Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Depressionen - ohne Sport

Letzte Nachricht: 27. Oktober um 10:40
D
dilara_99
25.10.21 um 1:27

Ich habe die Messer in der Wohnung versteckt, weil ich Angst hatte mir etwas anzutun. Ich verspürte den Druck mir die Pulsadern aufzuschneiden, bis mein Verstand dazwischen funkte und sagte: Stopp !!!!! 

Weil ich nicht wusste wann ich wieder einen so schwachen Moment habe, habe ich die Messer in der Wohnung versteckt, damit ich nicht danach greife. 

Das alles hat sich während der Pandemie entwickelt. 

Der Druck von außen alles schaffen zu müssen, hat mich zerrissen. Die monatelange Suche nach einem Nebenjob um mein Studium zu beenden. 
kein Geld mehr um über die Runden zu kommen. 

Ich wurde vor die Wahl gestellt: Wenn ich das Studium nicht abbreche, muss ich mich weiterhin selbst finanzieren - auch wenn alles dicht ist. Das ging nicht 1/2 Wochen so sondern 5 Monate. 

ich stand am Rande des Wahnsinns. 
Letztlich habe ich von den Abschlussprüfungen 1 von 5 geschafft. Ich war mit den Nerven am Ende und dachte dass mein Leben vorbei ist. 

Was mir gefehlt hat? 

Neben dem Job? Der Sport! 
Das ist mein einziger Ausgleich gewesen, im einen klaren Kopf zu bekommen. Nach einem Sportunfall fiel auch das während meiner Examensphase weg. Die Krücken waren meine Begleiter. 

kurz darauf wurde überall gebaut. Ich fand keinerlei Ruhe mehr. Ich konnte die Wohnung nickt verlassen und verheliflte am Schreibtisch: ich versuchte die Nächte durchzumachen. Tagsüber schlief ich nicht, weil der ganze Baulärm auf die Minute um 8 Uhr morgens losging und bis in den Abend anhielt. Das ging exakt 2 Monate. Während meiner examensphase. Ich hatte keine Kohle um die Wohnung zu Verlassen. 

die Corona Hilfe für Studenten reichte noch nicht mal um mein Zimmer in der Großstadt zu bezahlen. Mal ganz abgesehen davon dass die Hilfe auch viel zu spät kam. 


Ich habe seit 10 Jahren Depressionen, seit meinem Jugendalter. Immer wieder fantasieren wie ich mein Leben beenden. Ertrinke. 

manhcmal habe ich Angst davor es wirklich zu tun. 

denn das Leben sollte doch aus mehr bestehen als Arbeit und Leistungsdruck. 


was denkt ihr? 
was habt ihr noch für einen Ausgleich außer Sport, um eure Gedanken in den Griff zu bekommen? 

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L
levia.
27.10.21 um 1:03

also, ein guter Ausgleich ist oft Spiritualität.
Aber ich will da jetzt nicht zu tief ins Detail gehen. Deine Lebenslage schreit danach, sich aus diesen "Fallstricken " zu befreien. Am naheliegensten könnte, entschuldige meine Direktheit, ein Beenden des Studiums sein. Denn es wird dir erschwert. Das Leben soll ein Genuss , naja, zumindest erfreulich sein. Wenn sich nun alles so "arrangiet", das für dich ein derartiger Druck entsteht, bitte lass es. Erhole dich. Neue Wege werden sich auftun.

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S
sisteronthefly
27.10.21 um 10:40

Liebe dilara,

wende dich bitte mit dieser Thematik unverzüglich an eine psychiatrische Notfallversorgungsstelle. 
Wir kennen uns nicht persönlich, deine Worte gehen mir dennoch nahe und ich bin auch besorgt, dass
du dir etwas antun könntest. 

Du musst das nicht alleine durchstehen. Es gibt Menschen, die dir helfen können. Es gibt Möglichkeiten 
diesem Teufelskreis zu entrinnen. Du bist nicht alleine und es gibt ärztliche, sowie therapeutische Hilfs-
möglichkeiten. Vielleicht geht es in einem gechützten Rahmen zunächst einmal um Stabilität, wenn diese erreicht ist
gibt es therapeutische Möglichkeiten an negativen Gedanken zu arbeiten und auch Stressempfinden zu minimieren. 

Vorrang haben deine suizidalen Gedanken. Enscheide dich bitte jetzt dazu dir Hilfe zu holen. Eine Telefonnummer von einem Therapeuten in der Tasche, den du jederzeit anrufen kannst, gibt dir Sicherheit. 

Melde dich gerne für ein Update. 

LG Sis 

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