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Depressionen, Burn Out... Kur beantragen?!

29. Januar 2012 um 21:32

Hallo,

ich (27) leide seit einiger Zeit an Depressionen. Eigentlich kann man auch sagen, dass ich derzeit am "neumodischen" Burn-Out erkrankt bin.
Ich fühle mich immer schlapp und ausgelaugt, habe den Spaß am Leben verloren und bekomme ständig Wein- und Wutanfälle, ohne ersichtlichen Grund.

Seit knapp 3 Monaten bin ich in ambulanter psychologischer Behandlung. Da die Sitzungen wenn überhaupt nur alle 2,5 Wochen sind, merke ich irgendwie, dass mich dieser Weg momentan nicht voran bringt und ich überlege eine Kur zu beantragen, um einfach mal für einige Zeit "kontrolliert" dem Alltagstrott zu entfliehen und eine permanente Hilfe zu bekommen.

Nun bin ich mir nicht sicher, ob ich eine Kur bewilligt bekäme, da ich aufgrund meiner Verfassung nie krankgeschrieben war. (Arbeitseifer ist ja nun auch ein Symptom eines Burn-Outs; der Gedanke "gebraucht zu werden" und "ohne mich läuft nichts") Lediglich ein Hörsturz Anfang 2010 hat mich eine Woche daheim bleiben lassen.

Da eine Bekannte (Mitte 50) ebenfalls eine Kur beantragt hat, allerdings aus orthopädischen Gründen, und diese nicht bewilligt bekam, weil sie nicht "oft genug" krank gefeiert hat, bin ich ziemlich skeptisch, ob es für mich Sinn macht, überhaupt einen Antrag zu stellen.

Habt Ihr diesbezüglich Erfahrungen?

Danke für Eure Hilfe,
Melli2111

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9. Februar 2012 um 20:25

Probier es doch mal...
...mit einer teil-oder vollstationären Therapie. Geh zu deinem Hausarzt und erzähle deine Probleme. So habe ich es auch gemacht und bin über diesen Weg zur Therapie gekommen. Mir persönlich hat eine teilstationäre Therapie (Morgens hin, Abends zurück) sehr viel gebracht. Kann mir nun (also nach der Therapie) nicht mehr vorstellen, wie ich es vorher in meinem so schlechten Zustand so lange aushalten konnte. Da ich auch mit meinen ehem. Mitpatienten in Kontakt bin, weiß ich, dass es auch ihnen geholfen hat.Ich kann es dir wirklich seehr ans Herz legen!

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9. Februar 2012 um 20:57
In Antwort auf jarred_12433125

Probier es doch mal...
...mit einer teil-oder vollstationären Therapie. Geh zu deinem Hausarzt und erzähle deine Probleme. So habe ich es auch gemacht und bin über diesen Weg zur Therapie gekommen. Mir persönlich hat eine teilstationäre Therapie (Morgens hin, Abends zurück) sehr viel gebracht. Kann mir nun (also nach der Therapie) nicht mehr vorstellen, wie ich es vorher in meinem so schlechten Zustand so lange aushalten konnte. Da ich auch mit meinen ehem. Mitpatienten in Kontakt bin, weiß ich, dass es auch ihnen geholfen hat.Ich kann es dir wirklich seehr ans Herz legen!

Daran habe...
...ich auch schon gedacht, meine derzeitige Situation dadurch zu bewältigen. Doch irgendwie habe ich das Gefühl, das Beste wäre für mich, für längere Zeit aus meinem Umfeld "gerissen" zu werden und Abstand zu all dem zu finden,was mich belastet. Sicherlich der Non-Stop Therapie wegen, aber auch um zu merken, wieviel Gutes ich eigentlich habe, mit dem ich im Moment nicht zufrieden bin.

Klingt sicherlich wie eine Art Flucht, aber wenn ich es mir zeitlich und finanziell leisten könnte,würde ich gerne 2 Wochen in Urlaub fahren. Eben einfach weg... Mit gleichzeitiger Hilfe.

Tja...nur wie ist der sicherste Weg hier hin.

Vielen Dank auf jeden Fall für den Tipp von dir und wenn dies dir und deinen Patienten geholfen hat,ist dies auch sicherlich eine Möglichkeit aus diesem Sumpf herauszufinden.

ich würde mir weiter Gedanken machen!

Danke nochmal.

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12. Februar 2012 um 21:24
In Antwort auf jayna_12523791

Daran habe...
...ich auch schon gedacht, meine derzeitige Situation dadurch zu bewältigen. Doch irgendwie habe ich das Gefühl, das Beste wäre für mich, für längere Zeit aus meinem Umfeld "gerissen" zu werden und Abstand zu all dem zu finden,was mich belastet. Sicherlich der Non-Stop Therapie wegen, aber auch um zu merken, wieviel Gutes ich eigentlich habe, mit dem ich im Moment nicht zufrieden bin.

Klingt sicherlich wie eine Art Flucht, aber wenn ich es mir zeitlich und finanziell leisten könnte,würde ich gerne 2 Wochen in Urlaub fahren. Eben einfach weg... Mit gleichzeitiger Hilfe.

Tja...nur wie ist der sicherste Weg hier hin.

Vielen Dank auf jeden Fall für den Tipp von dir und wenn dies dir und deinen Patienten geholfen hat,ist dies auch sicherlich eine Möglichkeit aus diesem Sumpf herauszufinden.

ich würde mir weiter Gedanken machen!

Danke nochmal.

Hi
Ich probiere jetzt eine hypnosetherapie aus... Leide auch seit jahren daran und bin immer müde ausgelaugt und bedrückt... Weiss noch nicht ob es etwas bringt aber habe mehrere gute erfahrungsberichte gelesen..

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