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Depressionen nach jahrelangen Vergewaltigungen

16. August 2017 um 19:18 Letzte Antwort: 19. August 2017 um 22:47

Hallo liebe Community

Ich habe diese Frage in einem anderen Ratgeber Portal schon gestellt, aber habe dort Kommentare gekriegt wie "geh zum arzt, wenns nichts hilft bring dich um". Viellicht krieg ich hier eine nettere antwort. Vielleicht auch nicht. Wenn ihr denkt dass meine frage fake ist, dann denkt das. Ich weiss ja dass es nicht so ist. ch weiss auch so WIRKLICH kann mir das nur ein Arzt beantworten, aber ich möchte auf keinen Fall zum Arzt gehen damit..dann müsste ich ihm das alles erzählen. Ich wurde seit ich 13 bin bis 21 einige Male vergewaltigt und missbraucht. Ich bin jetzt 22 Jahre alt. Das letzte Mal war vor gut 8 Wochen. Seither bin ich..anders geworden. Nicht mehr ich. Ich rede kaum noch, heul fast jede Nacht, treff mich nicht mehr mit Freunden und wenn ausnahmsweise mal dann nur sehr kurz. Ich verletze mich selber und merke wie ich unvorsichtiger werde, wie ich immer mehr Blut sehen will und ich bin am liebsten alleine mit mir und meinen Gedanken. Ich fühle einen Druck in meiner Brust der mir manchmal den Atem raubt...als ob es mich innerlich zerquetscht.. Meine Frage ist nun: kann es sich dabei um Depressionen handeln OBWOHL es schon 2 Monate her ist? Und wenn ja wie lange dauert es bis ich von denen und von den ganzen Erinnerungen an die Missbrauche geheilt bin? Ich will dass es aufhört.

Danke schonmal für eure Hilfe.
 

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16. August 2017 um 19:39

Oh man... 
Schon die Tatsache das du sagst es sei "schon 2 Monate her" und erst jetzt selbst merkst was das mit dir anrichtet schockiert mich.

Du musst als erstes mal aus der Reichweite deines Vergewaltigers komme.

Ich kann dir nichts raten, aber ich erz dir mal meine Geschichte.
Ein Freund der Familie, der beim Rettungsdienst arbeitet und so alt ist wie mein eigner Vater hat mir eines Abends was ins Getränk getan. Damals war ich 26 Jahre alt. Morgens bin ich aufgewacht, völlig neben mir und hatte nur Erinnerungsfetzen von denen ich nicht wusste ob sie real oder eingebildet/ein Alptraum gewesen sind.

Ich habe schnell geschaltet und eine Freundin, die an der Uniklinik im Labor arbeitet um Hilfe gebeten. Sie hat mir Blut abgenommen und meine Befürchtung bestätigte sich, der hatte mich betäubt.

Da er beim Rettungsdienst arbeitet hatte ich überall Desinfektionsmittel am Körper und es hätte Aussage gegen Aussage gestanden,zumal ich mich nur an wenig erinnern konnte. Deshalb stand eine Anzeige für mich nicht zur Debatte. Aber mir das einfach gefallen zu lassen auch nicht. Ich habe mich gerächt und der wird mir niemals mehr zu nahe kommen 😉

Was ich damit sagen will: wehr dich oder bring dich wenigst in Sicherheit und dann geh zum Psychologen und versuch das zu verarbeiten. Drüber weg kommt man niemals aber man kann damit leben, es dauert aber eine Weile.

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16. August 2017 um 22:28

Bloß kurz zu dem 16: ich bin erst seit kurzem hier und habe auch erst durch eine ähnliche Bemerkung wie die von dir festgestellt das auch bei mir Alter 16 im Profil stand.
Wenn man sich registriert aber das Profil nicht bearbeitet steht da vom System voreingestellt Alter 16 und Geschlecht männlich. Zumindest wars bei mir so.

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17. August 2017 um 17:46

Tust du aber. Ich habe keine Ahnung warum 16 in meinem Profil steht und es ist mir auch ziemlich egal. Ich hatte keine Zeit die ganzen Kontodaten zu bearbeiten. Aber ja wenn du es für einen Fake halten willst dann tu das. Danke für die Hilfe.

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17. August 2017 um 19:06
In Antwort auf amata_12899725

Oh man... 
Schon die Tatsache das du sagst es sei "schon 2 Monate her" und erst jetzt selbst merkst was das mit dir anrichtet schockiert mich.

Du musst als erstes mal aus der Reichweite deines Vergewaltigers komme.

Ich kann dir nichts raten, aber ich erz dir mal meine Geschichte.
Ein Freund der Familie, der beim Rettungsdienst arbeitet und so alt ist wie mein eigner Vater hat mir eines Abends was ins Getränk getan. Damals war ich 26 Jahre alt. Morgens bin ich aufgewacht, völlig neben mir und hatte nur Erinnerungsfetzen von denen ich nicht wusste ob sie real oder eingebildet/ein Alptraum gewesen sind.

Ich habe schnell geschaltet und eine Freundin, die an der Uniklinik im Labor arbeitet um Hilfe gebeten. Sie hat mir Blut abgenommen und meine Befürchtung bestätigte sich, der hatte mich betäubt.

Da er beim Rettungsdienst arbeitet hatte ich überall Desinfektionsmittel am Körper und es hätte Aussage gegen Aussage gestanden,zumal ich mich nur an wenig erinnern konnte. Deshalb stand eine Anzeige für mich nicht zur Debatte. Aber mir das einfach gefallen zu lassen auch nicht. Ich habe mich gerächt und der wird mir niemals mehr zu nahe kommen 😉

Was ich damit sagen will: wehr dich oder bring dich wenigst in Sicherheit und dann geh zum Psychologen und versuch das zu verarbeiten. Drüber weg kommt man niemals aber man kann damit leben, es dauert aber eine Weile.

Ich kann das nicht. Anzeigen werde ich ihn niemals. Ich kann nicht darüber sprechen das geht nicht. Selbst meiner besten Freundin SCHRIEB ich die ganzen detaillierten Vorfälle nur. Reden geht nicht. Wird auch nie gehen.

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17. August 2017 um 19:43
In Antwort auf bairre_12177038

Ich kann das nicht. Anzeigen werde ich ihn niemals. Ich kann nicht darüber sprechen das geht nicht. Selbst meiner besten Freundin SCHRIEB ich die ganzen detaillierten Vorfälle nur. Reden geht nicht. Wird auch nie gehen.

Das versteh ich, ich wäre auch lieber tot umgefallen als das zu tun.

Aber jetzt kann ich drüber reden. Denn diese feigen, verabscheuungswürdigen Kreaturen sollen sich nicht sicher fühlen und darauf verlassen können das niemand redet.

Bring dich aber unbedingt in Sicherheit und dann mach dringend eine Therapie. Lerne darüber zu reden, du hast dir nichts zuschulden kommen lassen und musst dich weder verstecken noch schämen.
 

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17. August 2017 um 19:54

Die Taten fressen dich von innen auf und du zerbrichst dran. Natürlich ist das eine Depression geschultet aus einem Trauma.
Und du bist noch mittendrin. Deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass du nicht darüber reden kannst.
Du bist in einem Alter wo du schlechte Menschen von dir fern halten könntest. Du musst weg von diesem Abschaum. Vorher wirst du das nicht verarbeiten können. Und das verarbeiten dauert lange. Ich vermute dieses Trauma, vorallem weil es über so einen langen Zeitraum ging, wirst du vielleicht nie wegbekommen. ABER so wie du dich fühlst, so musst du trotzdessen nicht für immer Leben! Du kannst lernen dich wieder zu spüren ohne dir selbst Gewalt anzutun. Sicherlich benötigst du professionelle Hilfe, aber am wichtigsten ist in dieser Situation erstmal, dass du aus dieser Angstspirale raus kommst. 
Bist du in Sicherheit? Kannst du dich von der Person fernhalten? Am besten aucj so, dass sie komplett aus deinem Leben ist?

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17. August 2017 um 20:38

Bitte geh zum Arzt
Wenn Deine Freundin Bescheid weiß, dann kann sie als Puffer fungieren und Dir zumindest einen Teil des Redens abnehmen.
Vielleicht ist bereit für Dich zu einer Beratungsstelle zu gehen, das Problem zu schildern und dort könnte man ihr einen Arzt vermitteln, der zu Dir passt.
Vor diesen Psychologen oder Psychatern brauchts Du keine Angst zu haben,
er wird Dich nicht "verhören" oder zum Reden zwingen.
Vielleicht redet Ihr bloß über´s Wetter, aber es wird Dir helfen, weil das allein schon ein Schritt in die richtige Richtung ist.

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17. August 2017 um 23:19

Ich will aber keine Therapie machen...kann ich das nicht auch ohne schaffen? Bis jetzt ging's ja auch und das vor 2 Monaten war sicherlich der letzte Zwischenfall. In einem Jahr oder so ist alles mehr oder weniger Geschichte und vergessen. Oder zumindest ein "Schwamm drüber".

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18. August 2017 um 7:01
In Antwort auf bairre_12177038

Ich will aber keine Therapie machen...kann ich das nicht auch ohne schaffen? Bis jetzt ging's ja auch und das vor 2 Monaten war sicherlich der letzte Zwischenfall. In einem Jahr oder so ist alles mehr oder weniger Geschichte und vergessen. Oder zumindest ein "Schwamm drüber".

Klar geht das, aber bei den meisten Leuten hat das negative Auswirkungen auf ihr Leben, wenn sie solche Erfahrungen verdrängen und vergessen.
Das mit sich ganz allein auszumachen halte ich für keine gute Idee.
Besonders, weil Du anscheinend öfters in solche Situationen gerätst,
das könnte bereits ein Symptom darstellen.

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19. August 2017 um 22:47

Hallo, da du nicht sagen willst wer es war oder auch nicht zur Polizei gehst, gehe ich davon aus dass die Person in deinem Familienkreis ist. Vater oder sogar Bruder.

Du wirst die Vergewaltigungen niemals vergessen, dich immer fragen warum die Person sowas macht etc.

Du bist jetzt schon 22 Jahre und du weißt du kannst was dagegen tun! Hasse dich nicht selbst und tu dir bitte nicht weh!
Ich selbst habe viel durchgemacht in meiner Kindheit und es gibt Dinge die ich keinem Erzählen werde.

Ein Psychologe kann dir vielleicht weiterhelfen und es wird keiner aus deiner Familie erfahren. Er hat Schweigepflicht!!!

Wenn du schreiben magst gerne PN

 

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