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Depressionen / Burnout

9. März 2017 um 17:35 Letzte Antwort: 9. März 2017 um 22:10

Hallo zusammen. 

Ich bin neu hier, war zuvor noch nie in einem Forum angemeldet. Jedoch habe ich mir gedacht, dass es sicher eine gute Art wäre sich auszutauschen oder gar Tipps und Ratschläge zu holen.

Es ist egal, was ich am Tag erlebt habe.  Ob es gut oder schlecht war - am Ende fühle ich mich immer gleich. Erschöpft, müde, ausgelaugt... es gibt aber tatsächlich auch Tage, auf die ich mich freuen kann. Doch dann kommt irgendwas, das diese Freude wieder zunichte macht. Und es gibt diese Tage, wie heute ... wo ich erkenne, dass von allen Problemen ICH SELBST wohl das größte Problem bin.

Ich könnte seeeeehr viel schreiben ... sehr viel ... man schmiedet in guten Zeiten Pläne, die man an schlechten Tagen wieder hinschmeißt. Oft fühlt man sich hilflos und allein. Und 'normale' Menschen scheinen einen nicht verstehen zu wollen. 

Wie geht ihr mit all dem um?

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9. März 2017 um 22:10

Wenn ich von guten Zeiten rede, sind es kurze Momente, in denen einen nochmal der Elan packt. Momente, in denen man denkt, man muss und wird etwas schaffen ... die Leere bleibt trotzdem.

Um es besser zu verstehen: 

Nun, ich bin gerade mal 27 geworden. Ich war knapp 3 Jahre selbstständig mit einem 150qm Ladenlokal mit dem mein Ex uns plötzlich allein lies - in der Aufbauphase - was damals unglaublich viel Stress bedeutete und heute einen Haufen Probleme mit sich zieht.

Derzeit stecke ich wie in einem Hamsterrad welches sich unaufhörlich dreht ... ein Teufelskreis aus dem bisher niemand einen Ausweg wusste. Ich habe mich bisher an viele Stellen gewandt aber keiner konnte mir mehr Hilfestellungen nennen, als Dinge die ich bereits probiert habe. Freunde distanzieren sich, denen ist es zu viel. Diese bisher unlösbaren Probleme und damit verbundenen Gefühle meinerseits. Doch ich muss stark sein ...

Ich habe ein kleines Kind und einen Hund. Ein Grund und eine Konstante in meinem Leben - der Alltag ein MUSS. Ich MUSS morgens aufstehen, ich MUSS raus. Und vor allem MUSS ich STARK sein.

Wenn ich nun also von Tagen rede, auf die ich mich freue, sind es meist Tage an denen ich meiner Tochter eine Freude bereiten möchte. Sei es ihr Geburtstag, Weihnachten, etc. Meist ist die Freude aber schnell wieder dahin und doch versuche ich mir das nicht anmerken zu lassen. Aber das kostet ernorm viel Kraft. Und gute Zeiten sind Momente, in denen meine kleine Maus mich etwas ganz kurz vergessen lässt, Momente in denen ich ihre Liebe spüre. 

Meine Tochter ist mein Ruhepol. Was ich anderen Menschen nicht geben kann, bekommt sie umso mehr. Jedoch gibt es sehr viel, neben aufstehen usw das mich ebenfalls viel Kraft kostet. Mir fehlt jegliche Geduld und auch Lärm ertrage ich nicht mehr. Das sind dann Momente, nach denen ich mich am liebsten ins Zimmer verkriechen würde um bitterlich zu weinen, weil ich nicht verstehe was aus mir geworden ist.

Was mich stört: Ich erkenne mich selbst nicht wieder. Mein Lächeln ist eine Maske. Jedoch vergleichbar mit einer aufwendigen Maske, welche man sich ewig wieder aufmalen muss ... eine Maske die man nicht mal eben aufsetzen kann. Sprich, sie kostet ebenfalls enorm viel Kraft. Ich bin nah am Wasser gebaut und Kritik ist für mich wie ein Stich mitten ins Herz. Abends sitze ich da - kein TV - bloß stille und denke nach. Aber über was? Ich weiß es nicht ... und da ist sie also wieder. Diese Leere!

Ich war mein Leben lang die 'starke' und muss es für meine Tochter weiterhin sein. So gern ich auch aufgeben würde, manchmal bin ich kurz davor einfach nichts mehr zu tun und alles schleifen zu lassen, doch dann schaue ich meinen Engel an und denke mir: Nein!! Das geht nicht, sie braucht dich!!

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