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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Depressionen, brauche Rat

Letzte Nachricht: 12. September 2009 um 7:52
E
edison_11878691
11.09.09 um 23:17

Hallo erstmal
Also, bitte lest euch meinen Text durch auch wenn er etwas länger wird.
Ich habe seit ca. 2 Jahren eine Zwangsstörung und habe
grausamste Gedanken bekommen, daraufhin eine schwere
Depression. Ausgeführt habe ich diese Gedanken jedoch nie. Jetzt bin ich beim Psychologen und die Zwangsgedanken haben sich verbessert, die Depression
ist geblieben. Es ist aber schon komisch: Als ich die Therapie begonnnen habe blieb zunächst alles beim
Alten, dann habe ich irgendwann die Hoffnung bekommen,
dass alles besser wird, worauf es mir dann auch besser ging( ist ja noch normal). Jetzt wird es allerdings merkwürdig: Die Gedanken sind wiegesagt schwächer,
die Depression wird unberechenbar: Es geht mir zum Teil
erträglich, dann möchte ich auch leben. Aber die andere
Seite ist, dass mir zum Teil alles gleichgültig ist. Das war
auch schon längere Zeit so, was sich jedoch geändert hat ist, dass ich zum Teil Selbstmordimpulse bekomme.
Zum Beispiel als ich neulich mit dem Auto nach Hause
gefahren bin und zuhause ankam, hatte ich den Impuls mir
etwas anzutun( weiß genau wie, will es hier aber nicht nennen). Hab mich dann wieder gefangen, am nächsten
Tag wurde es aber noch schlimmer: Habe schon richtig
begonnen meinen Selbstmord zu planen und war mir sicher
es tun zu wollen- habe angefangen einen Abschiedsbrief
zu schreiben( war gestern). Heute ging es mir dann wieder
besser aber ich weiß nicht, was es zu bedeuten hat, genauso wenig wie ich weiß wie es mir morgen geht.
Es macht mir Sorgen, wenn es mir wie heute einigermaßen
erträglich geht, wenn es mir aber schlecht geht, ist es mir
gleichgültig. Nun die eigentliche Frage:
Kann es sein, dass ich vor Therapiebeginn schon so depresiv war, dass ich nicht mehr fähig war mir was anzutun?
Kann es an den Medikamenten liegen, die ich seit 21/2 Wochen nehme(wirken erst nach 3 Wochen)?
Was soll ich nur machen, wenn ich es meinem Psychologen
erzähle, ist es mir unangenehm, weil ich ja auch Phasen habe, in denen es mir erträglich geht.
Ich will mich da nicht wichtig machen
Vielen Dank fürs Lesen und evtl für Tipps

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E
edison_11878691
11.09.09 um 23:42

Valium ist schon heftig
Ich neheme lediglich Cipralex 20mg ( Wiederaufbauhammer)
und habe es auch schon mal genommen - damals zeigte es keine Wirkung, weder negativ noch positiv.
Glaube, es liegt nicht daran(wobei es sein kann, weil es in
den ersten drei Wochen negativ wirken kann).
Gruß zurück

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L
lida_11849448
12.09.09 um 0:21

Du darfst nicht ungeduldig mit dir sein
liebe nichtnormal, ich hatte und habe das gleiche Problem wie du. ich kenne das alles ganz genau. Seit 4 Jahren bin ich berufsunfähig, weil ich Depressionen hatte und auch noch habe. Psychotherapie, Gesprächstherapie, Suizidgedanken, das kenne ich. Seit 3 Jahren nehme ich ein Antidepressivum, was mich auch einigermaßen schlafen läßt, denn wenn ich erstmal ins Grübeln komme, ist alles vorbei. Du mußt, glaube ich, geduldiger mit Dir sein, dich so annehmen, wie Du jetzt bist. Denn es gibt gute Tage und schlechte. Das hört sich vielleicht platt an, aber mir hat es geholfen. Immer das Leben so nehmen, wie es heute gerade ist. Wenn es mir z.B. gut geht (das ist auch nicht oft der Fall) dann versuche ich, das ganz bewußt zu erleben. Und an schlechten Tagen erinnere ich mich an dieses Gefühl. Es ist schwer und ich dachte auch schon oft daran, mein Leben zu beenden. Die Zeit ist momentan vorbei, ohne professionelle Hilfe. Mich hatten die Profis nämlich aufgegeben. Kannst Du nicht versuchen, Deinen eigenen Weg zu finden? Hast Du niemanden in deiner Familie, der den Weg mit Dir geht? Ich bin ganz allein, und ich weiß, daß man kaum Verständnis findet. Hier und jetzt kann ich Dir nur meine Hilfe anbieten. Melde Dich, wenn Du jemanden brauchst, der Dir zuhört! Es geht,egal wie!

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karim_12079693
12.09.09 um 0:41

Ich komm nicht los von hier,
du schreibst, dass bsp. antidepressiva über einen langen zeitraum eine schlechte nebenwirkung haben, und ähnlich wie eine droge funktionieren??? dass wusste ich noch überhaupt nicht. ich könnte darüber wirklich infos gebrauchen. vielleicht kommt ja mal ein post zurück.

dass würde mich nämlich brennend interessieren.

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karim_12079693
12.09.09 um 0:52

Yepp
habs im kopf mal notiert, und zur kenntnis genommen.

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E
edison_11878691
12.09.09 um 0:58
In Antwort auf lida_11849448

Du darfst nicht ungeduldig mit dir sein
liebe nichtnormal, ich hatte und habe das gleiche Problem wie du. ich kenne das alles ganz genau. Seit 4 Jahren bin ich berufsunfähig, weil ich Depressionen hatte und auch noch habe. Psychotherapie, Gesprächstherapie, Suizidgedanken, das kenne ich. Seit 3 Jahren nehme ich ein Antidepressivum, was mich auch einigermaßen schlafen läßt, denn wenn ich erstmal ins Grübeln komme, ist alles vorbei. Du mußt, glaube ich, geduldiger mit Dir sein, dich so annehmen, wie Du jetzt bist. Denn es gibt gute Tage und schlechte. Das hört sich vielleicht platt an, aber mir hat es geholfen. Immer das Leben so nehmen, wie es heute gerade ist. Wenn es mir z.B. gut geht (das ist auch nicht oft der Fall) dann versuche ich, das ganz bewußt zu erleben. Und an schlechten Tagen erinnere ich mich an dieses Gefühl. Es ist schwer und ich dachte auch schon oft daran, mein Leben zu beenden. Die Zeit ist momentan vorbei, ohne professionelle Hilfe. Mich hatten die Profis nämlich aufgegeben. Kannst Du nicht versuchen, Deinen eigenen Weg zu finden? Hast Du niemanden in deiner Familie, der den Weg mit Dir geht? Ich bin ganz allein, und ich weiß, daß man kaum Verständnis findet. Hier und jetzt kann ich Dir nur meine Hilfe anbieten. Melde Dich, wenn Du jemanden brauchst, der Dir zuhört! Es geht,egal wie!

Weißt du
Ich habe so unendlich viel Geduld, gerade dann wenns um andere geht. Aber wenns um mich selbst geht fehlt sie mittlerweile etwas( hatte auch verdammt viel Geduld, aber
irgendwann kann man nicht mehr!).
Ich kann mit meiner Family nur begrenzt darüber sprechen,
den Ursprung hat es bei mir aufgrund von Misshandlung
und zwar auch in der eigenen Familie.
Aber ich habe einen Kumpel, dem ich zu mindest zum Teil
davon erzählt hab und er ist so lieb und zeigt Verständnis.
Ich glaube, dass viele Menschen, die dass was ich erlebt habe sich schon längst was angetan hätten.
Aber ich denke mir auch, dass irgendwann mal was positives
folgen muss, deswegen bin ich noch am Leben.
Ich hoffe dasselbe auch für dich, dass du schon solange berufsunfähig bist tut mir leid.
Es sieht bei mir im Moment noch besser aus, ich studiere.
Aber auch das hat in dieser Verfassung keinen Sinn mehr,
ich bekomme nichts aber wirklich gar nichts auf die Reihe.
Ich habe zwar noch die Hoffnung, dass ich irgendwann im Leben wieder Glück und Freude erfahre aber es kann nicht
lange so wie jetzt weiter gehen.
Ich hoffe dasselbe für dich!!
Weißt du, irgendwann bin ich an die Stelle geraten, wo gar
keine Lebensenergie mehr da war, nur noch der Wunsch nicht
mehr da zu sein, nie gelebt zu haben.
Ich glaube ich wäre bereits verschwunden, wenn ich nicht das
Gefühl gehabt hätte anderen damit weh zu tun.
Lieben Gruß

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L
lida_11849448
12.09.09 um 1:01
In Antwort auf karim_12079693

Ich komm nicht los von hier,
du schreibst, dass bsp. antidepressiva über einen langen zeitraum eine schlechte nebenwirkung haben, und ähnlich wie eine droge funktionieren??? dass wusste ich noch überhaupt nicht. ich könnte darüber wirklich infos gebrauchen. vielleicht kommt ja mal ein post zurück.

dass würde mich nämlich brennend interessieren.

Man muß doch entscheiden
Hallo 1978m, das muß man doch wissen, daß viele Antidepressiva abhängig machen. Und Chemie ist ja nicht immer Gift. Haschisch ist ja auch Natur und macht auch abhängig! Ich nehme selbst auch Anti`s und das seit 3 Jahren. Es geht mir besser als OHNE und das man man doch selbst entscheiden. Ich jedenfalls finde es besser, mit Tabletten ein vernünftiges Leben zu führen als ohne so dahinzuvegetieren. LG

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L
lida_11849448
12.09.09 um 1:11
In Antwort auf edison_11878691

Weißt du
Ich habe so unendlich viel Geduld, gerade dann wenns um andere geht. Aber wenns um mich selbst geht fehlt sie mittlerweile etwas( hatte auch verdammt viel Geduld, aber
irgendwann kann man nicht mehr!).
Ich kann mit meiner Family nur begrenzt darüber sprechen,
den Ursprung hat es bei mir aufgrund von Misshandlung
und zwar auch in der eigenen Familie.
Aber ich habe einen Kumpel, dem ich zu mindest zum Teil
davon erzählt hab und er ist so lieb und zeigt Verständnis.
Ich glaube, dass viele Menschen, die dass was ich erlebt habe sich schon längst was angetan hätten.
Aber ich denke mir auch, dass irgendwann mal was positives
folgen muss, deswegen bin ich noch am Leben.
Ich hoffe dasselbe auch für dich, dass du schon solange berufsunfähig bist tut mir leid.
Es sieht bei mir im Moment noch besser aus, ich studiere.
Aber auch das hat in dieser Verfassung keinen Sinn mehr,
ich bekomme nichts aber wirklich gar nichts auf die Reihe.
Ich habe zwar noch die Hoffnung, dass ich irgendwann im Leben wieder Glück und Freude erfahre aber es kann nicht
lange so wie jetzt weiter gehen.
Ich hoffe dasselbe für dich!!
Weißt du, irgendwann bin ich an die Stelle geraten, wo gar
keine Lebensenergie mehr da war, nur noch der Wunsch nicht
mehr da zu sein, nie gelebt zu haben.
Ich glaube ich wäre bereits verschwunden, wenn ich nicht das
Gefühl gehabt hätte anderen damit weh zu tun.
Lieben Gruß

Das, was Du schreibst,könnte ich sein
Bei mir zieht sich das auch schon durch mein Leben. Immer auf der Suche nach Liebe und immer das Gefühl, überflüssig zu sein. Ich funktioniere meist nur so, ohne mich freuen zu können oder mich zu interessieren. Es ist schlimm. Aber Du studierst (Worum ich Dich beneide- was studierst Du denn?) und kannst noch so viel erreichen. Aber stehst Du unter irgendeinem Druck, der Dir die Kraft nimmt ? Und weißt Du, ich habe schon mal, als mein Sohn noch ganz klein war, Tabletten geschluckt. Mein Mann hat mich soweit getrieben. Und in dem Moment denkt man an nichts und niemand mehr, nur noch :weg! Ich glaube, Du hängst am Leben und hoffst noch, daß alles besser wird, und das ist gut.

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lida_11849448
12.09.09 um 1:22

Noch ein paar Worte zur Nacht
für mich wird es jetzt Zeit, aber ich möchte Dir noch sagen, daß Du auch mal andere Medikamente "ausprobieren" solltest. Das ist mitunter nicht angenehm wegen der Nebenwirkungen, aber es zahlt sich aus. Rede mit Deinem Psychiater über einen Wechsel, wenn die Tabletten nicht wirken. Bei mir hat es auch lange gedauert, bis ich das gefunden hatte, was mir hilft. Ich hatte ganz große Panikattacken, Angstzustände und schwerste Schlafstörungen. Und jeder, der sagt, daß man in solchen Fällen auf "Chemie" verzichten soll, hat schlichtweg null Ahnung. Ich hoffe, Du hast einen guten Psychiater. Psychiater sind Ärzte, Psychologen sind keine Mediziner. Jetzt aber gute Nacht!!!

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edison_11878691
12.09.09 um 1:57
In Antwort auf lida_11849448

Noch ein paar Worte zur Nacht
für mich wird es jetzt Zeit, aber ich möchte Dir noch sagen, daß Du auch mal andere Medikamente "ausprobieren" solltest. Das ist mitunter nicht angenehm wegen der Nebenwirkungen, aber es zahlt sich aus. Rede mit Deinem Psychiater über einen Wechsel, wenn die Tabletten nicht wirken. Bei mir hat es auch lange gedauert, bis ich das gefunden hatte, was mir hilft. Ich hatte ganz große Panikattacken, Angstzustände und schwerste Schlafstörungen. Und jeder, der sagt, daß man in solchen Fällen auf "Chemie" verzichten soll, hat schlichtweg null Ahnung. Ich hoffe, Du hast einen guten Psychiater. Psychiater sind Ärzte, Psychologen sind keine Mediziner. Jetzt aber gute Nacht!!!

Werd ich machen
Danke für deine Antwort, werde den Psychater darauf ansprechen - villeicht wirkt es aber auchmal.
Es hat mir zumindest jetzt viel Kraft gegeben mich mit dir zu
unterhalten, morgen könnte alles wieder anders aussehen
(kennst das wahrscheinlich??).
Aber wenn sich das Gefühl der Gleichgültigkeit erstmal
durchsetzt gibt es keine Hilfe.
Genauso wie bei Panickattaken
Lieben Gruß

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I
ines_12944137
12.09.09 um 7:52

Depression und Zwangsgedanken
Hallo !
Hatte das Gleiche. Lies mal meinen Beitrag zu "Nanatemu". Unter dem Titel : Mutter mit Zwangsgedanken.

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