei er auch gelandet, weil er von einem ehemaligen Geschäftspartner betrogen wurde.

Und sogar eine Lesbe hätte er mit seinem Charme ins Bett gekriegt.

Seltsamerweise hatte er auch immer alles parat was ich brauchte. Als ich ein neues Mikrofon wollte, hatte er gleich einen Freund zur Hand mit einem Occasions-Sennheisermikrofon welches ich gratis haben könne. Nur komischerweise gab es am Zoll Probleme und so kam ich nie zu meinem Mikrofon. Auch der VW Golf den ich von seinem Freund ohne Bezahlung haben könne, gab es nie. Genau sowenig wie die verdächtig günstige Dachwohnung die er mir organisiert hätte.

Immer wenn ich ihm konfrontierte und nachhakte weil mir Dinge seltsam vorkamen, artete es in Streit aus. Er verliess dann wütend das Büro und zog nervös an seiner Zigarette. Auch Beweise konnte er mir seltsamerweise nie liefern um seine Aussagen zu untermauern. Selbst wenn er zugestimmt hatte mir Dokumente als Beweis mitzubringen, sagte er dann am nächsten Tag dies sei seine Privatsache und gehe mich einen Scheiss an.
Leider habe ich ihm privat viel Geld geliehen, da er Geldschulden hatte. Wenigstens in diesem Bereich hatte er ausnahmsweise nicht gelogen. Ich habe es bei seinem Gerichtsvollzieher nachgeprüft. Aber zum damaligen Zeitpunkt wusste ich noch nicht dass er ein so extremer, notorischer Lügner ist und mir das Geld nie zurückzahlen wird.

Inzwischen kenne ich über ihn folgende Fakten, nachdem ich mit diversen Leuten Kontakt aufgenommen habe:

Seine Mutter war drogensüchtig und hat auf der Strasse gelebt.

Die Villa seiner Grossmutter hat es nie gegeben.

Während er mit mir zusammen war und noch bei seiner, nach seinen Angaben Ex-Freundin, gelebt hat, hat er noch eine weitere Frau im Internet gesucht und gefunden, der er ebenfalls eine Beziehung vorgespielt und Geld abgenommen hat.

Die Frau aus dem Internet hat er wiederum mit einer Frau aus Slowenien betrogen. Während er von mir Geld geborgt hatte um im Slowenien eine Baufirma zu schulen, machte er dort mit der Dame Ferien. Er schrieb netterweise sogar eine Bestätigungs-SMS er sei gut angekommen, und die Gespräche mit der Baufirma würden gut laufen.

Auch diese Frau aus Slowenien hat er mit seinen Lügen solange bearbeitet, bis sie ihm viel Geld geliehen hat. Sie wird es wohl nie wieder sehen.

Neben diesem Firmenauftrag aus Slowenien hat er mir noch zwei weitere Aufträge vorgelogen. Offensichtlich um vorzutäuschen, dass ja bald Geld auf unserem Firmenkonto eintreffe. So brachte er mich dazu, meine Ersparnisse als Überbrückungshilfe in die Firma zu pumpen während er das Firmenkonto ständig für Bezin, seinen Zigarettenkonsum, Lebensmittel oder Online-Rollenspiele leerräumte. Natürlich immer mit der Aussage er würde das Geld wieder aufs Konto einbezahlen. Was natürlich nie passiert ist.

Seine Familie will offensichtlich schon lange nichts mehr mit ihm zu tun haben. Seine eigene Familie hat er bereits als Teenager ständig belogen, obwohl diese ihn nach dem Tod seiner Eltern aufgenommen hatten.

Die Firma habe ich ihm überlassen, da er sich geweigert hatte zu gehen. Und dies obwohl er keinen Cent in diese Firma gesteckt hatte. Aber es war für mich trotzdem das kleinere Übel als weiterhin mit ihm zusammenzuarbeiten oder für sein Handeln und seine Lügen Verantwortung zu übernehmen.

Im Büro der Firma ist er seit Wochen nicht mehr aufgetaucht. Weder die Miete noch sonstige Rechnungen hat er beglichen. Die Firma war für ihn nur Mittel zum Zweck. Um sich einerseit vor Kunden aufzuspielen und seinem Narzismus zu fröhnen, und um eine Entschuldigung zu haben Leute um Geld zu bitten.

Wen ich vor ihm warnen konnte habe ich gewarnt. Denn ausrichten kann ich leider nichts gegen ihn. Weder Geld zu leihen noch zu lügen ist strafbar.

Er ist wie eine Spinne die Insekten ins Netz lockt. Mit vorgetäuschtem Interesse und vorgetäuschten Gefühlen. Und dann werden die Insekten ganz langsam von der Spinne ausgesaugt, so dass sie es nicht gleich merken. Und falls jemand das Netz aus Lügen zerstört, zieht die Spinne einfach weiter. Denn es gibt ja noch genügend weitere Insekten. Und Mitgefühl empfindet sie ja nicht.

Und so bleiben Menschen wie ich fassungslos und ohnmächtig zurück. Meine positive Charaktereigenschaften wie Mitgefühl, Verständnis und Grosszügigkeit wurden bis aufs Letzte ausgenutz.

Ich wurde kurz nachdem ich mit ihm zusammen war täglich durch ihn mainpuliert. Im Büro, per SMS und per Telefon. Er versuchte mich glauben zu lassen, dass ich ohne ihn keine Chance hätte das Geschäft zu führen. Ich sei ideenlos. Oft bezeichnete er meine Vorschläge als Scheisse. Ohne sein Scheisse zu definieren. Er schwächte mich mit mangelnder Aufmerksamkeit. Liess ständig Verabredungen platzen oder kam um Stunden zu spät. Wenn ich ihm Vorwürfe machte weil er mich z.B. vier Stunden warten liess, durfte ich mir anhören wenn ich weiter so rumzicke, gehe er gleich wieder. Egal was ich tat oder wie ich mich verhielt. Schlussendlich war immer ich die die Schuld trug und mit einem beschissenen Gefühl zurückgelassen wurde. Irgendwann hatte ich keine Kraft mehr mich ständig zur Wehr zu setzen. Ich war ausgelaugt und wollte keine Diskussionen und keinen Streit mehr. Einfach zu gehen und alles zurückzulassen war für mich schwierig, da ich bereits mein ganzes Geld in die Firma gesteckt oder ihm geliehen hatte.

Bin ich deswegen einfach nur naiv und selber schuld? Nein, dass bin ich nicht. Ich habe hinterfragt und konfrontiert wann immer ich die Energie dazu hatte. Ich habe mit Leuten über ihn gesprochen. Nach Lösungen gesucht. Doch ich wollte nicht ohne klare Beweise nicht ständig jemandem unterstellen ein Lügner zu sein. Wenn ich es doch gewagt hatte, eskalierte die Situation jedesmal. Es kamen verletzende Gegenangriffe und mein Schiff mit dem ich angreifen wollte, wurde versenkt.

Der Hochstapler dem ich begegnen "durfte" ist ein Profi auf seinem Gebiet. Mit jahrelanger Erfahrung. Denn er ist dermassen perfide, manipulierend und routiniert vorgegangen, dass er innerhalb kürzester Zeit drei intelligente, kreative und begabte Frauen um ihre Gefühle und ihr Geld zu brachte.

Mein Fehler war vielleicht, dass ich auf einen Menschen wie ihn nicht gefasst war. Aber ganz ehrlich. Wer rechnet schon mit so einem krassen Exemplar der menschlichen Spezies?

Ich hoffe sein höhnisches Facebook-Zitat möge sich eines Tages für ihn bewahrheiten: "You get what you deserve."

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24. Januar 2012 um 12:52


Hallo liebe Luciefe!

Ich hab gerade nach einem Buch gesucht, natürlich dieses Thema betreffend, und bin doch wieder hier im Forum gelandet, denn dein Beitrag wurde angezeigt.

Ich möchte dir gleich als Erstes sagen, dass ich deinen Schritt sehr bewundere. Alles hinter dich lassen, weil es einfach für dich das beste ist, egal, welche Konsequenzen es letztlich hat, ist mutig und zeugt, meiner Meinung nach, von Stärke und Willen.

Ich stecke in einer ähnlichen Situation, wie du bis jetzt noch vor kurzem. Bei mir geht es allerdings (bis jetzt) rein auf der Beziehungsebene und ich sehe bei "meinem" Pseudologen, NPSler, Partner, Besserungen. Mal kleinere, mal größere. Und leider auch Rückschritte. Allerdings ist das alles nicht so krass, wie du es beschreibst.
Ich bin auch recht früh darauf gekommen, dass so vieles nicht stimmt, aber letztlich hat mich ja das berufliche nicht berührt und damit hat er sich groß gemacht.

In Beziehungen ist er, seiner Schilderung nach, immer als Verlierer hervor gegangen. Ja, auch mit Niederlagen und Mitleid kann man sich wichtig machen, aber da erzähle ich dir ja nichts Neues. Ich zweifle mittlerweile auch stark an diesen Versionen. Der Betrug, den er erleiden mußte, könnte auch genauso gut sein eigener Betrug gewesen sein. Sollte er schon immer so gewesen sein, wie er jetzt ist, dann würde ich es noch nicht einmal als seltsam ansehen, wenn es dann doch so gewesen ist, dass er betrogen wurde. Letztlich ist es aber egal, jedenfalls sollte es das unter normalen Umständen sein, denn das liegt in seiner Vergangenheit.

Ich mußte gerade über folgende Aussage von Dir wirklich schmunzeln:

"Mein Fehler war vielleicht, dass ich auf einen Menschen wie ihn nicht gefasst war. Aber ganz ehrlich. Wer rechnet schon mit so einem krassen Exemplar der menschlichen Spezies?"

Dieses hab ich genauso auch schon mehr als einmal ausgesprochen. Es ist nicht wirklich zum lachen, aber ich finde es beeindruckend, wie gleich die Betroffenen dann denken, lese ich hier in den Beiträgen immer und immer wieder.

Und auch beim nächsten Abschnitt von Dir, konnte ich mir ein gewisses Grinsen nicht unterdrücken. So etwas ähnliches hat er auch bei Facebook zu stehen, man glaubt es kaum!

Ich würde gern mit Dir in Kontakt treten und freu mich, von Dir mehr zu lesen. Ein offenes Ohr und Verständnis findes Du bei mir allemal.

Gruß Nina

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24. Januar 2012 um 13:58
In Antwort auf aliz_12641402


Hallo liebe Luciefe!

Ich hab gerade nach einem Buch gesucht, natürlich dieses Thema betreffend, und bin doch wieder hier im Forum gelandet, denn dein Beitrag wurde angezeigt.

Ich möchte dir gleich als Erstes sagen, dass ich deinen Schritt sehr bewundere. Alles hinter dich lassen, weil es einfach für dich das beste ist, egal, welche Konsequenzen es letztlich hat, ist mutig und zeugt, meiner Meinung nach, von Stärke und Willen.

Ich stecke in einer ähnlichen Situation, wie du bis jetzt noch vor kurzem. Bei mir geht es allerdings (bis jetzt) rein auf der Beziehungsebene und ich sehe bei "meinem" Pseudologen, NPSler, Partner, Besserungen. Mal kleinere, mal größere. Und leider auch Rückschritte. Allerdings ist das alles nicht so krass, wie du es beschreibst.
Ich bin auch recht früh darauf gekommen, dass so vieles nicht stimmt, aber letztlich hat mich ja das berufliche nicht berührt und damit hat er sich groß gemacht.

In Beziehungen ist er, seiner Schilderung nach, immer als Verlierer hervor gegangen. Ja, auch mit Niederlagen und Mitleid kann man sich wichtig machen, aber da erzähle ich dir ja nichts Neues. Ich zweifle mittlerweile auch stark an diesen Versionen. Der Betrug, den er erleiden mußte, könnte auch genauso gut sein eigener Betrug gewesen sein. Sollte er schon immer so gewesen sein, wie er jetzt ist, dann würde ich es noch nicht einmal als seltsam ansehen, wenn es dann doch so gewesen ist, dass er betrogen wurde. Letztlich ist es aber egal, jedenfalls sollte es das unter normalen Umständen sein, denn das liegt in seiner Vergangenheit.

Ich mußte gerade über folgende Aussage von Dir wirklich schmunzeln:

"Mein Fehler war vielleicht, dass ich auf einen Menschen wie ihn nicht gefasst war. Aber ganz ehrlich. Wer rechnet schon mit so einem krassen Exemplar der menschlichen Spezies?"

Dieses hab ich genauso auch schon mehr als einmal ausgesprochen. Es ist nicht wirklich zum lachen, aber ich finde es beeindruckend, wie gleich die Betroffenen dann denken, lese ich hier in den Beiträgen immer und immer wieder.

Und auch beim nächsten Abschnitt von Dir, konnte ich mir ein gewisses Grinsen nicht unterdrücken. So etwas ähnliches hat er auch bei Facebook zu stehen, man glaubt es kaum!

Ich würde gern mit Dir in Kontakt treten und freu mich, von Dir mehr zu lesen. Ein offenes Ohr und Verständnis findes Du bei mir allemal.

Gruß Nina

.
Hi Nina.

Inzwischen hätte ich tatsächlich genüged Material zusammen um ein Buch zu schreiben.

Ich bin immer noch an meiner Sherlock Holmes Recherchearbeit um ein genaues Bild von diesem Mann zu erhalten. Da er mir keine Antworten liefert, suche ich sie nun selber zusammen. Denn um das erlebte irgendwie verdauen, muss ich diesen Menschen so weit es möglich ist, verstehen.

Um es gleich mal vorneweg zu schreiben. Ich verstehe dass du an deinem Mann hängst. Und ich will ihn dir auch nicht schlecht reden. Denn ich kenne ihn nicht und ich weiss nicht wie eure Beziehung läuft.

Aber ich kann dir meine Seite schildern. Ich wollte mit meinem Ex-Freund/Ex-Geschäftspartner eigentlich keine Beziehung. Ich hielt es für dumm das Geschäftliche mit dem Privaten zu vermischen. Doch er überredete mich, umgarnte mich. Bis ich einwilligte, unter bestimmten Voraussetzunge. Mit der Abmachung er solle seine jetzige "Schein-Beziehung" beenden und in die Schweiz ziehen. Ich wurde hingehalten und vertröstet. Je länger ich hingehalten wurde, desto öfter konfrontierte ich ihn wütend. Wir trennten uns kamen wieder zusammen. Es war ein ständiger Kampf. Es hatte nichts mit einer normalen Beziehung zu tun. Sie bestand aus einer Mischung aus Hinhaltetaktik und seinen Geschichten wie toll unsere Zukunft werden würde.

Irgenwann hatte ich solange um dieses ganze "Beziehungskonstrukt" gekämpft, so viel Geld und Energie hineingesteckt, dass ich sie nicht einfach aufgeben wollte. Es ging nicht mehr nur um meinen Freund. Sondern darum dass ich monatelang diese Pflanze umsorgt, gepflegt, gedüngt hatte. Diese Pflanze wollte ich nun nicht aufgeben bevor ich sie nicht wenigstens einmal blühen gesehen habe.

Als wir uns einvernehmlich trennten, weinte ich bittere Tränen der Enttäuschung. Nicht nur wegen der aufgegebenen "Liebesbeziehung", sondern wegen meines einsamen, aussichtslosen Kampfes den ich die ganze Zeit geführt hatte. Die ganze Energie die ich für nichts investiert hatte.

Er sagte mir nach der Trennung, er sei immer treu und ehrlich gewesen. Und dass ich nach wie vor ein sehr wichtiger Mensch in seinem Leben sei.

PS. Inzwischen hat er mich aus seiner Facebook-Freundesliste gelöscht, nachdem ich gewisse seiner Freunde über sein wahres Ich versucht habe aufzuklären.

Damals glaubte ich noch dass er tatsächlich treu war. Doch inzwischen weiss ich es besser. Offensichtlich verfügen solche Menschen über die Fähigkeit keine Miene bei ihren Lügen zu verziehen.

Mir war es in einer Beziehung nie wichtig dass mein Partner aussieht wie Brad Pitt. Obwohl ich den aufgrund seines Aussehens natürlich nicht diskriminieren würde.
Für mich war Treue und Ehrlichkeit immer das wichtigste.
Und ich merkte wie dieser Mensch mich dazu brachte meine Prinzipien teilweise über Bord zu werfen. Zuerst war es nur ein, ok er hat seine Eltern früh verloren. Da akzeptiere ich es wenn er sich gewisse Sachen aus der Vergangenheit beschönigt.

Doch als immer mehr von diesen Geschichten kamen, hatte ich dann irgendwann die Nase gestrichen voll. Es ging dann nicht mehr nur um seine Vergangenheit, sondern beeinträchtigte meine Gegenwart. Seine ganzen Versprechungen die nie eintrafen. Seine absolute Unzuverlässigkeit. Ich konnte es nicht mehr ertragen. Die ganzen Streitereien deswegen.

Vorallem als ich dann merkte dass er auch keinen Halt davor machte Geschäftsaufträge zusammenzufantasieren, war für mich endgültig schluss und ich bin aus der Firma ausgestiegen.

Von seinen Frauengeschichten erfuhr ich dann kurz vor Weihnachten 2011.

Und von seiner erfundenen Familiengeschichte in der Kindheit erfuhr ich gestern.

Je mehr ich nachbohre, desto mehr Schlamm kommt hoch.

Kann man mit so einem Menschen auf Dauer zusammenleben? Will man mit so einem Menschen eine Zukunft aufbauen, Kinder in die Welt setzen?

Für mich ist die Antwort klar. Ich kann und will es nicht. Offensichtlich gibt es Frauen die es können und sich die Situation schön reden. Dass musste ich phasenweise auch tun, um überhaupt in den Tag starten zu können. Aber igendwann sollte und muss der Moment kommen wo man seine Konsequenzen zieht. Wie lange will man einem notorischen Lügner die Chance geben sich zu bessern, wenn er es offensichtlich nicht kann und je nach Person auch nicht will? Man muss mit so einem Partner nicht leben, auch wenn man in so einer Beziehung unglaublich tolerant wird und ein stückweit abstumpft.

Im Herzen weiss man, dass es nicht normal ist und man etwas besseres verdient hat. Und dieses Recht auf eine gute, erfüllende und glückliche Beziehung sollte jeder für sich einfordern. Klar kann es in jeder Beziehung Rückschläge und schwierige Zeiten geben. In der man mal Fehler begeht oder lernt jemandem Fehler zu verzeihen. Aber eine Beziehung sollte nicht auf einem Fundament aus Lügen stehen. Und ich befürchte mit Menschen mit dieser Krankheit tut sie dies automatisch.

Ich kann dir auch gerne meine 20 seitige Zusammenfassung meiner Geschichte schicken. Und die Zusammenfassung einer der beiden anderen Frauen, die zeitgleich mit ihm zusammen war.

Ich finde es wichtig mit diesen Dingen nach draussen zu gehen. Alles unter den Tisch zu kehren ist keine Lösung.

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25. Januar 2012 um 9:01
In Antwort auf tipene_12528239

.
Hi Nina.

Inzwischen hätte ich tatsächlich genüged Material zusammen um ein Buch zu schreiben.

Ich bin immer noch an meiner Sherlock Holmes Recherchearbeit um ein genaues Bild von diesem Mann zu erhalten. Da er mir keine Antworten liefert, suche ich sie nun selber zusammen. Denn um das erlebte irgendwie verdauen, muss ich diesen Menschen so weit es möglich ist, verstehen.

Um es gleich mal vorneweg zu schreiben. Ich verstehe dass du an deinem Mann hängst. Und ich will ihn dir auch nicht schlecht reden. Denn ich kenne ihn nicht und ich weiss nicht wie eure Beziehung läuft.

Aber ich kann dir meine Seite schildern. Ich wollte mit meinem Ex-Freund/Ex-Geschäftspartner eigentlich keine Beziehung. Ich hielt es für dumm das Geschäftliche mit dem Privaten zu vermischen. Doch er überredete mich, umgarnte mich. Bis ich einwilligte, unter bestimmten Voraussetzunge. Mit der Abmachung er solle seine jetzige "Schein-Beziehung" beenden und in die Schweiz ziehen. Ich wurde hingehalten und vertröstet. Je länger ich hingehalten wurde, desto öfter konfrontierte ich ihn wütend. Wir trennten uns kamen wieder zusammen. Es war ein ständiger Kampf. Es hatte nichts mit einer normalen Beziehung zu tun. Sie bestand aus einer Mischung aus Hinhaltetaktik und seinen Geschichten wie toll unsere Zukunft werden würde.

Irgenwann hatte ich solange um dieses ganze "Beziehungskonstrukt" gekämpft, so viel Geld und Energie hineingesteckt, dass ich sie nicht einfach aufgeben wollte. Es ging nicht mehr nur um meinen Freund. Sondern darum dass ich monatelang diese Pflanze umsorgt, gepflegt, gedüngt hatte. Diese Pflanze wollte ich nun nicht aufgeben bevor ich sie nicht wenigstens einmal blühen gesehen habe.

Als wir uns einvernehmlich trennten, weinte ich bittere Tränen der Enttäuschung. Nicht nur wegen der aufgegebenen "Liebesbeziehung", sondern wegen meines einsamen, aussichtslosen Kampfes den ich die ganze Zeit geführt hatte. Die ganze Energie die ich für nichts investiert hatte.

Er sagte mir nach der Trennung, er sei immer treu und ehrlich gewesen. Und dass ich nach wie vor ein sehr wichtiger Mensch in seinem Leben sei.

PS. Inzwischen hat er mich aus seiner Facebook-Freundesliste gelöscht, nachdem ich gewisse seiner Freunde über sein wahres Ich versucht habe aufzuklären.

Damals glaubte ich noch dass er tatsächlich treu war. Doch inzwischen weiss ich es besser. Offensichtlich verfügen solche Menschen über die Fähigkeit keine Miene bei ihren Lügen zu verziehen.

Mir war es in einer Beziehung nie wichtig dass mein Partner aussieht wie Brad Pitt. Obwohl ich den aufgrund seines Aussehens natürlich nicht diskriminieren würde.
Für mich war Treue und Ehrlichkeit immer das wichtigste.
Und ich merkte wie dieser Mensch mich dazu brachte meine Prinzipien teilweise über Bord zu werfen. Zuerst war es nur ein, ok er hat seine Eltern früh verloren. Da akzeptiere ich es wenn er sich gewisse Sachen aus der Vergangenheit beschönigt.

Doch als immer mehr von diesen Geschichten kamen, hatte ich dann irgendwann die Nase gestrichen voll. Es ging dann nicht mehr nur um seine Vergangenheit, sondern beeinträchtigte meine Gegenwart. Seine ganzen Versprechungen die nie eintrafen. Seine absolute Unzuverlässigkeit. Ich konnte es nicht mehr ertragen. Die ganzen Streitereien deswegen.

Vorallem als ich dann merkte dass er auch keinen Halt davor machte Geschäftsaufträge zusammenzufantasieren, war für mich endgültig schluss und ich bin aus der Firma ausgestiegen.

Von seinen Frauengeschichten erfuhr ich dann kurz vor Weihnachten 2011.

Und von seiner erfundenen Familiengeschichte in der Kindheit erfuhr ich gestern.

Je mehr ich nachbohre, desto mehr Schlamm kommt hoch.

Kann man mit so einem Menschen auf Dauer zusammenleben? Will man mit so einem Menschen eine Zukunft aufbauen, Kinder in die Welt setzen?

Für mich ist die Antwort klar. Ich kann und will es nicht. Offensichtlich gibt es Frauen die es können und sich die Situation schön reden. Dass musste ich phasenweise auch tun, um überhaupt in den Tag starten zu können. Aber igendwann sollte und muss der Moment kommen wo man seine Konsequenzen zieht. Wie lange will man einem notorischen Lügner die Chance geben sich zu bessern, wenn er es offensichtlich nicht kann und je nach Person auch nicht will? Man muss mit so einem Partner nicht leben, auch wenn man in so einer Beziehung unglaublich tolerant wird und ein stückweit abstumpft.

Im Herzen weiss man, dass es nicht normal ist und man etwas besseres verdient hat. Und dieses Recht auf eine gute, erfüllende und glückliche Beziehung sollte jeder für sich einfordern. Klar kann es in jeder Beziehung Rückschläge und schwierige Zeiten geben. In der man mal Fehler begeht oder lernt jemandem Fehler zu verzeihen. Aber eine Beziehung sollte nicht auf einem Fundament aus Lügen stehen. Und ich befürchte mit Menschen mit dieser Krankheit tut sie dies automatisch.

Ich kann dir auch gerne meine 20 seitige Zusammenfassung meiner Geschichte schicken. Und die Zusammenfassung einer der beiden anderen Frauen, die zeitgleich mit ihm zusammen war.

Ich finde es wichtig mit diesen Dingen nach draussen zu gehen. Alles unter den Tisch zu kehren ist keine Lösung.

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Hallo Luciefe!

Wenn du noch ein Kapitell in deinem Buch frei hast, würde ich gern etwas Material beisteuern.

Ich hab dir den Rest mal als Privatnachricht geschrieben.

Gruß Nina

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27. Januar 2012 um 17:17

...
Hi Arabella.

Keine Angst, ich kümmer mich schon um meinen Thread.
Mit Nina stehe ich in Mailkontakt und habe bereits mit ihr telefoniert. Sie bevorzugt es ihre Geschichte doch nicht zu öffentlich zu machen, da sie noch mittendrin steckt.

Und der Eintrag von niamh ist noch keine 2 Stunden alt. Da musst du mir zuerst Zeit geben zu reagieren.

Lg

Lucie

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27. Januar 2012 um 18:14

Gehen? Ja! Aber wie?
Hi niahm.

Ich bin voll und ganz deiner Meinung. Auch wenn es gemein tönt. Aber ich finde auch dass man eine "Beziehung" mit einem Pseudologen nicht führen sollte.

Nur leider schraubt man seine Ansprüche in einer Beziehung mit einem Pseudologen immer weiter herunter. Man gewöhnt sich an die Angriffe unter der Gürtellinie. An gewisse Lügen die man entdeckt. An den Egoismus. An die Unzuverlässigkeit. Man wird langsam vom Pseudologen darauf trainiert so zu sein, wie es für ihn bequem ist. Ein schleichender Prozess den man erst rückblickend richtig wahrnimmt, wenn man sich richtig von ihm gelöst hat.

Ich kenne neben Ninas Fall auch die Seite der drei anderen Frauen, die mehr oder weniger Zeitgleich mit dem gleichen Pseudologen wie ich zusammen waren.

Und es ist unglaublich wie dieser Mann, bereits mit dem Rücken zur Wand stehend, zur Höchstform aufgelaufen ist.

Als ich ein drittes Mal mit der Sängerin aus Slowenien telefonierte, kannte sie bereits alle wichtigen Fakten. Den körperlichen Betrug und das Geld um welches sie ebenfalls betrogen wurde. Ich fragte sie dann, aus reiner Neugier, ob der Mann denn inzwischen zugegeben hätte dass er sie betrogen hat. Dies hatte er. Denn die Beweislast war einfach zu erdrückend. Doch da hat er einfach die nächste Karte ausgespielt, weil er wusste dass sie noch starke Gefühle für ihn hatte, die sie nicht auf Knopfdruck auslöschen konnte. Da hat der Mann erzählt er ändere sich für sie. Sie sei die Liebe seines Lebens. Er wolle eine zweite Chance. Und ich merkte, wie sie schon wieder zu hadern begann und in betracht zog ihn zurückzunehmen. Und dies nach allem was sie wusste. Dies hat sie auch offen zugegeben.

So weit ich informiert bin, wohnt er noch/wieder/was auch immer bei seiner Ex-Freundin, mit der er vier Jahre zusammen war. Ich will gar nicht wissen wie krass er sie manipuliert hat, dass sie sich nun seit bald fünf Jahren von ihm blenden und ausnehmen lässt. Da ich mit ihr während einem Jahr zusammengearbeitet habe, weiss ich auch dass er einige der Geschichten die er mir erzählt hat, auch ihr erzählt hat. Offenbar bietet sie ihm nach wie vor noch Asyl ohne Geld dafür zu sehen. Ich wollte sie warnen. Hab ihr geschrieben ich möchte ihr gerne ein Gespräch anbieten um sie über einige, für sie wichtige Dinge betreffend dieses Mannes in Kenntnis zu setzen. Statt es sich wenigstens anzuhören, ist sie extrem wütend geworden. Schrieb mir es gehe mich einen Scheiss an was sie noch mit dieser Person zu klären habe. Ist auch grad zu unserem netten Pseudologen gerannt und hat ihn darüber in Kenntnis gesetzt dass ich sie kontaktiert habe.

Was macht man da? Sie tut mir leid. Ich weiss ja wie die Situation mit diesem Pseudologen ist. Und offensichtlich kann sie sich ohne Hilfe nicht lösen. Aber die Hilfe lehnt sie komplett ab und versucht krampfhaft ihre Augen zu verschliessen.

Ich bin zu folgendem Schluss gekommen. Ist jetzt meine persönliche Meinung. Mit einem Pseudologen ständig konfrontiert zu sein, ist ähnlich wie wenn man in einer Sekte steckt. Man bekommt täglich seine Gehirnwäsche und tut plötzlich, trotz Intelligenz, Verstand, einem gewissen Mass an Lebenserfahrung, unverständliche Dinge. Gibt bereitwillig sein Geld um zu helfen. Versucht ständig Mitgefühl aufzubringen, da der Pseudologe ja so viele "Schicksalsschläge" hat einstecken müssen. Versucht ihn zu verstehen. Da sitzt man nun in dieser "Pseudologensekte". Man checkt, irgendwie ist alles komisch. Nur irgendwann ist man soweit, dass man nicht mal mehr genau weiss wer das Problem ist. Ist man es selber? Oder liegts am Pseudologen? Freunde/Verwandte die zwangsläufig die eine oder andere seltsame Geschichte hören, schütteln ungläubig den Kopf. Raten einem das ganze zu beenden. Auch der eigene Verstand und Selbsterhaltungstrieb rät einem dazu. Aber immer wenn man versucht Anlauf zu nehmen, wird man vom Pseudologen am Fuss festgehalten. Wenn man es schafft sich zu trennen, versucht er sein Schäfchen wieder mit aller Kraft zurück in die Herde zurückzutreiben. Und viele der Schäfchen lassen sich zurücktreiben.

Ich finde folgendes Bild passt recht gut zur Situation.
Ist aus einem meiner Lieblingsfilme.

Der Pseudologe ist wie der rote Stier in "Das letzte Einhorn". Er drängt die Einhörner ins Meer. Und immer wenn eines versucht zu flüchten um in seinen Wald zurückzukehren, drängt er es ins Wasser zurück. Das letzte Einhorn hat erst eine Chance gegen den roten Stier, nachdem er es unglaublich verletzt hat. Erst nachdem der Prinz, für den es starke Gefühle hat, vermeintlich tot am Boden liegt, stellt es sich auf die Hinterbeine und schlägt zurück.

Vermutlich ist dies auch die einzige Lösung um von einem Pseudologen wegzukommen. Hat zumindest bei mir geholfen. Weil durch den Pseudologen die Toleranz ja so unglaublich weit gedehnt wurde, braucht es einen richtigen Schlag ins Gesicht, damit man aufwacht. Und da hilft es, wenn man den Lügenschlamm des Pseudologen aufwühlt und sich mit den unschönen Fakten konfrontiert. Das schlimmste was man tun kann, ist nicht hinsehen zu wollen. Weil genau davon profitiert er ja. Also versucht über ihn herauszufinden was ihr könnt.

Den Pseudologen mit seinem Wissen über ihn zu konfrontieren ist auch schwierig. Da sie, zumindest in meinem Fall, extrem heftig reagieren wenn man ihnen ihre "Lügenburg" kaputt haut.

Hier übrigens seine Reaktion, nachdem ich einige seiner Schäfchen über ihn in Kenntnis gesetzt habe. Oder zumindest versucht habe. Die Namen sind natürlich geändert.

Mail vom Pseudologen an mich (Dezember 2011)

"Ich hoffe du hast die Feiertage geniessen können. Manch Leute konnten das aufgrund deiner Mails nicht.
Nun kommen wir zum eigentlichen Grund warum ich mich bei dir melde. Ich denke du hast dich in eine Theorie verrannt. Du solltest dir vor Augen führen das ich alleine mit Kristin vier Jahre zusammen war. Davor habe ich fast sechs Jahre eine Beziehung geführt. Zwischen den beiden Beziehungen lag eine Zeit von 1,5 Jahren. Alleine die Anschuldigungen die du gegenüber Kristin geäussert hast hast können nicht aufgehen. Weiter hast du Silvana eine ähnliche Mail geschrieben. Silvana ist mir seit Jahren eine sehr gute Freundin.
Da ich in den letzten Jahren ja sehr oft Umgezogen bin, bin ich natürlich kriminell. Somit ist das Kristin natürlich auch, da sie mit mir in den Wohnungen gelebt hat.
Weiter wirfst du mir vor das ich immer nur Geld nehme. Ich habe die letzten Jahre die Familie eines sehr guten Freundes finanziell unterstützt. Damit meine ich nicht nur einmal 50 Euro, es waren ein paar Tausende. Weiter habe ich diverse Rechnungen von Freunden die sich in einer Notlage befanden beglichen. Kontoauszüge sind vorhanden, die Eidesstattlichen Aussagen liegen mir nächste Woche vor. Sollte ich mir einmal Geld geliehen haben, so habe ich dies steht's zurückbezahlt. Belege der Bank sind natürlich vorhanden.
Da es nicht in meiner Natur liegt dir zu drohen, werde ich es einfach mal so sagen. Bevor du damit weiter machst, würde ich mir die Konsequenzen genau überlegen. Man weiß nie was passiert wenn diese Anschuldigungen doch keinen halt haben. "

---------------------------

Ich sags ja. Mit dem Rücken zur Wand = Höchstform
Da zockt er diverse Frauen um zehntausende Euros ab und spielt auf Mutter Theresa der die Armen unterstützt.
Den körperlichen Betrug wehrt er ab indem er schreibt er hätte lange Beziehungen geführt. Na und?
Und meine Vermutung er hätte krumme Geschäfte in Deutschland gedreht bevor er in die Schweiz kam um hier sein Unwesen zu treiben, beschwichtigt er damit, dass Krstin ja ein netter Mensch sei und jeweils mit ihm umgezogen ist. Und wenn ich ihn verdächtige kriminell zu sein, sei sie es ja auch.

Was ist denn das für ne Argumentation?

Jedenfalls hat er dann auf meine Mail mit folgendem Inhalt nicht mehr reagiert.

"Hallo Sven.

Nein, auch ich konnte Weihnachten nicht geniessen. Dass du mich während dieses Jahres einige Male belogen hattest war mir bewusst. Aber dass du sogar soweit gegangen bist mir zu erzählen deine Reise nach Slowenien sei zur Schulung der Baufirma und du hast dort mit Eva Ferien gemacht finde ich schon der Oberhammer.
Auch dass du mich Felgen für den Mercedes Gegendeal aussuchen lassen hast der nie existiert hat. Stattdessen zeigst du mir den Autoschlüssel des Audis den dir Eva zur Hälfte bezahlt hat und behauptest, das sei jetzt das Auto aus dem Gegendeal.
Dank deinen Überschneidungen mit vorgetäuschten Beziehungen, durften einige Leute wegen dir vor Weihnachten einen Aidstest machen. Ich denke also Kristin und Silvana hatten verhältnismässig ruhige Weihnachten."

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27. Januar 2012 um 18:54

Untergehen ist kein Option.
Hi Arabella.

Da liegt der Entscheid bei Nina in wie weit sie ihre Geschichte in einem Forum preisgeben möchte.

Ich hab kein Problem damit alles was mich betrifft offenzulegen. Ich bin absolut für Frauenpower und totale Offenheit. Natürlich soweit ich mich von gesetzes wegen dazu äussern darf. Bei mir gehts ja immerhin noch um eine bestehende Firma. Und um involvierte Frauen, die ihre Anonymität bewahren wollen.

Wenn es nach mir ginge, würde ich liebend gerne die von mir vermutete aktuelle Wohnadresse, Geburtsdatum, Telefonnummer und ein Foto "meines" Pseudologen hier posten. Damit in Zukunft jeder vor ihm gewarnt ist der ihn googelt. Kann ich aber leider nicht, ohne mir damit grossen Ärger einzuhandeln.

Schade, schade und nochmals schade.

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27. Januar 2012 um 21:20

Es geht weiter...
Ja, ich bin auch noch erschöpft nach der ganzen Geschichte.

1 Jahr lang jeden Tag angelogen zu werden

1 Jahr ne Firma versuchen aufzubauen mit einem Pseudologen dem es nie um die Firma ging

1 Jahr lang den Druck einen Pseudologen, eine Firma und sich selber finanziell über Wasser zu halten bis alles Geld aufgebraucht ist

7 Monate um eine Beziehung kämpfen die für ihn nur Mittel zum Zweck war mich besser im Griff zu haben

2 Monate um eine Lösung kämpfen um aus der Firma rauszukommen, um nicht noch für sein tun Verantwortung übernehmen zu müssen

Auch an mir ist dass natürlich nicht spurlos vorbeigegangen. Obwohl ich natürlich unglaublich froh bin dass ich aus der Situation raus bin. Aber so schnell verdaut man solche Geschehnisse natürlich nicht.

Ich schau jetzt was mir gut tut um wieder klarzukommen. Der neue Job den ich nächste Woche beginne hilft mir sicher dabei. Genau so wie mein Freund der mir wieder zeigt dass Beziehungen auch normal laufen können. Ich mach nun endlich meinen Führerschein. Und meine Familie unterstützt mich. Das Leben geht weiter. Und jetzt da kein Pseudologe mehr eingreifen kann, werde ich es endlich wieder geniessen können.


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29. Januar 2012 um 12:17

Warum ich?
Hallo acecat.

Vielen Dank für deinen Input.
Wenn Narzissmus dazu führt dass der Partner einem Stück für Stück zerstört, würde ich deiner Ferndiagnose zustimnen.
Ich habe mich noch nicht so wirklich ins Thema eingelesen. Und deshalb in der Summe auf Pseudologe mit narzisstischen Zügen und einem Münchhausen Syndrom getippt.

Ich werde mal versuchen deine Fragen hier zu beantworten.

Zuerst aber vielleicht noch weshalb ich seine "Auserwählte" wurde.
Ich war ganz einfach zu offen. Hab klar meine Wünsche, Träume, Ziele ihm gegenüber geäussert. Dadurch bot ich natürlich eine grosse Angriffsfläche weil er mich genau damit ködern konnte.

Wieso ich mir das Ganze solange angetan habe? Trotz ungutem Bauchgefühl vor der Firmengründung hab ich mich wirklich auf ein neues Kapitel in meinem Leben gefreut. Ich wollte den Jobwechsel die neue Aufgabe, die eigene Firma unbedingt. Das wusste mein Ex-Partner. Deshalb bin ich von Anfang an auf den Kompromiss eingegangen die Firma mit ihm aufzubauen, ohne seine Referenzen zu sehen. Hätte ich rückblickend nicht tun sollen. Aber wie bereits erwähnt. Da ich seiner damaligen Freundin/meiner Arbeitskollegin vertraute, vertraute ich leider auch ihn.

So begann der schleichende Prozess aus Manipulation, Schickane, Vernachlässigung und Lügen.

Wieso habe ich denn dem ganzen so lange zugesehen? Mein Nachteil war, dass ich auf mehreren Ebenen an ihn gekettet war. Durch unsere Beziehung, durch die gemeinsame Firma und durch das Geld welches ich in ihn und die Firma gesteckt hatte.

Alles was ich hatte, hatte ich ihm gegeben. Natürlich weil ich ihn für jemanden hielt der er nicht war.

Ich stand bei meinen Entscheidungen was das Geld betraf immer unter enormem
Druck. Entweder ich stecke Geld in die Firma oder sie geht pleite. Entweder ich geb meinem Ex-Partner Geld, oder ich stehe alleine da weil er sonst seine Gelfschulden im Knast ansitzen muss. Oder ich bezahl ihm seine Krankenversicherung nicht mehr mit der Konsequenz, dass er dann seine teuren Krebs Vorsorgeuntersuchungen nicht mehr machen kann. Es war wirklich unfair. Entweder ich geb ihm
Geld, oder ich bin ein kaltherziges Monster ihn in so einer Situation hängen zu lassen.

Man befindet sich an der Seite so eines Menschen nicht unter normalen Voraussetzungen. Man wird geschwächt und ausgelaugt. Das eigene Wertesystem wird manipuliert und umgeformt. Eben, wie in einer Sekte.

Ich musste wirklich ALLES zurücklassen. Und dafür die Energie aufzubringen war sehr schwierig. Schlussendlich steckt in jedem Menschen noch so etwas wie Hoffnung. Wenn man wartet und sein Bestes gibt, haben sich die Anstrengung und all die erbrachten Opfer und Investitionen vielleicht doch gelohnt? Es ist schwierig die Hoffnung aufzugeben dass sich die eigenen Träume erfüllen. Aber in diesem Fall muss man es tun. Träume die man mit Narzissten/Pseudologen realisieren möchte, verwandeln sich in Albträume.

Man muss also gehen. Sobald man es kann.

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29. Januar 2012 um 16:57

...
Hallo Niamh.

Ja, genau so habe ich es auch empfunden. Ein nicht alleine lebensfähiger Vogel, der sich ins gemachte Nest setzt. Er lässt sich den Schlafplatz, das Essen und seinen Luxus (Mercedes, Audi, iMac, iPhone, Markenkleider, ect) finanzieren. In meinem Fall hat er das Nest (Büro/Firma) noch nicht mal verlassen. Sondern so lange gestresst, bis ich ihm das Nest überlassen habe.

Seinen angeblichen Erfolg den er mal hatte, kam vermutlich aus der gleichen Quelle wie all seine Luftschlösser.

Ich werde ihn auch nicht in Schutz nehmen. Obwohl ich ja inzwischen weiss dass er eine oder eher mehrere psychische Störungen hat. An Intelligenz mangelt es ihm nicht. Er ist einfach unglaublich faul und lässt lieber Frauen für sich aufkommen, statt selber etwas zu leisten.

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29. Januar 2012 um 21:17

Solche Männer sind richtige Mistkerle
Ich habe auch Erfahrungen mit solch einem Mann gemacht, allerdings war er nicht auf Geld aus (was ja auch schon schlimm genug ist) sondern bei ihm ging es nur darum, sein Erbgut?!? zu zerstreuen (und das finde ich noch schlimmer).
Es war vor 10 Jahren. Ich lernte ihn kennen und war auf Anhieb total verknallt. Er war mein Traummann. Er sagte das gleiche von mir. Wir waren vier Jahre zusammen. Viele Dinge kamen mir bei ihm auch seltsam vor, doch ich wollte ihm vertrauen und ihm nicht nachspionieren, denn was soll das denn für eine Vertrauensbasis sein?Heute würde ich das allerdings unromantischer sehen. Beruflich war er viel unterwegs, doch auch das war mir recht, denn ich fühlte mich dadurch auch freier und unabhängiger und wir genossen unsere Zeit wenn wir uns sahen. Wir wünschten uns Kinder, wollten allerdings nicht heiraten, besser gesagt, er wollte nicht heiraten, weil er davon grundsätzlich nichts hielt. Ich akzeptierte dies. Ich wurde schwanger. Als ich kurz vor der Geburt stand, zerbrach die Beziehung, weil er ständig mit mir Streit suchte und mich provozierte. Ich hielt es nicht mehr aus und setzte ihn vor die Tür. Die Geburt stand ich alleine mit meiner Hebamme durch, obwohl ich jede Minute hoffte, er würde durch die Tür kommen und bei uns sein. Doch stattdessen erfuhr ich nach einigen Wochen (unser Kind interessierte ihn nicht) durch das Jugendamt, das er seit 5 Jahren verheiratet ist und ca 50Km entfernt gemeldet ist. Das er auch mit dieser Frau 3 Kinder hat. Das er in diesen fünf Jahren noch weitere 4 Kinder gezeugt hat!!! Und wie gesagt, das ganze ist 10 Jahre her, ich weiß also nicht, wie viele Kinder noch gezeugt wurden!
Was meine Gefühle angeht, hat er mich schon ziemlich verletzt, ich habe seitdem auch keine Beziehung mehr gehabt, weil ich gar keine Lust auf irgendeine Vertrauensbasis habe. Aber ich finde ihn so verantwortungslos den Kindern gegenüber. Mein Kind kennt ihn gar nicht. Ich selbst würde dem nicht im Wege stehen, doch er hat gar kein Interesse. Zahlen tut er auch nicht, da er bei so vielen unterhaltspflichtigen Kindern schon längst an sein Existenzminimum gestoßen ist.
Ich weiß nicht was in so einem Hirn vorgeht, viel kann es nicht sein, ausser die eigenen Bedürnisse oder Unzulänglichkeiten zu befriedigen.

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30. Januar 2012 um 0:53

Opferrolle
Hallo Acecat.

Ich weiss was du uns sagen möchtest. Und es ist auch sicher gut gemeint. Du willst uns davor bewahren nochmals den gleichen Fehler zu machen.

Nur finde ich, es ist der falsche Weg das Opfer zu bitten an sich zu Arbeiten. Ich bin in einer normalen Familie aufgewachsen. Hatte normale Jobs. Normale Beziehungen. Ein geregeltes, gut funktionierendes Leben. Ich bin weder übermässig naiv noch übermässig unvorsichtig.

Ich bin einfach dem falschen Mann begegnet. Es war Pech. Hätte ich vielleich 40 Jahre mehr Lebenserfahrung und wäre ich schon mal direkt mit so einem Mann konfrontiert gewesen, wäre es vielleicht nicht passiert.

Mein Leben wurde diesen Mann bereits genug beeinflusst. Jetzt werde ich mich nicht noch damit aufhalten, in Ratgebern mein mögliches Fehlverhalten zu studieren.

Alle Frauen mit denen ich bis jetzt Kontakt hatte die ebenfalls an solche Typen geraten sind, hatten folgendes gemeinsam.

Sie sind attraktiv, nett, intelligent, warmherzig, offen und haben ein leichtes Helfersyndrom.

Diese Frauen sind gut so wie sie sind. Und das Problem liegt definitiv nicht bei ihnen. Versucht einfach die Lebensfreude zurückzubekommen und die negativen Erfahrungen zu verdauen.

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30. Januar 2012 um 1:23
In Antwort auf sidony_11959056

Solche Männer sind richtige Mistkerle
Ich habe auch Erfahrungen mit solch einem Mann gemacht, allerdings war er nicht auf Geld aus (was ja auch schon schlimm genug ist) sondern bei ihm ging es nur darum, sein Erbgut?!? zu zerstreuen (und das finde ich noch schlimmer).
Es war vor 10 Jahren. Ich lernte ihn kennen und war auf Anhieb total verknallt. Er war mein Traummann. Er sagte das gleiche von mir. Wir waren vier Jahre zusammen. Viele Dinge kamen mir bei ihm auch seltsam vor, doch ich wollte ihm vertrauen und ihm nicht nachspionieren, denn was soll das denn für eine Vertrauensbasis sein?Heute würde ich das allerdings unromantischer sehen. Beruflich war er viel unterwegs, doch auch das war mir recht, denn ich fühlte mich dadurch auch freier und unabhängiger und wir genossen unsere Zeit wenn wir uns sahen. Wir wünschten uns Kinder, wollten allerdings nicht heiraten, besser gesagt, er wollte nicht heiraten, weil er davon grundsätzlich nichts hielt. Ich akzeptierte dies. Ich wurde schwanger. Als ich kurz vor der Geburt stand, zerbrach die Beziehung, weil er ständig mit mir Streit suchte und mich provozierte. Ich hielt es nicht mehr aus und setzte ihn vor die Tür. Die Geburt stand ich alleine mit meiner Hebamme durch, obwohl ich jede Minute hoffte, er würde durch die Tür kommen und bei uns sein. Doch stattdessen erfuhr ich nach einigen Wochen (unser Kind interessierte ihn nicht) durch das Jugendamt, das er seit 5 Jahren verheiratet ist und ca 50Km entfernt gemeldet ist. Das er auch mit dieser Frau 3 Kinder hat. Das er in diesen fünf Jahren noch weitere 4 Kinder gezeugt hat!!! Und wie gesagt, das ganze ist 10 Jahre her, ich weiß also nicht, wie viele Kinder noch gezeugt wurden!
Was meine Gefühle angeht, hat er mich schon ziemlich verletzt, ich habe seitdem auch keine Beziehung mehr gehabt, weil ich gar keine Lust auf irgendeine Vertrauensbasis habe. Aber ich finde ihn so verantwortungslos den Kindern gegenüber. Mein Kind kennt ihn gar nicht. Ich selbst würde dem nicht im Wege stehen, doch er hat gar kein Interesse. Zahlen tut er auch nicht, da er bei so vielen unterhaltspflichtigen Kindern schon längst an sein Existenzminimum gestoßen ist.
Ich weiß nicht was in so einem Hirn vorgeht, viel kann es nicht sein, ausser die eigenen Bedürnisse oder Unzulänglichkeiten zu befriedigen.

Erbgut
Hallo Delunes.

Da hatte ich verhältnismässig ja wirklich noch "Glück". Es ist schon krass was sich solche Männer herausnehmen.

Für wen halten die sich? Für eine männliche Schicksalsgöttin die mal schnell auftaucht, das geregelte Leben aus der Bahn wirft und dann verschwindet?

Deine Geschichte hat mich etwas traurig gemacht. Dass du nach diesem traumatischen Erlebnis keine Beziehung mehr eingehen konntest/wolltest. Was uns während der Zeit mit so einem Mann angetan wurde, ist schlimm genug. Und es braucht Zeit um wieder auf die Beine zukommen. Aber wenn die negative Erfahrung auch zehn Jahre später noch so stark zu spüren ist, dass man lieber auf eine Beziehung verzichtet, ist das schon sehr krass.

Ich hoffe du verstehst dass nicht falsch. Aber ich finde der Mann hat dir bereits mehr als genug angetan. Lass ihn nicht noch länger indirekt dein Leben beeinflussen.

Es gibt auch noch einige gute Männer. Die bringen auch genügend Geduld dafür auf wenn wir uns über unsere schlechten Erfahrungen auskotzen. Oder schlechte Tage haben in denen alles wieder hochkommt und wir deswegen rumzicken.

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30. Januar 2012 um 1:41

It's over
Hallo Niamh.

Von unserer "Beziehung" wusste so gut wie keiner. Er wollte ja nicht dass jemand davon erfährt. Aus meinem privaten Umfeld haben ihn genau drei Leute während max. 10 Minuten gesehen. Und meine Freunde die ihn nur aus meinen Erzählungen kannten, fanden ihn sowieso scheisse.

Dass blieb mir also erspart.

Dafür hatte ich die Aufgabe den Hiob zu spielen. Anrufe bei seinen inzwischen Ex-Freundinnen, beim Vermieter, bei der Versicherung und bei unseren inzwischen ehemaligen Kunden. War jetzt auch nicht grad meine Lieblingsbeschäftigung. Aber ich wollte keine Leute wissentlich in sein offenes Messer rennen lassen.

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30. Januar 2012 um 12:42

Reflexion
Hallo Acecat.

Wir alle hier im Forum konfrontieren uns mit der Situation. Erzählen unsere Geschichte. Versuchen das erlebte zu vestehen und einzuordnen. Wir reflektieren.

Wir alle konfrontieren uns mit der Situation. Und ich denke wir sind alle genug gebrandmarkt, um so einen Menschen nicht nochmal in unser Leben treten zu lassen.

Ich befürworte nur nicht deine Herangehensweise sich selber auseinanderzunehmen.

Das ist wie wenn man ein versucht einem Vergewaltigungsopfer zu signalisieren, dass es durch ihr eigenes zutun zur Tat gekommen ist. Weil sie zu enge Jeans getragen hat. Zu viel gelächelt hat. Ihre Hüften zu stark geschwungen hat. Zu stark geschminkt war. Ect.

Ich finde dies nicht angebracht. Und dass hat nichts damit zu tun dass ich Angst davor habe mich mit mir selber auseinanderzusetzen. Ich kenne mich gut genug. Und ich weiss dass fast jede Frau in meiner Situation mit ähnlichen Bedürfnissen auf ihn hereingefallen wäre.

Deshalb bin ich total gegen diese Schubladisierung wir Betroffenen hätten ein grosses Opferpotential und sind Rückfallgefährdet.

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7. Oktober 2017 um 20:31
In Antwort auf tipene_12528239

Hallo zusammen.

Auch ich möchte hier gerne meine Geschichte erzählen und damit hoffentlich der einen oder anderen Person helfen. Ob meine Geschichte nun als frühzeitige Warnung dient sein Gegenüber lieber einmal zu viel als zu wenig zu hinterfragen. Oder einem bestätigt, dass man mit seinen eigenen, ähnlichen Erlebnissen nicht alleine dasteht.

Auf dieses Forum bin ich per Zufall gestossen. Nach unglaublichen Vorfällen mit meinem inzwischen Ex-Freund und Ex-Geschäftspartner wollte ich einen Begriff für sein Verhalten finden. Und der Begriff Pseudologe passt wie die Faust aufs Auge.

Ein Freund der die Geschichte mit meinem Ex-Freund/Ex-Geschäftspartner kennt, hat mir folgenden Doku-Link geschickt. Dort sieht man so einen Menschen in Action. Dies war für mich ziemlich aufschlussreich. http://www.dokus4.me/index.php/2011/08/26/ich-bin-ein-psychopath/

Hier eine Zusammenfassung der Geschehnisse.
Vor eineinhalb Jahren habe ich mit einem Bekannten eine Firma gegründet. Es war zwar ein gewisses Risiko dabei. Aber da der Bekannte seit vier Jahren mit meiner damaligen Arbeitskollegin der ich vertraute in einer Beziehung war, hielt ich das Risiko für überschaubar.

Vor der Firmengründung schwärmte der Bekannte von seinem ungenutzten Potential. Dass er bereits als Art Director für eine grosse, deutsche Agentur gearbeitet hätte. Ich wiedrum brauchte in meinem Leben einen Wechsel. Also liess ich mich auf das Abenteuer eigene Firma mit ihm ein. Er machte mir anfangs Komplimente, lachte über meine Witze, war Charmant, gebildet, höflich. Bis er mir dann nach zwei Monaten sagte, er hätte sich in mich verliebt. Seine Beziehung sei schon lange kaputt und er wolle mit mir zusammen sein. Ich liess mich auf ihn ein unter der Bedingung, dass er sich trenne und in die Schweiz ziehe. Dies versprach er mir. Gehalten hat er es nicht.

Je länger ich ihn "kannte", desto seltsamer wurden seine Geschichten aus seiner Vergangenheit.

Er hätte im Kosovokrieg gedient um schnell an Geld für seine Ausbildung zu kommen.

Bei einem Unfall sei er von einem Auto überfahren worden und hätte danach tagelang im Koma gelegen.

Seine Mutter hätte ein riesiges Feinkostimperium in Köln gehabt und sei früh an Krebs gestorben. Um sein Erbe sei er damals von seiner eigenen Schwester betrogen worden.

Seine Grossmutter hätte eine 2 Mio. Euro Jugendstilvilla in Bonn gehabt und hätte ihm viele Antiquitäten hinterlassen. Unter anderem auch einen echten Rubens. Doch er hätte leider kein Geld das Bild von einem Experten auf seine Echtheit prüfen zu lassen.

Sein Sohn sei mit 12 Jahren an Leukämie gestorben. Richtig kennenlernen konnte er ihn nie, da seine Ex-Freundin den Kontakt unterbunden hätte.

Und er würde bald von einem Freund seiner Mutter X-Millionen erben. Der Freund seiner Mutter starb an einem Gehirntumor und hätte ihm eine Hotelkette, Immobilien und ein grosse Autosammlung vererb. Als ich ihn fragte wieso dieser Freund seiner Mutter das Erbe nicht seiner eigenen Familie vermacht hatte, sagte er, die Tochter dieses toten Freundes sei in einer Sekte. Und deshalb bekomme die Tochter nur den Pflichtteil und er den Rest.

Weiter ging es mit Prahlereien über sein ausschweifendes Leben, welches er nach dem frühen Tod seiner Eltern führte.

Sein Tatoo auf dem Oberarm hätte er sich im Suff selber gestochen.

Mit seinen Freunden hätte er ständig vor Klubs andere Männer angepöbelt um sich mit ihnen blutig zu prügeln.

Drogen hätte er alle schon ausprobiert.

Im Knast sei er auch gelandet, weil er von einem ehemaligen Geschäftspartner betrogen wurde.

Und sogar eine Lesbe hätte er mit seinem Charme ins Bett gekriegt.

Seltsamerweise hatte er auch immer alles parat was ich brauchte. Als ich ein neues Mikrofon wollte, hatte er gleich einen Freund zur Hand mit einem Occasions-Sennheisermikrofon welches ich gratis haben könne. Nur komischerweise gab es am Zoll Probleme und so kam ich nie zu meinem Mikrofon. Auch der VW Golf den ich von seinem Freund ohne Bezahlung haben könne, gab es nie. Genau sowenig wie die verdächtig günstige Dachwohnung die er mir organisiert hätte.

Immer wenn ich ihm konfrontierte und nachhakte weil mir Dinge seltsam vorkamen, artete es in Streit aus. Er verliess dann wütend das Büro und zog nervös an seiner Zigarette. Auch Beweise konnte er mir seltsamerweise nie liefern um seine Aussagen zu untermauern. Selbst wenn er zugestimmt hatte mir Dokumente als Beweis mitzubringen, sagte er dann am nächsten Tag dies sei seine Privatsache und gehe mich einen Scheiss an.
Leider habe ich ihm privat viel Geld geliehen, da er Geldschulden hatte. Wenigstens in diesem Bereich hatte er ausnahmsweise nicht gelogen. Ich habe es bei seinem Gerichtsvollzieher nachgeprüft. Aber zum damaligen Zeitpunkt wusste ich noch nicht dass er ein so extremer, notorischer Lügner ist und mir das Geld nie zurückzahlen wird.

Inzwischen kenne ich über ihn folgende Fakten, nachdem ich mit diversen Leuten Kontakt aufgenommen habe:

Seine Mutter war drogensüchtig und hat auf der Strasse gelebt.

Die Villa seiner Grossmutter hat es nie gegeben.

Während er mit mir zusammen war und noch bei seiner, nach seinen Angaben Ex-Freundin, gelebt hat, hat er noch eine weitere Frau im Internet gesucht und gefunden, der er ebenfalls eine Beziehung vorgespielt und Geld abgenommen hat.

Die Frau aus dem Internet hat er wiederum mit einer Frau aus Slowenien betrogen. Während er von mir Geld geborgt hatte um im Slowenien eine Baufirma zu schulen, machte er dort mit der Dame Ferien. Er schrieb netterweise sogar eine Bestätigungs-SMS er sei gut angekommen, und die Gespräche mit der Baufirma würden gut laufen.

Auch diese Frau aus Slowenien hat er mit seinen Lügen solange bearbeitet, bis sie ihm viel Geld geliehen hat. Sie wird es wohl nie wieder sehen.

Neben diesem Firmenauftrag aus Slowenien hat er mir noch zwei weitere Aufträge vorgelogen. Offensichtlich um vorzutäuschen, dass ja bald Geld auf unserem Firmenkonto eintreffe. So brachte er mich dazu, meine Ersparnisse als Überbrückungshilfe in die Firma zu pumpen während er das Firmenkonto ständig für Bezin, seinen Zigarettenkonsum, Lebensmittel oder Online-Rollenspiele leerräumte. Natürlich immer mit der Aussage er würde das Geld wieder aufs Konto einbezahlen. Was natürlich nie passiert ist.

Seine Familie will offensichtlich schon lange nichts mehr mit ihm zu tun haben. Seine eigene Familie hat er bereits als Teenager ständig belogen, obwohl diese ihn nach dem Tod seiner Eltern aufgenommen hatten.

Die Firma habe ich ihm überlassen, da er sich geweigert hatte zu gehen. Und dies obwohl er keinen Cent in diese Firma gesteckt hatte. Aber es war für mich trotzdem das kleinere Übel als weiterhin mit ihm zusammenzuarbeiten oder für sein Handeln und seine Lügen Verantwortung zu übernehmen.

Im Büro der Firma ist er seit Wochen nicht mehr aufgetaucht. Weder die Miete noch sonstige Rechnungen hat er beglichen. Die Firma war für ihn nur Mittel zum Zweck. Um sich einerseit vor Kunden aufzuspielen und seinem Narzismus zu fröhnen, und um eine Entschuldigung zu haben Leute um Geld zu bitten.

Wen ich vor ihm warnen konnte habe ich gewarnt. Denn ausrichten kann ich leider nichts gegen ihn. Weder Geld zu leihen noch zu lügen ist strafbar.

Er ist wie eine Spinne die Insekten ins Netz lockt. Mit vorgetäuschtem Interesse und vorgetäuschten Gefühlen. Und dann werden die Insekten ganz langsam von der Spinne ausgesaugt, so dass sie es nicht gleich merken. Und falls jemand das Netz aus Lügen zerstört, zieht die Spinne einfach weiter. Denn es gibt ja noch genügend weitere Insekten. Und Mitgefühl empfindet sie ja nicht.

Und so bleiben Menschen wie ich fassungslos und ohnmächtig zurück. Meine positive Charaktereigenschaften wie Mitgefühl, Verständnis und Grosszügigkeit wurden bis aufs Letzte ausgenutz.

Ich wurde kurz nachdem ich mit ihm zusammen war täglich durch ihn mainpuliert. Im Büro, per SMS und per Telefon. Er versuchte mich glauben zu lassen, dass ich ohne ihn keine Chance hätte das Geschäft zu führen. Ich sei ideenlos. Oft bezeichnete er meine Vorschläge als Scheisse. Ohne sein Scheisse zu definieren. Er schwächte mich mit mangelnder Aufmerksamkeit. Liess ständig Verabredungen platzen oder kam um Stunden zu spät. Wenn ich ihm Vorwürfe machte weil er mich z.B. vier Stunden warten liess, durfte ich mir anhören wenn ich weiter so rumzicke, gehe er gleich wieder. Egal was ich tat oder wie ich mich verhielt. Schlussendlich war immer ich die die Schuld trug und mit einem beschissenen Gefühl zurückgelassen wurde. Irgendwann hatte ich keine Kraft mehr mich ständig zur Wehr zu setzen. Ich war ausgelaugt und wollte keine Diskussionen und keinen Streit mehr. Einfach zu gehen und alles zurückzulassen war für mich schwierig, da ich bereits mein ganzes Geld in die Firma gesteckt oder ihm geliehen hatte.

Bin ich deswegen einfach nur naiv und selber schuld? Nein, dass bin ich nicht. Ich habe hinterfragt und konfrontiert wann immer ich die Energie dazu hatte. Ich habe mit Leuten über ihn gesprochen. Nach Lösungen gesucht. Doch ich wollte nicht ohne klare Beweise nicht ständig jemandem unterstellen ein Lügner zu sein. Wenn ich es doch gewagt hatte, eskalierte die Situation jedesmal. Es kamen verletzende Gegenangriffe und mein Schiff mit dem ich angreifen wollte, wurde versenkt.

Der Hochstapler dem ich begegnen "durfte" ist ein Profi auf seinem Gebiet. Mit jahrelanger Erfahrung. Denn er ist dermassen perfide, manipulierend und routiniert vorgegangen, dass er innerhalb kürzester Zeit drei intelligente, kreative und begabte Frauen um ihre Gefühle und ihr Geld zu brachte.

Mein Fehler war vielleicht, dass ich auf einen Menschen wie ihn nicht gefasst war. Aber ganz ehrlich. Wer rechnet schon mit so einem krassen Exemplar der menschlichen Spezies?

Ich hoffe sein höhnisches Facebook-Zitat möge sich eines Tages für ihn bewahrheiten: "You get what you deserve."

Das hast Du gut in Worte gefasst.
Mir ist so etwas auch begegnet, aber zum Glück ohne größeren finanziellen Schaden. der Verlust an Vertrauen, Leichtigkeit und Spontaneität Männern gegenüber ist unschätzbar.
Ja, man ist nicht vorbereitet. 
Diese Dreckskreaturen leben aber mit ihren eigenen Dämonen - meiner zB war absolut promisk und hatte stets Panik, dass ich andere Männer hätte. Weil er immer log und betrog. Und sie grenzen sich selbst immer mehr aus. Während wir funktioneierende, langfristige Beziehungen und Freundschaften haben.
Sie werden nie finden, wonach sie so sehr hungern.
ekelhafte Parasiten....

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