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Depression oder Hypochonder?

19. September 2011 um 13:20

Hallo,

bin gerad unsicher wo ich am besten anfangen soll, also fang ich mal mit der Trennung an.

Meine Freundin hat sich vor gut einem Jahr von mir getrennt; da ich sonst keinen Freundeskreis hatte und zu diesem Zeitpunkt gerade ausgezogen bin von daheim und dann alleine in einer eigenen Wohnung saß ist mir die ganze Situation irgendwie über den Kopf gewachsen. Ich musste die Trennung verarbeiten und gleichzeitig mit nem Studium anfangen, hatte dabei aber niemandem zum Reden.

In solchen Situationen sehen sich bestimmt viele Leute, nur ich habs nicht mehr geschafft klare Gedanken fassen zu können, ich konnte nicht mehr schlafen, hab diese pflanzlichen Schlafmittel alle probiert, Tees etc. ich lag immer bis 2-4 Uhr wach.

Und meine ex hatte direkt nach unserer Trennung wieder was am laufen. Darauf war ich irgendwie neidisch, bin in einem Loch aus Trauer versunken und hab mich gefragt wieso ich jetzt wieder alleine sein muss.

Hab mich dann irgendwie durchs Semester gequält, aber keinen Anschluss an Leute gefunden mit denen ich was machen konnte (mir fällt es seit Jahren schwer Kontakte zu knüpfen).

Irgendwann hab ich dann die Flinte ins Korn geworfen, weil es einfach keinen Sinn mehr gemacht hat. Ich lieg nachts immer wach und komm einfach nicht zur Ruhe. Ich frag mich morgens welchen Sinn es denn überhaupt macht aufzustehen, warum ich denn überhaupt noch da bin.

Im laufe des Tages entspannt ich das ein wenig sodass, ich mich manchmal ganz ok fühle. Gegen Abend wirds dann wieder richtig schlimm; ich fühle mich total einsam, traurig, verloren, ohne Zukunftsperspektive, frage mich was wäre wenn ich mich einfach vor nen Zug werfen würde, an schlimmen Tagen und denke mir dich will doch sowieso niemand mehr haben.

Ab und zu überleg ich mir mal wie man sich am besten umbringen könnte ohne dabei großartig Schmerzen zu haben, werfer den Gedanken dann doch wieder weil ichs meiner Fam nicht antuen will, dass sie zu einer Beerdigung müssen.


Vermutlich sollte ich mich einfach mal am Riemen reißen und das aus dem letzten Jahr endlich hinter mir lassen und wieder was aus meinem Leben machen, aber dafür schein ich zu schwach zu sein oder nicht zu wollen. Oder kann sowas wirklich eine Depression sein?

Wäre über jeden Rat dankbar.

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19. September 2011 um 15:00

Ferndiagnose: Depression
Hallo,
ich habe selbst seit Jahren Depressionen und für mich hörst du dich sehr danach an! Die Trennung von deiner Freundin war ws nur der Auslöser, dahinter steckt sehr viel mehr.
Ich würde dir raten, zu deinem Hausarzt zu gehen und ihm davon zu erzählen. Der sollte dich dann an einen Psychiater überweisen, falls eine medikamentöse Behandlung erforderlich ist. Und guck dich nach einem Psychotherapeuten um! Vllt solltest du dir auch einen gutes Buch über Depressionen besorgen, um dich etwas besser verstehen zu können.
Alles Gute für dich!
Ismuni

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22. September 2011 um 5:03

Mir gehts auch so.. aber
.. bei mir sind viele andere sachen mit im spiel..

in deiner geschichte erkenne ich mich selbst wieder.. ich bin jetzt 23, und die gleiche phase wie du sie beschreibst hatte ich mit 19, ebenfalls nach einer trennung, ebenfalls ganz allein, schwierigkeiten beim kontakte knüpfen usw..

damals konnte ich mich noch selbst daraus befreien, aus diesem tiefen schwarzen loch(wie ich es damals immer genannt habe) mit dem gedanken, dass ich leben will.. das hielt ungefär ein jahr und dann schlich sich alles negative wieder zurück..

warum muss ich alleine sein? warum dürfen andere glücklich sein und ich nicht?

ich kann dir leider keinen rat geben, weil ich mir selbst nicht zu helfen weiß. vielleicht tut es dir einfach nur gut zu wissen, dass du nicht alleine bist und dass es menschen gibt, die verstehen wie du dich fühlst..
wenn man bis zum hals in der sch@isse steckt, sollte man den kopf nicht hängen lassen..
ich hoffe, dass es auch für uns einen weg gibt, das glück im leben wieder zu finden..
vielleicht liegt das glück in einer couch und wir müssen uns nur drauf plumsen..
lg

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23. September 2011 um 12:15

Geh ruhig zum Arzt
Ich habe mich auch sehr gut wieder gefunden in deiner Geschichte. Hatte auch immer mal wieder schlechte Phasen, dann starb jemand aus meiner Familie und Knall das war es dann. Ich habe mich sehr lange davor gedrückt mich behandeln zu lassen.
Dachte halt das wird schon, bis ich mich fast sehr zerstört hätte. Vertrau dich deinem Arzt an, er kann dir da am besten helfen. Ich bin inzwischen seit 3 Jahren geheilt, aber ich habe auch schlechte Phasen. Nur kann ich jetzt besser darauf reagieren.
Ich wünsche dir das alles wieder gut wird.

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