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Depression mit Partner bekämpfen??

26. Juni 2008 um 14:49

Hallo an alle hier,
Mein Mann hat mittelschwere Depressionen. Hab ihn so schon kennengelernt, aber es kaum gemerkt bzw. wurde es mir damals noch nicht so bewußt, da wir uns nur am Wochenende gesehen haben.
Heute - wir sind mittlerweile verheiratet - weiss ich genau, dass er depressiv ist, da ich über diese Krankheit informiert bin: meine Schwester hat seit 4 Jahren Depressionen, war stationär u. nimmt heut noch Medikamente u. Arztbesuche in Anspruch. Ein Arbeitskollege das gleiche.... War auch als Angehörige
meiner Schwester zu einem "Depressions-Workshop" in der Klinik. War total interessant. Ich bin also grob informiert. Die ganzen Symptome meines Mannes deuten auf Depression: Lustlosigkeit, Dauermüde, Appetitlosigkeit, Fressatacken, sehr oft gereizt, launisch, immer negativ eingestellt, null kritikfähig...
Direkt haben wir darüber bisher noch nicht gesprochen. Ich glaub aber er weiss, dass er unter Depressionen leidet. Aber durch sein gemindertes Selbstvertrauen und sein Schamgefühl hätte ich es äußerst schwer, ihn zu einem Arztbesuch zu überreden. Da bin ich sicher!
Da ich weiss, wie es um ihn steht, ist es bei uns sogar so, dass ich MICH verstelle, um ihn zu helfen. Z.B. lob ich ihn ständig, sage ihm oft, dass ich stolz auf ihn bin, nehme Fehler, die er macht, auf mich, ohne mich zu wehren... Ertrage seine Launen, in dem ich es in mich reinfresse... Aber das kann auch keine Lösung sein, denn so allmählich bin ich dadurch nicht mehr ich selbst und habe Angst, dass ich das irgendwann nicht mehr aushalte und unsere Ehe in Gefahr ist.
Wie seht Ihr das aus Eurer Sicht: Was kann oder soll ich als Partnerin tun, damit es meinem Mann besser geht?? Gibt es irgendeine Lösung, ihn ohne Medikamente u. Arztbesuche da wieder rauszubekommen? Wir führen ein wirklich sorgloses gutes Leben, haben Haus u. Garten, beide Jobs, keine Schulden, planen Kinder...
Ich selbst bin im Job erfolgreicher als er und verdiene auch mehr. Aber das ist nun mal nicht zu ändern. Das ist aber sicherlich auch ein kleines Stückchen Grund seiner Depression. Der Ursprung liegt allerdings glaub ich in seiner Kindheit. Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe!!


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17. Juli 2008 um 13:29

Tja...
...die meisten Ursachen liegen in der Kindheit. Vielleicht probierst du es einmal mit einem Buch, dass du ihm schenkst oder einer CD?? "Rüdiger Dahlke" kann ich empfehlen.... was ich selbst gerade lese ist: Quellen innerer Kraft" von Anselm Grün - ist leicht verständlich zum Lesen und regt zum Nachdenken an (vor allem, wenn er eher verschlossen ist) - und du musst ihm nicht direkt auf deine Ahnungen hinweisen. Für dich würde ich dir dringenst empfehlen ncihts zu unterdrücken oder dich zu verstellen; denn dann wirst du früher oder später in derselben Situation landen!

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19. Juli 2008 um 8:00

Hi
hatte auch mal so ein mann. Das beste ist, wenn du dich trennst, ich habe 4 jahre versucht zu helfen, vergeblich. damals habe ich auch nie darauf gehört, ihn zu verlassen, weil ich ihn liebte. aber als ich jeden tag heulen musste wegen ihn und selber wider stark deopri wurde, habe ich ihn verlassen.

Es geht mir viel besser. habe einen mann kennengelernt, der auch depris hat. aber er ist ganz anders. sehr hilfsbereit und lieb.

lass dich nicht anmotzen oder unterdrücken!
versuche zu reden, und wenn ix mehr geht trenn dich mal wenigstens eine weile. dann wird er es vielleicht einmal kapieren, das es auch grenzen gibt


grüsse

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