Home / Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Depressionen und Beziehung

Depressionen und Beziehung

30. Dezember 2015 um 17:24 Letzte Antwort: 31. Dezember 2015 um 16:53

Hallo ihr Lieben,

ich habe Depressionen. Ich habe mich sehr lange gewehrt mir das so einzugestehen. Lange war es nur ein Verdacht nun akzeptiere ich es endlich, arbeite an mir und lerne mit der Krankheit umzugehen. Im Sommer hab ich einen tollen Menschen kennen gelernt. Wir haben uns verliebt, sind zusammen gekommen- ich konnte mir nicht erklären warum ich trotzdem oft so unglücklich und unzufrieden bin, hab versucht die Depression zu unterdrücken, mich völlig verändert und die Beziehung ist daran zerbrochen. Das war bei mir der Punkt, an dem ich eingesehen habe, dass ich echt ein Problem habe. Denn ich liebe diesen Typ wirklich und immer noch und über alles.

Wenn es trotzdem nicht klappt, obwohl wir verliebt sind, dann hab ich ein größeres Problem als ich dachte.

Wir haben uns aber nie entfremdet oder den Kontakt abgebrochen, irgendwie sind wir immer noch wie ein Paar, er hilft mir auch tatal besser mit der Krankheit umzugehen. Er würde auch vieles für mich stehen und liegen lassen, was bei ihm gleichbedeutend ist mit der aussage von anderen "ich würde für dich töten!"

Trotzdem wünsche ich mir natürlich irgendwie, dass wir wieder zusammen kommen. Irgendwann mal, gerade würde mir das glaub ich vor allem Angst machen und mich verunsichern, weil meine Probleme es schonmal zerstört haben und ein zweites beziehungsschreitern unsere Freundschaft nicht aushalten würde. Außerdem hab ich natürlich auch angst, dass er es garnicht will- wieder zusammen kommen...

Aber auch ohne Beziehung bin ich mit ihm glücklich, deswegen ist das momentan alles gut so. Aber momentan bin ich auch berauscht von den fortschritten die ich mache. Ich hab angst was passiert wenn wieder ein tief kommt und ich hab angst, dass ihn das alles irgendwie eigentlich überfordert oder schnell überfordern könnte wenns schwieriger wird. Ich will nicht zuviel von ihm fordern und ich kann mir nicht vorstellen wie das alles für ihn ist und kann ihm keine Tipps oder irgendwas geben, wie man mit mir oder meiner Depression umgehen soll. Ich kann sagen "Das ist okay oder das nicht!" aber das kann sich auch gerne mal spontan ändern wenn ich nen schlechten tag habe oder durch irgendwas getriggert werde...

Ich hab angst dass meine Depression unsere "bziehung" auf dauer entgültig zerstören...

Habt ihr da Erfahrungen, ähnliche Gedanken in euren Beziehungen, könnt ihr bei gescheiterten sagen woran konkret sie schief gingen oder seit ihr mit jemandem Zusammen der Depressionen hat und könnt von der Seite aus erzählen oder tipps geben?

Vielen Dank im Vorraus,
Kath.

Mehr lesen

31. Dezember 2015 um 16:53

Wie ich schon schrieb.
Ich möchte derzeit auch nicht wieder mit ihm zusammenkommen. Meine Depression sind durch lange Verdrängung einer Vergewaltigung gekommen, oder besser gesagt: ich habe verdrängt, dass ich beim verarbeiten Hilfe brauche. Wie die Bezeichnung nach ICD 10 ist weiß ich nicht. Meine Therapeutin sagt mir auch die genaue Bezeichnung meiner Synthome nicht, weil ich dann alles darüber lesen und mir die Therapieschritte vorweg nehmen könnte und vermutlich auch würde.

Zum Thread, klar ist das der erste Schritt und klar ist es nicht gut eine Beziehung als Therapie zu beginnen. Trotzdem hat man zwischenmenschliche Beziehungen, auch während einer Depression und ich glaube auch nicht, dass diese perse schlecht sind.

Eben weil es eine Krankheit ist, kann ja auch ein Partner damit lernen umzugehen und man muss für eine Beziehung nicht perfekt gesund sein (meiner Meinung nach) sonst müsste man sich ja auch bei jeder Grippe vom Partner trennen...

Gefällt mir