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Depressionen, Angst allein zu sein

18. Juli 2007 um 21:59

Hallo ihr Lieben,

ich beobachte in letzter Zeit eine Veränderung in der Wahrnehmung meiner selbst:

Es erschreckt mich, zu sehen, dass ich, früher immer sehr lebenslustig, fröhlich und offen, zunehmend Probleme mit mir selbst habe.
Ich bin im Umgang mit Mneschen immer noch genau gleich wie ich immer war, aber sobald ich alleine zu Hause bin, muss ich weinen, fühle mich schrecklich einsam und verlassen. Ich tue alles erdenkliche, um erst mitten in der Nacht nach Hause zu kommen, damit ich sofort totmüde ins Bett falle und nicht mehr wahrnehme, dass ich alleine bin.
Sind das Depressionen?
Ich vermisse das Gefühl, dass mich jemand brauhct und liebt, dass ich etwas Besonderes für ihn bin.

Kann mir jemand helfen? Danke für eure Gedanken.

Princesse

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18. Juli 2007 um 22:10

Das hört sich ..
.. wie eine depressive verstimmung an, ja. ich denke dass sehr viele menschen im laufe ihres lebens deppressive phasen haben, die aber auch wieder vergehen, z.b. nach einer trennung eines langjährigen partners.

hast du eine ahnung woher deine gefühle kommen? wann hat es angefangen und wie lange geht das nun schon so?

bei "ernsthaften", ausgeprägten depressionen fühlt der depressive oft gar nichts mehr, er hat keine gefühle mehr und fühlt sich von niemandem verstanden und geliebt.

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18. Juli 2007 um 22:23
In Antwort auf etel_12055882

Das hört sich ..
.. wie eine depressive verstimmung an, ja. ich denke dass sehr viele menschen im laufe ihres lebens deppressive phasen haben, die aber auch wieder vergehen, z.b. nach einer trennung eines langjährigen partners.

hast du eine ahnung woher deine gefühle kommen? wann hat es angefangen und wie lange geht das nun schon so?

bei "ernsthaften", ausgeprägten depressionen fühlt der depressive oft gar nichts mehr, er hat keine gefühle mehr und fühlt sich von niemandem verstanden und geliebt.

Ja,
ich habe mich nach dreieinhalb jahren beziehung von meinem freund getrennt und es war die richitge entscheidung.
ich denken die gefühle kommen daher, dass jetzt einfach die person fehlt, die halt einfach immer da war. er hat mir seit knapp einem jahr nicht mehr gezeigt, dass er mich liebt, und ich ahb mich schon in der beziehung ungeliebt gefühlt, einfach so, als wäre ich es nicht wert, geliebt zu werden.
ich denke es dauert jetzt ungefähr einen monat, aber ich empfinde es jetzt wesentlich schlimmer als am anfang.
vor allem fällt es mir unheimlich schwer, mit jemandem darüber zu reden, weil cih nagst davor habe, nicht verstanden zu werden.
aber ich fühle mich einfach so ungebraucht, nicht besonders genug geliebt zu werden. ich will nur, dass mich irgendjemand liebt hat..
es ist oft so krass, dass ich richtige heulkrämpfe bekomme und nicht richitg erklären kann, warum. was kann cih dagegen tun?

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18. Juli 2007 um 22:29
In Antwort auf ming_12482499

Ja,
ich habe mich nach dreieinhalb jahren beziehung von meinem freund getrennt und es war die richitge entscheidung.
ich denken die gefühle kommen daher, dass jetzt einfach die person fehlt, die halt einfach immer da war. er hat mir seit knapp einem jahr nicht mehr gezeigt, dass er mich liebt, und ich ahb mich schon in der beziehung ungeliebt gefühlt, einfach so, als wäre ich es nicht wert, geliebt zu werden.
ich denke es dauert jetzt ungefähr einen monat, aber ich empfinde es jetzt wesentlich schlimmer als am anfang.
vor allem fällt es mir unheimlich schwer, mit jemandem darüber zu reden, weil cih nagst davor habe, nicht verstanden zu werden.
aber ich fühle mich einfach so ungebraucht, nicht besonders genug geliebt zu werden. ich will nur, dass mich irgendjemand liebt hat..
es ist oft so krass, dass ich richtige heulkrämpfe bekomme und nicht richitg erklären kann, warum. was kann cih dagegen tun?

Hmm
als mein freund sich damals von mir trennte (wir waren 2 jahre zusammen und hatten in dieser "kurzen" zeit aber relativ vieles durchgemacht) ging es mir ähnlich wie dir. ich wusste auch, dass es besser für mich war, da sein ganzes verhalten mich nur noch gequält hatte, aber dennoch ist da eine leere und ein gefühl des "allein gelassen seins". ich hatte damals auch oft richtige heulkrämpfe, ich denke das braucht man in so einer zeit einfach. wie lange ist die trennung denn schon her? vielleicht hast du erst jetzt richtig begriffen, dass ihr nicht mehr zusammenkommen werdet und dass es keinen sinn hat und fühlst dich deswegen schlechter? auch wenn man oft weiß es ist besser und verspürt in einer gewissen art eine erleichterung nach der trennung, bleibt doch die ersten wochen das gefühl allein gelassen worden zu sein.

wenn dieses depressive verhalten von der trennung herkommt und diese noch nicht all zu lange her ist, würde ich mir erstmal keine zu großen gedanken darum machen. der trauerprozess gehört da nun mal dazu.

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17. November 2011 um 20:04

Princesse...

das ist keine Depression, das ist wirklich Trauer und ganz normal. Immerhin hast du ja einen guten Grund gehabt, eine längere Zeit mit

diesem Menschen zusammen gewesen zu sein. Manchmal vergeht Liebe aber. Jeder hat das schon mal erlebt, es gehört zum Leben dazu.

Lies doch mal Hermann Hesses Gedicht "Stufen". Vielleicht gibt es dir neuen Mut in die richtige Richtung zu denken. Dort heisst es:
"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben." Dem kann man nichts hinzufügen.
Das du nicht allein sein kannst ist eher ein nicht-allein-sein-wollen. Versuche, dich zu beruhigen, gib dich der Trauer hin und weine mal richtig.
Lies etwas, nimm ein Bad, schaue einen Liebesfilm, irgendwas, das dich entspannt. Das extreme Unterwegssein und dann todmüde ins Bett
fallen kann nicht zum Dauerzustand werden. Du schreibst ganz zu Anfang, du beobachtest eine Veränderung in der Wahrnehmug Deiner selbst.
Aber du beobachtest keine Wahrnehmung, tatsächlich bist du auf dem Weg, DICH zu verändern. Unterbrich den Teufelskreis!
Besinn dich auf das, was du schätzt. Ist es wirklich so schlimm? Was würde ein dir nahestehender Mensch sagen? Stelldir doch mal vor, du
gehst zu einer Runde von Menschen, denen es wirklich dreckig geht und die darüber reden wollen. Was sagst du zu der, deren Kind Krebs hat?
Zu dem, dessen Frau ihn verlassen hat wegen seinem besten Freund?
Trauer als Lebensphase anerkennen aber diese Phase abschliessen - sich auf Neues einlassen, Chancen erkennen - einen normalen Tagesrythmus
finden. Versuch das doch mal. "

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18. November 2011 um 1:51

Herrje
ich dachte nur mir geht es so... ich habe das selbe problem wie du,allerdings noch etwas heftiger.

bei mir sind noch nagstzustände,also panikattaken dazu gekommen. durch den ganzen stress und all dem schrott,aber habe es jetzt nach dem ich meinen freund kennengelernt habe gottseidank ganz gut im griff soweit,und das mit 21,hätte ich auch nie gedacht

bei mir wurde es auch ausgelöst durch meinen ex freund mit dem ich 5 jahre zusammen war,und von heut auf morgen halt wieder alleine war,da ich es gewohnt war immer zu zweit zu schlafen viel mir auch das alleine schlafen sehr schwer,ich habe auch jetzt noch ab und an probleme einzuschlafen :/

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9. Februar 2012 um 12:23

Ich kenne kenne diese Angst....
Ich hatte früher auch Angst davor allein zu sein. Bei wir gab es nur einen anderen Grund. Ich litt zusätzlich noch unter Krankheitsägsten.
Ich habe mich allein immer total unsicher gefühlt. Ich dachte, wenn ich jetzt gleich eine Herzattacke bekomme, dann kann mir niemand helfen.
Zu dieser Zeit, war mein Handy mein wichtigser Begleiter. Ich dachte dass ich so im Ernstfall zumindest den Notruf erreichen kann.

Mittlerweile habe ich meine Angst allein zu sein verohren.
Ich musste viel daran arbeiten, aber ich habe es geschaft.

Hier ist ein guter Blogartikel zu diesem Thema. Vielleicht hilft er dir weiter.

http://ohnepanikleben.de/resp/red/?r=4c1941556bf22ea2748cb91a912fcf 24


Ich wünsche dir alles gute

VG

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