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Depressionen...? Wie soll ich es meinen Eltern sagen?

30. Januar 2018 um 1:29 Letzte Antwort: 30. Januar 2018 um 17:50

Hallo zusammen! 
Ich bin neu hier.. also.. ich denke oder vermute zumindest, dass ich depressionen habe. Ich bin mir nicht wirklich sicher ob es welche sind.. aber ich vermute schon.. Denn so wie es mir jetzt geht, geht es mir schon seit 4 Jahren etwa. Ich bin gerade 16 geworden. Und ich bin mir nicht mal sicher ob man das haben kann in diesem alter? 
Auf jeden Fall weiss ich eindeutig nicht mer weiter.. ich weiss einfach nicht was ich noch tun könnte.. und wie ich es meinen Eltern sagen soll.. ich habe eigentlich kein schlechtes Verhältnis zu meinen Eltern.. zu meiner Mutter ein besserers als zu meinem Vater. Ich schäme mich ihnen dass zu sagen und habe sehr grosse Angst nicht ernst genommen zu werden. Als meine Eltern nämlich in der 7. Klasse herausfanden dass ich mich ritze sagte mein Vater nur, dass es mir gar nicht so schlecht ginge..und ich nur Aufmerksamkeit will, es gibt Kinder die kein Essen und Trinken haben. Ich soll mich nicht so anstellen.. und ab diesem Tag an wurde das Verhältnis zu meinem Vater nur noch schlechter. Meiner Mutter erzähle ich einfach nichts da ich sie nicht belasten möchte, weil
sie sehr sensibel ist..( Sie möchte zwar immer dass ich mit ihr über meine Sorgen spreche aber ich kann das einfach nicht ).. Ich glaube nicht das mein Vater mich ernst nehem würde und davor habe ich echt grosse Angst. 
Nun mit dem Ritzen habe ich aufgehört bis ich in der 9. Klasse war. In diesen 2 Jahren also von der 7.-9. Klass wurde ich gemobbt und auch in der 6. Klasse schon. Es passierten so einige Dinge die mich wirklich krass mitgenommen haben. In der 9. Klasse wurde das alles viel schlimmer.. ich komme aus der Schweiz und da muss man nach der 9. Klasse arbeiten gehen. Ich war damals noch 14 als ich mich entscheiden musste.. und ich hatte keine Ahnung. Ich bin doch noch nicht bereit um so etwas zu wissen um so etwas zu entscheiden... auch jetzt mit 16 nicht.
Ich wollte nur weiter zur Schule gehen, bestand aber 3 Aufnahmeprüfungen nicht. Dies nur weil ich starke Prüfungsangst habe, denn in der Schule bin ich sehr gut. Meine Eltern wollten also dass ich mich bewerbe, ich fand auch verschiedene Stellen aber das war alles nicht das was ich wollte. Ich sah keinen Ausweg. Meine Eltern boten mir eine Privatschule an, dies lehnte ich aber ab weil ich nicht wollte dass sie so viel bezahlen müssen.

Nun bin ich in der Lehre ( so sagen wir dem ) und es wird von Tag zu Tag alles nur noch schlimmer.  Mir geht es nur noch schlechter. Ich verlor alle meine Freunde, meine beste Freundin hat mich verraten und ist mir in den Rücken gefallen. Ich habe einfach für nichts mehr Lust oder Kraft. Lieber sitze ich zu Hause und mache nichts, anstatt zu Menschen zu gehen die mich früher oder später sowiso verlassen werden.
Ich habe seit der 9. Klasse wieder Suizid Gedanken, hab mir auch schon damals versucht das Leben zu nehmen. Ich habe niemanden dem ich wirklich alles sagen kann, ich fühle mich so leer und alles kommt mir hoffnungslos vor. Ich weine mich so oft in den Schlaf, ersticke fast an meinen eigene Tränen und kann nicht mehr richtig schlafen. 
Ich habe seit einiger Zeit einen Freund. Und er ist glaub ich der einzige Grund warum
ich noch hier bin. Auch wenn das vielleicht übertrieben klingt.. es ist so. Ich glaube mich hat noch nie jemand so geliebt wie er es tut und es tut mir weh wenn ich daran denke dass er eigentlich keine Ahnung hat wie es seinem Engel geht.. er ist der einzige Mensch dem ich noch nahe stehe.Und ich liebe ihn auch.. das weiss ich. Mit dem ich überhaupt noch ein bisschen spreche. Aber auch das hilft nicht mehr. Ich bin für alle und jeden da und helfe allen nur damit sich auf keinen Fall jemand so fühlen muss wie ich, aber manchmal frage ich mich wirklich warum mich keine fragt ob ich überhaupt hier sein möchte, ich wurde einfach so in dieses Leben geworfen und muss das jetzt alles hinkriegen, dabei möchte ich das vielleicht nicht einmal?
Es ist mir alles zu viel und ich weiss dass ich hilfe brauche, denn sonst schaffe ich das nicht. 

ich habe einfach so fürchterliche Angst alle um mich herum noch mer zu enttäuschen als ich es eh schon genug mache. Ich würde mir gerne irgendwie helfen lassen.. ich schäme mich aber sor vor meinen Eltern..irgendwie ist mir das auch peinlich, denn mir ist noch nie etwas so schlimmes passiert und trotzdem möchte ich das hier alles nicht mehr?

Was würdet Ihr an meiner Stelle tun?

Vielen Dank für’s Durchlesen.
Ich hoffe es kann mir bald jemand Antworten. 

Liebe Grüsse Shanya

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Beste hilfreiche Antwort

30. Januar 2018 um 1:51

Das ist ja eben das Problem, wie schaffe ich das ohne meine Eltern wie bringe ich denen bei wie schlecht es mir geht..? ich habe solche Angst nicht ernst genommen zu werden.
Und ablenken versuche ich mich ja, nur klappt es nicht. 

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30. Januar 2018 um 1:51

Das ist ja eben das Problem, wie schaffe ich das ohne meine Eltern wie bringe ich denen bei wie schlecht es mir geht..? ich habe solche Angst nicht ernst genommen zu werden.
Und ablenken versuche ich mich ja, nur klappt es nicht. 

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30. Januar 2018 um 17:50

Hallo Shanya

Es braucht viel Stärke, um zuzugeben, dass man eine Problem hat. Und manchmal braucht es noch viel mehr, um sich jemandem anzuvertrauen. Aber keine Angst, generell nimmt es dir niemand übel, wenn es dir schlecht geht. Und enttäuscht ist schon mal gar niemand. Das Leben ist ja kein Wettbewerb darüber, wer die wenigsten Probleme hat, sondern wenn überhaupt darüber, wer seine Probleme am besten löst. Und die Lösung fängt damit an, mit jemandem darüber zu sprechen.
Besonders vor deinen Eltern solltest du dich nicht schämen, über deine (negativen) Gefühle zu reden. Die sind 1. verpflichtet auf dich zu schauen, bis du 18. bist und 2. meist auch mitschuldig bei solchen Problemen. Lass dich nicht mehr abwimmeln von ihnen. Sag ihnen einfach wie du dich fühlst.
In meiner Erfahrung als Hypnosetherapeut habe ich es oft erlebt, dass Menschen sich mit ihren Problemen alleine fühlen, weil sie denken, sie werden als Last empfunden wenn sie sich jemandem anvertrauen. Doch nachdem sie sich überwunden haben, sich ihrem Umfeld mitzuteilen, waren die meisten überrascht dass es fast niemand als Last empfunden hat. Und sollte jemand eine Problem damit haben, dass zu zur Zeit dich nicht allzu gut fühlst, dann weisst du auch, wen du aus deinem Leben entfernen kannst, ohne etwas zu verlieren.
Natürlich gibt es auch professionelle Hilfe, wie ich sie z.B. anbiete. Solche Therapeuten gibt es sicher auch in deiner Nähe. Da kannst du in einem geschützten Rahmen mit jemandem sprechen, der auch verschwiegen bleibt über das, was du mit ihr oder ihm besprochen hast.

Aus Erfahrung kann ich zu guter letzt sagen: Bleib dran, es wird besser.

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