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Depressionen und Angst wegen Mobbing! ):

23. August 2009 um 12:44

Hey,
ich brauche dringend Hilfe Ich fange am besten gleich ganz vorne an. Seit der Grundschule werde ich von anderen Leuten gemobbt. Sie haben mir Bälle absichtlich an den Kopf geworfen, mich ausgelacht, beleidigt und ausgegrenzt. Ich war schon immer etwas schüchtern, aber in dieser Zeit wurde es immer schlimmer und ich habe mich nicht mehr getraut, etwas im Unterricht zu sagen. Wenn ich zu spät dran war, habe ich mich nicht getraut, an die Tür zu klopfen und mich zu entschuldigen, dann habe ich den ganzen Tag geschwänzt, nur weil ich Angst hatte, dass wieder so eine Bemerkung kommt.
Als ich auf die weiterführende Schule gekommen bin, dachte ich, alles wird besser. Aber durch meine schlechten Erfahrungen mit Mobbing an Schulen habe ich mich so zurückgezogen, dass ich mich nicht mehr getraut habe, andere Menschen von alleine anzusprechen. Auch da wurde ich nicht lange verschont und nach einer kurzen Zeit begann es da auch schon mit dem Mobbing. Nicht nur Leute aus meiner Klasse, sondern auch schon Leute aus Parallelklassen fingen damit an. Ich wurde in der Schule mit Absicht immer schlechter, wollte sitzen bleiben und in einer neuen Klasse neu anfangen. Doch jetzt bin ich schon seit zwei Jahren in dieser anderen Klasse und viel besser ist es auch nicht. Jeden Tag bekomme ich zu spüren, dass sie mich nicht mögen. Übers Internet bekomme ich Nachrichten, wie hässlich und fett ich doch wäre (meine Parallelklassen haben sich da freundlicherweise auch wieder mit beteiligt) und die Mädchen aus meiner Klasse tun so, als wären sie mit mir befreundet, aber sobald ich ihnen den Rücken zudrehe, lästern sie über mich und alles. Unter ihnen auch meine Ex-beste Freundin. Sie meinte zu mir, es wäre unerträglich, mich zu verlieren. Sie meinte, ich wäre ihre beste Freundin. Aber das nur in den Ferien. Sobald die Schule wieder angefangen hat, war sie kalt, abwesend und unfreundlich zu mir, und das nicht nur in der Schule, sondern auch über icq oder so. Sie war meine einzige richtige Freundin in der Klasse und ich dachte, sie würde immer zu mir stehen. Ich hab sie darauf angesprochen, aber sie meinte, es wäre alles okay. Und jetzt habe ich wieder erfahren, dass sie über mich redet, wenn ich nicht dabei bin. Schlecht über mich redet. Es macht mich einfach fertig! Ich habe schon eine Zeit lang das Gefühl, dass alles sinnlos ist. Jeden Tag wache ich morgens auf und denke: Sinnlos. Am besten bleibst du jetzt im Bett liegen und wartest auf Morgen. Ich will nichts mehr machen, will nichts mehr essen. Ich habe allein im letzten Monat viel abgenommen, ohne es beabsichtigt zu haben. Mir ist alles egal geworden. Jedes Mal, wenn ich eine Schule, betrete, kriege ich Angstzustände. Ich weiß nicht, was ich noch machen kann! Ich habe schon so viel versucht. Ein Schulwechsel würde sicher nicht viel bringen, denn die Angst bleibt! Ich kriege es ja auch schon nur mit der Angst zu tun, wenn wir an der Schule vorbeifahren oder ich daran denke. Ich will einfach nicht mehr in die Schule, ich kann nicht mehr. Jeden Abend kann ich nicht einschlafen, weil ich an den nächsten Tag denke und nicht selten heule ich 10 Jahre habe ich mich allem ausgesetzt, in der Hoffnung, dass alles besser wird, aber das wurde es nie. Ich habe überlegt, mit meinem Problem zum Arzt zu gehen, wegen meiner Angst und meinen Depressionen, da ich gehört habe, dass der einen auch für eine Zeit krankschreiben kann deswegen. Aber wie lange kann man in meinem Fall krankgeschrieben werden? Oder kann man wegen dieser psychischen Probleme privat unterrichtet werden, ohne es selbst bezahlen zu müssen ? Es muss doch eine Möglichkeit geben!

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7. Oktober 2009 um 10:24

Du kannst deine situation verbessern
hallo xwaitingx,

ich kann verstehen, wie du dich fühlst. Das was du erzählst, habe ich in der Schulzeit selber jahrelang durchgemacht. Ich habe erst sehr viel später verstanden, daß meine schlechten Noten dann nicht nur wegen Konzentrationsschwäche und Angst zustandekamen, sondern dies eine Art stummer Protest ist.Aber es hieß dann nur: naja die ist halt so.Dabei bin ich nicht auf den Kopf gefallen, nicht dumm oder ähnliches. Erst später, im Studium habe ich manche Probleme überwunden. Leider muss ich sagen, daß mich dieses Problem jetzt auf verschärfte Art und Weise im Berufsleben einholt. Ich habe einen Riss in der Speiseröhre, Magensäure kommt ständig hoch, Rückenschmerzen, Migräne, Zittern, Konzentrationsschwäche (beim Bäcker 5 Brötchen kaufen: Leute nach mir müssen mich antippen, damit ich aus dem Gedankenkarussell bzw. inzwischen schon Benommenheit herauskomme und meine Bestellung aufgebe!!), rasender Puls jeden Morgen wenn man zur Arbeit geht, Alpträume, aufwachen und nicht mehr schlafen können, wie ein Tiger rastlos in der Wohnung herumlaufen. Und wenn du dich dann doch mal traust Andeutungen gegenüber dem Chef zu machen (Fürsorgspflicht!!!) dann bekommt man folgendes zu hören: Sie machen sich selber immer nur fertig.Man traut sich nicht Hilfe zu holen, geschweige denn daß man das Gefühl hat keine Hilfe verdient zu haben, weil einem die falschen Leute sagen, daß man sich in Probleme hineinsteigert.Und wenn du dann noch anfällig für Schuldgefühle bist: na dann herzlichen Glückwunsch... Teufelskreis...
Hier meine Tipps:
Selbst wenn du noch keine Hilfe gefunden haben solltest, so kannst du doch in den meisten unangenehmen Situationen selber dafür sorgen, daß es dir nicht allzu schlecht geht. Schaffe dir Rituale, so z.B.. wenn dich jemand quält oder andere Leute tuscheln oder ähnliches: leg dir für solche Situationen bestimmte positive Gedanken fest die du dann innerlich aufsagst und stell es dir bildlich vor. Oder überleg dir: was ist jetzt wichtiger: in die Bibliothek, nach hause fahren und Hausaufgaben machen oder mich einschüchtern lassen. Das hört sich leichter an als gesagt und löst das Problem nicht auf den ersten Blick oder im ersten Moment, aber glaube mir: wenn du es schrit für Schritt schaffst, handlungsfähig und auch denkfähig zu bleiben, dann FÜHLST du dich auf jeden Fall besser. Das ist der erste Schritt!!! Trotz dem solltest du dir Hilfe suchen. Bei ganz schlimmen Ereignissen, die du gedanklich nicht durchbrechen kannst, solltest du ein Tagebuch führen. Anwesende: Täter, glotzende Beteiligte, Mittäter (!!! die dich nicht nur in den Ferien mögen und dann in der Schulzeit selber einknicken!!! die haben dann auch angst!

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7. Oktober 2009 um 10:26

Du kannst deine situation verbessern teil 2


Links:

http://www.mobbing-hilfe.de/
http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Schule/s_360.html
http://www.schueler-mobbing.de/mobb/modules/newbb/
http://www.schueler-gegen-mobbing.de/
http://www.mobbingberatung.info/

Es kann sogar sein, daß die Schulleitung keine Hilfe anbietet oder Tatsachen herunterspielt, bagatellisiert und Täter in Schutz nimmt, nach dem Motto: der weiß es halt nicht besser und hat selber Probleme. Was natürlich stimmen kann! Meist ist so einer selber unsicher oder ähnliches und lässt es an anderen aus. ABER: es liegt in der Verantwortung der Schulleitung (da unterrichten ausgebildete Pädagogen!!!), dich zu schützen bzw. einzuschreiten.

Wenn du das Gefühl hast, daß dich keiner für voll nimmt, dann suche einen Psychologen auf bzw. gehe zum Hausarzt (möglichst nicht im gleichen Dorf oder so), der kann dir auch Tipps geben.

Achte auf deinen Körper, seine Signale, schreibe dies in dein Tagebuch.

Vielleicht interessierst du dich für Yoga? Ich weiß nicht wie alt du bist, aber tut gut und entspannt. Alter spielt da sowieso keine Rolle. Gibt auch Kurse für Kinder und Jugendliche.

Ich hoffe, daß ich dir ein bisschen Mut machen konnte. Glaub mir, es gibt Leute die setzen sich für dich ein!

viel Glück

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