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Depressionen und Kiffen....ohne isset aber doof!!

13. November 2009 um 18:26

Hallo an euch,

ich konsumiere täglich cannabis, dies schon über mehrere Jahre.....als ich 17 war merkte ich auf einmal das iwas nich stimmte. Nur traurig, in mich hineingekehrt rumgerannt....ständiges gegrübel...bis hin zu dem punkt an dem garnix mehr geht. Will dann nur noch ins bett...schlafen....nix mehr mitkriegn. Zudem muss ich sagen das vorher viele schlimme Dinge passiert sind. In der Kindheit, speziell mit den eltern und Stiefvater.....danach kamen die harten Drogen dazu. in dieser zeit war ich mit einem Junky zusammen, ( ....als ich mich in ihn verliebte wusste ich das noch nicht) . Iwann musste ich mich schweren herzens von ihm trennen, weil er einfach nicht los kam von dem teufelszeug. Bis heute hab ich noch probleme damit, und dies is schon 7 jahre her. Seit dem leide ich unter starken Depressionen. Mal mehr mal weniger. Mal ne lange Zeit mal nur ein tag.......ich hab 2 jahre therapie hinter mir......war ne supa sache! Hat sehr geholfen! Trotz alledem trägt man diese Krankheit imma mit sich. keiner versteht einen wirklich, man hat imma probleme auf offene Ohren von nichtbetroffenen zu stoßen. Mit der zeit hab ich mich total abgewannt. Familie hat mich nicht mehr interessiert, aba das hat nicht nur mit mir zu tun gehabt! Freunde werden zur familie.....
heute gehts mir schon bessa.....das einzige problem das kiffen.....ich liebe es!! Es hilft mir über so viele nervige sachen hinweg wie zb Innere Ruhe (grade beim grübeln) und seelische ausgleich, kein stress und ich mache mir keine sinnlosen gedanken. Sicherlich is mir bewusst das der Konsum wahrscheinlich die Depris verstärkt. mhhhhhhhhh? Aba ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, nie wieder cannabis zu konsumieren, es gehört einfach zu meinem leben dazu.
Vorallem hab ich viele Phasen wo es mir supa geht trotz Dauerkonsum. Das Leben is schon so schwer genug, nur falsche leute, egos, totale verdummung! wo soll das denn noch alles hinführen?

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30. Dezember 2009 um 18:34


Ich weiß, dass es letztendlich an dir liegt, aber ich bitte dich trotzdem sehr darum, mit den Drogen aufzuhören!
Das alles ist falsches Glück, und ich denke, dass Du das auch tief in deinem inneren weißt. Oder willst du, wenn du später einmal auf dein Leben zurück blickst, die Momente als deine glücklichsten anerkennen, in denen du bekifft warst? Soll es das wirklich gewesen sein?

Doch vielmehr ist es auch richtig gefährlich.
Dieses Jahr hat sich ein Bekannter von mir umgebracht. Er kiffte bereits mehrere Jahre und nicht nur ihm fiel auf, dass ihm die Drogen einfach nicht gut taten. Erst war es nichts Ernstes, er hatte teilweise einfach schlechte Laune, einige depressive Verstimmungen.
Vor knapp einem Jahr änderte es sich dann drastisch. Er war nur noch in seinem Zimmer, vermied zu all seinen ehemaligen Freunden den Kontakt, schien an nichts mehr Freude zu haben, hatte Probleme damit mit Fremden zu sprechen.
Seine Eltern waren unglaublich verzweifelt, alle machten sich Sorgen um ihn, und er kam daraufhin in eine psychatrische Einrichtung. Später wurde eine Psychose festgestellt und ihm Medikamente verabreicht.
Kurze Zeit besserte sich sein Zustand, er kam wieder nach Hause, er begann, sich langsam wieder an das Leben heranzutasten. Und gerade, als viele dachten, dass es bergauf geht, sprang er von einer Brücke. Er war sofort tot.
Er war niemand, der das geplant hatte, früher war er sogar ein fröhlicher und lebenslustiger Mensch. Aber durch die Psychose litt er unter Angstzuständen und Realtitätsverlust, er wusste nicht mehr, wer ihm Gutes und wer ihm Böses tat und sah hinter jedem Menschen einen Feind. Er konnte am Ende nicht einmal mehr seinen Eltern vertrauen. Er lebte in einer Welt, die bloß aus Angst bestand und aus der der einzige Ausweg der Tod war.

Wieso ich dir das erzähle?
Ich will dich hier nicht belehren, dir von den vielen Gefahren erzählen - die dir wahrscheinlich sowieso schon bewusst sind. Ich will dir bloß sagen, dass es verdammt weh tut, so etwas mitzuerleben! Zu sehen, wie die ganze Familie und die Freunde leiden, weil ein junger Mensch von gerade mal 20 Jahren ums Leben kam. Zu sehen, wie ein Leben zerbricht, bevor es überhaupt angefangen hat und nichts dagegen tun zu können...
Auch ihm wurde gesagt, dass er mit dem Kiffen aufhören soll, dass es ihm nicht gut tut. Er hat es aber immer bestritten und es verharmlost.
Ich glaube, wenn er jetzt auf sein Leben zurückblicken könnte, würde er alles anders machen. Aber dazu hat er keine Möglichkeiten mehr.

Du jedoch schon.
Klar, du kannst jetzt denken, dass es keinesfalls in Selbstmord enden muss. Das stimmt.
Aber reicht nicht allein die Tatsache, dass es Depressionen in dir auslöst?

Sein Leben zu ändern erfordet besonders eines: Mut. Es gibt eben den richtigen und den leichten Weg.
Der leichte Weg, ist einfach so weiterzumachen - die Depressionen und die möglichen Folgen akzeptieren, auch, dass andere Menschen in Mitleidenschaft gezogen werden.
Oder den Mut zu haben, etwas zu ändern. Auch wenn es verdammt schwer ist. Auch wenn du oft einfach nur noch einen Hass auf die ganze Welt verspürst.

Du musst wissen, welcher Weg für DICH richtig ist.
Aber dadurch, dass du hier geschrieben hast, denke ich, dass du mit der derzeitigen Situation nicht völlig zufrieden sein kannst, oder?

Ich hoffe wirklich, dass ich dich damit zum Nachdenken bringen konnte.
Ich habe jetzt schon einmal miterlebt, wie jemand sein Leben - aus absolut dummen Gründen - verloren hat.
Ich will nicht noch einmal zusehen, ohne wenigstens zu versuchen, etwas dagegen zu unternehmen.

Das Leben ist eben das, was man daraus macht.

Ich wünsche dir alles Gute!

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