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Depressiv - krank schreiben? - stigmatisiert?

19. Februar 2017 um 15:43 Letzte Antwort: 20. Februar 2017 um 9:49

Hallo ihr lieben,

momentan geht es mir sehr schlecht... ich bin mehr krank als gesund.... bin 29 und habe Depressionen... ich lasse mich ständig deshalb krank schreiben, gehe aber immer wieder arbeiten nach ein paar Tagen weil mich das schlechte Gewissen so sehr plagt. Dabei hab ich keine Kraft mehr... mir graut es schon wieder ganz arg vor morgen wenn ich wieder arbeiten gehen (muss) ich hätte gerne ein paar Wochen Auszeit aber ich weiß nicht wie ich das vor meinen Kollegen erklären soll... die fragen sich ja jetzt schon weshalb ich ständig krank bin. Ich bin fix und fertig mit den Nerven und brauche euren Rat! Geht es vielleicht jemandem ähnlich wie mir?

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19. Februar 2017 um 16:18

Ich kann dir nur empfehlen es jetzt Ernst zu nehmen. Und dich drum zu kümmern.

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19. Februar 2017 um 16:46
In Antwort auf ayg|l_13025428

Hallo ihr lieben,

momentan geht es mir sehr schlecht... ich bin mehr krank als gesund.... bin 29 und habe Depressionen... ich lasse mich ständig deshalb krank schreiben, gehe aber immer wieder arbeiten nach ein paar Tagen weil mich das schlechte Gewissen so sehr plagt. Dabei hab ich keine Kraft mehr... mir graut es schon wieder ganz arg vor morgen wenn ich wieder arbeiten gehen (muss) ich hätte gerne ein paar Wochen Auszeit aber ich weiß nicht wie ich das vor meinen Kollegen erklären soll... die fragen sich ja jetzt schon weshalb ich ständig krank bin. Ich bin fix und fertig mit den Nerven und brauche euren Rat! Geht es vielleicht jemandem ähnlich wie mir?

Denk an dich
Hallo, bitte geh zum Neurologen und zu einem Psychologen...Depressionen ist eine ernste Krankheit und es bringt dir nichts dich für andere kaputt zu machen. Ich spreche da aus Erfahrung. Ich habe mich fast 2 Jahre gequält, wurde Tablettenabhängig und hab durch den Stress sehr viel abgenommen. Ich habe es erst mit Hilfe geschafft mir Hilfe zu suchen bzw sie anzunehmen. Ich war 6 Monate krankgeschrieben und die Auszeit tat mir sehr gut. Ebenfalls die Therapie und komme nun seit 4 Jahren ohne Anti-Depressiva aus und fühle mich (meist) sehr gut. Nimm meinen Rat an und nimm dir die Hilfe und denke bloß nicht an die Arbeitskollegen, denn die würden auch nicht an dich denken. Gute Besserung

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19. Februar 2017 um 18:35
In Antwort auf alyona_12330794

Denk an dich
Hallo, bitte geh zum Neurologen und zu einem Psychologen...Depressionen ist eine ernste Krankheit und es bringt dir nichts dich für andere kaputt zu machen. Ich spreche da aus Erfahrung. Ich habe mich fast 2 Jahre gequält, wurde Tablettenabhängig und hab durch den Stress sehr viel abgenommen. Ich habe es erst mit Hilfe geschafft mir Hilfe zu suchen bzw sie anzunehmen. Ich war 6 Monate krankgeschrieben und die Auszeit tat mir sehr gut. Ebenfalls die Therapie und komme nun seit 4 Jahren ohne Anti-Depressiva aus und fühle mich (meist) sehr gut. Nimm meinen Rat an und nimm dir die Hilfe und denke bloß nicht an die Arbeitskollegen, denn die würden auch nicht an dich denken. Gute Besserung

Hallo paja, zum psychologen gehe ich schon...
Schon seit einiger zeit, das hilft auch ein bisschen. Vor antidepressiva habe ich angst deshalb nehme ich seit 1 woche "nur" hochdosiert johanniskraut 900mg ... ob sas was bringt glaub ich kaum. Ich bin sehr (wie wir alle wahrscheinlich) auf meinen job angewiesen. Ich weiß einfach nicht wie ich mich erklären/verhalten soll... das macht mich tital panisch

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19. Februar 2017 um 20:10

Hallo schmetterlilchen,
bitte pass drauf auf,dass du KEIN johanniskraut nehmen darft,wenn du andere Medis nimmst-da gerade Johanniskraut andere Medis in der Wirkung beeinflusst.
Deine Angst vor Antidepressiva ist unbegründet,denn sie machen NICHT abhängig,wie die gängige Volksmeinung behauptet. Und vor allem......NICHT jeder,der depressiv ist, braucht
automatisch Antidepressiva!
Wir haben Momentan draussen Winter -und es gibt auch saisonal bedingte Depressionen,was
als Folge des Lichtmangels zu sehen wäre.
Du schreibst,du bist in Therapie-gute Entscheidung,bin sicher,dort wird Dir geholfen werden können,sowohl mit einer richtigen Diagnose als auch mit einer entsprechenden Behandlung.
Liebe Grüsse und alles Gute für dich!

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20. Februar 2017 um 9:49

Hey!

Ich war auch einige Jahre von Depressionen betroffen. Inzwischen bin ich dank psychhiatrischer und psychotherapeutischer Hilfe wieder fast ganz fit.

Was würdest du in deiner längeren Auszeit denn machen? Ist für mich jetzt aus der Ferne nicht eindeutig zu beurteilen. Aber falls du in der Zeit keine Therapie machen möchtest oder Ähnliches, wird Nichts-tun dir wenig helfen!

Wenn du ständig fehlst wird dir das in deinem Job mittel- bis langfristig eher schaden, als einmalig für eine ordentliche Therapie sechs Wochen abwesend zu sein.
Vor Medikamenten musst du keine Angst haben. In keinerlei Hinsicht. Im Gegenteil! Wenn sie vielleicht das einzigste Mittel sind, das dir hilft in Job und Privatleben wieder fußzufassen,... Alternative wäre ja, dass es für immer so weitergeht, du irgendwann deinen Job verlierst, usw.

Sprich mal mit deinem Therapeuten über eine stationäre oder Therapie. Gibt es auch in Tageskliniken, in denen man abends nach Hause kann.
Und geh zu einem Psychiater und lass dich mal hinsichtlich Medikamenten beraten. Wenn du jetzt eh schon Johanniskraut nimmst - das hat auch seine Nebenwirkungen, aber scheint dir ja nicht zu helfen. Bitte nicht einreden, dass alles, was pflanzlich ist, keinen Schaden anrichtet und alles andere nur schlimm ist! Fliegenpilze sind auch rein pflanzlich...

LG und alles Gute!

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