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Depression überwinden, neues Leben starten

20. August 2017 um 6:55 Letzte Antwort: 21. August 2017 um 13:45

Hallo,
ich habe mehrere Beiträge gelesen, wie tief sich mache im Leben befinden. Mir geht es da nicht viel besser, aber mir geht es nicht darum mich mitzuteilen. Nun gibt es auf diese Beiträge einen Haufen Ratschläge. Keiner berichtet aus eigener Erfahrung, wie es ist aus dem Loch "Depression" heraus zu kommen. Ob sich das Leben "schlagartig" verändert hat – und ganz wichtig – ob die eigenen Wünsche in Erfüllung gegangen sind. 
Bringt es den überhaupt etwas, sich anzustrengen? Nochmal... 

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20. August 2017 um 19:51

Hallo...
Wenn man  selbst erkannt hat das es sich um Depressionen handelt sollte man versuchen selbst einen Weg aus diesem Desaster zu finden.
Ärzte können einen Ratschläge oder Medikamente geben aber nicht wirklich helfen.
Sucht euch eim Hobby, geht unter Leute,
gebt euch Zeit, versucht es mit Yoga.
Auf alle Fälle überfordert euch nicht.
Wenn der Körper Ruhe verlangt gebt es ihm.
Was mir noch geholfen hat den Vitamin D Spiegel auf normales Niveau zu bringen.
Bei Fragen stehe ich gern zur Verfügung. 

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20. August 2017 um 20:10

Lacht mich jetzt bitte nicht aus, aber woran erkennt man, dass man es mit einer richtigen, ernsthaften Depression und nicht mit einfachem Selbstmitleid und normalen Problemen wie sie jeder gelegentlich mal hat zu tun hat?
Diese Frage beschäftigt mich nämlich grade. Vielleicht würde ein Therapeut lachen und sagen "also das Bisschen worüber Sie jammern hat jeder Andere auch zu tragen, Sie haben keine Depression, Sie bemitleiden sich nur selber" woran erkennt man bei sich selbst eine Depression bei der man definitiv Hilfe braucht um da wieder raus zu kommen?

Und ansonsten kann ich Zuckerstuck nur zustimmen, ich wäre auch froh mal eine Schilderung von jemandem der alles selbst durchgemacht und überstanden hat zu hören...

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21. August 2017 um 13:45

Hallo ihr Lieben.

Erst einmal bleibt stark und stresst euch nicht unnötigt. Ich möchte euch gerne meine Erfahrung mitteilen, denn vor ca 6 Jahren erlitt ich selbst unter chronischen Minderwertigkeitsgefühlen. Erst einmal möchte ich mit meiner Geschichte anfangen und dann erkläre ich euch dann meinen Weg, den ich gegangen bin. Als erstes behaupte ich, dass es nach meiner Meinung nach 3 große Lebensbereiche gibt, welche wären die Liebe, die Familie und der Beruf. Wenn einer dieser Bereiche nicht gut läuft oder sogar zusammenbricht, ist das mit Sicherheit noch ertragbar und verkraftbar. Aber damals zerbrachen alle diese 3 großen Bereiche für mich. Es fing alles damit an, das in diesen Jahr 4 Leute aus meiner Familie verstarben. Das wirkte sich stark auf meine Psyche aus und beeinflusste extrem meine 2 anderen Lebensbereiche. Es kam, wie es kommen sollte, denn mein damaliger Freund musste mich nach 2 Jahren zu diesem Zeitpunkt auch verlassen. Ich möchte ihn auf keinen Fall schlecht reden, er war nämlich immer gut zu mir und hat mir auch nie etwas böses getan. Nur für ihn gab es keine Gefühle mehr für mich wahrscheinlich und er verlies mich ohne mit mir zu sprechen und packte einfach seine Sachen und ist gegangen. Das war definitiv nicht die feine Art, aber gut ändern kann ich es nicht und ich muss zugeben das war das einzigste Mal, dass ich sagen würde er hat mir weh getan. Verstehen tuh ich diesen Tag bis heute nicht. Alles wurde mir definitiv zu viel und ich fiel regelrecht in ein tiefes Loch voller Selbstmitleid. Es verging wahrscheinlich 1 Jahr indem ich gar nicht zurecht kam, aber das Jahr darauf versuchte ich mich ein wenig selbst aufzubauen. Ich ging zum Psychologen, kaufte mir mir Bücher und habe das Internet durchforscht. Ich muss von mir aus leider sagen, das mir persönlich die Therapiestunden mit den Psychologen am wenigsten weitergeholfen haben. Ich konnte zwar ein paar Dinge mitnehmen, aber im Großen und Ganzen hat mir das persönlich nicht weitergeholfen mich wieder stark zu fühlen. Glücklicherweise hat mein damaliger Arbeitgeber ein mentales Training über erfolgimberuf.com/mentale-staerke/ für das ganze Teamgebucht. Es war eigentlich dafür gedacht um eine Konzentrationssteigerugn zu erzielen und schneller lesen zu können.
Aber für mich persönlich hat es einen ganz neuen Weg geöffnet.
Das Training verfolgt nämlich eine sehr gute psychologische Strategie um mit sportlichen Aktivität und motivationszusprüchen das eigene Ego zu pushen und in dieser Hinsicht muss ich Anni definitiv zustimmen. Ihr müsst auf jeden Fall Aktivitäten in Form eines Hobby's suchen. Ich habe damals aus diesem Grund mit dem Sport angefangen und habe neue Menschen kennengelernt, die neue Meinungen und Ansichten hatten als die, die ich gewöhnt war. Ich kann euch definitiv empfehlen euch eine neue Aktivität zu suchen in der ihr andere Menschen kennenlernt und neue Einblicke im Leben bekommt. Zudem erfrischen neue Dinge euren Geist und euer Selbstmitleid wird schweigender Begleiter. Durch das mentale Training, habe ich mich weiterhin damals auf die Suche nach geeigneten Mitteln gemacht, die mir weiterhelfen können. Zum Beispiel habe ich auf Youtube Robert Betz gefunden, dieser Mann hat mir echt in vielen Dingen weitergeholfe. So habe ich immer weiter recherchiert und habe auch einen spirtuellen Weg für mich selbst gefunden. Ich habe sehr viel gelesen und eine Regel hat sich nach langer Zeit jetzt tief in mich eingebrannt und zwar geht es darum, dass man seine Depression oder sein Selbstmitleid als Freund sehen sollen. Ihr müsst euren Schmerz euch bildlich vorstellen und akzeptieren an schlimmen Tagen. Denn euer Schmerz ist einfach nur ein ungeliebtes Wesen akzeptiert den Schmerz und lasst ihn dasein, er wird sich dann von alleine beruhigen. Ich weiss das hört sich tatsächlich etwas crazy an, aber durch Konzentrationsübungen und wirklicher Wahrnehmung hat das mir an besonders heftigen Tagen wirklich weitergeholfen. 
Alles in allen würde ich aber sagen, dass es stark dabei um Selbstfindung geht. Ich meine damals war ich auch eher das Mauerblümchen und zurückhalten. Ich habe damals dann den Schritt für mich gewagt und haben mich ohne Beeinflussung von Freunden einfach in einem Sportverein angemeldet und musste alleine neue Menschen kennenlernen. Zudem war der nette Nebeneffekt, dass sich mein Körper fit angefühlt hat und ja das ich durch meinen durchtrainierten Körper besser gefühlt habe. Aber auch die vielen gedanklichen Übungen haben mich extrem viel weiter gebracht und in manchen Situationen kann ich vorneweg schon dagegen wirken. Es ist einfach ein hartes Training an sich selbst und kostet seine Zeit, aber wenn ihr wirklich, wirklich etwas tun wollt dagegen, dann werdet mutiger, erforscht euch und neues, sucht Herausforderung und wenn es seien muss lasst alles stehen und liegen und fangt ganz neu in eurem Leben an. Ich hoffe ihr findet euren Weg. Speziell noch zu Shyla du erkennst es definitiv daran, dass du sehr träge bist und lustlos, als auch kraftlos. Wenn du Monate nicht aus dem Haus raus willst und selbst den Geburtstag eines guten Freundes absagst, weil du dich lieber zu hause einkuschelst. Wenn du stark am träumen bist und schwer zuhören kannst. Hilfe kann man sich suchen, aber meiner Erfahrung nach ist es besser den Weg selbst zu gehen und stärker zu werden.
LG

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