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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Depressionen und Beziehung

Letzte Nachricht: 11. Januar 2012 um 15:48
J
jouni_12863745
02.01.12 um 15:11

hallo,
ich leide unter depressionen, bin seit längerer zeit in psychatrischer behandlung. mein mann ist ein ruhiger typ und hat aber damit probleme, er weiß sich nicht so recht zu verhalten. ich aber habe angst, dass unsere beziehung durch meinen rückzug und abwendung in eine krise gerät,da ich auch sehr launisch und lustlos bin (nicht stetig).
ich versuche ja "normal" zu sein, aber bei depris ist das oft nicht so einfach . Kann mir jemand helfen

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A
an0N_1216577999z
03.01.12 um 13:48

Hallo
hatte das gleiche Problem in umgekehrter Konstellation... mein Ex hatte Depressionen und ich habs erst zu spät erkannt.
Dass du in Therapie bist ist schon mal gut. Weiss dein Freund über die Krankheit Bescheid? Falls nicht ist es sicher gut wenn er sich informiert und du ihm probierst zu sagen wies dir geht.. was dir in depr. Phasen gut tut und vor allem dass der Rückzug und die Abweisung nicht an ihm sondern an der Krankheit liegen. Ansonsten kommt das bei den Partnern so an wie "Er/sie liebt mich nicht mehr".
Falls du magst kannste mir ja ne PN schreiben... wie gesagt kenne die Geschichte von der anderen Seite.
Also alles Gute dir und lg

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J
jouni_12863745
04.01.12 um 15:24

Depressionen und Beziehung
Danke goldensun5 für deine Nachricht. Mein Mann weiß über meinen Gesundheitszustand ja Bescheid, nur wie gesagt, ist er damit völlig überfordert. ich habe ihm gestern gesagt, er könne gern mit zur Therapie kommen und sich dort über meinen "Zustand" persönlich informieren. Ich sagte ihm auch, dass dies alles nichts mit ihm zu tun hat, dass ich ihn trotzdem liebe und so. Ich hoffe, er versteht das alles. Es tut ziemlich weh zu sehen, dass eigentlich auch er leidet, nur anders. Wir hatten eine super Beziehung, wir verstanden uns blind, bis die Depris so richtig zum Ausbruch kamen. Vielleicht hilft es ihm ja doch, mit meiner Ärztin zu sprechen.
LG bella0888... und danke

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A
an0N_1209516699z
06.01.12 um 23:26
In Antwort auf jouni_12863745

Depressionen und Beziehung
Danke goldensun5 für deine Nachricht. Mein Mann weiß über meinen Gesundheitszustand ja Bescheid, nur wie gesagt, ist er damit völlig überfordert. ich habe ihm gestern gesagt, er könne gern mit zur Therapie kommen und sich dort über meinen "Zustand" persönlich informieren. Ich sagte ihm auch, dass dies alles nichts mit ihm zu tun hat, dass ich ihn trotzdem liebe und so. Ich hoffe, er versteht das alles. Es tut ziemlich weh zu sehen, dass eigentlich auch er leidet, nur anders. Wir hatten eine super Beziehung, wir verstanden uns blind, bis die Depris so richtig zum Ausbruch kamen. Vielleicht hilft es ihm ja doch, mit meiner Ärztin zu sprechen.
LG bella0888... und danke

Hay Bella,

ich kenne das genau wovon du sprichst..
Vor 2 1/2 Jahren habe ich auch eine Depression bekommen. Damals war ich mit meinem Freund gerade erst ca. 6 Monate zusammen. Alles lief bis zu diesem Zeitpunkt wirklich super. Wir waren frisch verliebt und hatten eigentlich eine perfekte Beziehung. Mit meiner Depression hat sich sehr vieles verändert. In den ersten 1-2 Monaten habe ich erst nicht erkannt, dass ich eine Depression habe. Ich habe viel geweint, war nur launisch, bin wegen kleinsten Kleinigkeiten ausgeflippt, hatte totale Ängste die ich auf meinen Freund bezogen habe ja und das schlimmste war, dass ich Phasenweise das Gefühl für die Liebe total verloren habe. Dieser Zustand hat sich bestimmt ein Jahr lang hingezogen. Nach diesen 1-2 Monaten wurde meine Depression diagnostiziert und medikamentös behandelt. Die sympthome haben sich gebessert, sind jedoch nicht verschwunden. eine Therapie hat mir geholfen.. jedoch nicht so wie ich mir versprochen habe. Mein Freund hat anfänglich sher große Probleme gehabt. Unsere Beziehung hat sehr gelitten. Ständig hatten wir streit. Und mittlerweile kann ich das sehr gut verstehen. Ständige Stimmungsschwankungen meinerseits, die er sich nicht erklären konnte- die er jedoch immer auf sich bezog. Er musste mich so oft weinen sehen und auch das hat ihn emotional sehr belastet. Es ist wichtig, dass du deinen Partner nicht unter Druck setzt. Für ihn ist es sicher schwer zu verstehen, weshalb aus dir auf einmal ein so sensibler Mensch wird. Lass ihm Zeit und konfrontier ihn nicht zu oft mit deinen " negativen Gefühlen". Wenn er dich liebt, dann steht er auch zu dir. Aber versuch auch ihn zu verstehen. Es ist schwer plötzliche Veränderungen an einem geliebten Mensch zu akzeptieren. Man will helfen, sieht den Partner aber oftmals nur leiden. Mein Tipp an dich- geh raus, unternimm etwas- auch wenn du echt keine Lust dazu hast. Ich musste das erstmal wieder lernen, den eigenen Schweinehund bekämpfen. Wenn du ersstmal unterwegs bist wird dir das gut tun. Du musst ja nicht gleich eine große Tour machen- es reicht, wenn du dich mit Dingen beschäftigdt die dir Freude bereiten. Mach Aktionen mit deinem Partner, die du vor deiner Depression auch gemacht hast. Akzeptier deine Depression, lass sie aber nicht auf dir sitzen. Das beschissene Gefühl geht irgendwann vorbei.. auch wenn mans manchmal nicht glauben kann. Mir gehts mittlerweile wieder richtig gut, ich nehme keine Antidepressiva mehr, habe nur noch ab und an mal "einen schlechten Tag". Mein Freund hat irgendwann gelernt meine Depression zu akzeptieren- wir haben uns irgendwie gegenseitig arrangiert und er hat mich sehr sehr unterstütztz.Lg

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C
cupid_12110198
11.01.12 um 13:32

Depression-borderline
hallo liebe gemeinde.
ich bin recht neu hier und werd mal meine geschichte aufschreiben weil ich einfach nicht mehr weiter weiß.ich bin mit meiner freundin nun seit zwei monaten zusammen-aber davor gab es schon mal eine geschichte.sie war meine erste freundin und eigentlich bin ich die darauf folgenden jahre nie über sie hinweg gekommen. wir hatten uns fünf jahre aus den augen verloren,in der zeit hatte sie eine menge mist durch gemacht-von drogen über kerle die nur das eine wollten,also eine zeit mit scheiß erinnerungen. nun haben wir seit märz letzten jahres wieder kontakt und ich muss sagen bei mir hats gleich wieder gefunkt.wir haben stundenlang miteinander geredet und haben auch eine menge gemeinsamkeiten die ich bei keinem mädel bisher wieder gefunden hab. nun stand ein umzug von ihr an-sie zog wieder zu mir ins dorf,wir haben den umzug gemeinsam gemeistert und sind auch paar tag später zusammen gekommen. die ersten zwei wochen waren wirklich schön,doch kurz vor weihnachten fing es dann an,sie kann nicht mit mir in einem bett schlafen-ich darf sie nicht anfassen-geküsst haben wir auch schon lange nicht mehr.sie ist zur zeit in einer tagesklinik,wegen depression und borderline. das letzte mal hatte sie sich übel geritzt,und sie trinkt in letzter zeit auch wieder sehr viel. es ist nur so das ich im rettungsdienst beschäftigt bin und ich jeden tag sehe wie sowas ausgehen kann,von alkoholismus bis zum suizid-ist alles dabei. es ist für mich in letzter zeit sehr schwierig optimistisch zu denken,das es mal wieder besser werden könnte. ich liebe sie wirklich,aber ich komme mit dieser selbstzerstörerischen art einfach nicht mehr klar,vorallem wenn man die spätfolgen bei den leuten sieht und man sich vorstellt das es meiner freundin auch mal so gehen kann. nur mittlerweile ist es so das sie mich wegstößt,mich kaum noch sehen will,es nur noch lieblose sms gibt,angerufen und mal nach mir gefragt hat sie auch schon lange nicht mehr-außer wenn sie nicht mehr weiter wusste (mit sich). mir kommt es halt nur so vor als würde ich die ganze zeit nur geben und bekomme einfach nichts zurück. die psychische belastung auf arbeit reicht manchmal schon zu,aber wenn man heim kommt hat das selbe wieder-weiß ich manchmal einfach nicht wie lange ich noch die kraft hab das durch zu stehen. ich bin eben auch ein typ mensch,der die nähe braucht.

ich denk erstmal das reicht,wenn ihr auch solche erfahrungen durchmacht werde ich dankbar dafür wenn ihr mir mal schreiben würdet.

vielen dank!!

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A
an0N_1216577999z
11.01.12 um 15:48
In Antwort auf cupid_12110198

Depression-borderline
hallo liebe gemeinde.
ich bin recht neu hier und werd mal meine geschichte aufschreiben weil ich einfach nicht mehr weiter weiß.ich bin mit meiner freundin nun seit zwei monaten zusammen-aber davor gab es schon mal eine geschichte.sie war meine erste freundin und eigentlich bin ich die darauf folgenden jahre nie über sie hinweg gekommen. wir hatten uns fünf jahre aus den augen verloren,in der zeit hatte sie eine menge mist durch gemacht-von drogen über kerle die nur das eine wollten,also eine zeit mit scheiß erinnerungen. nun haben wir seit märz letzten jahres wieder kontakt und ich muss sagen bei mir hats gleich wieder gefunkt.wir haben stundenlang miteinander geredet und haben auch eine menge gemeinsamkeiten die ich bei keinem mädel bisher wieder gefunden hab. nun stand ein umzug von ihr an-sie zog wieder zu mir ins dorf,wir haben den umzug gemeinsam gemeistert und sind auch paar tag später zusammen gekommen. die ersten zwei wochen waren wirklich schön,doch kurz vor weihnachten fing es dann an,sie kann nicht mit mir in einem bett schlafen-ich darf sie nicht anfassen-geküsst haben wir auch schon lange nicht mehr.sie ist zur zeit in einer tagesklinik,wegen depression und borderline. das letzte mal hatte sie sich übel geritzt,und sie trinkt in letzter zeit auch wieder sehr viel. es ist nur so das ich im rettungsdienst beschäftigt bin und ich jeden tag sehe wie sowas ausgehen kann,von alkoholismus bis zum suizid-ist alles dabei. es ist für mich in letzter zeit sehr schwierig optimistisch zu denken,das es mal wieder besser werden könnte. ich liebe sie wirklich,aber ich komme mit dieser selbstzerstörerischen art einfach nicht mehr klar,vorallem wenn man die spätfolgen bei den leuten sieht und man sich vorstellt das es meiner freundin auch mal so gehen kann. nur mittlerweile ist es so das sie mich wegstößt,mich kaum noch sehen will,es nur noch lieblose sms gibt,angerufen und mal nach mir gefragt hat sie auch schon lange nicht mehr-außer wenn sie nicht mehr weiter wusste (mit sich). mir kommt es halt nur so vor als würde ich die ganze zeit nur geben und bekomme einfach nichts zurück. die psychische belastung auf arbeit reicht manchmal schon zu,aber wenn man heim kommt hat das selbe wieder-weiß ich manchmal einfach nicht wie lange ich noch die kraft hab das durch zu stehen. ich bin eben auch ein typ mensch,der die nähe braucht.

ich denk erstmal das reicht,wenn ihr auch solche erfahrungen durchmacht werde ich dankbar dafür wenn ihr mir mal schreiben würdet.

vielen dank!!

Hi emu
oje klingt echt hart was du da schreibst. Wär vielleicht besser wenn du für deine Geschichte einen eigenen Thread aufmachst dann lesen es sicher mehr und du bekommst mehr Rückmeldungen.
Wobei eine emotional instabile PS vom Typ Borderline schon heftig ist... bin zwar nicht vom Fach hab mich aber etwas eingelesen... also die Depressionen sind schon schlimm (habs bei meinem Partner erlebt) aber das ist nochmal ne Nummer heftiger.
Von daher Kompliment dass du deiner Freundin zur Seite stehst und pass auf dich auf (dass es dir gutgeht).
Wünsch dir viel Kraft!

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