Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Depressiv?

Letzte Nachricht: 17. April um 13:43
L
la_curly
09.04.22 um 12:49

Hallo Zusammen,

Ich bin seit einiger Zeit in psychologischer Behandlung, da ich letztes Jahr eine schwierige Zeit hatte und kurz in einer Klinik war (war sehr verwirrt und hatte eine Psychose oder so, da ich lange nicht gearbeitet hatte etc.) Seit dem bin ich ambulant bei einem Psychiater und nehme Medikamente. Sehe ihn etwa alle zwei Wochen. Die Gespräche sind gut und es gibt mir etwas Struktur, aber bin mir nicht sicher ob es mir viel bringt. Mal mehr mal weniger.

Seit einiger Zeit nun bin ich etwas melancholisch, habe kleinere Panikattacken, nervöse Zustände, teilweise auch "lebensmüde" Gedanken a la "was soll ich in meinem Leben machen/anfangen" und das Gefühl, dass es einfacher wäre, nicht zu leben. Ich bin schon nicht suizidgefährdet, da ich eigentlich schon leben möchte und das Leben auch mag, jedoch ist es manchmal nicht auszuhalten und es stellt sich eine hoffnungslosigkeit ein.

Ich arbeite aktuell nur zwei Tage, wollte eigentlich mehr, aber aktuell ist mir das genug. Der Gedanke daran, mehr zu arbeiten, löst bei mir auch schon Angstzustände aus. Auch die Monotonie und Routine machen mir zu schaffen. Ich weiss aber auch nicht, ob es besser wäre, wenn ich "aufregenderes" Leben hätte. Ob es mir besser gehen würde. Ich habe studiert und früher auch mehr gearbeitet, war aber noch nicht in einer solchen Situation und hatte auch nicht solche Gedanken. Als Teenager schon eher, aber später dann nicht mehr. Ich hatte immer Ziele, und die habe ich auch erreicht, aber jetzt weiss ich nicht, was ich mit meinem Leben anfangen möchte. Der Gedanke daran, ein eintöniges Leben zu führen, versetzt mich in Panik. Aber ich weiss auch nicht ob mich ein "aufregenderes" Leben mehr erfüllen würde. Früher habe ich zum Beispiel Flüchtlinge unterrichtet und war sehr motiviert und heute zieht mich das nicht mehr an. Da ich in diesem Bereich gearbeitet habe, fühlt es sich für mich auch etwas oberflächlich an (obwohl es das eigentlich gar nicht ist).

Letztes Jahr (vor der Klinik) hatte ich eine Auszeit und habe in anderen Städten gelebt und es ging mir grundsätzlich besser. Aktuell wohne ich wieder bei meinen Eltern, bin 32, was okay ist, aber vielleicht fehlt mir auch die Unabhängigkeit? Auf der anderen Seite habe ich auch Angst davor unabhängig zu sein, weil ich mich dann voll auf den Beruf konzentrieren müsste und meine Freiheiten nicht mehr so geniessen könnte.

Ich habe jetzt noch Vorstellungsgespräche, bei einem ist es ein höheres Pensum, was mir schon Angst macht. Ich möchte nicht meine ganze Zeit bei der Arbeit verbringen, das Geld brauche ich aber. Arbeit hat mich noch nie so richtig erfüllt und ich war schon oft im Ausland und habe als Volunteer usw. gearbeitet. Ich habe mein Studentenleben sehr genossen, aber ich weiss nicht, ob es mich jetzt erfüllen würde. Heute kann ich kaum glauben, wie zielstrebig ich damals war.

Zudem hatte ich mir vorgestellt zu diesem Zeitpunkt bereits eine Familie zu haben, bin jetzt aber single, und irgendwie macht mir der Gedanke an eine Beziehung auch Angst. Ich weiss nicht, ob ich dies mit meinem psychischen Probleme unter einen Hut bringe. Und finde das Singleleben eigentlich auch ok. Ich weiss auch nicht, ob mich ein Familienleben erfüllen würde, oder ob es eher da wäre um eine Lücke zu schliessen. Die Zukunftsängste und Gedanken (Angst vor dem Älterwerden) machen mir sorgen. Habe meine Jugend und Studentenjahre sehr genossen, und weiss nicht, ob ich den Rest so geniessen kann.

Vor zwei Jahren hatte ich einen sehr stressigen Beruf, es ging aber immer gut und trotz dem Stress war ich relativ motiviert, wünschte mir manchmal aber einen einfacheren Job. Hatte auch eine kurze Beziehung und konnte mir was Ernstes vorstellen. Es ging mir relativ schlecht als es vorbei war, hatte auch Panikattacken etc.Beim Job wurde mir später gekündigt, aber ich war auch etwas erleichtert. Danach wollte ich reisen, aber das macht mir jetzt auch keine Freude. Vielleicht liegt es auch daran, dass man danach wieder in den Beruf zurück muss. Ich weiss, dass es das Leben ist, aber diese ganze Gesellschaft macht mir zu schaffen. Auch glaube ich nicht, dass es den Beruf gibt, der mich voll erfüllen kann. Mir wird auch schnell langweilig bei einem Job, obwohl ich eigentlich eine gute Mitarbeiterin bin und die Arbeit gut mache, aber es fühlt sich für mich so sinnlos an.
 
Ich weiss dass Psychologen/Psychiater und Medikamente eigentlich helfen sollten, aber da ich beides schon ausprobiert habe, weiss ich auch, dass es eigentlich nicht so ist, und das es an einem selber liegt. Meistens sind meine Gedanken/negativen Gefühle in der Nacht stärker und am Tag geht es eigentlich.In der Nacht habe ich auch Mühe einzuschlafen und bin nervös.
 
Vor ein paar Jahren hat sich in meinem Bekanntenkreis eine 38-Jährige umgebracht. Sie hatte zwei Kinder. Das macht mir etwas Angst.
 
Zusammenfassung: Depressive Gedanken/Stimmung, in ärztlicher Behandlung. Glaubt nicht wirklich daran, Hilfe nur begrenzt möglich, auch mit Medikamenten.
 
Keine wirkliche Freude und Erfüllung an nichts. Arbeit macht zu schaffen, Stimmung dadurch noch schlechter. Ständig nervös und kleinere Panikattacken, die sehr nervig sind, dadurch auch Einschlafen schwieriger.Bereits Volunteering gemacht, früher daran interessiert, aber mittlerweile auch nicht mehr daran interessiert. Keine wirklichen Interessen im Leben, aber grundsätzlich besser wenn nicht am Arbeiten. Vor allem die Panikattacken, Innere Unruhe machen zu schaffen. Arzt weiss auch nicht wirklich zu helfen. Kann sogar von den aktuellen Medikamenten sein. Glaube aber nicht, dass ein Absetzen viel helfen würde.
 
Hoffe jemand weiss eine Antwort darauf.
 

Mehr lesen

A
ashlyn_25969431
10.04.22 um 9:00
In Antwort auf la_curly

Hallo Zusammen,

Ich bin seit einiger Zeit in psychologischer Behandlung, da ich letztes Jahr eine schwierige Zeit hatte und kurz in einer Klinik war (war sehr verwirrt und hatte eine Psychose oder so, da ich lange nicht gearbeitet hatte etc.) Seit dem bin ich ambulant bei einem Psychiater und nehme Medikamente. Sehe ihn etwa alle zwei Wochen. Die Gespräche sind gut und es gibt mir etwas Struktur, aber bin mir nicht sicher ob es mir viel bringt. Mal mehr mal weniger.

Seit einiger Zeit nun bin ich etwas melancholisch, habe kleinere Panikattacken, nervöse Zustände, teilweise auch "lebensmüde" Gedanken a la "was soll ich in meinem Leben machen/anfangen" und das Gefühl, dass es einfacher wäre, nicht zu leben. Ich bin schon nicht suizidgefährdet, da ich eigentlich schon leben möchte und das Leben auch mag, jedoch ist es manchmal nicht auszuhalten und es stellt sich eine hoffnungslosigkeit ein.

Ich arbeite aktuell nur zwei Tage, wollte eigentlich mehr, aber aktuell ist mir das genug. Der Gedanke daran, mehr zu arbeiten, löst bei mir auch schon Angstzustände aus. Auch die Monotonie und Routine machen mir zu schaffen. Ich weiss aber auch nicht, ob es besser wäre, wenn ich "aufregenderes" Leben hätte. Ob es mir besser gehen würde. Ich habe studiert und früher auch mehr gearbeitet, war aber noch nicht in einer solchen Situation und hatte auch nicht solche Gedanken. Als Teenager schon eher, aber später dann nicht mehr. Ich hatte immer Ziele, und die habe ich auch erreicht, aber jetzt weiss ich nicht, was ich mit meinem Leben anfangen möchte. Der Gedanke daran, ein eintöniges Leben zu führen, versetzt mich in Panik. Aber ich weiss auch nicht ob mich ein "aufregenderes" Leben mehr erfüllen würde. Früher habe ich zum Beispiel Flüchtlinge unterrichtet und war sehr motiviert und heute zieht mich das nicht mehr an. Da ich in diesem Bereich gearbeitet habe, fühlt es sich für mich auch etwas oberflächlich an (obwohl es das eigentlich gar nicht ist).

Letztes Jahr (vor der Klinik) hatte ich eine Auszeit und habe in anderen Städten gelebt und es ging mir grundsätzlich besser. Aktuell wohne ich wieder bei meinen Eltern, bin 32, was okay ist, aber vielleicht fehlt mir auch die Unabhängigkeit? Auf der anderen Seite habe ich auch Angst davor unabhängig zu sein, weil ich mich dann voll auf den Beruf konzentrieren müsste und meine Freiheiten nicht mehr so geniessen könnte.

Ich habe jetzt noch Vorstellungsgespräche, bei einem ist es ein höheres Pensum, was mir schon Angst macht. Ich möchte nicht meine ganze Zeit bei der Arbeit verbringen, das Geld brauche ich aber. Arbeit hat mich noch nie so richtig erfüllt und ich war schon oft im Ausland und habe als Volunteer usw. gearbeitet. Ich habe mein Studentenleben sehr genossen, aber ich weiss nicht, ob es mich jetzt erfüllen würde. Heute kann ich kaum glauben, wie zielstrebig ich damals war.

Zudem hatte ich mir vorgestellt zu diesem Zeitpunkt bereits eine Familie zu haben, bin jetzt aber single, und irgendwie macht mir der Gedanke an eine Beziehung auch Angst. Ich weiss nicht, ob ich dies mit meinem psychischen Probleme unter einen Hut bringe. Und finde das Singleleben eigentlich auch ok. Ich weiss auch nicht, ob mich ein Familienleben erfüllen würde, oder ob es eher da wäre um eine Lücke zu schliessen. Die Zukunftsängste und Gedanken (Angst vor dem Älterwerden) machen mir sorgen. Habe meine Jugend und Studentenjahre sehr genossen, und weiss nicht, ob ich den Rest so geniessen kann.

Vor zwei Jahren hatte ich einen sehr stressigen Beruf, es ging aber immer gut und trotz dem Stress war ich relativ motiviert, wünschte mir manchmal aber einen einfacheren Job. Hatte auch eine kurze Beziehung und konnte mir was Ernstes vorstellen. Es ging mir relativ schlecht als es vorbei war, hatte auch Panikattacken etc.Beim Job wurde mir später gekündigt, aber ich war auch etwas erleichtert. Danach wollte ich reisen, aber das macht mir jetzt auch keine Freude. Vielleicht liegt es auch daran, dass man danach wieder in den Beruf zurück muss. Ich weiss, dass es das Leben ist, aber diese ganze Gesellschaft macht mir zu schaffen. Auch glaube ich nicht, dass es den Beruf gibt, der mich voll erfüllen kann. Mir wird auch schnell langweilig bei einem Job, obwohl ich eigentlich eine gute Mitarbeiterin bin und die Arbeit gut mache, aber es fühlt sich für mich so sinnlos an.
 
Ich weiss dass Psychologen/Psychiater und Medikamente eigentlich helfen sollten, aber da ich beides schon ausprobiert habe, weiss ich auch, dass es eigentlich nicht so ist, und das es an einem selber liegt. Meistens sind meine Gedanken/negativen Gefühle in der Nacht stärker und am Tag geht es eigentlich.In der Nacht habe ich auch Mühe einzuschlafen und bin nervös.
 
Vor ein paar Jahren hat sich in meinem Bekanntenkreis eine 38-Jährige umgebracht. Sie hatte zwei Kinder. Das macht mir etwas Angst.
 
Zusammenfassung: Depressive Gedanken/Stimmung, in ärztlicher Behandlung. Glaubt nicht wirklich daran, Hilfe nur begrenzt möglich, auch mit Medikamenten.
 
Keine wirkliche Freude und Erfüllung an nichts. Arbeit macht zu schaffen, Stimmung dadurch noch schlechter. Ständig nervös und kleinere Panikattacken, die sehr nervig sind, dadurch auch Einschlafen schwieriger.Bereits Volunteering gemacht, früher daran interessiert, aber mittlerweile auch nicht mehr daran interessiert. Keine wirklichen Interessen im Leben, aber grundsätzlich besser wenn nicht am Arbeiten. Vor allem die Panikattacken, Innere Unruhe machen zu schaffen. Arzt weiss auch nicht wirklich zu helfen. Kann sogar von den aktuellen Medikamenten sein. Glaube aber nicht, dass ein Absetzen viel helfen würde.
 
Hoffe jemand weiss eine Antwort darauf.
 

Was würde dir den Spaß machen? Welche Aufgaben könntest du dir tagsüber vorstellen? Wärst du lieber mit anderen Menschen zusammen, oder mit Tieren, oder lieber alleine? Kommunizierst du gerne in der virtuellen Welt, oder in der realen?
Für jeden Mensch gibt es die passenden Tätigkeiten. Und ich glaube, wenn du das für dich passende gefunden hast, verändert sich auch deine Psyche.

Gefällt mir

L
la_curly
11.04.22 um 17:55
In Antwort auf ashlyn_25969431

Was würde dir den Spaß machen? Welche Aufgaben könntest du dir tagsüber vorstellen? Wärst du lieber mit anderen Menschen zusammen, oder mit Tieren, oder lieber alleine? Kommunizierst du gerne in der virtuellen Welt, oder in der realen?
Für jeden Mensch gibt es die passenden Tätigkeiten. Und ich glaube, wenn du das für dich passende gefunden hast, verändert sich auch deine Psyche.

Liebe Luna

Vielen Dank für deine Antwort. Ich weiss nicht genau was mir Spass macht. Ich habe eigentlich auch keine richtigen Hobbys oder Dinge, die ich geniesse. Ich reise gerne, aber das macht mir auch nicht mehr so Spass und ich kann nicht nur reisen. Davon kann ich auch nicht leben. Ich bin schon gerne unter Gesellschaft, aber eigentlich auch gerne alleine, aber mir wird auch schnell langweilig. Ich habe aktuell eher eine einfache Tätigkeit, aber mit sehr viel Kundenkontakt, die eigentlich okay ist, aber sie langweiligt mich etwas und da ich studiert habe, bin ich für diese Tätigkeit überqualifiziert, nur habe ich leider keinen anderen Job gefunden. Ich kann mir aber auch nicht vorstellen vollzeit zu arbeiten. Nur der Gedanke daran macht mir "Panikattacken". Aber auch wenn ich frei habe, wird mir schnell langweilig. Ich gehe ab und zu spazieren, wandern oder in die Stadt, aber das erfüllt mich auch nicht so und langweilt mich. Tiere mag ich eigentlich schon, aber wüsste nicht, was ich mit Ihnen arbeiten sollte. Egal welcher Job, mir wird schnell langweilig dabei. Studiert habe ich gerne, aber das kann man auch nicht das ganze Leben lang. Eigentlich arbeite ich schon gerne, aber diese Panikattacken oder Nervosität sind belastend und manchmal denke ich mir, dass ich Zeit bei der Arbeit verschwende. Aber zuhause wird mir auch langweilig und dort habe ich auch Panikattacken, eine innere Unruhe und Nervosität. Ich weiss nicht, wie ich mehr arbeiten soll.

Letztes Jahr habe ich alleine in verschiedenen Städten gewohnt (jetzt wieder bei meinen Eltern) und es ging mir eigentlich besser. Ich habe mir auch nicht so Gedanken zum Job gemacht nur die Zeit genossen. Das Problem ist, dass ich mir nicht vorstellen kann für eine längere Zeit einen Job auszuüben. Der Gedanke daran bereitet mir Panikattacken. Ganz ohne Arbeit wäre es aber auch langweilig. Ich bin eher eine etwas ungeduldigere Person. Ich nehme die Arbeit eigentlich gar nicht mehr so ernst, arbeite solange es geht, aber fühle mich auch nicht so wohl beim Arbeiten (fühle mich schon wohl im Team etc., aber es ist nich so das wahre). Nur glaube ich auch nicht daran, dass es die wahre Arbeit gibt. Geld ist mir eigentlich auch nicht so wichtig, brauche es aber, um zu leben. Es fällt mir auch schwer, einzuschlafen/aufzustehen wenn ich arbeiten gehe. Dinge, die mir früher Spass gemacht haben, machen mir auch nicht mehr so Spass und "langweilen" mich irgendwie. Eigentlich möchte ich auch eine Familie, weiss aber auch nicht, wie ich das unter einen Hut kriegen soll.

Was kann man dagegen tun?

Gefällt mir

A
ashlyn_25969431
11.04.22 um 20:54
In Antwort auf la_curly

Liebe Luna

Vielen Dank für deine Antwort. Ich weiss nicht genau was mir Spass macht. Ich habe eigentlich auch keine richtigen Hobbys oder Dinge, die ich geniesse. Ich reise gerne, aber das macht mir auch nicht mehr so Spass und ich kann nicht nur reisen. Davon kann ich auch nicht leben. Ich bin schon gerne unter Gesellschaft, aber eigentlich auch gerne alleine, aber mir wird auch schnell langweilig. Ich habe aktuell eher eine einfache Tätigkeit, aber mit sehr viel Kundenkontakt, die eigentlich okay ist, aber sie langweiligt mich etwas und da ich studiert habe, bin ich für diese Tätigkeit überqualifiziert, nur habe ich leider keinen anderen Job gefunden. Ich kann mir aber auch nicht vorstellen vollzeit zu arbeiten. Nur der Gedanke daran macht mir "Panikattacken". Aber auch wenn ich frei habe, wird mir schnell langweilig. Ich gehe ab und zu spazieren, wandern oder in die Stadt, aber das erfüllt mich auch nicht so und langweilt mich. Tiere mag ich eigentlich schon, aber wüsste nicht, was ich mit Ihnen arbeiten sollte. Egal welcher Job, mir wird schnell langweilig dabei. Studiert habe ich gerne, aber das kann man auch nicht das ganze Leben lang. Eigentlich arbeite ich schon gerne, aber diese Panikattacken oder Nervosität sind belastend und manchmal denke ich mir, dass ich Zeit bei der Arbeit verschwende. Aber zuhause wird mir auch langweilig und dort habe ich auch Panikattacken, eine innere Unruhe und Nervosität. Ich weiss nicht, wie ich mehr arbeiten soll.

Letztes Jahr habe ich alleine in verschiedenen Städten gewohnt (jetzt wieder bei meinen Eltern) und es ging mir eigentlich besser. Ich habe mir auch nicht so Gedanken zum Job gemacht nur die Zeit genossen. Das Problem ist, dass ich mir nicht vorstellen kann für eine längere Zeit einen Job auszuüben. Der Gedanke daran bereitet mir Panikattacken. Ganz ohne Arbeit wäre es aber auch langweilig. Ich bin eher eine etwas ungeduldigere Person. Ich nehme die Arbeit eigentlich gar nicht mehr so ernst, arbeite solange es geht, aber fühle mich auch nicht so wohl beim Arbeiten (fühle mich schon wohl im Team etc., aber es ist nich so das wahre). Nur glaube ich auch nicht daran, dass es die wahre Arbeit gibt. Geld ist mir eigentlich auch nicht so wichtig, brauche es aber, um zu leben. Es fällt mir auch schwer, einzuschlafen/aufzustehen wenn ich arbeiten gehe. Dinge, die mir früher Spass gemacht haben, machen mir auch nicht mehr so Spass und "langweilen" mich irgendwie. Eigentlich möchte ich auch eine Familie, weiss aber auch nicht, wie ich das unter einen Hut kriegen soll.

Was kann man dagegen tun?

Hallo la_curly,

ich glaube du solltest weiterhin mit dem Psychologen nach einer Lösung suchen. Du brauchst professionelle Hilfe. 
Einen strukturierten Tagesablauf halte ich persönlich für sehr wichtig. Das vermittelt Sicherheit.

Viele Grüße
Luna

Gefällt mir

Kannst du deine Antwort nicht finden?

A
ashlyn_25969431
12.04.22 um 6:40
In Antwort auf la_curly

Liebe Luna

Vielen Dank für deine Antwort. Ich weiss nicht genau was mir Spass macht. Ich habe eigentlich auch keine richtigen Hobbys oder Dinge, die ich geniesse. Ich reise gerne, aber das macht mir auch nicht mehr so Spass und ich kann nicht nur reisen. Davon kann ich auch nicht leben. Ich bin schon gerne unter Gesellschaft, aber eigentlich auch gerne alleine, aber mir wird auch schnell langweilig. Ich habe aktuell eher eine einfache Tätigkeit, aber mit sehr viel Kundenkontakt, die eigentlich okay ist, aber sie langweiligt mich etwas und da ich studiert habe, bin ich für diese Tätigkeit überqualifiziert, nur habe ich leider keinen anderen Job gefunden. Ich kann mir aber auch nicht vorstellen vollzeit zu arbeiten. Nur der Gedanke daran macht mir "Panikattacken". Aber auch wenn ich frei habe, wird mir schnell langweilig. Ich gehe ab und zu spazieren, wandern oder in die Stadt, aber das erfüllt mich auch nicht so und langweilt mich. Tiere mag ich eigentlich schon, aber wüsste nicht, was ich mit Ihnen arbeiten sollte. Egal welcher Job, mir wird schnell langweilig dabei. Studiert habe ich gerne, aber das kann man auch nicht das ganze Leben lang. Eigentlich arbeite ich schon gerne, aber diese Panikattacken oder Nervosität sind belastend und manchmal denke ich mir, dass ich Zeit bei der Arbeit verschwende. Aber zuhause wird mir auch langweilig und dort habe ich auch Panikattacken, eine innere Unruhe und Nervosität. Ich weiss nicht, wie ich mehr arbeiten soll.

Letztes Jahr habe ich alleine in verschiedenen Städten gewohnt (jetzt wieder bei meinen Eltern) und es ging mir eigentlich besser. Ich habe mir auch nicht so Gedanken zum Job gemacht nur die Zeit genossen. Das Problem ist, dass ich mir nicht vorstellen kann für eine längere Zeit einen Job auszuüben. Der Gedanke daran bereitet mir Panikattacken. Ganz ohne Arbeit wäre es aber auch langweilig. Ich bin eher eine etwas ungeduldigere Person. Ich nehme die Arbeit eigentlich gar nicht mehr so ernst, arbeite solange es geht, aber fühle mich auch nicht so wohl beim Arbeiten (fühle mich schon wohl im Team etc., aber es ist nich so das wahre). Nur glaube ich auch nicht daran, dass es die wahre Arbeit gibt. Geld ist mir eigentlich auch nicht so wichtig, brauche es aber, um zu leben. Es fällt mir auch schwer, einzuschlafen/aufzustehen wenn ich arbeiten gehe. Dinge, die mir früher Spass gemacht haben, machen mir auch nicht mehr so Spass und "langweilen" mich irgendwie. Eigentlich möchte ich auch eine Familie, weiss aber auch nicht, wie ich das unter einen Hut kriegen soll.

Was kann man dagegen tun?

Du wikst auf mich sehr zwiegespalten und unentschlossen. Warst du schon immer so? Auch als Kind?  Wie bist du aufgewachsen? Gab es ein Erlebnis, das dich aus der Bahn geworfen hat?

Deine Studienzeit und wenn du auf Reisen warst, haben dir Freude bereitet. Zeiten an denen du nicht Zuhause warst. Da ging es dir relativ gut. 
Vielleicht solltest du diese Erkenntnis aufgreifen und nach Möglichkeiten suchen. 
Darf ich fragen was du studiert hast?

Viele Grüße
Luna 

Gefällt mir

L
la_curly
17.04.22 um 13:43
In Antwort auf ashlyn_25969431

Du wikst auf mich sehr zwiegespalten und unentschlossen. Warst du schon immer so? Auch als Kind?  Wie bist du aufgewachsen? Gab es ein Erlebnis, das dich aus der Bahn geworfen hat?

Deine Studienzeit und wenn du auf Reisen warst, haben dir Freude bereitet. Zeiten an denen du nicht Zuhause warst. Da ging es dir relativ gut. 
Vielleicht solltest du diese Erkenntnis aufgreifen und nach Möglichkeiten suchen. 
Darf ich fragen was du studiert hast?

Viele Grüße
Luna 

Hallo

Danke für deine Antwort. Ich war eigentlich nicht immer so, hatte eigentlich eine ganz normale Kindheit. War eher etwas sensibel, aber immer sehr zielstrebig, Klassenbeste und so. Wurde mal mit ca. 19/20 von einem Typen tätlich angegriffen, aber habe das eigentlich ganz gut verarbeitet denke ich und habe auch keine Probleme mit Sozialen Interaktionen etc.

Hab eine gute Ausbildung gemacht und danach war ich eher etwas unentschlossener, da ich nicht wusste, was ich genau arbeite wollte etc. Ich hab danach studiert (weil ich bessere Möglichkeiten etc. wollte und auch sehr zielstrebig war). Habe Internationale Beziehungen studiert (Politik etc.) an einer britischen Elite-Uni, danach aber kaum gute Jobs gekriegt.

Ja, es ging mir in der Regel immer etwas besser wenn ich nicht in der Schweiz war, wo ich lebe, und wollte eigentlich auch auswandern, nur ohne Job ist das etwas schwieriger, und im Moment habe ich mich mit der Situation abgefunden.

Ich sehe meinen Psychiater immer noch und nehme Medikamente, aber ich glaube nicht, dass es viel hilft, es verleiht mir eine gewisse Struktur, aber sonst habe ich nicht das Gefühl, dass sie die Probleme beheben können. Habe auch das Gefühl, dass mir die Medikamente nicht so helfen. Eine Nebenwirkung von diesen ist, dass sie einen nervöser machen können. Und ich habe schon das Gefühl, dass sie mich nervöser machen.

Ich weiss generell nicht was ich machen soll, habe jetzt zwar 2 Jobs, einen festen davon, aber beide sind weit unter meinen Qualifikationen und waren eigentlich mal meine Studentenjobs. Zur Studienzeit hat es mir nicht viel ausgemacht, aber ich habe das Gefühl, dass sie jetzt viel zu viel von mir fordern, die Firmen, obwohl es sich nur um einfache Job handelt. Ich mache meine Arbeit eigentlich ganz gut, aber es belastet mich auch. Ich zähle eigentlich meistens nur die Zeit ab, bis ich wieder nachhause kann, zuhause ist mir dann aber auch langweilig. Arbeiten am Computer mache ich eigentlich auch nicht gerne und habe dann auch keine Lust viel mit Freunden zu kommunizieren. Ich vertreibe mir eigentlich die Zeit mit spazieren oder laufe etwas in der Wohnung rum etc. Das hilft mir auch, um auf andere Gedanken zu kommen.

Ich hatte früher viele Ziele, deshalb habe ich auch einen Master gemacht (und es lief auch ganz gut), doch jetzt ist das alles verflogen und ich mache eigentlich nicht viel produktives. Wobei ich wegen der gesundheitlichen Probleme auch nicht viel machen kann. Ich habe das Gefühl es geht vielen bei der Arbeit so (und sie meckern auch immer), aber die Leute beissen trotzdem durch. Ich weiss wirklich nicht, wie sie das machen. Die Arbeit erfüllt mich absolut nicht, und ich weiss nicht, ob es das Geld wert ist, so viel von seiner Zeit zu opfern. Aber eben, zuhause wäre es mir auch langweilig.

Ich bekomme vielleicht bald einen besseren Job, dieser ist aber sehr administrativ und ich weiss nicht, ob ich diesen annehmen soll. Die Leute gefielen mir und die Arbeit scheint eigentlich auch okay zu sein, aber ich denke nach einer gewissen Zeit würde es mir langweilig werden. Ich weiss wirklich nicht was ich machen soll.
Eigentlich kann ich wieder kündigen, aber das macht sich nicht so gut im Lebenslauf. Ich weiss wirklich nicht, wie es die Leute mehrere Jahre in einem Job aushalten? Ich habe das Gefühl die meisten Leute identifizieren sich über ihren Job (man ist ja auch die meiste Zeit dort), aber irgendwie finde ich das traurig... Da ich bereits in vielen Bereichen gearbeitet habe, weiss ich aber auch, dass es den meisten/vielen nicht Spass macht, aber trotzdem gehen sie dorthin tagein, tagaus. Ich weiss nicht, wie ich das anstellen soll? Zudem weiss ich nicht genau, was ich im Leben machen soll. Eigentlich möchte ich einen guten Job, aber auch nicht so viel Verantwortung und eigentlich möchte/kann ich auch nicht so viel arbeiten. Arbeite aktuell nur Teilzeit, was eigentlich gut ist, aber manchmal ist mir dies auch zu viel. Wie gesagt, bei der Arbeit zähle ich dann die Zeit ab, bis ich wieder gehen kann.

Das war nicht immer so, ich war mal einst sehr zielstrebig, aber vor zwei Jahren wurde mir gekündigt, und habe seit dem vielleicht auch die Arbeitsmoral verloren. Ich muss nun herausfinden, was ich im Leben machen möchte. Das Studium hat mir immer einen Halt und eine Struktur gegeben. Es war aber schon sehr arbeitsintensiv/stressig und ich musste auf Vieles verzichten.

Zudem möchte ich eigentlich eine Beziehung, weiss aber auch nicht, ob ich die Kraft habe, viel Arbeit darin zu investieren. Als Single ist man etwas freier, wollte aber schon immer eine Familie haben, bin mir jetzt aber nicht mehr sicher (obwohl ich eigentlich möchte). Weiss aber auch nicht, ob es meine Probleme/Gedanken usw. lösen kann.

Wie gesagt, auch Freizeitaktivitäten machen mir nicht so Spass. Manche Leute freuen sich bei der Arbeit wenigstens auf die Freizeit, das fällt bei mir aber auch weg, da ich nicht viele Interessen habe. Auch das Reisen zieht mich nicht mehr so an wie früher. Irgendwie hat sich eine Lethargie bei mir eingeschlichen und es ist schwierig da rauszukommen. Ich habe mir überlegt, nächstes Jahr nach Afrika zu gehen, aber weiss auch nicht, ob mich das so erfüllen wird. Danach "muss" ich ja wieder zurück in den Alltag. Ich habe das Gefühl, dass sich die Arbeitsbedingungen in den letzten 10 Jahren enorm verschlechtert haben und die Chefs etc. unrealistische Erwartungen haben. Vor allem finde ich es komisch, wie sich Chefs oder Manager so sehr für eine "fremde" Firma einsetzen und aufopfern, als obs das Einzige im Leben wäre.

War etwas lange, aber vielleicht weisst du ein paar Antworten darauf. Ich bin aber auf jeden Fall weiterhin bei meinem Psychiater, nur habe ich das Gefühl, es hilft nicht wirklich viel. Bin auf jeden Fall etwas unentschlossen und zwiegespalten. Fände ich nicht so schlimm, wenn ich nicht diese Panikattacken/Innere Unruhe/Nervosität hätte.

Viele Grüsse & Frohe Ostern

 

Gefällt mir