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"Depressive Entwicklung"---euch gehts auch so!?!?!

11. November 2008 um 4:50

Hallo ihr Lieben,

erst einmal bin ich froh dieses forum gefunden zu haben!

Ich weiß gar nicht genau wie lange ich schon unter Depressionen leide. Angefangen hat es wohl irgendwann in Pubertät ( vielleicht auch schpn früher). Aber bis heute wusste ich eigentlich gar nicht genau das ich darunter leide. Ich konnte es einfach nicht bezeichnen oder habe es verdrängt. Ich habe die letzten tage viel darüber nachgedacht und jedenfalls fest gestellt das ich schon sehr sehr lange darunter leide. Mal mehr und mal weniger. es gab also phasen wo es mir echt gut ging.

Ich bin mittlerweile 26, mit ca. 15 hatte ich schon mal eine schwere phase. ich hatte schlimme schlafstörungen und ging auch nicht mehr zur schule. damals hab ich dann auch eine therapie. diese ging zwar nicht lang hat mir aber damals geholfen. aber wenn ich ehrlich bin, kann ich mich nicht mehr so wirklich dran erinnern wie das damals war.

Naja um das ganze etwas zu verkürzen zurück zu heute.
Erst in den letzten paar wochen ist mir bewusst geworden, wie schlecht es mir eigentlich geht. Ich bin den ganzen Tag schlecht gelaunt und weiß nicht warum. mein freund merkt das und frägt mich was los ist und ich sage nichts. denn eigentlich gibt es ja auch keinen grund warum ich mies so schlecht fühle. ich habe schlafprobleme, was heißt ich kann nur ganz schlecht einschlafen. ich liege im bett und denke über so vieles nach.ich versuche das abzustellen aber des geht natürlich nicht. also liege ich die meiste zeit wach und schlafe erst gegen morgen ein. hinzu kommt noch das ich dann morgens oder auch mittags nur schwer aufstehen kann.....egal wieviel ich geschlafen habe. es fällt mir so unglaublich schwer. ich bin dann total antriebslos, schwach und natürlich schlecht gelaunt. aber ich kann nichts dafür und ich kann es nicht abstellen. ich versuche dann mich zusammen zu reißen...aber es funktioniert nicht immer.
weiter habe ich einfach keine motivation mehr irgendetwas zu machen. ich habe die freude an so vielen dingen verloren. ich muss mich echt zu manchen dingen richtig zwingen. ich bin lieber zu hause als wegzugehen. bin lieber alleine als unter leute zu sein.
ich habe auch hier im internet diesen Goldberg test gemacht und dabei kam heraus das ich eine mittel bis mittelschwere depression habe.
ich habe absolut KEINE selbstmord gedanken. doch bin ich mit meinem jetzigen zustand mehr als unzufrieden!!!

also habe ich mich gestern dazu überwunden zu meinem hausarzt zu gehen. und ich kann euch sagen dies war echt ein kampf!!! ich war dort und hatte erst 3 worte gesagt und schon liefen die tränen. mein arzt der mich und meine famile gut kennt hat die situation gleich erkannt. er hat mir eine therapie vorgeschlagen ( er meinte die wird mindestens 1 jahr dauern ) und mir erst einmal pflanzliche medikamente verschrieben und mich krankgeschrieben.

nun meine fragen:

hat jemand von euch erfahrungen mit dem medikament NEURAPAS BALANCE ?
wie läuft so eine therapie ab? ( habe schon angst davor mit jemand fremden überalles zu reden )
habt ihr noch irgendwelche anderen tipps für mich?
oder interesse an erfahrungsaustausch?

würde mich einfach wohlerfühlen wenn ich mit leuten schreiben kann die mich verstehen!!!


lg

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23. März 2009 um 7:23

Ich kann dich gut verstehen...
Liebe sweets,

ich weiß, dein Beitrag liegt schon einige Monate zurück, aber besser spät als nie
Ich leide seit meiner Kindheit an Depressionen. Jetzt bin ich 27 und habe mich jetzt erst dazu durchringen können mir helfen zu lassen.
Ich habe letztes Jahr meinen Job geschmissen, habe seit Jahren keinen Kontakt zu Freunden und verstecke mich in meiner Wohnung. so wie du es beschreibst geht es mir auch.Ich schaffe es nicht einmal zum Einkaufen nach draussen. Es ist mir alles zu viel sobald ich die Wohnung verlasse.

Ich hab mir immer gedacht das ich das alles alleine schaffe, aber das war falsch.ich habe vor kurzem eine Therapie angefangen und eine Kur beantragt Vielleicht wäre eine Kur auch was für dich? Mal ne Auszeit nehmen und rund um die Uhr Hilfe zu haben..

Da ja inzwischen ein paar Monate vergangen sind bei dir, hast du schon eine Therapie angefangen?
Ich hatte bzw habe auch Angst davor mit einer Fremden über alles zu reden, aber ich habe gemerkt, das dass sogar besser ist mit jemanden zu reden der einen nicht kennt.

Medikamente nehme ich noch keine, aber dafür muss ich erst wieder zu einem anderen Arzt. Fühlst du dich mit dem Medikamet besser?

Lg depply2

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2. Mai 2009 um 20:23
In Antwort auf shyama_12242256

Ich kann dich gut verstehen...
Liebe sweets,

ich weiß, dein Beitrag liegt schon einige Monate zurück, aber besser spät als nie
Ich leide seit meiner Kindheit an Depressionen. Jetzt bin ich 27 und habe mich jetzt erst dazu durchringen können mir helfen zu lassen.
Ich habe letztes Jahr meinen Job geschmissen, habe seit Jahren keinen Kontakt zu Freunden und verstecke mich in meiner Wohnung. so wie du es beschreibst geht es mir auch.Ich schaffe es nicht einmal zum Einkaufen nach draussen. Es ist mir alles zu viel sobald ich die Wohnung verlasse.

Ich hab mir immer gedacht das ich das alles alleine schaffe, aber das war falsch.ich habe vor kurzem eine Therapie angefangen und eine Kur beantragt Vielleicht wäre eine Kur auch was für dich? Mal ne Auszeit nehmen und rund um die Uhr Hilfe zu haben..

Da ja inzwischen ein paar Monate vergangen sind bei dir, hast du schon eine Therapie angefangen?
Ich hatte bzw habe auch Angst davor mit einer Fremden über alles zu reden, aber ich habe gemerkt, das dass sogar besser ist mit jemanden zu reden der einen nicht kennt.

Medikamente nehme ich noch keine, aber dafür muss ich erst wieder zu einem anderen Arzt. Fühlst du dich mit dem Medikamet besser?

Lg depply2

Hi
mir gings sehr ähnlich wie dir. Habe seit meiner Kindheit Depressionen, habe mich Jahrelang daheim eingesperrt, nichts auf die Reihe gebracht und eigentlich keinen Sinn gesehen. Irgendwann war ich ganz tief unten - ein Schicksalsschlag nach dem anderen - dann habe ich mich dazu entschieden in eine Klinik zu gehen. Ich war drei Monate dort, bekam Medikamente (Anti-Depressiva) und arbeitete jeden Tag an mir. Es hat wahnsinnig geholfen und jetzt geht es mir richtig gut. Manchmal ist es natürlich noch schwer sich aufzuraffen, aber ich habe jetzt die nötigen Instrumente, um es zu schaffen. Auch wenn ich in ein Loch falle, weiß ich, wie ich dort wieder rauskomme. Ich kann nur empfehlen eine Therapie zu machen - mit oder ohne Tabletten muss jeder selber wissen, bei mir war es nicht anders möglich, da ich "hochgradige Depressionen" und eine "Persönlichkeitsstörung" habe, das heißt, ich werde die Tabletten auch nie wieder los. Aber das stört mich nicht weiter, sie helfen mir ja super und ich habe keine Nebenwirkungen.

Liebe Grüße.

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26. Januar 2014 um 7:53

Ich kann dich auch wirklich gut verstehen...
Hallo Liebe Sweets82,

Ich kann das alles sehr gut nachfühlen. Es macht einen wirklich fertig. Das schlimmste, finde ich, ist dass man sich selbst zu nichts aufraffen kann, das führt vorwürfe oder ein schlechtes Gewissen mit.
Was mir bisher sehr gut geholfen hat, war dass ich mir jeden Tag eine kleine Aufgabe gestellt habe. An einem Tag hab ich ein kleinen Tag vom Haushalt gemacht, am nächsten Tag nochmal einen kleinen Teil. An einem anderen Tag hab ich mir vorgenommen einem meiner Hobbies nachzugehen. Es müssen keine Stunden sein die man mit so etwas zubringt. Ich nähe unglaublich gern, und der Stoff und die Nähmaschine laufen mir ja nicht weg also hab ich Tag für Tag immer mal wieder 10 Minuten damit verbracht an etwas weiter zu nähen.
Mach dir selber keinen Druck und vorallem lass dir auch von außen keinen Druck machen.
Für außenstehende mag das vielleicht nach "Faulheit" aussehen, aber du weißt dass es nicht so ist. Du kannst nicht mehr machen als du aushalten kannst.

Ich hoffe dir damit ein wenig helfen zu können
Liebe Grüße und immer weiter kämpfen

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2. März 2017 um 22:08

Mir ging es ähnlich als ich verlassen worden bin. Hat etwas neun Monate gedauert bis ich wieder richtig auf dem Damm war. Irgendwann hatten meine Freunde es satt mich so zu sehen und ich wurde überall mit hin geschleppt, ob ich wollte oder nicht. Ne Arbeitskollegin hat mit Joyful Kapseln besorgt da meine Arbeit auch anfing zu leiden und das ging gar nicht. Hab ihr erstmal einen Vogel gezeigt was sollte ich den auch mit irgendwelchen pflanzlichen Dingern aber die haben mich echt auf vorder man gebracht. Mir ging es nach einer Weile Besser, hatte wieder Gute Laune und Lust zum Rausgehen ohne überredet zu werden. Heute bin ich wieder Glücklich vergeben.
 

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5. März 2017 um 22:51
In Antwort auf kl4raa

Mir ging es ähnlich als ich verlassen worden bin. Hat etwas neun Monate gedauert bis ich wieder richtig auf dem Damm war. Irgendwann hatten meine Freunde es satt mich so zu sehen und ich wurde überall mit hin geschleppt, ob ich wollte oder nicht. Ne Arbeitskollegin hat mit Joyful Kapseln besorgt da meine Arbeit auch anfing zu leiden und das ging gar nicht. Hab ihr erstmal einen Vogel gezeigt was sollte ich den auch mit irgendwelchen pflanzlichen Dingern aber die haben mich echt auf vorder man gebracht. Mir ging es nach einer Weile Besser, hatte wieder Gute Laune und Lust zum Rausgehen ohne überredet zu werden. Heute bin ich wieder Glücklich vergeben.
 

Hej, wollt ihr in meine WhatsApp Grupp? Dann könnt ihr von euren Erfahrungen erzählen und uns Tipps geben. Würde mich freuen.

Liebe Grüße Anja 6992

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