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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Depressionen ohne Hoffnung...

Letzte Nachricht: 23. April 2010 um 1:06
L
luther_12542466
13.04.10 um 23:45

Hallo....Ich habe lange überlegt ob ich mich hier jetzt anmelde oder nicht. Ob es überhaupt sinn macht...aber jetzt mache ich es doch...

Zu meiner Person:

Ich bin 22, lebe mit meiner mutter zusammen. Ich hatte eine schreckliche Kindheit, mein Vater hat mich jeden Tag geschlagen, grundlos in seiner Wut...mich meine Mutter, meine geschwister. Ich durfe keine Freunde haben, durfte keine Hobbys haben, ich durfe nix. Mit 15 hat er mich sogar in mein Zimmer eingesperrt, damit ich nicht raus kann. Er hat mich vor immer angeschrießen, mich fertig gemacht, so das ich immer spüren könnte das ich minderwertig für ihn bin. Ich bin der Jüngste in unsere Familie. Meine Mutter hat immer zu gesehen, wie er mich mit Holzstangen Gürtel oder sonst was verprügelt hat. Sie hat nie eingegriffen, obwohl ich mehrmals versucht habe sie zu beschützen...(ohne erfolg). Meine Geschwister sind 10 Jahre Älter als ich, die eine ist von zuhause damals abgehauen als er Sie gschlagen hat. Die andere ist da geblieben um meine MUTTER zu schützen soweit es geht. An mich hat da schon keiner gedacht, weil ich ja ein Junge bin..Jeden Tag musste ich Demütigungen übermich ergehen lassen..sogar bis zu meiner Schule...dort wurde ich dann auch zum teil gemobbt....richtige Freunde hatte ich damals nie. Um die Jahrtausendwende sind dann man meine Mutter ich und meine Schwester in einer Nacht und Nebel Aktion ausgezogen.40 KM weiter weg. Inzwischen ist meine Schwester ausgewandert und ich lebe mit meiner Mutter alleine. Mein Vater ist immer noch Präsent...Telefonterror, Drohungen usw. Ich habe letztes Jahr meine Ausbildung abeschlossen. Mein Plan war das ich zum WS10 Studieren wollte...es war mein Plan...im Dezember habe ich versucht mich umzubringen. Es hat natürlich nicht geklappt, dann habe ich übers Arbeitsamt eine Soziale Organisation gefunden die Jugendliche Unterstützt. Jetzt bin ich gut 3 Monate dort in Behandlung und gehe in regelmäßgen abschnitten zum Psyichater. Mein Freundeskreis hat sich auf 3 Leute dezimiert. Ich bin launisch, denke nur über die Sachen die Passiert sind, habe keine Motivation mehr, kann so gut wie gar nicht mehr schlafen, habe den ganzen Tag eine innere unruhe und immer diese Heulerei und das so gut wie immer.... Das leben hat mir einen beschissenen Streich gespielt, warum ich? Wieso durfte ich nie geborgenheit und Annerkennung von meiner Familie kriegen? Ich hab mit der Hauptschule angefangen, dann Realschule, dann habe ich mein Abi gemacht und dann meine Ausbildung denkt ihr ich hab dafür anerkennung bekommen? Mein Kopf platzt jeden Tag...wenn ich meine Mutter sehe kriege ich Ausbrüche, immer wenn ich sie sehe, sehe ich eine Person die mich nie als ihren SOhn geliebt hat. Mir schon mehrmals gesagt hat, das ich bei der Geburt hätte Sterben sollen...die eine schwester die abgehauen ist, zu der habe ich seit jahren kontakt, aber verstehen kann Sie mich nicht. Meine Kultur und meine Reli verbieten es mir meine Mutter alleine zu lassen und auszuziehen. Die letzten bekannten aus der Familie die ich noch kenne oder die mit mir zutun haben wollen ( meine beiden geschwister) würden mit mir den Kontakt abbrechen. Was soll ich machen? Ich fühle mich jeden Tag alleine, Drogen wären wohl eine alternative, aber von sowas halte ich niht viel...Trinken ist auch keine Lösung...damit kann man sich 2-3 Stunden die Probleme schön reden..mehr aber auch nicht. In meiner Verzweiflung habe ich angefangen mich selber zu verletzten, mit "Rietzen" Verdammt was habe ich gemacht damit ich sowas alles erleben musste? Warum hat mir Gott oder wer auch immer nicht die Faire chance gegeben wie ein normaler Mensch zu leben? Habe ich das etwa nicht verdient?

Ich entschuldige mich für rechtschreibfehler...mir fehlen die Nerven und ich habe teilweise geweint beim schreiben dieses Textes....

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G
gisela_12519493
14.04.10 um 9:45

Depressionen
Lange Rede, kurzer Sinn:
Du hast es bis zu deinem Abi geschaft- herzlichen Glückwunsch. Nicht jeder in deiner Situation und der schlechten Kindheit hätte das Gleiche getan und geschafft. Mach was draus, dir liegt die Welt zu Füßen!! Selbstbestätigung kannst du im Beruf finden. Mehr wie 3 gute Freunde braucht man gar nicht um glücklich zu sein. Es kostet Zeit sich um sie zu kümmern.
Deine Religion und Kultur verbietet dir deine Mutter alleine zu lassen? Wie konnte sie dann einfach ausziehen und deinen Vater zurücklassen? Welche Aufgabe hat deine Schwester dabei?
Wenn du schon soweit bist, das du eine Therapie machst, dann kann doch die ganze Familie mitmachen, sonst macht das doch sowieso keinen Sinn. Offensichtlich kommt deine Mutter auch so ganz gut zurecht, sonst hätte sie nicht gesagt, du wärest bei der Geburt besser gestorben. Da du aber offensichtlich von deiner Religion abhängig bist, wirst du dich dem beugen müssen. Mach das beste daraus und rede mit deiner Mutter darüber wie du dir die Zukunft vorstellst. Wichtig erscheint wohl nur, das sie versorgt ist.(Leider kenne ich mich mit dieser Art von Kultur nicht aus). Deine Geschwister fühlen sich nicht verantwortlich?
Wenn du angefangen hast zu `Ritzen, tot umfällst, wer trägt dann die Verantwortung für deine Mutter? Dann geht es auch ohne dich! Deine Geschwister sind jetzt gerade nur zu feige dort zu helfen, wo es nötig ist. Ihr seid doch eine Familie, oder?
Laß das mit dem Ritzen sein, es bringt nichts. Wen willst du damit beeindrucken? Deine Mutter vielleicht? Die kann keine Gefühle gehabt haben, oder hat sie unterdrückt. Erwarte nicht zu viel von ihr, schon gar keine Gefühle. Halte sie auf Distanz, damit du den Kopf frei bekommst für wichtigere Dinge im Leben, wofür hast du denn Abi gemacht und willst studieren?
Betrachte das alles mal etwas nüchtern und mit Abstand:
Du wirst der Ernährer dieser Frau sein und mehr nicht. So wirst du deiner Kultur und Religion gerecht und bist vielleicht noch dazu in der Lage eine eigene Familie zu gründen.
Ich glaube, die Frage `wie ein normaler Mensch zu lebenist hier nicht angebracht, das klingt sehr europäisch. Was verstehst du unter Normal? Deine Kultur hat ein vorgeschriebenes Leben, das du einhalten must!!
Natürlich kannst du auch einen anderen Weg wählen. Gehe dort hin, wo es dir gefällt und bau ein neues Leben auf, werde glücklich und normal. Deine Geschwister haben es auch gemacht. Die sind allerdings froh, keine Verantwortung zu haben. Haben sie nicht die gleiche Religion wie du? Warum kümmert ihr euch nicht gemeinsam um die Mutter?
Du scheinst noch Gefühle zu haben, verliere sie nicht, sonst wirst du so wie dein Vater.
Dies sollte nur mal ein kleiner Denkanstoß sein.
Ich wünsche dir GANZ VIEL KRAFT
Daisy

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L
luther_12542466
23.04.10 um 1:06

Selbstjustiz
Hallo,
erstmal danke für die Antworten...ich habe mir beide Bücher bestellt...ich bin sowieso an dem Punkt angekommen, wo mir so ziemlich alles egal ist...aber jeden Tag, jeder Nacht, 24 Std. diese Selbstzweifel...an was soll man da glauben? Wenn einem soviel wiederfährt, will man wissen warum ICH? Ich bin kein Messias, ich besitze keine gabe, die ich mit der Menschheit teilen kann...ich habe nicht einmal freunde...den einzigsten freund den ich noch wohl habe, sind meine Zigaretten....und die hören nach 5 Min. auf zu leben....

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