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Depressionen und mitten in der Ausbildung

4. Dezember 2013 um 23:20 Letzte Antwort: 7. Dezember 2013 um 22:08

Guten Abend zusammen,

ich bin wirklich sehr verzweifelt.

Ich bin 24 Jahre mitten in der Ausbildung und habe starke Depressionen. Ich bin schon seit 14 tagen krank geschrieben und kann mir im moment nicht vorstellen nächste Woche wieder arbeiten gehen zu können. Meine Hausärztin sagte mir mit ein, zwei, drei Wochen wäre es schon nicht mehr getan. Ich bin schon in psychotherapeutischer Behandlung, habe aber erst die 2te Sitzung hinter mir. Ich heule nur noch fühl mich wie leer. Habe an nichts mehr freude.. Ich bin einfach durch.. muss ich ja nicht weiter erklären sicherlich

Ich habe mega Angst jetzt noch dazu was die Zukunft bringt weil ich mich eigentlich nicht merh in der Lage fühle momentan zu arbeiten. Ich hätte noch ein Jahr.. Ich habe mir die ersten beiden jahre verdammt den A.. aufgerissen für alles habe gute Noten nur jetzt zwingt mein Körper mich in die Knie...

Ich weiß das hier niemand mir diese entscheidung abnemen kann, aber vielleicht könnt ihr mir irgendwas Raten.

Ich bin halt kein einfacher Mensch, zumindest sugeriert mir man das ständig.. Ich habe Angst keinen Job mehr zu bekommen.. 2 Jahre fürn Popo?!

Ich fühle mich richtig schlecht...

Danke erstmal fürs lesen und für vielleicht Ideen Ratschläge Erfahrungen?!

Ganz liebe Grüße

Magy

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6. Dezember 2013 um 17:43

Versuch um jeden preis es durchzuziehen!
ich habe ähnliche erfahrungen gemacht, allerdings war es bei mir in dem jahr, in dem ich abi gemacht habe.
bei mir war es dasselbe, was du alles schilderst, nur noch geweint, nicht mehr aufgestanden etc.
aber ebenso, war ich eigentlich absolut nicht bereit, eine ehrenrunde zu drehen, nur weil meine gedanken nicht so wollten wie ich. ich begab mich auch in behandlung, allerdings stationäre.. es ist auf jeden fall gut, dass du dir schonmal hilfe gesucht hast, dazu gehört sehr viel! ich kann dir nur raten, dass du dich einfach zwingen musst, du MUSST morgens aufstehen und dich zwingen zur arbeit zu gehen, du wirst sehen, es ist jeden tag ein kleiner erfolg und diese kleinen erfolge brauchst du! geh unbedingt weiter zu deinem therapeut. wie gesagt, es wäre so schade, wenn du die 2 jahre wegschmeißen könntest, aber da gehört eben sehr viel zu, aus so einem loch wieder rauszukommen..
ich wünsch dir viel glück und drück dir beide daumen für deine ausbildung!

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7. Dezember 2013 um 22:08

Lass dich nicht unterkriegen!
Liebe Magy,

ich weiß, dass das ein ziemlich schwieriges Thema für dich ist und du dich damit vermutlich schon eine Weile rumschlägst.

Es ist schonmal super, dass du dir professionelle Hilfe geholt hast, das hätte ich dir nämlich als allererstes geraten!

So indirekt stimme ich morph zu. Auch bei mir war es ähnlich wegen meiner Abiturzeit und ich habe mich irgendwie da durchgezwungen.

Und sicherlich wäre es auch für dich gut und wichtig, dass du dieses dritte Lehrjahr schaffst und eben nicht für umsonst so lange so hart gearbeitet hast.

Doch auch kurzschrittiger gesehen ist es in dem Sinne wichtig, dass du es schaffst, dich selbst nicht fallen zu lassen. Auch wenn man in dem Moment einfach nicht aufstehen will und nichts tun will, wenn man totmüde ist und einfach nur schlafen will- es nützt nichts, wenn man dem nachgibt, denn die Probleme werden sich so nur anhäufen!!

ich sage damit nicht, dass du mit demselben Tempo durchstarten musst wie du es die letzten zwei Jahre getan hast. Ich sage auch nicht, dass es inakzeptabel wäre, vielleicht eine Alternative zu finden (ich weiß nicht ob es möglich ist, das dritte Lehrjahr quasi zu wiederholen?)

Was ich nur meine ist; lass dich selbst nicht hängen. Bau dir Erfolgserlebnisse auf. Finde heraus, was dir gut tut und was nicht. Was entspannt dich, was gibt dir Energie?

Du musst einen Weg finden, um einerseits die Kraft aufzubringen den Alltag so zu meistern, dass du zumindest die minimal wichtigsten Sachen erledigen kannst. Gleichzeitig ist es auch ganz wichtig, auf dich zu hören und einen Weg zu finden, das alles auszugleichen.

Ich hoffe dass deine Therapeutin dir eine gute Hilfe sein wird und dir ein paar Hilfestellungen geben kann, das in Zukunft besser in den Griff zu kriegen. Auch kann sie dir vermutlich konkretere Tipps geben, die eben auch auf dein aktuelles Leben und das Drumherum zutreffen.

Falls es möglich ist, in deiner Ausbildung kurzzeitig zu pausieren, würde ich das mit deiner therapeutin absprechen und sie fragen, was sie dir rät. Ich fühle mich nicht wohl darin, als aussenstehende ohne Ahnung zu haben worum es bei dir geht, zu etwas zu raten.

Denn alles hat seine Vor- und Nachteile! Wenn du es irgendwie schaffst, dieses dritte Jahr jetzt noch irgendwie durchzuziehen, wirst du natürlich froh sein wenn du es geschafft hast, denn es ist nunmal nicht die optimale und gewünschte Lösung, wenn sich sowas hinzieht.

Trotzdem sind du, deine Gesundheit und deine persönliche Entwicklung sehr wichtig und dass das für einen Job auf der Strecke bleibt, ist natürlich auch nicht das Gelbe vom Ei.

Ich drücke dir die Daumen, dass du das irgendwie geregelt kriegst!

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