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Depressionen im Studium + schwierige Beziehung

7. Januar 2016 um 13:06

Hallo liebe community
Ich hoffe sehr, jemand von Euch kann mir vielleicht ein paar Tipps geben, wie ich meine Sorgen loswerden könnte...

Zu meiner Situation: Ich studiere seit knapp 3 Jahren Volkswirtschaft und bin sehr unglücklich... Ich war zuvor immer ein sehr fleißiger und pflichtbewusster Lerner und hatte wenig Probleme mich zum Lernen aufzuraffen... Seit knapp 1,5 Jahren geht es bergab... Ich kann mich nicht mehr konzentrieren, drücke mich vor dem Lernen und bekomme direkt Bauchschmerzen wenn ich nur an den Lernstoff denke... Ich habe mich von vielen Freunden abgekapselt und brauche manchmal Tage um ihnen auf Nachrichten zu antworten, falls ich denn mal eine Nachricht bekomme... Einfach alles ist anstrengend und eine Last geworden. Ich benehme mich komisch wenn ich was mit alten Freunden unternehme, ich habe die ganze Zeit Angst nicht mehr gemocht zu werden, ich achte darauf wie ich mich verhalte, was ich sage und kann einfach nicht abschalten geschweige denn mich mal fallen lassen.... Ich bin nur am grübeln, wenn ich so durch die Gegend laufe und fühle mich oft als wär ich "mittendrin und nicht dabei" zugleich. Fühle mich oft als wenn ich am Leben vorbeirenne, da ich nie unbeschwert sein kann... Mir kommt oft alles so sinnlos vor und ich frage mich, was ich hier eigentlich mache?

1) Ich fühle mich schlecht weil ich mein Studium nicht mehr auf die Reihe kriege... ich denke mir: "So war ich doch nie!? Ich hatte immer Erfolg und war fleißig" Ich bin enttäuscht von mir selbst.

2) Ich bin seit ein paar Jahren in einer Beziehung in der einige Dinge schiefgelaufen sind, die dazu geführt haben, dass viel Vertrauen verloren gegangen ist. Es ging dabei um eine andere...Seitdem bekomme ich Magenprobleme und Kopfschmerzen wenn es in der Beziehung wieder komisch läuft und IHR Name fällt, da ich Angst habe, es geht schon wieder los. Da ich eh ein Grübler bin, haben die Beziehungsprobleme dazu geführt, dass ich in Gesellschaft meiner Freunde nicht mehr abschalten konnte und nur noch am grübeln war, egal wo ich mich befand... Ich habe mich zunehmend als Außenseiter gefühlt und wurde kaum noch angeschrieben oder bedacht bei Unternehmungen... Dadurch sind ein paar Freundschaften kaputt gegangen...Wenn ich mit meinem Partner über meine Sorgen im Studium und meiner Traurigkeit reden will, versucht er immer mich zu beruhigen, in dem er alles runterspielt und sagt, bei jedem wäre das mal so.. das wär doch alles gar nich so schlimm... ich würde mich reinsteigern etc...
Habe das Gefühl er nimmt mich nie ernst. Wenn ich ihm sage, ich habe bauchschmerzen wenn ich allein ans studium denke, dann sagt er: "Ja was glaubst du wie ich mich immer fühle wenn ich vor praktischen Prüfungen stehe mit meiner Prüfungsangst...Du willst bestimmt nicht mit mir tauschen.. sei lieber froh" Sobald ich von meinen Problemen rede, gibt er mir das Gefühl seine Sorgen seien wichtiger bzw schlimmer...
Gerade sitze in der Bibliothek und versuche ein bisschen zu lernen... Doch es geht mal wieder nichts... Ich könnte heulen...


Puuh das ist jetzt doch sehr lang geworden... ich hoffe trotzdem sehr, dass sich jemand die Zeit genommen hat, es zu lesen..

Liebe Grüße!!

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